August/September 2014 Kinder.... Einschulung 2020 oder 2021 ?

Hallo zusammen,

wann werden denn eure Kinder eingeschult?
Wie ist euer Stichtag und werden evtl. manche zurückgestellt?

Unser Kleiner ist am 18.08.14 geboren und wäre hier somit ein Muss-Kind. Wir würden ihm gerne noch ein Jahr Kita gönnen.

LG
Nadine

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Hallo
„Ein Jahr Kita gönnen“ ist ein schwaches Argument. Wenn es auch nur das ist, was dir so einfällt, scheint es ja keine größere Defizite, Probleme,... zu geben.
Ich habe 2 Sommerkinder die schon eingeschult wurden. Eins schon fertig, eins jetzt in der 7 Klasse. Beide (damals) hier Muss Kinder.Beides vor allem schulreife Kinder, darum geht es ja.
Das nächste Kind hat knapp nach dem dann ehemaligen Stichtag (30.09) Geburtstag. So wie sie sich bisher entwickelt, wäre eine Einschulung als Kann Kind sehr realistisch.
Schau nicht nur auf die Zahlen, schau auf dein Kind. Wie sagte eine Erzieherin hier so schön, es tut einem Kuchen nicht gut ihn zu früh aus dem Ofen zu holen, ihn länger drinnen lassen, macht ihn aber nicht unbedingt besser.

LG

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Tochter geboren Anfang September 2009, Stichtag hier in BW 30.09. - sie war also ein MUSS Kind - wurde eine Woche vor Einschulung 6 Jahre alt und wurde eingeschult.
Da ich mit 10 weiteren Frauen aus dem Ort in der Geburtsvorbereitung war und unsere Kinder alle im Zeitraum August/September 2009 geboren sind, weiß ich, dass - bis auf 2 - alle eingeschult wurden und auch jetzt den Übertritt in Klasse 5, teilweise mit Gymnasialempfehlung, gemeistert haben. Unsere Tochter kam gut durch die GS und ist jetzt am Gymnasium. Sollte sie da ohne Stolperer durchkommen, wäre sie 17 beim Abitur (G8) - das ist das einzige, was mich etwas stört.

Was versprichst Du Dir von einem weiteren Jahr Kindergarten?
Hier ist es so, dass Kinder, die eigentlich im Folgejahr MUSS-Kinder sind, dann ab Septemer des Vorjahres als Vorschulkinder gelten und somit im KiGa auch entsprechend anderes Programm haben (Stundenweise). Die Anmeldung zur Schule erfolgt dann erst im März - hier kann man auch eine evtl. Rückstellung beantragen.
Kinder die zurückgestellt werden haben 3 Möglichkeiten:
KiGa-Jahr inkl. Vorschulprogramm noch einmal absolvieren (machen die wenigsten)
KiGa wechseln (auch wenige)
Besuch der vorbereitenden Förder- und Diagnostikklasse - das machen all diejenigen, deren Rückstellung durch kognitive, motorische oder soziale Defizite, ärztlich begründet sind. Einfach so - weil das Kind noch ein weiteres Jahr spielen soll - ist hier eine Rückstellung schwierig.

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Das hat doch nichts mit "gönnen" zutun und liegt ja im Normalfall auch nicht in deiner Entscheidungsbefugnis! Er wird 6 und danach eingeschult, sofern altersgerecht entwickelt, fertig.

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Meine wurde damals als Muss-Kind eingeschult. Rückstellung war nicht möglich, da sie zum Zeitpunkt der Schuleingansuntersuchung (mit 4,5 Jahren) keine Defizite aufwies.

Wäre es zu einer Rückstellung gekommen, hätte sie in eine Vorschulklasse in einem anderen Ort müssen. Von dort aus hätte es nach dem einen Jahr eine Rückschulung an die eigentliche Grundschule im Ort gegeben.

2 Gemeinden weiter gab es die Möglichkeit zur Rückstellung im Kindergarten.
Diese Gemeinde hatte keine Partnervorschule und auf Grund von Richtlinien, wäre ein Weg zu einer solchen unzumutbar gewesen.

Rückstellung ging aber auch nur mit nachweisbaren Defiziten, die nachweisbar durch ein Jahr spätere Einschulung aufholbar gewesen wären.
Bei Defiziten, die Dauerhaft bleiben oder länger als ein Jahr bräuchten, galt die Schulpflicht mit Stichtag des Muss-Kindes. Wenn reguläre Schule nicht möglich, dann andere Schul(form), aber keine Rückstellung möglich.

Wie ich von Freunden erfahren habe, ist es überwiegend noch so in der Gegend.


Wenn Rückstellung gewünscht ist, wäre der erste Kontakt mit den Erzieherinnen des Kindergartens:
- wie sehen sie die Entwicklung
- was halten sie für sinnvoll

2., 3. und 4. Schritt
- Träger fragen, ob überhaupt Plätze frei sind
- mit der Schule sprechen. Manche wären froh, wenn das ein oder andere Kind ein Jahr später kommt, manche stellen sich auch quer und wollen jeden Schüler so bald wie möglich. Klassengröße, Klassenverteilung usw.
- Kinderarzt: gibt es Auffälligkeiten, die eine Rückstellung sinnvoll machen.


Und dann noch die Fragen

- Bundesland
- Gemeinde
Da gibt es erhebliche Unterschiede, Richtlinien, Formalitäten, Bescheinigungen, usw.

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Was sagen den die Erzieherinnen? Unser Sohn ist Ende Oktober 2013 geboren und wir betreuen es jetzt schon , dass er dieses Jahr nicht in die Schule gekommen ist. Er langweilst sich in der Kita, viele Kinder sind ihm zu Babyhaft (seine Aussage).... Seit letzter Woche machen die "Schuldkinder" eine Std am Tag Vorschulhefte/ Aufgaben und besuchen einmal die Woche die Schule. Die Sachen machen ihm Spaß, aber sonst möchte kaum noch in die Kita.

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Meine Großen sind ebenfalls im Juli bzw. August geboren, meine Nichte Mitte September. Das sie dann auch in die Schule gegangen sind, war auch gut so!

Warum willst du denn deinem
Kind das Jahr noch gönnen? Hälst du es nicht für schulfähig?

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Diese Frage ist uns gerade vor die Füße gefallen. Unser Sohn hat im September Geburtstag und hier ist der 30.06. Stichtag. Für uns war klar, dass er gerne erst mit 6 eingeschult wird und dann 7 wird. Also einer der ältesten wäre. Nun ist es leider so, dass er super unzufrieden in der Kita ist und wir jetzt kurzfristig versuchen ihn doch noch in die Vorschule zu bekommen. Somit wäre Einschulung 2020.

Leider gab es Seitens der Kita keine Informationen und ich muss zugeben, dass ich gerade mit der Entscheidung überfordert bin.

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Diese Entscheidung liegt bei der Schule, nicht bei den Eltern!

In Baden-Württemberg entscheiden die Schulleiter darüber, aber niemals einfach so.
Es gibt vorab Gespräche mit Kooperationslehrerin, Erzieherinnen, Eltern.
Und ohne TRIFTIGEN Grund wird das Kind eingeschult.

Bedenkst du auch die Zukunft?
Das Kind wird mit 7 eingeschult und irgendwann kommt der Zeitpunkt, zu dem es evtl. Mal wiederholen muss. Aber in der Klasse drunter sitzen Kinder, die bis zu gut 2 Jahre jünger sind. Überalterung beides dann.

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Das Zukunftsargument hat aber auch zwei Seiten: Kann Kinder sind teilweise mit Kindern in einer Klasse die über ein Jahr älter sind. Das kann im Teenager Alter schon auch ein Problem sein, wenn alle schon in der Pubertät stecken und man selber noch ein Kind ist...

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Das kann ich so nur unterschreiben,ging mir auch so. Kognitiv und vom Lernen her war der frühe Schulstart nie ein Problem für mich. Aber mit dem Beginn der Pubertät (bei den anderen) war es nicht immer einfach.

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Das hängt stark von deinem Kind ab.
Meine Große (Dezemberkind, daher nicht relevant) hätte locker einige Monate vor der tatsächlichen Einschulung das Ganze gemeistert. Ihre Septemberfreundin, deren Eltern auch unsicher waren, hat es auch gut gemeistert.
Mein Mittlerer ist im September geboren und war damit dieses Jahr ein Muss-Kind (ab nächstem Jahr wird hier in BW der Stichtag verschoben). Bei ihm war nicht das Thema "gönnen wir ihm noch ein Jahr", sondern alle Untersuchungen und Tests ergaben ganz klar, dass er noch nicht so weit ist (war vorher auch unsere persönliche Einschätzung, weil er vom Verhalten her eher 4 als 5 Jahre alt war). Also wurde er zurückgestellt. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass er ein Muss-Kind war. Er wäre sonst im Kiga geblieben als Ältester, obwohl er sich ohnehin schon eher an den Jüngeren orientiert hat und daher eher auf deren Level war. So ist er jetzt in der Grundschulförderklasse und hat bisher schon tolle Fortschritte gemacht (Stifthaltung, Gewöhnung an längeres Sitzenbleiben/Konzentration...).
Sprecht mit den Erziehern, die euer Kind jeden Tag sehen und am besten mit einschätzen können. Wir hatten zudem einen Termin bei einem SPBZ vereinbart zur Einschätzung (Da gab es eine Ansprechpartnerin im Kiga, daher war das einfach).
Alles Gute

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Achso, zur Ergänzung: bei uns können die Kinder nicht im Kiga bleiben, weil die Plätze so knapp sind (Entscheidung des Trägers; ich war kurz davor, mich mit denen anzulegen, aber die andere Variante war für uns dann doch besser. Hatte aber eine Zeit lang Angst, keinen Platz in der GFK zu bekommen und hätte ihn ja trotzdem nicht einschulen können, da er nicht schulreif war). Ist eine Ortschaft weiter aber schon wieder ganz anders. Also das unbedingt im Kiga klären, wenn es wirklich in die Richtung geht.
Daher MÜSSEN bei uns die zurückgestellten Kinder in eine Grundschulförderklasse o.ä.. Diese ist nicht im Ort, aber die Kinder werden jeden Morgen mit einem kleinen Bus geholt und wieder gebracht (kostenfrei). Wir hatten Glück und haben einen Platz in der zuständigen Grundschulförderklasse bekommen (reine Fahrzeit 10min). Da es dieses Jahr zu viele Anmeldungen waren, konnten nicht alle dort aufgenommen werden (daher auch die oben beschriebene Sorge im Frühsommer). Die anderen wurden an einer anderen GFK untergebracht, müssen jetzt deutlich weiter weg (Fahrzeit ca. 35min, aber werden auch gebracht). So was sollte man auch bedenken.

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