Wahl der Spezialisierung bei einem Gymnasium

Hallo,

ich wollte euch nachfragen über die Beweggründe bei der Auswahl eines Gymnasium.

Es geht mir um Folgendes:

Letzte Woche gab es Schnuppertage bei einem Gymnasium, das bilingualen und naturwissenschaftlichen Zweig bietet. Mein Kind ging entsprechend der Neigung mal hin. Es wurde nach seinen Aussagen nach sehr einfach das Mittelalter auf Englisch behandelt.
Das Kind kam etwas verstört zurück und sagte: Mama, da saßen mehrheitlich Trottel drinne. Sie haben nichts verstanden.

Es brachte mich einfach zum Nachdenken, Wer sucht sich ein bilinguales Gymnasium aus. Es ist jemand, der etwas wählt muss, dann wählt er das. Kann man gewisse Neigung und Talent erwarten ?

Die Leiterin des Gymnasiums sagt noch: Und wenn ich sehe, dass jemand auf dem Zeugnis eine 1 in Mathe hat, stecke ich es womöglich auch in den naturwissenschaftlichen Zweig.

Nach den beiden Aussagen und Beobachtungen denke ich nur: was spielt bei anderen eigentlich an Wert, wenn es um eine Auswahl einer Schule geht. Ist es die nächste Schule, sind es Freunde ...?

Wir sind uns beide einig, dass wir in die Bewerbung reinschreiben, dass wir uns ausdrücklich keinen naturwissenschaftlichen Zweig wünschen. Unser Kind ist doch kein Kanninchen, was mach Bedarf geschoben wird.

Es bringt mich zum Nachdenken.

Wie war es bei euch ? Was war ausschlaggebend?

#winke

Bei uns geht es schlicht nach Einzugsgebiet. Man kann nicht mal eben ein Gymnasium,Realschule oder Grundschule wählen.
Ausser es ist eine private ,die man auch selbst zählt.
Man kann Gast Anträge stellen aber die kommen selten durch,die Schulen sind froh,wenn sie die Kinder der Einzugsgebiete vollbekommen..

Freu dich,wenn es deinem Sohn anscheinend leicht fällt.

Es kommen.so viele Kinder aus verschiedenen Schulen mit unterschiedlichen Standart.

Bei uns ist es ganz einfach. Wenn man auf ein reines Gymnasium gehen will, gibt es im ganzen Schullandkreis eines - oder eben Privatschulen. Also ist da nicht so viel mit Wahl. Die Privatschulen sind zum Teil bilingual und nach Aussage einiger mir befreundeter Angestellter dort, sind die Schüler wohl extrem hochnäsig - sie meinen, sie können den Lehrern Anweisungen erteilen.
Unser staatliches Gymnasium hat übrigens ein musikalisch/sportliches Profil. Entweder Bläserklasse oder Fußball. Ich finde Beides sind sehr extreme Exoten.

Die Alternativen sind Gesamtschulen, die es in allen Formen und in fast jeder Stadt gibt.

Bei uns gibt es musische Gymnasien, Kunst, Naturwissenschaftlich (also Mathe) oder sprachlich (da dann aber volles Programm mit englisch, Latein, französisch, spanisch, italienisch... teilweise auch türkisch und russisch)

Bei uns gibts im Grunde so viele Gymnasien, dass man eines wählen kann das in der Nähe ist UND der jeweiligen Stärke des Kindes entspricht.
Viele Gymnasien bieten mehrere Zweige an.

Zum Beispiel musisch und sprachlich...

Oder Naturwissenschaftlich und Kunst.

Nach welchen Kriterien andere Eltern wählen kann ich nicht sagen. Meine Tochter ist sich relativ sicher dass sie ein sprachliches Gymnasium wählen möchte. Sie hat englisch (bislang unbenotet als
Randfach) in der Grundschule und viel Freude dran.
Hat die Vokabeln bisher fix gelernt. Kann durch Urlaube auch schon eines an Spanisch und ist überzeugt dass das „ihr Ding“ ist.

Abgesehen davon:
Zum Verständnis, wir sprechen vom Wechsel der Grundschule auf die weiterführenden Schule oder?
Nicht in jedem Bundesland wird englisch in der Grundschule unterrichtet.
Deshalb find ich die Aussage, das der Schnupperstunde im Großen und Ganzen ausschließlich „Trottel“ beigewohnt haben ganz schön arrogant.
Bleibt zu hoffen, dass dein Kind in jedem Fach super fit ist. Die anderen wollen schließlich nicht mit nem „Trottel“ im Unterricht sitzen. So ein Ausdruck spricht allgemein nicht für ausgeprägte Sozialkompetenz, die auf den meisten Gymnasien übrigens voraus gesetzt wird ...

 "Was war ausschlaggebend?"
Dass das Kind lange vor Übertritt gelernt hat, andere nicht als "Trottel" zu bezeichnen, weil sie etwas nicht wussten.
Gruß

dann schätzt Du Dein Kind einfach falsch ein, wenn die Lehrer es besser im NatZ aufgehoben sehen.... -- und das ist eine entscheidung zum Wohle des Kindes und nicht einfach nur ein rumgeschobenes Kaninchen... -- das passiert sicher nicht ohne rücksprache.

und: was für eine hochnäsige Aussage ist es, dass Viertklässler, die einen Schnuppertag besuchen Trottel sind, nur weil sie noch kein Englisch verstehen??????

ganz ehrlich? -- bei diesen Zweigen geht es gerade mal um 2-3 Wochenstunden Unterschied von 29. .... -- so ein Drama ist es dann auch nicht, wenn hier Vorlieben erst später erkannt werden und eben nochmal rumgschoben wird.....

Ich habe sowohl selbst das Abitur an einer bilingualen Schule abgelegt als auch selbst an einer solchen Schule unterrichtet. Damals gab es ein Auswahlverfahren, in dem man beweisen musste, dass man sprachlich in der Lage ist, diesen Zug zu schaffen. Das gibt es heute bei uns nicht mehr. Trotzdem merkt man eindeutig, dass die Kinder, die dort hingeschickt werden, sprachlich begabter sind als die in regulären Klassen und durch die zusätzliche Übung natürlich ein anderes Niveau erreichen.

Wir haben hier im Umkreis von 20 km mehrere Gymnasien. Standard ist an jedem Gymnasium ab Klasse 8 entweder naturwissenschaftliches Profil oder 3. Fremdsprache (Spanisch).
1 Gymnasium bietet zusätzlich noch bilingualen Unterricht an. Dafür hat sich eine Freundin meiner Tochter entschieden. Allerdings wächst sie auch zweisprachig auf (deutsch/niederländisch). In dieser "Biliklasse" sind fast ausschließlich Kinder, die mind. 1 Elternteil haben, der nicht deutscher Muttersprachler ist. Das reicht von türkisch, italienisch, englisch über russisch, syrisch, chinesisch, etc.
Außerdem heißt bilingual hier erst mal nur, dass man 2 Stunden Englisch pro Woche mehr hat, es geht nur darum, möglichst viele Vokabeln zu erlernen, damit man ab Klasse 7 dann ein Sachfach - hier Geographie - komplett englischsprachig hat. In Klasse 8 kommen dann Bio und Geschichte in englisch dazu.
Beim Schnuppertag einer in englisch gehaltenen Unterrichtsstunde folgen, muss hier niemand. Unsere Kids hatten Englisch in der GS von Klasse 1 bis 4. Aber da geht es eher um den Klang der Sprache und einfache Dinge wie Farben, Kleidungsstücke, etc. - im Prinzip fangen alle in Klasse 5 wieder bei Null an.

Meine Tochter hat sich für das andere Gymnasium entschieden, was ab Klasse 5 verstärkten Sportunterricht anbietet. Sie hat dann die Möglichkeit in Klasse 8, Sport als Profilfach zu wählen, sie kann aber auch das Profil mit der 3. Fremdsprache nehmen oder Naturwissenschaft.
Der Sportzug war deshalb interessant, weil dort Sportarten vermittelt werden, die im normalen Sportunterricht nicht angeboten werden können. Hier ist es u.a. Rhönrad, Kanu, Klettern, Segeln, Surfen, Skifahren, etc. - das fand sie reizvoll und da sie ein Allroundtalent ist, wollte sie auf diese Schule. Andere Kids aus ihrer Klasse sind im Leistungsturnen oder schon im Jugendkader der Bundesliga (Volleyball).
Eine andere Möglichkeit an diesem Gymnasium ist verstärkter Musikunterricht ab Klasse 5, allerdings gibt es kein musisches Profil..

Hallo,

ich verstehe, dass es euch nicht recht ist, wenn die Kinder anscheinend nicht nach ihren Vorlieben ihre Zweige wählen können/dürfen. Nicht jeder mit einer Eins in Mathe mag das auch weiter verfolgen.

Mein Kind darf sich aussuchen, welche Schule es besucht. Einzige Bedingung, es muss an den Schnuppertagen aller ausgewählter Schulen teilnehmen. Es favorisiert das Gymnasium vor Ort, das auch definitiv zwei sehr gute Freunde besuchen.
Aber um das Gefühl zu bekommen, was andere Schulen bieten, soll es eben schnuppern und dann entscheiden.

Ich gehe nicht nach anderen. Mit dem einfachen Englischunterricht sehe ich das wie mit dem Lesen lernen. Die meisten werden wohl bis zu den Weihnachtsferien mit den Sprachkenntnissen soweit sein, dass sie nicht mehr auffallen unter denjenigen, die vorher schon einiges konnten. Und dann wird es immer welche geben, die hinterher oder die voraus sind. Das wird kein Kind in einer Stunde herausfinden, ob da nur Trottel sitzen.

Was erwartet denn dein Kind oder wünscht sich?

Das Gymnasium vom Großen bietet sehr viele Zweige an, seit neustem sogar das International ABI (IB).

Die Schule ist sowohl Europaschule als auch Mintschule und bietet als einige in der Oberstufe einen Sport LK.
Zusätzlich bietet die musikalische Angebote an. Es ist allerdings eine gebundene Ganztagsschule.

Der bilinguale Zweig startete erst in Klasse 7 und nur auf Empfehlung. In der 5/6 Klasse hatten alle Kinder vertieften Unterricht in Englisch. Außerdem wird ab Klasse 5 ein Neigungsfach gewählt.

Mein Sohn belegt zur Zeit die Mintschiene mit Technik als Wahlpflichtfach. Zusätzlich geht er in den bilingualen Zweig.
Als zweite Fremdsprache hat er Spanisch. Er konnte dieses alles frei wählen und wurde nicht in irgendeinen Zweig gesteckt.

Im Nachmittagsbereich werden noch zahlreiche AG in allen Bereichen angeboten. Zur Zeit macht er zusätzlich eine technische AG und einen Rechtskundekurs.

Für den Großen genau die richtige Schule, der Kleine wäre dort überfordert gewesen.

Er besucht eine kleine Realschule in kirchlicher Trägerschaft. Diese Schule (auch gebundener Ganztag) hat eine spezielles Musikprogramm. Alle Kinder lernen ein Instrument bis zum Ende der 8.Klasse

Lg

einige=einzige

Hi,
Wir haben einige Gymnasien in der Stadt.
Meine Tochter wollte unbedingt Naturwissenschaften und Französisch, was die Auswahl deutlich eingeschränkt hat: es blieben zwei normale, davon eins am anderen Ende der Stadt (wollte sie sich unbedingt anschauen, ich war froh, dass es ihr nicht so gefallen hat). Dann noch ein richtig Privates und ein kirchliches nur für Mädchen (meine Tochter wollte keine reine Mädchenschule, und ich glaube, sie hätten uns auch gar nicht aufgenommen: man sollte in der Grundschule Religion besucht haben; kein Ethik. Und ich hätte unterschreiben müssen, dass ich sie taufen lassen will.

Als meine Tochter soweit war, war ihre Wahl irgendwie ‚hip‘. Da wollten viele hin, und dann noch mehr wegen der Freunde. Die Schule musste einige Kinder ablehnen. Darunter ein Nachbarjunge, der auch nur wegen ein paar Freunden dahin wollte. Der interessiert sich kein bisschen für Naturwissenschaften. Wäre überhaupt nichts für ihn gewesen. Auch die Mutter war ganz dankbar, dass er bei seiner zweiten Wahl gelandet ist. Und er mittlerweile auch.

Eine Vorschreiberin Hat geschrieben, dass die Wahl ja nur ein paar Stunden Unterschied machen würde und deswegen keinen großen Einfluss hätte. Dem möchte ich widersprechen. Bei uns ist das so, dass die Naturwissenschaften einfach einen ganz anderen Stellenwert haben. Es wird sich stärker um Zusatzmaterial gekümmert. Viele AGs gehen in die Richtung. Es ist einfach stärker betont.

Viele Grüße

unsere Kinder gehen auf allgemeinbildende Schulen... ich finde diese frühe Spezialisierung schrecklich. in der Oberstufe (10. klasse) wird ein Profil gewählt. dann finde ich, ist es reell.
btw. ich würde bei deinem Kind schwer an seinem Sozialverhalten arbeiten. andere als trottel zu bezeichnen hätte ich meinen Kindern nicht durchgehen lassen (hätten sie auch nie gemacht)

Jedes Gym und jede Realscgule, jede Gesamtschule usw. ist allgemeinbildend. Die Spezialisierung ist nur ein extra Zusatz :-).

naja dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Spezialisierungen ab der 5. klasse finde ich zu früh. vlt. ist das jetzt besser verständlich

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Nein, meiner nach könnt ihr nicht eine gewisse Neigung oder Talent bei den Mitschülern eures Sohnes erwarten... und diese Erwartungshaltung finde ich jetzt extrem befremdlich.

Für die entsprechende Neigung und das Talent eures Sohnes würde ich euch dann eine entsprechende Eliteschule empfehlen. Da werden nur die Besten genommen.

Dein armer Sohn. Wenn er jetzt schon verstört zurück kam nur weil einige Schüler dem Probeunterricht nicht folgen konnten, dann solltet ihr vielleicht schauen dass er vor dem Start in die neue Schule alles an Sozialkompetenz nachholt was ihm fehlt. Also eine Menge!

Was habt ihr da nur falsch gemacht bei der Erziehung? Arroganz ist eine wirklich ungeeignete Eigenschaft und auf einem Gymnasium wirklich fehl am Platz.

Meine Tochter geht in die achte Klasse eines Gymnasiums und dort sind fast alle in der Klasse sehr tolerant und lieben die Gemeinschaft.

Dein Sohn steuert mit seiner Art ganz flott drauf zu der Aussenseiter zu werden bevor das Gymnasium begonnen hat.

Vielleicht wäre ein Teamsport ganz gut um Sozialkompetenz zu erlangen.

Viel Erfolg dass er das alles noch lernt bevor er auf seine Mitschüler trifft!

Achso, bei uns wählen die Kinder zur achten Klasse in sie den Naturwissenschaftenzweig oder den Sprachenzweig wählen.
Ich dachte immer sie wird Naturwissenschaft nehmen, aber nun hat sie die Sprachen für sich entdeckt und lernt jetzt Englisch, Latein und Spanisch. Später vielleicht noch Italienisch statt Latein.

Hi, ich muss sagen, dass das hier in meinem Umfeld recht spontan gewählt wurde, auch haben manche den Zweig noch gewechselt. Wir hatten aus anderen Gründen man einen IQ-Test, in dem eine sehr hohe Sprachbegabung festgestellt wurde. Im Prinzip haben wir deswegen auch den sprachlichen Zweig gewählt. D. h. jetzt (7. Klasse) Englisch + Latein, später kommt noch Spanisch dazu.

Verstehe ich das richtig? Die Schule entscheidet nach dem Grundschulzeugnis, in welchen ZWeig man kommt? Das kenne ich nicht, am Gymnasium, wo mein Sohn war, gab es auch eine bilinguale Klasse, aber da konnten man als Schüler entscheiden,. ob man da rein wollte. Ansonsten warr das ziemlich offen, welchen Schwerpunkt. Es hieß zwar,. es habe einen natruwissenschaftlichen, aber unterrichtete auch etliche Sprachen, sodass viele eher die Fächern belegt und darin ihr Abi gemacht haben.

Hallo,

das Problem ist doch, dass man nicht weiß, was den Kindern liegt.
Woher denn auch?

An dem unsystematischen Larifari-Englisch in der Grundschule und dem bisschen Sachkunde mit Bezug auf Naturwissenschaften kann man doch gar nichts ablesen.
An Mathe kann man eigentlich nur etwas ablesen, wenn das Kind da große Schwierigkeiten hat. Aber dann ist sowieso die Frage, ob das Gymnasium die richtige Schulform ist.

Unserer Tochter (7. Klasse) liegt alles. Sie ist in einer Französisch bili-Klasse und hat überall Einsen. Besonders toll findet sie Französisch und Chemie.
Englisch bili hätte sie auch gekonnt, wollte das aber auf keinen Fall, weil sie Englisch in der Grundschule so blöd fand.
Wenn man danach gegangen wäre, hätte man aber auch vermuten können, dass Französisch nicht ihre Welt ist...

"Mama, da saßen mehrheitlich Trottel drinne. Sie haben nichts verstanden."

Das hätte Dein Kind vermutlich auch über unsere Tochter gesagt. ;-) Die konnte in Englisch nichts, als sie von der Grundschule kam, weil sie Sprachen systematisch lernt und diese Grundschul-Methode bei ihr nicht funktionierte.
Sie hat im ersten Halbjahr zu Hause so lange Englisch gelernt, bis sie das Zeug verstanden hatte und in Englisch auch auf die Eins kam. Ich habe zu ihr schon gesagt, dass die Lehrerin denkt, sie veralbert sie. Erst kommt sie und sagt, sie kann nichts und im zweiten Halbjahr schreibt sie nur noch Einsen. #rofl

Die Schule hat übrigens auch einen sprachlichen und einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt, aber man kann auch in der bili-Klasse naturwissenschaftliche Ergänzungsfächer nehmen oder in einer naturwissenschaftlichen Klasse stattdessen eine dritte Fremdsprache.
Es gibt noch eine Bläserklasse in Klasse 5 und 6.
In der Oberstufe kann dann sowieso jeder wählen, was er will.

Unser Sohn (5. Klasse) findet Mathe und Bio toll. Mathe war schon in der Grundschule sein Fach.
Wir wissen aber, dass er eigentlich sprachlich hochbegabt ist, weil er mal einen IQ-Test gemacht hat. Wo sich das äußern soll, haben wir bisher aber noch nicht heraus gefunden. #kratz
Deutsch und Englisch sind bisher nicht so seins...
Wir haben jetzt so entschieden, dass er im naturwissenschaftlichen Zweig ist und nicht in Französisch bili, wie die Große, weil er nicht gerne Vokabeln lernt.
Aber, ob das die richtige Entscheidung ist. Wer weiß das schon? #kratz

"Die Leiterin des Gymnasiums sagt noch: Und wenn ich sehe, dass jemand auf dem Zeugnis eine 1 in Mathe hat, stecke ich es womöglich auch in den naturwissenschaftlichen Zweig."

Das gibt es hier nicht. Man meldet die Kinder für einen Zweig an und dann kommen die Kinder entweder da rein, oder sie werden gar nicht genommen.
Hier melden einige Eltern ihre Kinder für Französisch bili an, weil man mehr Chancen hat, in die bilinguale Klasse zu kommen, als in die naturwissenschaftlichen Klassen.

Ansonsten gibt es hier noch ein Gymnasium mit Englisch bili, ein musisches und eins mit Schwerpunkt Sport, wobei ich die beiden letzteren Spezialisierungen eher sinnfrei finde.
Wer schafft es schon, mit Sport, Musik oder Kunst seinen Lebensunterhalt zu verdienen?

LG

Heike

...Ansonsten gibt es hier noch ein Gymnasium mit Englisch bili, ein musisches und eins mit Schwerpunkt Sport, wobei ich die beiden letzteren Spezialisierungen eher sinnfrei finde.
Wer schafft es schon, mit Sport, Musik oder Kunst seinen Lebensunterhalt zu verdienen?...

Unser Gymnasium bietet Sport als Profilfach. Das ist vorallem für die Schüler interessant, die bereits in einem Nachwuchskader ihre Sportart betreiben. Das gilt hier besonders für Volleyball, Handball, Geräteturnen und Ski alpin. Sie erhalten ein zusätzliches Stundenkontingent und können so versäumten Stoff, bedingt durch Wettkämpfe, Trainingslager, etc. an der Schule regulär nachholen und werden gesondert unterstützt. Somit können sie ihr Abitur an einer "regulären" Schule machen und müssen nicht unbedingt in ein Sportinternat. Trotzdem haben die Schüler des Sportprofils auch alle anderen regulären Fächer, die man fürs Abitur braucht und können danach auch ein Berufsleben außerhalb des Sports starten.

ich finde es immer sehr amüsant, wenn ich höre:

- mein Kind will Arzt werden und daher hat es das Gym xy mit Latein gewählt

Sehen wir das doch mal realistisch -wer die Gymnasialempfehlung bekommt, der hat sehr gute bis gute Noten.

Aber kann man schon sagen, welche Begabung und Interessen wirklich da sind?
Nimmst Du deinem Kind nicht die Möglichkeit, dass es dann NWT wählen/geschoben werden kann, wenn es vielleicht doch nicht sprachbegabt ist.

Wir hatten 5 Gymnasien zur Auswahl

Ich wollte kein Ganztag/ ich wollte das es zu Fuß erreicbar ist/

Und dann waren wir bei zwei Stück -- Kinder durfen diese anschauen und frei wählen.

Beide haben billingual belegt. Raus kann man immer, rein nicht mehr. Und siehe da, beide lernen sehr leich Fremdsprachen - das wusste ich doch in der vierten Klasse nicht und meine Kinder erst Recht nicht. Und siehe da, eines entwickelt tatsächlich eine Sprachbegabung und blüht mit Latein auf. Respekt. Das andere blüht in Mathematik auf. Aber entgültig entscheiden müssen die Kinder sich Ende der Siebten Klasse. Stand jetzt gehe ich davon aus, dass trotzdem beide das PROFIL NWT belegen und ein Kind sicher Billi behalten wird - Klar 2 Stunden mehr Unterricht in der Woche wie die Kids ohne Billi, aber wenn ihm Erdkunde/Biologie auf Englisch Spaß macht. Dann gerne.

Ein Kind hat sich für das Gym entscheiden, weil es da ein Drohnen AG gibt.

Na dann

"Aber kann man schon sagen, welche Begabung und Interessen wirklich da sind?"

Mit 10? Sicher sehr oft! Mein ältestes Kind spielte da schon 5 Jahre Klavier, 2 Jahre Trompete, 3 Jahre Trommel und wollte musisch gefördert und gefordert werden.

Eins meiner anderen Kinder turnte mit 10 schon 6 Jahre, 4 davon im Kader.

Begabung und Interesse? Schon sehr lange vorhanden.

Sicher gibt es Kinder, bei denen sich evtl. Interessen erst noch finden (oder auch nicht) - und manch einer hat nach dem Abi noch null Plan.

Es ist aber immer eine nette Extramöglichkeit, Begabungen und Interessen zu fördern, egal in welchem Alter #freu.

Eine Schule mit Profilklassen ist ja kein Muss, hier zumindest gibt es viel Auswahl.

wollte gefördert werden oder wurde gefordert. Liest sich sehr leistungsorientiert.
Aber warum nicht.

Das freut mich, wenn du bereits sicher sein kannst, dass eine musische und sportliches Interesse vorliegt - Ob Talent oder durch Fleiß, wer kann das schon sagen.

Aber würdest Du Deinen Kindern nicht andere Möglichkeiten offen halten, wenn die Lehrkraft kommt und sagt:

1) Top Turner - aber für das Sportprofil muss ein übegreifendes Talent vorliegen und das ist hier nicht der Fall - Aber XY interssiert sich soo für den MINT Bereich, denkt dóch mal über einen Wechsel nach. Das fällt ihm so leicht, macht ihm Spaß, schreibt gute Noten,...

Und es gibt viel mehr Kinder, die ihre Interessen/Stärken noch nicht festgestellt haben, als einem das URIBA Forum zeigt.
Immer in der Realität schauen und nicht in diesen zum Teil gefakten Aussagen hier.

Viele Grüße

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hier gibt es schon mehrere Gymnasien zwischen den man wählen kann. Es sei denn es ist eine besondere Schule zB bilingual oder mit musischen/sportlichen Zweig, nimmt sich hier nicht viel ob humanistisch oder Naturwissenschaftlich (außer die Anzahl Sprachen), die meisten bieten eh ähnliches an.

Die meisten Eltern, die ich kenne, entscheiden sich eher dafür, ob zB Ganztagsklassen gibt oder nicht oder welche Sprachen ab wann angeboten werden. (Über Dir speziellen Gymnasien wie oben erwähnt hinaus) die meisten Gymnasien haben heute AGs in alle Richtungen, so es ist eher eine Sache von welchen Sprachen das Kind lernen soll und wie lange soll es in der Schule sein und natürlich welchen Bauchgefühl man beim Kennenlernen hat/Ruf/Freunde/Erreichbarkeit.

Was die Schulwahl betrifft, da lasse ich unsere Kinder eigentständig entscheiden, was sie wollen, es geht hierbei nicht um mich, sondern um sie.

Wir unterhalten uns mit den Kindern lediglich über Unterschiede und Vorteile der jeweiligen Schulen, immer neutral so das das Kind selber wählen kann,damit sind wir bis jetzt sehr gut gefahren.

Klar kann es passieren das das KInd eine Entscheidung trifft , die wir nicht so toll finden, aber letztentlich soll das Kind gern zur Schule gehen.
Bei unserer 10 Jährigen ist es z.B so das sie sich geweigert hat überhaupt aufs Gym zu gehen, trotz top Leistungen, auch in der 5 Klasse jetzt sind die Leistungen Top, aber sie sagt immer sehr deutlich das sie nicht wechseln wird und das obwohl das Gym im selben Gelände ist und ihre Freundinnen auch dort hingehen, klar ich finde das schade aber was bringt es mir gegen den Wunsch des Kindes zu handeln?

Abi kann sie wenn später möchte ja so oder so machen.

Persönlich habe ich auch recht wenig Verständnis wenn Eltern fürs Kind entscheiden.

Bei unseren Gymnasien in der Gegend gibt es eigentlich nicht wirklich viele Spezialisierungen.

Okay, es gibt ein Sportgymnasium und ein Gymnasium, welches Kinder wählen, die naturwissenschaftlich/mathematisch begabt sind (ist mit Aufnahmeprüfung).

Ansonsten haben die einzelnen Gymnasium schon ihre Profile, bei dem des Großen sind das Naturwissenschaften, Kunst und Gesellschaftswissenschaft.

Ab der 8.Klasse wird dann das Profil festgelegt, dazu scheint es in der 7.Klasse noch so eine Art Analyse zu geben. Unser Großer ist erst Anfang der 7.Klasse, daher bin ich da noch nicht so fit, wie das genau funktioniert.

Für ihn selbst steht eigentlich schon immer fest, dass sein Ding die Naturwissenschaften sind - er liebt Physik, Chemie, Biologie. Wollte als 6-Jähriger schon Bioniker werden, inzwischen ist es eher Biophysik ;-).

Seine eigentliche Begabung liegt wohl aber im sprachlichen Bereich.

Okay, Deutsch geht so, aber ansonsten bin ich immer wieder baff, wie schnell, und eigentlich fast nebenher, er Latein- und Englisch-Vokabeln in seinen Kopf bekommt. Demnach wäre ein sprachliches Profil für ihn auch sehr gut.

Bei uns ist es in der Grundschule auch so, dass es eine allgemeine Gymnasialempfehlung gibt. Es wird da aber nicht vorgeschrieben, in welches Profil es gehen soll. Das gibt es höchstens als Empfehlung der Lehrer, so als Tip.

Was bei uns aber noch vorher festgelegt werden musste, ist, welche Sprache das Kind mal lernen will. Bei uns gibt es. neben Englisch, noch Russisch, Französisch und Latein. Je nachdem, werden dann die Klasse sprachenweise zusammengestellt.

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