Übereifrige Eltern in der Grundschule

Hallo zusammen!

Mein Sohn geht in die dritte Klasse. Er ist ein guter Schüler und ging immer sehr gerne zur Schule, aber langsam verliert er die Motivation.

Seit der 1. Klasse hinkt er aber etwas in Deutsch hinterher. Laut der Lehrerin ist er in Deutsch durchschnittlich begabt. Jedoch konnten einige der Kinder (besonders die Mädchen) schon vor der Schule lesen und schreiben. Also wurde von Anfang an das Tempo in Deutsch sehr angezogen, da sich die anderen sonst langweilen würden. Aber auch alle anderen Themen wurden so zügig bearbeitet, dass bereits vor Ostern der Stoff der 1. bzw. 2. Klassenstufe durch war. Alle anderen Fächer sind kein Problem für ihn. Jetzt gab es in der 3. Klasse einen Lehrerwechsel. Die Neue ist sehr engagiert und das Tempo ist wieder sehr schnell. Die Parallelklasse hinkt schon seit Jahren mehrere Monate hinterher. Sie liegen aber noch im Zeitplan.

In unserer Klasse gibt es jetzt großen Unmut bei den Eltern der guten „Deutschkinder“. Die Lehrerin würde viel zu langsam machen, es wäre zu leicht und die Kinder müssten mehr gefordert werden. Auch müssten es mehr Hausaufgaben sein. Da die guten Kids wohl kaum was daheim machen müssen.

Meine Tochter ist zwei Jahre älter und hat die gleiche Grundschule besucht. Sie hatte eine andere Lehrerin, die sehr gemütlich unterwegs war. Sie haben ihren Stoff geschafft, aber auch nicht mehr. Jetzt an der weiterführenden Schule (IGS) kommt sie wunderbar mit und gehört zu den Besten. Das langsame Tempo hat also niemandem geschadet.

Ich und einige andere der (meistens Jungs-) Eltern würden gerne mit der Lehrerin sprechen, ob man nicht das Tempo etwas drosseln kann. Die (meist-Mädels-) Eltern möchten gerne, dass es schneller geht und viel mehr gemacht wird.

Irgendwie verstehe ich das Problem dieser in meinen Augen übereifrigen Eltern nicht. Wenn mein Kind so super gut in Deutsch wäre und immer alle Hausaufgaben schon in der Schule machen würde, würde ich mich freuen. Einfach zufrieden sein und froh sein, dass mein Kind ohne großen Aufwand durch die Grundschule kommt. Ich finde die Kids in der Grundschule sollen noch Zeit haben um zu spielen und um einfach nur Kind zu sein. Falls die Kids unterfordert sind, könnte man ja auch daheim noch zusätzlich nach Herausforderungen suchen.

Wie seht ihr das?

Liebe Grüße
jesmila

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Hallo,

wie ich das sehe?

Die Eltern haben sich da einfach rauszuhalten. Die Lehrerin wird wissen was sie tut.
Sie ist kein Spielball der Elternschaft.

VG

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Leider hat die Lehrerin der ersten Klasse auf Wunsch der Eltern im ersten Schuljahr schon den Stoff angezogen.
Das ist auch bei den Elternabenden immer ein Gespräch.
Da wird ganz offen gesagt, dass sie sich mehr Hausaufgaben wünschen und ihre Kids sich langweilen.

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Vor Ostern, also in etwas über einem Halbjahr war der Stoff in Deutsch der ersten beiden Schuljahre durch?

Schwer vorzustellen. Und ich bin Lehrerin

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Ich hab das so verstanden, dass im jeweiligen Schuljahr der Stoff vor Ostern durch war. 🤔 Und nicht in einem Jahr der Stoff von beiden Jahren...oder? 😅

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Sorry, da hab ich mich unscharf ausgedrückt.;-)
Von der jeweiligen Klasse war der Stoff durch.

Danach wurde eine Lektüre gelesen.....

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verwechselst Du Geschwätz unter Eltern (in dem Fall übereifriger Mamas) nicht mit dem, was dann tatsächlich passiert?

Eine Lehrerin wird sich durch Eltern nicht in Ihr Konzept reinreden lassen, -- egal ob langsam unterwegs oder übereifrig und schnell.
Erst einmal quatschen die doch nur miteinander ... und selbst wenn, sie zur Lehrerin gehen würden: ich bin davon überzeugt, dass diese sich nicht in ihren Plan reinschwätzen lässt...

Ich sehe, dass du mit Deinem Kind einfach versuchst, mitzukommen, - in Deutsch aufzuholen usw.... aber ich würde mich aus dem ganzen Geschwätz der anderen Mamas einfach raushalten....

du weißt durch die große, was ein Kind Ende 4. KLasse alles können sollte bzw. kennst die Schulbücher, die dann "durch" sein sollten.... --- und kannst demensprechend zuhause mehr üben.

aber ja: gerade mangelhafte Aufsatz-Übung hat all unseren 4t-Klässlern echt in 5+6 arg viel Mühe bereitet ... sie hatten leider 4 Jahre lang die selbe Deutsch-Lehrerin, die leider zu wenig mit den Kindern gemacht hat ... --- da bin ich mit der jüngeren Tochter jetzt mehr hinterher ...

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Es ist doch aber nicht Sinn der Sache, dass die Eltern den Job der Lehrerin machen müssen nur weil sie theoretisch wissen was ein Kind nach Abschluss der 4. können muss.
Nur weil Lehrer zu Gunsten der tendenziell starken Klasse durch den Stoff „fliegt“ ?!

Natürlich muss ein eher schwacher Schüler zu Hause mehr machen als ein eher starker Schüler.
Das ist ganz klar.
Aber nicht in dem Umfang den die TE beschreibt.

Manche Eltern können das gar nicht übernehmen weil sie ganz einfach beide arbeiten.

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Erfahrungsgemäß machen Eltern, die beide arbeiten, mit ihren Kindern mehr zuhause als Eltern, wo beide zuhause sind.

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Normalerweise ist es so, dass die Kinder, die vor Einschulung schon lesen und schreiben konnten, bis Weihnachten (spätestens Ostern) keinen großen Wissensvorsprung mehr haben. Meine Ältesten waren solche Kandidaten. Alle anderen holen so schnell auf, dann sind alle auf ähnlichem Stand, was auch Sinn des ganzen ist. Nichtsdestotrotz wird es immer Mathe-Asse, Deutsch-Talente und Fremdsprachen-Blitze geben und auch Kinder, die da mehr Unterstützung benötigen.

Was kümmert es dich, was irgendwelche "Jungs-Eltern" oder "Mädchen-Eltern" meckern/sich wünschen/fordern......richte deinen Blick lieber auf dein Kind und guck, dass er gut mitkommt. Das Tempo bestimmt der Lehrplan und nicht irgendwelche Eltern. Einige Kinder müssen gefördert, andere gefordert werden, ganz normal.

VG

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Das ist ja genau das Problem.
Es geht viel schneller. Viele Bücher/Arbeitshefte sind schon nach 2/3 der Zeit durchgearbeitet.

Und ja die Lehrerin hat explizit gesagt, dass es eine sehr starke Klasse ist und deshalb fordert sie mehr. Mein Sohn kommt trotzdem gut mit, hat nur 1en bis auf Deutsch. Aber manchmal wird es einfach zuviel. Wenn wir das dann ansprechen, heißt es nur, sie muss das Tempo wegen der anderen halten. Und es wären ja nicht viel Hausaufgaben, da die anderen Eltern sich über "zu wenig" beschweren.
Genau das verstehe ich ja nicht.
Warum beschwert man sich über zuwenige Hausaufgaben?
Auf die Idee käme ich nie.....;-)

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Es ist schon so, dass man mit sehr starken Klassen zwangsläufig mehr macht als mit durchschnittlichen oder starken Klassen. Auch ist es immer ein wenig fies in solchen Klassen für die Normalos. Die fühlen sich schwach, obwohl sie eigentlich ziemlich normal bis gut sind. Warum sich irgendwer über zu wenige Hausaufgaben beschwert, weiß ich nicht.

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"Aber auch alle anderen Themen wurden so zügig bearbeitet, dass bereits vor Ostern der Stoff der 1. bzw. 2. Klassenstufe durch war."

Und um welchen Stoff handelt es sich dan?

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Eigentlich dürfte es das Problem garnicht geben, denn, dank Inklusion, müßte die Lehrerin ihren Lernstoff min. dreimal differenzieren - gut - normal - mäßig , um es jetzt mal platt auszudrücken.

Da müßte also immer für jeden etwas dabei sein. Der Stoff, der gemacht werden muss, steht im Lehrplan, den solltet ihr Jungeneltern vielleicht mal einsehen. An unserer Schule ist der auf der Internetseite einzusehen, sonst an der Schule um Einsicht bitten.

Schule ist ja kein Wunschkonzert, auch nicht für die Eltern....

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Was heißt bei dir denn "mein Sohn hinkt in deutsch hinterher" bezogen auf die Note?
Denn wenn er in deutsch noch auf eine 3 kommt, passt das Lerntempo. Dann passt ggf. der Eigenanspruch deines Sohnes nicht.
Steht er aber auf 5 oder 6 müsste hier differenzierter unterrichtet werden.

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Laut der Lehrerin der ersten beiden Klassen liegt er im Durchschnitt, aber in eben dieser Klasse ist er einer der schlechten.

Die erste und bis jetzt einzigste Arbeit in Deutsch war ein Diktat. 5 der 6 Jungs der Klasse hatten eine 6...
Der eine Junge, mit der besseren Note ist hochbegabt...

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Keine Ahnung wie der böse Smiley da hin kam....#winke#sorry

Wohl zu schnell geklickt......;-)

Wollte nur eure Meinung hören.

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Ich sehe das wie du.
Wenn die anderen meinen, die Kinder machen zuhause zu wenig, dann haben sie ja die Möglichkeit, ihren Kindern selbst Aufgaben zu stellen.#augen

Zudem frage ich mich immer, woher die ganzen Eltern die "Zeitpläne" kennen, WAS WANN durchgekaut sein soll/muss...#kratz

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Ich Schule nächstes Jahr mein drittes Kind ein.
Eltern wie ich, die den ganzen Käse also schon ein paar mal mehr mit gemacht haben, wissen irgendwann ganz gut was bis wann in etwa durchgekaut wurde ...

Das die meisten Kinder der ersten Klasse bis Weihnachten lesen können ist etwas das uns ganz einfach beim Elternabend gesagt wurde. Und bei den ersten beiden Kindern hat das auch voll gepasst.

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Richtig. Meine Große ist eine der besseren Schüler*innen. Da renne ich aber nicht zur Lehrerin, sondern stelle ihr auf Wunsch zu Hause halt noch ein paar Aufgaben extra. Die Eltern der Mädchen, die die TE beschreibt, haben so eine "Friss oder stirb"-Einstellung, die ich persönlich zum Brechen finde.

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