Weis nicht mehr weiter! Kind 7 Jahre

Huhu, meine große wird in 2 wochen 7 jahre alt.

Sie ist eine mega zicke, diskutiert und gat gern das letze wort.

Einen geregelten Tag habrn wir. Es gibt auch grenzen die sie einhalten muss.

Ich versuch immer mit ihr zu reden und ihr zu erklären wenn was ist. ( wenn sie mal wieder mist gemacht hat, zb stuhl anmalen, wegrennen, ihre sachen zeschneiden etc. )

Nun wird sie ja bald 7 und sie kann immer noch nicht Fahrrad fahren. Wor haben erst mit nen kleineren geübt und das klappte. Dann habrn wir eins, was eine nummer größer ist , also genau für ihre Größe.

Das mit dem größeren Fahrrad klappte anfangs auch. Nun "will" sie nicht, sie hat kein bock. Sträubt sich. Heult lautstark und lässt sich mit dem Fahrrad hinfallen.

Nicht nur ich habe es mit ihr probiert auch der Papa, der mehr gedult hat, hat es auch probiert. Wir haben es ihr schmackhaft gemacht, in dem sie ein Kindersitz für ihre puppe bekommt, doch das ist ihr egal geworden.


Wir war es bei euch ?

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Hm, wenn sie keinen Bock auf Radfahren hat, dann halt nicht! Gibt es einen Grund warum sie unbedingt mit dem großen fahren lernen muss? Grade jetzt im Herbst/Winter? Manche Kämpfe muss man nicht unbedingt ausfechten finde ich.

Dinge zerschneiden oder Stühle anmalen in dem Alter ist natürlich was, das eine gewisse Konsequenz verlangt, aber Fahrradfahren? 🤷🏼‍♀️

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Ja konsequent sind wir ja dann auch, stifte wegnehmen oder nichts neues an sachen kaufen.

7

Hol dir doch Erziehungsberatung.
Ich denke, ihr setzt viel zu sehr auf Vernunft und Verständnis.
Und ihr reagiert extrem verzögert. Wenn sie was angemalt hat, was man nicht anmalen darf, dann schafft doch in zukunft malsituationen, in denen sie lernt sich kreativ auszuleben, ohne was kaputt zu machen. Oder kauft lack und macht mit ihr den Stuhl schön.
Nicht bestrafen, sondern gemeinsam Lösungen erarbeiten.
Macht sie was kaputt, klärt mit ihr in aller Ruhe, wie man es wieder gut machen kann.
Strafen sorgen für Kinder, die sich lautstark gegen die Anweisungen ihrer Eltern wehren.

1

Wenn sie den Stuhl anmalt darf sie nicht mehr ohne Aufsicht malen, wenn sie davon läuft muss sie an die Hand, wenn sie ihre Sachen zerschneidet bekommt sie nichts neues. Statt sich den Mund fusselig zu reden hilft auch manchmal einfach schimpfen und strafen. Wenn sie nicht weiß dass die Stifte nur fürs Papier sind dann gibt es eben mal für eine Woche kein malen.
Und wenn sie keinen Bock auf Rad fahren hat dann eben nicht. Ein anderes Kind freut sich bestimmt über ein Fahrrad.

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"Ich versuch immer mit ihr zu reden und ihr zu erklären wenn was ist. ( wenn sie mal wieder mist gemacht hat, zb stuhl anmalen, wegrennen, ihre sachen zeschneiden etc. )

Redest du dann nur oder handelst du dann auch?

Redest nur du oder sagt sie auch, was los ist?
Welche Signale sendet sie zwischen den Zeilen?

Langeweile, Frust Suche nach Aufmerksamkeit, Wut, Überforderung?
Keine Impulskontrolle oder geringe?


Fahrrad fahren wäre mir (fast) egal. Toll, wenn man es kann, nicht lebenswichtig.

Besser gesagt: motorisch hätte es meine sehr früh können. Bekommen hat sie erst eines, als sie sich SICHER im Straßenverkehr bewegt hat. Mit sicher meine ich: keine Zickereien im Straßenverkehr, auf Zuruf souverän reagieren.

Ich selbst wollte lange nicht Fahrrad fahren.
- es wurde erwartet, dass ich längere Strecken fahre
- dann wenn die Erwachsenen Lust dazu hatten

- beim Lernen bin ich hingefallen und fand es doof.
Statt mir Mut zu machen, wurde erwartet. "es sei doch so einfach, so wichtig" usw.

Als man mich damit in Ruhe ließ, entdeckte ich dann von selbst, dass es Spaß machen könnte. Dann hatte ich auch Motivation. Sobald es aber wieder erwartet wurde, dass ich es kann (aber im Alltag nicht anwenden konnte), streikte ich wieder.
Es zu können, setzte mich der Willkür der Erwachsenen aus: wir fuhren, wenn sie Lust darauf hatten, dann sofort.

5

Hallo,

da stellt sie eure Geduld aber wirklich ganz schön auf die Probe.
Das tun aber viele Kinder mit ihren Eltern. ;-)

Frag dich doch einfach, was dir wichtig ist, z. B. keine Möbel oder was überhaupt allen gehört, zu beschädigen. Gehört da denn Fahrrad fahren auch dazu?

Ich bin nicht derjenige, der gleich nach Therapie schreit, aber hier könnte ich mir vorstellen, dass eine osteopathische Behandlung helfen könnte.
Gerade, wenn es motorisch schon so weit war, Fahrrad zu fahren und es jetzt plötzlich hasst, könnte eine Blockade dahinter stecken.
Beim eigenen Kind habe ich das mehrmals erlebt, dass es motorisch sehr weit war und plötzlich war ein Stopp drin und z. T. entwickelte es sich sogar rückwärts.
Das war auch beim Laufrad fahren so. Lange war das Laufrad Deko, dann beherrschte es das Kind recht gut und plötzlich fuhr es gegen jeden Zaunpfahl, Laternenmast und konnte keine drei Meter mehr geradeaus fahren.
Da fiel mir dann der Osteopath wieder ein. Was soll ich sagen, eine Woche nach dem Termin steigt das Kind aufs Fahrrad und fährt, als hätte es nie was anderes getan.

Ist auch in emotionaler Hinsicht beim Kind wirksam. Es kann sich wieder konzentrieren und fühlt sich selbst ausgeglichener, was auch das Umfeld bemerkt.
Aber die Diskussionsfreude geht davon nicht weg. #rofl

VG, midnatsol

6

Ich habe ein älteres Kind, das auch noch nicht gut fahren kann. Dies liegt nicht darn, dass es nicht kann aber dass wir im Alltag dazu nicht kommen und ? Wenn ihr nicht darauf angewiesen seid und dass Kind sonst so sportlich ist, warum muss es sein ?
#winke

8

Huhu, schon mal darüber nachgedacht, dass die kleine ein Aufmerksamkeitsdefizit, wie zum Beispiel ADS oder ADHS haben könnte?

LG

9

Darf ich fragen wie du anhand des Beitrages darauf kommst!?

🤔

11

Hallo,

ich finde den Gedanken auch nicht so abwegig.

Sachen zerschneiden, Stühle anmalen und wegrennen sind Dinge, die 7-jährige eigentlich nicht mehr tun. Das würde ich von einem 3- oder 4-jährigen Kind erwarten, vielleicht noch von der einen oder anderen 5-jährigen. Aber Schulkinder leben sich normalerweise anders aus, wenn sie Mist bauen.

Das Kind lernt offenbar kaum aus Konsequenzen, und es hat eine niedrige Frustrationstoleranz. Die Eltern haben festgestellt, dass es ohne einen festen Tagesablauf und Grenzen noch schlimmer ist.
AD(H)S-Kinder tun sich häufig eher schwer mit dem Fahrrad fahren und Schwimmen lernen.

Natürlich kann man nicht sagen, dass das Kind auf jeden Fall AD(H)S hat.
Und natürlich hat nicht jeder AD(H)S, dem Fahrrad fahren oder Schwimmen nicht liegt, aber ich würde das als Möglichkeit hier schon in Betracht ziehen.

LG

Heike

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Ich würde ihr möglichst umfassend in ganz alltäglichen Situationen immer wieder sagen, dass sie a) Fahrrad fahren kann, nur noch etwas sicherer werden muss und dass das Übungssache ist. Sie also üben muss, um sich sicherer zu fühlen.

Dann würde ich irgendein Beispiel nehmen, an dass sie sich vielleicht etwas erinnern kann, das auch nicht gleich geklappt hat, aber dann mit üben doch klappte und worüber sie heute gar nicht mehr nachdenkt.... und ihr erklären, dass es bei ganz vielen Sachen, wenn man groß ist so ist, dass sie nicht gleich perfekt klappen. Können sie gar nicht. Kein Meister fällt vom Himmel. Aber wenn man an sich glaubt und es immer wieder versucht, wird man immer ein bisschen besser und irgendwann kann man es einfach.

Das würde ich ihr immer wieder mitgeben in Gesprächen. Der Grund ist oft eine niedrige Frustrationstolleranz und Mangel an Selbstvertrauen. Dem Glauben, dass man es eh nicht schafft oder lernt. An beidem kann man schon von der Einstellung her arbeiten, meist aber eher über die gesamte Zeit. In dem Moment, wo etwas schwer ist, sind sie meist wenig aufnahmefähig für solche Gespräche.

b) Sie im Alltag grundsätzlich bei vielem viel selber probieren lassen. Ihr etwas zutrauen und abverlangen. Nicht immer gleich eingreifen und helfen und wenn dann gerade so viel, dass sie es mit Mühe schafft. Alles was sie selber schafft, auch wenn erst mal ein paar Tränchen dabei waren und es dann doch gelang, stärkt die Eigenständigkeit und das Selbstvertrauen und durch probieren, probieren, probieren kommt auch die Frustrationstolleranz.

c) Erkläre ihr, dass sie um das Thema Rad fahren ohnehin nicht drum herum kommt. Das es in der Grundschule irgendwann eine Fahrradprüfung geben wird und dass es dann sehr peinlich und unangenehm für sie werden kann, wenn alle Kinder Fahrrad fahren können, weil sie es geübt haben und das Abzeichen schaffen und sie nicht. Nicht weil sie es nicht kann, sondern weil sie es nicht übt und dann unsicher wird. Und dass sie es viel leichter haben wird, wenn sie jetzt schon mit euch übt, als wenn sie dann kurz vorher es können soll und dann unsicher ist.

d) Sucht euch sichere, stark verkehrsberuhigte Radwege durch die Natur ....wo nix und niemand groß ist ....nun wohl eher zum nächsten Frühjahr. Und macht Radtouren. Und zwar alle. Die müssen ja nicht lang sein. Aber nach meiner Erfahrung, wenn sie es eh eigentlich kann, wenn eine Gruppe los radelt und sie die einzige ist, die zurück bleibt aus Bock und nicht wollen, dann schlägt das ganze meist doch um und sie kommen hinterher. Mein eines Kind hat motorische Entwicklungsverzögerungen.....schon immer gehabt ....und sie hat halt wirklich Probleme....aber wir haben das auch so gemacht und meist war nur der Beginn schwierig. Wo sie dann erstmal gemerkt hat, sie fährt, fuhr sie auch. Und mit jedem zurückgelegten Meter kam dann die Sicherheit und dann war sie meist stolz wie Bolle. Das erste Mal Rad fahren nach dem Winter ist auch heute noch ein Kampf, aber wenn sie dann erstmal ein paar Meter hinter sich hat, ist sie wieder selbstbewusst genug und verlangt es sich dann auch selbst ab.

Alles in allem.....dran bleiben....reden....machen....probieren ...probieren....manche Sachen kosten eben Nerven, bringen aber auch viel Stolz und Selbstvertrauen, wenn man sie endlich gemeistert hat.

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Hallo

ich würde mein Kind einem Facharzt vorstellen.

Ich finde z.B nicht so schlimm wenn das Kind mal was anmalt. Aber bei euch finde ich es auffällig das sie sehr viel vom Verhalten macht was normalerweise kinder im kleinkinderalter machen.

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Hallo,

Hab mit meiner Tochter ähnliches durch,xsie ist nach einem kleinen Sturz über ein Jahr nicht mehr aufs Rad gestiegen. Vor 4 Wochen wollte sie dann plötzlich wieder fahren. Nu fährt sie mit ihrem Papa viele große Touren.

Warum willst Du Deine Tochter denn zwingen? Müsst ihr unbedingt mit dem Rad fahren?

VG
Sunny

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