Unerwartete Schulaufgabe nach Krankheit - einfach dumm gelaufen?

Hi,
Kurze Version: mein Sohn war eine Woche krank, ging am Montag wieder in die Schule und hat - im noch angeschlagenen Zustand - unerwartet eine Schulaufgabe geschrieben.

Die ganze Wahrheit: er war montags in der Schule und hat nachmittags beim Fußball einen Ball an den Kopf bekommen. Ihm war schlecht, hat aber nicht erbrochen, Augenfunktion ok. Wir haben die Nacht abgewartet. Am nächsten Tag Kopfschmerzen trotz Schmerzmittel- ich hab ihn mit Home Office zu Hause gelassen. Mittwoch, schulfrei, (Buß- und Bettag -ich hatte eh schon Urlaub beantragt), zum Arzt. Der sagt, nix Neurologisches, die kritische Zeit ist vorbei, bei Kindern heilt das schnell: Schule ja mit Schmerzmitteln, aber kein Sport. Am Donnerstag durfte ich dann ein vor Schmerzen heulendes Kind nach der ersten Stunde abholen (die Kopfschmerzen hatten sich durch die Lautstärke der Kinder im Vergleich zu zu Hause wohl deutlich verstärkt). Also noch mal zum Arzt. Der meinte wieder, also wirklich nichts Gefährliches, müsste bis zum Wochenende ok sein.
Tja, und dann Montag mit noch leichten Kopfschmerzen wieder in die Schule.

Ich hab das heute beim Mittagessen im Kollegenkreis erzählt, wo sich sofort die einhellige Meinung gebildet hat, das ginge ja gar nicht, und die 6, die er geschrieben hat, dürfe nicht zählen.

Wie seht ihr das? Ist das geregelt?
Jetzt ist es so, dass mein Sohn ein Spezialfall ist: wir sind in Bayern, er hat gerade die vierte Klasse übersprungen und das nicht, weil er in allem ein Überflieger und am Anschlag ist, sondern weil er in Richtung Depression ging und die Lehrer sein Potential gesehen haben. Er hinkt allerdings in der Schreib- und Arbeitsgeschwindigkeit hinterher.
Zu Schuljahresbeginn war es noch ganz schlimm, da hat ihm seine Deutsch- und Klassenlehrerin regelmäßig Hefte mitgegeben, weil ihm die Tafelabschrift fehlte. Das ist mittlerweile fast ok. Also, er ist schon deutlich schneller geworden. Der Rest passt soweit.
Aber es geht hier um Deutsch, Aufsatz.

Die Lehrerin ist sehr nett, ich hatte schon im Oktober ein ausführliches Gespräch mit Ihr. Ich hab jetzt aber noch nicht mit ihr gesprochen. Ich wette, dass sie die Schulaufgabe schon vor 2-3 Monaten angekündigt hat, aber da hat er es leider nicht geschafft mitzuschreiben.
Und wäre er da gewesen, hätte er das sicher auch gewusst. Außerdem gibt es wohl auch einen Kalender mit Terminen im Klassenzimmer. Allerdings haben sie gerade die Zimmer getauscht (gesundheitliche Gründe in der anderen Klasse).

Mein Sohn schreibt extrem schöne Aufsätze, aber er braucht dafür auch sehr viel Zeit. In der ersten Schulaufgabe hat er die Hälfte der Bilder beschrieben und eine vier bekommen.
Jetzt war er überrumpelt und hat neben dem Bauplan nur noch eine knappe halbe Seite Einleitung geschafft. Also, es war schon wirklich nicht viel da, was die Lehrerin bewerten kann.

Das Prinzip war Reizwortgeschichte, und er hat schon was dazu mitgekriegt. Aber er war halt die Woche davor nicht da. Und moralisch hätte ich ihn auf jeden Fall unterstützen können. Und noch Strategien durchgehen, um sich nicht in der Zeit zu vertuen...

Kommentare, Meinungen?
Viele Grüße

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Ganz nüchtern:

Die Schulaufgabe wurde mit Sicherheit angesagt, dein Sohn hätte das wissen müssen.
Und wenn er an dem Tag in der Schule war, war es auch ganz korrekt, dass er mitschreiben musste. Wer da ist, schreibt mit, egal ob er die Tage vorher in der Schule war oder nicht.
Die Reizwortgeschichte wurde sicherlich auch langfristig geübt, nicht nur die Woche vorher undErlebniserzählungen kennt er ja auch schon aus der Grundschule.

Also, so leid es mir tut, von der Schule aus ist alles richtig gelaufen und natürlich wird die Note ganz normal zählen.

Wichtig ist, dass dein Sohn lernt, sich die Termine zu notieren und dir auch mitzuteilen. Das ist sicher in der 5. Klasse erstmal schwer, aber da müsse ja alle durch;-).

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Ja, bestimmt. Leider vermutlich viel zu früh. Schön hätte ich es gefunden, wenn sie zB zwei/drei Wochen vorher angekündigt gewesen wäre.

Und ja, du hat recht, er muss das lernen, er ist da auch schon sehr viel besser geworden. Damit haben alle Fünftklässler zu kämpfen - er eben besonders. Die Lehrerin meinte allgemein (nicht zu uns, Emailverteiler), der Welpenschutz sei nach den Herbstferien vorbei. Die Ankündigung muss aber schon viel früher gekommen sein. Egal: Deine These ist: die müssen das lernen, hart durchgreifen. Kann man machen - damit fliegen halt einige Kinder durchs Raster. Es gibt Lehrer, die das besser können, einfacher ist es natürlich, von den Kindern zu verlangen, alles perfekt zu können.

Sorry, ich antworte jetzt natürlich auch überzogen. Aber ein 'muss er halt durch' ist in unserem speziellen Fall nicht hilfreich, weil wir gerade sehr kippelig unterwegs sind zwischen Fordern, Fördern und Unterstützen...

Und ja, die Reizwortgeschichte fing schon in der Woche bevor er gefehlt hat an. Zu dem Thema fehlteni hm etwa drei von zehn Stunden. Und natürlich haben wir uns bemüht an das Unterrichtsmaterial zu kommen. Und das Problem ist nicht das Geschichtenerzähler sondern der Überraschungseffekt - aber das ist eine andere Geschichte.

Viele Grüße

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"Deine These ist: die müssen das lernen, hart durchgreifen. Kann man machen - damit fliegen halt einige Kinder durchs Raster. Es gibt Lehrer, die das besser können, einfacher ist es natürlich, von den Kindern zu verlangen, alles perfekt zu können. "

Naja, das ist nicht meine These aber so ist Schule halt. Ich finde es auch nicht schön, aber das ist die Realität.
Lehrer haben bestimmt einen gewissen Spielraum, aber in eurem Fall hätten sie nicht anders handeln können. Es muss ja auch gerecht bleiben.
Es war euer Fehler, bzw eine Verkettung unglücklicher Umstände. Nochmal passiert euch das nicht:-).

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Haken dranmachen. Fertig.
Versuchen, über mündliche Mitarbeit etwas zu kompensieren.
Er kann es im Prinzip, hat Pech gehabt und evtl den Termin verschusselt.
Daran kann er arbeiten.
Wer fragt in einemJahr noch nach dieser Note?

Ulrike

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Sowas ist immer schwierig. Generell handhabe ich es so, dass ein Kind das länger krank war (mehr als 2-3 Tage) einen Test später schreiben darf, wenn das Thema noch nicht nachgearbeitet wurde. Aber ich spreche in der Regel mit dem Kind oder den Eltern und man weiß ungefähr, wie es dem Kind ging und was machbar war. Wenn in eurem Fall die Reizwortgeschichte eine Woche lang geübt wurde (was er ja verpasst hat) dann hätte ich dein Kind z.B. höchstens ohne Bewertung mitschreiben lassen. Es gibt einfach Themen, die lassen sich schlecht selbstständig zu Hause erarbeiten... Wohingegen z.B. viele Themem im Sachunterricht (Fakten) durchaus allein erarbeitet werden können.
Es spielen also viele Faktoren rein. In eurem Fall finde ich die 6 schon sehr hart. Eine gesetzliche Regelung gibt es soweit ich weiß nicht, kenne mich aber im bayrischen Schulgesetz auch nicht aus. Es liegt sicher im pädagogischen Ermessen der Lehrkraft, wie sie hier handelt.

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Vielen Dank für die konstruktive Antwort.

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Hallo, ich bin entsetzt über dein Verhalten und über den Arzt. Aber das liegt vielleicht daran, dass ich schon mehrere Schädel-Hirn-Trauma hatte.

Wer hat wie die Pupillenreaktion getestet?
Wenn die Pupillen nicht mehr richtig reagieren ist das ein sehr schlechtes Anzeichen. Und wenn ein Laie es erkennt ist es noch schlechter. Funktionierende Pupillen sind KEIN Ausschlusskriterium für ein SHT.

Bei einem SHT1 kann es sein, dass man lediglich 2 Sekunden ein gestörtes Bewusstsein hat. Dies bekommen umstehende Personen gar nicht immer mit. Kopfschmerzen und Übelkeit oft ohne Erbrechen sind andere Anzeichen.
Die Maßnahme dabei lautet bereits 1 Woche den Kopf keinen Reizen aussetzen.
Die Kopfschmerzen können sich Wochen lang bemerkbar machen genau wie die Übelkeit.

Gute Besserung an deinen Sohn.

Gruß Sol

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Ich bin entsetzt von deinem Beitrag.

Wo hast du im Eingangsbeitrag was von nicht richtig reagierenden Pupillen gelesen?

Mich würde interessieren welche Einteilungsform du für deine SHT 1 und SHT 2 Einteilung benutzt hast.

Desweiteren gibt es in den offiziellen Leitlinien keine Empfehlung beim einem SHT automatisch 1 Woche Reizentziehung anzuordnen. Da würde mich auch interessieren wo du diese Info her hast.

Grüße

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Ich schätze deine Beiträge sehr, aber dieses Mal liegst du daneben. Darf ich fragen, welchen medizinischen Hintergrund du hast?

Sie schreibt explizit, dass am Ereignistag die Augen (was ich jetzt als Pupille interpretiere) in Ordnung waren. Er war auch nicht bewusstlos oder sonst auffällig. Ob jetzt akut eine Vorstellung beim Arzt sinnvoll gewesen wäre, lässt sich über das Netz gar nicht beurteilen. Wobei du doch nicht jedes Mal zum Arzt gehst, wenn das Kind was drauf kriegt, solange das Gesamtbild passt. Das hat es für die TE und vom Verlauf her lag sie jetzt ja nicht falsch. Danach hat sie ganz korrekt im Rahmen von Verschlechterung 2x den Arzt aufgesucht, der neurologisch untersucht hat.
Mehr machen wir in der Praxis auch nicht: gründliche Anamnese (wenn initial mehr war, läuft das natürlich anders. Stichwort GCS, soweit man das im Nachhinein rekonstruieren kann, wenn man nicht vor Ort war), gründliche Untersuchung. Wenn alles in Ordnung ist, gehen die Leute heim (und werden aufgefordert, dass regelmäßig jemand nach dem Patienten schauen sollte). Und es erfolgt die Aufklärung, dass bei Verschlechterung jedweder Art eine umgehende Arztvlrstellung erfolgen muss. Und bei allem, was einem komisch vorkommt.
Therapie: schonen, kein Sport, aber das heißt nicht, dass man quasi im dunklen Zimmer liegen muss. Schule/Arbeit ist grenzwertig. Nach mehreren Tagen durchaus möglich (Einzelfall), aber da ist natürlich schon mehr Stress als zuhause.

Natürlich gewinnt man Erkenntnisse, wenn man selbst betroffen war, zumal man dann ja auch oft noch im Netz recherchiert. Aber ich habe eine Kaffeetasse mit einem bösen Spruch "don't confuse your google search with a medical degree". Und jetzt übers Netz allen Betroffenen inklusive dem Kinderarzt Fehler vorzuwerfen, ist nicht in Ordnung

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Bisher (damals BaWü) kenne ich es so:

Kind schreibt die Klassenarbeit angeschlagen oder krank mit und bleibt bis zum Ende der Klassenarbeit: es wird voll gewertet

Kind wird WÄHREND der Klassenarbeit aprupt schlecht oder es geht nicht mehr: Klassenarbeit wird unterbrochen. Ob sie gewertet wird oder nicht, ist nicht immer ganz einfach.

Kind muss VOR der Klassenarbeit abgeholt werden oder Symptome verschlimmern sich: Kind darf nachschreiben.


Der Hintergrund war folgender: es hatte einige Schüler gegeben, die sich krank zur Klassenarbeit geschleppt hatten, sich die Aufgaben angesehen hatten und dann erst entschieden, ob ihnen das Thema passt. Durchziehen, wenn es ihr Thema war und voll krank werden, wenn es doof war.

Plötzliches krank werden ohne Vorgeschichte kann jedem passieren.

Wer krank mitschreibt und dann hinterher die Note bemängelt, hatte schlechte Karten.
Einige scheppten sich wohl krank zur Klassenarbeit. Wer gut geschrieben hatte, blieb ruhig, wer eine schlechte Note geschrieben hatte, regte sich auf.
Aber 1. wie will man das oft nachweisen
2. manche waren nicht krank, sondern hatten aus anderen Gründen schlecht geschrieben. Emotionale Belastungen oder so. Diese dürfen auch nicht nachschreiben.

Daher galt dann: wer sich vorsätzlich krank zur Klassenarbeit schleppt, muss hinnehmen, wenn durch Beeinträchtigung die Note schlechter ausfällt. Die Option nach Hause zu gehen und bei Genesung zu schreiben, sei ja gegeben.

Ab Klasse 10 wurden wir vor jeder Klassenarbeit gefragt, ob wir gesund genug sind, die Klassenarbeit mitzuschreiben. Wer bleibt und mitschreibt, akzeptiert die Note. Ausnahmen sind apruptes schlecht werden ohne Vorgeschichte.


In eurem Fall ist es doof gelaufen, weil er noch jünger ist.

Bei einem Vokabeltest würde ich sagen: blöd gelaufen. Unangekündigt kann vorkommen.

Bei einem Aufsatz würde ich nachfragen: war das Datum gar nicht bekannt und völlig unangekündigt? Dann würde ich damit argumentieren.

Wurde das Datum letzte Woche bekannt gegeben? Würde ich nachfragen, wer es wusste und mehr Unterstützung bei Krankheit ersuchen.

War das Datum länger bekannt, es wurde nur in der Aufregung vergessen, ist es blöd gelaufen.



An der Schule meines Kindes gilt in Krankheitsfällen:

wenn der Kinderarzt sagt: Kind darf aus medizinischer Sicht zur Schule, ist aber noch nicht ganz gesund, bittet die Schule um kurze Rückmeldung.
Kurze Besprechung, ob es aus SCHULISCHER Sicht Sinn macht, das Kind zu schicken oder noch ein paar Tage zu Hause zu lassen

1. Klassenarbeiten unter ungünstigen Voraussetzungen
2. Risiko, wenn in der Schule etwas passiert
3. Kinder unter Schmerzmitteln, um schultauglich zu sein, sieht die Schule als Risiko an.
4. kommt es in der Schule zu Komplikationen, wer übernimmt die Verantwortung.

Schule ist lauter, heftiger, mehr anrämpeln, anstrengender usw. als zu Hause.
Auch wenn Schulpflicht besteht, ist es für die Schule eine höherere Verantwortung, bei der sie manchmal Grenzen zieht.

Arzt sagt ja, aber Kind ist noch nicht fit, ist eine Grauzone, bei der die Schule gerne um Rücksprache bittet.
Auch um individuell zu gucken, was für das einzelne Kind mehr Sinn macht. Risiko Schule, aber auch wie kommt das Kind an Materialien, was verpasst das Kind usw.



Wenn du dir unsicher bist, würde ich in RUHE das Gespräch mit der Klassenlehrerin suchen.
Nicht um um die Note zu feilschen, sondern akzeptieren, dass die Sitution blöd gelaufen ist und du Sorge hast, wie es jetzt weitergeht, wie du dein Kind stützen kannst, wie du als Eltern unterstützen kannst.
Vielleicht gibt es ja dann auch ein Entgegenkommen durch die Lehrerin, Ideen, Tipps oder ähnliches.

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Hallo Zahnweh,

ja, das mit dem 'ich schau mal und entscheide dann', macht natürlich Sinn.

Mit der Lehrerin mache ich wieder eine Termin aus, nicht speziell deswegen, mehr allgemein, um ihn zu begleiten...

Viele Grüße

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ein Aufsatz besteht aus 90% Grundfertigkeiten, die man sicher nicht in der Woche vorher erarbeitet. Abgesehen von vielleicht Rest-Angeschlagenheit (Kopfweh) hätte er wohl auch ohne Krankheit das selbe Ergebnis produziert.

Ich würde einen Haken dran machen und jetzt über die Ferien wirklich viel mehr Extra-Übe-Zeit investieren, um all die Aufhol-Defizite auszugleichen und anzugehen.

Mein Sohn hat mal eine ausführliche Korrektur freiwillig zuhause geschrieben und das ganze Heft noch einmal ergänzt und verschönert und noch einmal für eine extra mündliche Note dem Lehrer abgegeben. -- manche Lehrer akzeptieren das, um schlechte Noten auszugleichen. Wäre ein Versuch wert.
(in unserem Fall war es eine 6 wegen nicht abgegebenem Heft zum benoten. Leider hatte mein Sohn das nicht kapiert, dass man das dem Lehrer ins Fach tun muss und hat immer drauf gewartet, dass der Lehrer das einsammelt -- und so gingen eben 2 weitere Monate ins Land bis zum nächsten "abgeben" -- fand ich auch echt unfair vom Lehrer, da nicht nochmal extra im Unterricht alle fehlenden Schüler anzusprechen. - aber da war er leider stur ).

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Hallo tr357,

ich verstehe, was du mit den 90% meinst. Auch ich habe lange geglaubt, dass man für Deutschaufsätze ja eigentlich nichts üben muss.

Ich glaube aber, dass im Fall meines Sohnes der Überraschungseffekt dafür gesorgt hat, dass er bei weitem keine 90% gezeigt hat. Außerdem hätte ich ihn morgen nochmal motivierend zusprechen können. Und wir hätten am Sonntag noch besprechen können, wie er an den Bauplan rangeht. Ich glaube, dass gerade das Thema Reizwort zu so viel Möglichkeiten führt, dass man ja so viele unterbringen kann. Er hat ja kein Problem damit schöne Aufsätze zu schreiben (da sind deine 90%); er hat ein Problem damit 'nur' zwei Seiten in einer Stunde zu schreiben...

Verstehst du, worauf ich hinaus will?

Das mit der Extra-Abgabe werde ich bei der Lehrerin mal ansprechen. danke für diese Idee.

Viele Grüße

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naja -- ich sehe gerade extrem, wie wichtig tägliches (wöchentliches) wiederholen und üben ist. er ist in der 6. Klasse, und da heisst es dann z.B. in Deutsch: nächste Woche Montag: Grammatik. Das aktuelle Kapitel "plus alles, was wir schon hatten". -- und DAS IST EIN GROSSES Verhängnis für meinen Junior, der erst eine Woche vorher anfängt zu lernen...

die Kleine ist in der 4. Klasse und da sehe ich es auch... das 1x1 ist schon wieder "weg", seit sie Millionenzahlen, Flächen und Geometrie machen.

Ich hab mir das für alle Fälle vorgenommen, dass beide Kinder zukünftig regelmässig, so oft es geht, alte Sachen wiederholen. (www.schlaukopf.de)
Diese Überlastung der ARbeiten vor Weihnachten (3 in der Woche plus jeweils noch Vokabel-Abfragen nach Zufall, also müssen alle lernen) hat ihm einfach auch den Stecker gezogen. -- Hier wegen der Masse und nicht, weil er die Woche vorher krank war.

Auch das gehört ein bisschen in meine 90%- Argumentation.
Vielleicht auch einen Rat, den ich weitergeben kann ... es ist wirklich kein dummes Sprichwort, dass stetiges Wiederholen und üben wichtig ist .... -- man nimmt es nicht so ernst, - aber es zeigt sich so langsam wirklich, dass echt was dran ist ...

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Guten Morgen, bei uns läuft es so ab. Das nach Krankheit (bis 1 Woche) die Arbeit geschrieben wird. Eine 6 ist für mich allerdings ein leeres Blatt abzugeben. Weiss jetzt natürlich nicht was drauf stand. Was sagt dein Sohn zur Note ? Hat er es gewusst? Frag doch die Lehrerin / Mitschüler wann sie die info rausgegeben hat.

Ich denke aber das dein Sohn das verplant hat. Im Grunde hat er nichtmal 3 Tage gefehlt. Er konnte sich doch bei Mitschülern erkundigen. Zudem werden deutschtests im Normalfall min. 1 Woche vorher angekündigt und do war er 1 Std. da, da hätte er sich informieren können.

Ich finde das allerdings mit dem überspringen schwierig. Wie du schreibst kommt er nicht mit und muss nacharbeiten. Ob dieser druck und die schlechten Noten sich positiv auf eine Depression auswirken? Ich bezweifle es. Das Kind merkt doch das es zu langsam ist und hat keine erfolgserlebnisse. Ihm bringt ein wunderschöner Aufsatz nichts wenn er es nicht schafft in einer bestimmten Zeit Leistung zu bringen. Leider zählt das für die Note.
Ich würde es dabei belassen und mir das halbjahreszeugnis anschauen und danach entscheiden ob es vielleicht einen anderen Weg gibt. Ich hab mit depressiven teenagern Erfahrungen gemacht und wenn man eh schon antriebslos und im Loch ist dann noch schlechte Noten zu kriegen find ich gefährlich. Ich wünsche euch alles gute.

9

Wir sind auch Bayern / Raum München

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Hallo,

ich bin zwar nicht die Fragestellerin, aber unser Sohn (9) ist auch so ein Kind, wie ihrer.

Die Kombination sehr intelligent, aber große Konzentrationsprobleme und langsame Arbeitsgeschwindigkeit ist übel.
Bei unserem Sohn heißt das in Fachworten überdurchschnittlich intelligent und Träumer-ADS.

Da kannst Du machen, was Du willst, es passt nie.

Gibst Du dem Träumer Raum, geht das Kind vor Unterforderung die Wände hoch.
Passt es fachlich, schlägt der Träumer zu, und die Kinder machen viele Flüchtigkeitsfehler, sind zu langsam oder vergessen, sich wichtig Dinge zu notieren oder zu merken, weil dafür keine Konzentrationskapazitäten mehr frei sind.

Unser Sohn ist von der 2. in die 3. Klasse gesprungen, weil er massiv unterfordert und ebenfalls kurz vor einer Depression war.
Dass er dadurch jetzt mit 9 auf dem Gymnasium gelandet ist, ist aber alles andere als optimal. Jetzt kämpft er mit seinen Konzentrationsproblemen, mit sehr vielen Flüchtigkeitsfehlern und seiner langsamen Arbeitsgeschwindigkeit und ist ziemlich gestresst. Fachlich hält er aber mit bzw. er ist in manchen Nebenfächern sogar weiter als die meisten anderen.
Die Lehrer sind der Ansicht, dass eine andere Schulform für ihn nicht das richtige wäre.
Anfangs wollten sie vorschlagen, dass er die 5. Klasse wiederholt, aber auch das sehen sie mittlerweile nicht mehr als sinnvoll an.

Was macht man mit so einem Kind?
Dem kann man eine Schule backen. #schwitz

Bei der Fragestellerin ist, meiner Meinung nach, das Problem, dass das Kind in die 5. Klasse gesprungen ist.
Das wäre selbst für ein Kind ohne Konzentrationsprobleme eine Hausnummer, weil die Anforderungen in der 5. Klasse deutlich höher sind, als eine Klasse weiter in der Grundschule, wo noch die ganzen schwächeren Kinder dabei sind.

LG

Heike

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Hallo,

Dein Sohn scheint unserem sehr ähnlich zu sein.
Wir kennen das Thema sehr intelligent, aber leider große Konzentrationsprobleme und langsame Schreib- und Arbeitsgeschwindigkeit auch. #schwitz

Ich würde mit der Lehrerin sprechen, wie sie die Sache sieht.

Wenn die sagt, sie kann darauf keine Rücksicht nehmen, würde ich es unter "leider Pech gehabt" abhaken. Dann muss Dein Sohn zusehen, dass er die schlechte Note über mündliche Mitarbeit und (hoffentlich) bessere weitere Klassenarbeiten kompensiert.

LG

Heike

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Hallo,

war bekannt das die Arbeit in der Fehlwoche geschrieben wurde ?? Er hätte sich Material besorgen müssen. Er ist eben nicht mehr in der Grundschule, wo man noch vieles nachgetragen bekommt.

Bei meinem Sohn an der Schule gilt ganz einfach: Wer wieder gesund ist und das Fach ist wieder dran, dann wird nach geschrieben. Auch wenn es am ersten Tag ist.
Wäre ja auch unfair den anderen gegenüber, wenn er noch länger Zeit hätte zum Üben.

Das er übersprungen hat und er eigentlich noch angeschlagen war, ist nicht zu werten.
Das ist halt euer "Problem".
Dann lass ihn halt nächstes Mal zu Hause und schick ihn nicht mit Kopfweh hin.

LG
Tanja

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Hi,

er hat seit Sonnta und entsprechend auch Montag früh auch ohne Schmerzmittel keine Kopfschmerzen mehr. Die kamen erst in der Schule wieder (auch längst nicht so stark wie an dem Donnerstag zuvor).

Da hätte mir kein Arzt ein Attest ausgestellt (bauche ich für meinen Arbeitgeber).

Viele Grüße

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