"Mama hilft" -- wie seht ihr das?

ich mache mir schon länger darüber Gedanken, in wie weit noch irgendwelche Maße normal sind oder einfach vom heutigen Schulsystem gefordert werden und was Mama einfach zu viel meint, machen zu müssen?
Wie sehr ihr das so? Mich interessieren besonders Kinder Ende Grundschule oder Anfang nächster Schule:

vom einen Extrem: - ich mache nix, kontrolliere keine Hausaufgaben, das Kind ist selbst komplett verantwortlich ...

bis hin zum anderen Extrem, wo mama viel hilft, Hausaufgaben kontrolliert, Übungsaufgaben auf ARbeiten im Netz sucht und ausdruckt, - mitdenkt, auch an Klassenarbeitstermine, ans lernen erinnert und sogar hier sehr viel Zeit investiert...

was meint ihr:
welches Maß ist mit dem heutigen Schulsystem einfach als Mamajob gewollt und von Lehrern gefordert?
und welches Maß ist zu viel?

Ich persönlich habe trotz pfiffiger Kinder das Gefühl, ich muss sooooo viel mitdenken, mitüben, Hilfestellungen übernehmen usw.... und wenn ich das nicht mache, würden die Kinder teils wirklich große Nachteile erfahren... wie sehr ihr das?

Das sind solche Dinge, wie Kinder sollen über die Ferien bestimmte Dinge lernen -- oder es wird in der Schule gar nicht richtig gezeigt "wie man lernt" .... das muss ich übernehmen... --- also diese SElbstorganisation war damals zu meiner Schulzeit vor 30 Jahren wirklich einfacher --- und auch möglich, von den Kindern selbst und selbständig zu erfüllen ... aber heute? -- ich habe das Gefühlt, wenn man da nicht mitmacht, mithilft, zusätzlich Energie investiert, dann fallen die kids hinten runter...

das geht ja soweit, dass Eltern hier gerügt werden mit einem Zettel, man solle dafür sorgen, dass das Sportzeug nicht wiederholt vergessen wrid...... , wenn das x-te mal das Sportzeug fehlt. --- hey???????????? ---- es ist am Platz neben der Garderobe .... und wenn ein Kind es mehrfach vergisst, dann ist es sein Fehler und nicht meiner ... -- okay.... inzwischen erinnere ich Mittwochs und Donnerstags wieder im rausgehen an die Sporttasche, -- aber das war doch echt der Knaller.... --- und ich erspare ihm eine schlechtere Sportnote ... --- okay: davon geht jetzt die Welt nicht unter, ... aber es trifft den Kern der Sache...

Elternabend: sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind liest, --- dass sie regelmässigt 1x1 abfragen dass sie dies und dass sie das .... ---- die Eltern werden in die Pflicht genommen. -- nicht das Kind .... ---- das ärgert mich: denn so lernt das Kind doch auch von der Lehrerseite her "Mama macht" .....


was meint ihr?

ich finde halt: wenn ich meinem 3.Klässler Zeit gebe ohne üben und zum lesen ermuntern usw.... ihn einfach mit der Schule sich selbst überlasse.... --- dann braucht das monate, -- sogar Jahre, bis es einen Effekt hat ... -- und dann? -- dann fehlen wichtige Grundlagen nur weil ich mich dem heutigen Lehrkonzept nicht untergeordnet habe ... und das Kind hat den Nachteil --- (schlechterer Schulabschluß z.B.) ....

wenn man sich so umschaut: - wie viiiieeeeeele Lernbücher es zu kaufen gibt... --- das benötigte man früher alles gar nicht, ... da war der Lehrer in der Lage, alles umfassend beizubringen ohne, dass zusätzlich schon Grundschüler zuhause üben müssen und zu Nachhilfelehrern getragen werden .....

ihr wisst auf was ich rauswill? -- wie seht ihr das?
Ist es das System, ---- oder macht man als Mama einfach zu viel für die Kinder, weil ich man sie vor dem System schützen und fördern möchte und einen guten Start ermöglichen möchte?

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Ende der Grundschulzeit und mit Übertritt in die weiterführende Schule, sollte ein Kind natürlich ein gewisses Maß an Selbstständigkeit erreicht haben - sowohl was Organisatorisches betrifft, als auch das Lernen. Ganz ohne Hilfe von Mama schaffen es aber nur Kinder, die dies gelernt haben. Das heißt, vor allem in den Klassen 1 und 2 ist viel Hilfe und Anleitung von Lehrern UND Eltern notwendig. Denn als Lehrer habe ich nunmal keinen "Zugriff" auf den Nachmittag. Ranzen packen, sonstiges Material wie auch Sportsachen mitbringen / vorbereiten und notwendiges Üben, sind mMn (aus Sicht des Lehrers) Aufgaben der Eltern bzw. ist es deren Pflicht, dem eigenen Kind dies beizubringen. Wie soll denn der Lehrer das in der Schule machen?
Natürlich kannst du dein Kind auch auflaufen lassen aber wie soll denn der Lehrer (noch dazu Sportlehrer, der in der Pause kommt und meist kaum Zeit hat für solche Sachen) das anders machen, als die Eltern zu informieren?

Klar erwarten manche Lehrer zu viel von zu Hause. Typisches Beispiel: Wir fertigen Plakate immer im Unterricht an, da es meine Aufgabe ist, den Kindern beizubringen wie man das macht. Viele Kollegen sehen das anders. Andererseits habe ich nunmal im Unterricht leider! keine Zeit, für individuelle Leseübungen, Vokabeln abfragen und Grundaufgaben üben mit jedem einzelnen Kind. So muss dies auch zu Hause getan werden...

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Da stimm ich dir durchaus zu - das organisieren, Ranzen packen etc. müssen die Kinder zuhause mit den Eltern lernen.
Aber wenn mein Sohn sich nach dem Sportunterricht nicht umzieht, sollte das die Sportlehrerin doch auch mitbekommen. Gut, letzte Woche war die Sporthose unter der Jeans, aber im Sommer hatten wir es nahezu nach jeder Sportstunde, dass das Kind in Sportsachen von der Schule kam und die Jeans im Turnbeutel gelandet ist. Und hier bin ich der Meinung, dass die Sportlehrerin darauf achten muss, dass die Kinder sich nach dem Sportunterricht umziehen. Der Turnbeutel (der im Übrigen in der Schule verblieb) ging im Sommer teilweise kaum noch zu vor lauter Jeans und T-Shirts - und mein Sohn hatte keine Hosen mehr im Schrank...

LG

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Wieso sollte die Lehrerin kontrollieren, ob sich das Kind umzieht?#gruebel

Bei uns gehen die Kinder auch oftmals mit den Sportklamotten heim (wenn sie die letzten beiden Stunden Sport haben).
Das liegt zum einen daran, dass sie möglichst schnell zum Bus wollen und zum anderen, weil die Klamotten regelmäßig gewaschen werden.

Wenn ein Kind keine Hosen mehr im Schrank hat, dann ist es nicht Sache der Lehrerin, dies zu verhindern.#zitter

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Ich sehe das tatsächlich anders.

Meine Älteste ist 10, frisch in der 5. Klasse. Mein Mittlerer 8 und in der 3. Klasse.

Ich habe nie mitgelernt, nie irgendwas rausgesucht,... Referate werden und wurden in der Schule gemacht. Damit Mamis sich nicht selber verwirklichen! Es ist von den Lehrern doch gar nicht gewollt, das die Müttis da übermotoviert mitmachen.

Ich finde, gerade weil Eltern heute oft meinen mitwirken zu müssen, können viele Kinder nicht mehr lernen. Sie bekommen ja immer vorgemacht und vorgemacht.

Bei uns wird ab der ersten Klasse angehalten, das die Kinder selbstverantwortlich sind. Das klappte und klappt prima.

Mehr Bücher und mehr Wissensvermittlung gibt es auch nicht als damals (bin Baujahr 1982). Meine Eltern haben meine Grundschulbücher aufbewahrt, ich konnte also prima vergleichen. Eigentlich wurde mehr gemacht, zB in Deutsch. Da war Rechtschreibung ab Klasse 1 auf der Agenda.
Und die Bücher auf der weiterführenden meiner Tochter sind (bis auf Reli, Musik und Erdkunde) 1 zu 1 die gleichen wie meine damals, nur die neuere Auflage.

Ich frage Vokabeln ab, wenn ich nach gefragt werde. Ich beantworte Fragen, wenn mir welche gestellt werden. Aber beide meiner Schulkinder kriegen alles prima alleine hin!

Es wird hier sowohl in der Grundschule, als auch auf dem Gymnasium gepredigt, dass die Kinder in die Schule gehen, nicht die Eltern. Das man den Kindern mal was zutrauen muss und sich nicht in irgendwelchen Referaten Selbstverwirklichen soll.

Groß eine Chance haben die Eltern hier gar nicht. Weil eben gerade so große Dinge wie Referate und Buchbesprechungen leider nicht zu Hause gemacht werden.

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Sehr gut geschrieben und alles dabei.

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Hallo,

ich glaube es hängt auch sehr stark davon ab, wie die Schule bzw. jeder einzelne Lehrer das macht.

An unserer Grundschule wurden die Kinder zu viel Selbstständigkeit erzogen, d.h. SIE waren für ihren Kram verantwortlich. Für fehlende Dinge (Sportsachen, Material) gab es Striche, bei 10 Strichen bekam ich lediglich die Info das mein Sohn an Tag X nacharbeiten muss. Das habe ich unterschrieben und gut.
Kam exakt einmal vor.
Es gab wöchentlich einen "Lehrplan" für die Kinder. Z.B. so etwas wie, 3 x lesen, 3 x das 1x1 lernen. Das mussten die Kinder abhaken und konnten so selbst kontrollieren ob sie alles fertig hatten. Wir Eltern sollten da gar nicht eingreifen.
Zu den Sprechtagen war gewünscht das die Kinder mitkommen, eben um ihnen zu sagen wie sie Dinge ändern können. Natürlich zum Teil mit Unterstützung der Eltern.
Dort kamen auch die wöchtenlichen Pläne zur Sprache, a la: hättest du dich daran gehalten, könntest du das 1x1 jetzt schon besser. Direkt ans Kind gerichtet und nicht an die Eltern.

Jetzt in der weiterführenden Schule ist es ähnlich. Briefe a la: sorgen Sie dafür das X und Y nächstes Mal im Unterricht vorliegen, gibt es nicht.

Mein Sohn ist kein Überflieger und hat länger als Andere gebraucht sein System zu finden. Auch da haben wir unterstützt und Vorschläge gemacht, aber nur damit er versteht wie dieses und jenes System umgesetzt werden müsste

Jetzt in der 8. Klasse läuft das Meiste von allein. Sei es seinem Kram parat zu haben, Infos weiterzugeben die nicht auf Zetteln stehen, sich auf Arbeiten vorzubereiten. Beim Abfragen helfen wir weiter gerne.
Er hat ein Whiteboard in seinem Zimmer, wo er seine Lernzeit organisiert. Also wann ist welche Arbeit dran, was kommt dran, was weiß ich davon schon (grüner Haken) und was muss ich noch vertiefen (rotes Kreuz)

Ich finde Lehrer die die Eltern so extrem in die Pflicht nehmen, machen es sich schlicht zu einfach. Klar möchte man nur das Beste für sein Kind, also macht man diese Dinge.

LG
Tanja

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Ich habe 3 Schulkinder (11., 9. und 4. Klasse) Bei den Großen war ich wenig eingebunden, der Mittlere hat ADS und ich musste neben ihm sitzen bei den Hausaufgaben, aber das lag ja an seinem ADS. Lernwörter habe ich abgefragt und war halt da, wenn sie Fragen hatten.
Der Kleine ist eigentlich der pfiffigste, aber hat auch die anspruchsvollste Lehrerin, die ich kenne ;-) Da bin ich nur dran, kontrolliere, habe ihm eine Lern App runtergeladen, übe mit ihm einen Tag vor den Arbeiten (sonst wäre das nicht zu schaffen) usw. Da habe ich schon den Eindruck, dass Eltern, die sich eher wenig kümmern, die Kinder damit ins Aus schießen. Da sind auch schon einige Kinder aus der Klasse zurück gesetzt worden.

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Hallo

Ich fang mal bei mir als Kind an: meine Eltern waren immer da. Hausaufgaben wurden begleitet, ich hab mit den Eltern gelernt sofern es nötig war, es gab einen Kalender mit den Klassenarbeiten, meine Eltern hätten mich immer an Sportzeug erinnert oder was mitzubringen etc.

Mit dieser Vorstellung bekamen wir Kinder. Dass man eben immer dabei sein muss. Ich hatte schon vor der Schule größere Diskussionen mit anderen Eltern, weil die dachten es geht völlig ohne Eltern …
Parallel hatte ich dann jedoch 2 Kids, die in Klasse 1 und 2 immer zur Klassenspitze zählen, die die Hausis in kürzester „runtergerotzt“ haben und immer sehr gute Noten hatten. Darum hab ich mir von den Leuten zunehmend reinreden lassen, dass es auch ohne Eltern gut ginge.

Nun Klasse 3 und das Leben ist komplett anders. Die müssen wirklich ranklotzen. Freie Spielzeit ist nimmer in dem Maße ok. Das hab ich allerdings erst vor wenigen Tagen bemerkt! Die haben für die Herbstferien ein „Vorbereitung für die erste Mathe Klassenarbeit-Heft“ bekommen, das für schnelle und gute Rechner sicher 1h am Tag Mathe machen bedeutet. Langsame entsprechend länger. Wir waren im Urlaub und haben dort zwar täglich nen Aufsatz schreiben lassen, aber kein Mathe gemacht. Darum war unser Wochenende seeeeeehr Mathebestimmt.
Und da sieht man dann – sie haben den Anschluss vor wenigen Wochen einfach verpasst. Wir waren unaufmerksam, weil es ja immer so gut lief und jetzt wird’s echt übel. Bin gepannt wie die die Arbeit am Donnerstag überleben!

Zurück zu den Eltern, mit denen wir vor etwa 3 Jahren diskutiert hatten: und all diese Kinder (alle Akademikerkinder, falls das wichtig sein sollte) haben spätestens nach Schulwechsel in Klasse 5/6 versagt. Es fehlte die Einstellung, dass man was lernen muss, es fehlte Struktur, dieser Ansatz des selbstorganisierten Lernens klappt nun mal bei allenfalls 10% der Kinder (mein Blick darauf) .. also ich erlebe im Bekanntenkreis einige eigentlich kluge Kinder, die aufgrund der Ganztageskultur und überanstrengten oder uninteressierten Eltern es nicht packen. Wo Grundlagen verpasst worden sind und man es kaum aufholen kann.

Bezüglich Arbeitsmaterialen, Sportzeug usw mithaben bin ich mehr als entspannt. Das ist deren Bier und dürfen ruhig den Ärger dafür bekommen … aber nachdem alle mal zurücklaufen mussten was holen usw hat sich das schnell erledigt gehabt. Also das klappt recht gut.


Ergo: Es ist genau wie bei mir früher: Die Eltern müssen immer da sein, sonst fliegen die Kinde auf die Nase.

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Wann ist bei Dir "früher"? ;-)
Mein Sohn, der bald 47 Jahre alt wird, hätte keinen Realschulabschluss, wenn ich NICHT mit ihm gelernt und Hausaufgaben überwacht hätte usw usw. - trotz Hausaufgabenbetreuung. Er war 13 Jahre lang überzeugt, dass Schule verschwendete Zeit ist und das hatte sicher nichts mit einem Übereifer von mir zu tun. Ja, die Lehrer haben es schon damals von mir erwartet, täglich hinterher zu sein; Klasse, wenn man Vollzeit arbeitet. Bei ihm machte es erst in der Ausbildung "klick" und er lernte alleine.
Meine Tochter machte alles alleine, Schule, Ausbildung. Sie fragte, wenn sie mal was nicht wusste und das war alles.
Was ich sagen will, es kommt immer auf das Kind an, was es braucht. Hängenlassen geht genauso wenig wie übermotiviert beaufsichtigen.
Sieht bei meiner Enkelin genauso aus, 7. Klasse Realschule. Sie kommt einmal die Woche zu mir zu Hausaufgaben wie Englisch oder Fächer, in denen Oma etwas fitter ist als die Eltern ;-) Wir teilen uns das gerecht. Manchmal braucht sie Hilfe, meistens nur Bestätigung oder ich höre sie ab.
Sie hat allerdings noch nie Zettel nach Hause gebracht mit Lehrerwünschen, da hätte meine Tochter wohl auch gefragt, was das soll. Das war weder in der Grundschule üblich und in der Realschule sowieso nicht.
LG Moni

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Hallo!

Der Absatz mit den Sportsachen hätte von mir kommen können: Gerade heute hatte ich einen Anruf von der Sportlehrerin, mein Sohn hätte schon das 3. Mal keine Sportsachen dabei gehabt. Und auch bei meinem Sohn hängt der Sportbeutel eigentlich in der Schule. Letzte Woche war nur das Problem, dass mein Junior nach dem Sportunterricht seine Sporthose unter der Jeans angelassen hatte, somit war die Hose zuhause gelandet, was ich aber nicht mitbekommen hatte, weil mein Sohn sie mittags ausgezogen und in irgend eine Ecke geschmissen hatte. Ich hab die Hose erst 4 Tage später zufällig gefunden. Ich hab meinem Sohn dann reichlich Dampf gemacht, dass er seine Sportsachen mit nach Hause bringen soll, damit ich den Sportbeutel neu beschicken kann, und das hat er am Freitag auch gemacht.
Was er mir am Freitag allerdings nicht erzählt hatte: Die Kinder haben einen neuen Stundenplan bekommen, der ab heute gültig war. Und seit dieser Woche haben die Kinder montags Sport. Und natürlich war der Tenor der Sportlehrerin heute, das ICH als Mutter dafür zu sorgen hätte, dass das Kind alle Sachen dabei hat. Wäre ich die Sportlehrein gewesen, hätte ich nach dem 2. Mal dem Kind die Ansage gemacht: Wenn beim nächsten Mal die Sportsachen nicht vollständig sind, turnst Du in Unterwäsche! Ein schlaues Kind hätte die Drohung ernst genommen und seine Sachen beisammen gehabt... Ich bin mir aber ganz sicher, dass der Sportunterricht in Unterwäsche für die ganze Klasse sehr lehrreich gewesen wäre ;-).
Ach ja, und auf meinen Einwand, dass ich von dem neuen Stundenplan nichts gewusst hatte, weil ich die Postmappe zwar gelegentlich kontrolliere, aber eben nicht täglich, kam auch wieder ganz vorwurfsvoll, ich MÜSSE doch täglich die Postmappe kontrollieren... Die Kinder haben im Schnitt nicht einmal 1*/Wo einen Zettel in der Postmappe. Die Kinder wissen i.d.R., wenn sie einen Zettel bekommen haben. Da ist es doch eigentlich die Aufgabe des Kindes, diesen Zettel auch abzugeben. Die Klassenlehrerin meiner Tochter hat in der 2. Klasse den Kids eine Checkliste gegeben, was täglich erledigt werden muss - dazu gehörte auch die Elternpost abzugeben.

Nun ja, aber hier sprechen wir von einem Grundschüler, dessen Hausaufgaben ich i.d.R. nicht mehr kontrolliere. Ich frage lediglich, ob er alle Aufgaben erledigt hat, wenn er das nicht hat, weiß er, was er zu tun hat, ansonsten bin ich zufrieden.
Meine Tochter geht mittlerweile in die 5. Klasse aufs Gymnasium. Selbst hier wurde auf dem Elternabend davon gesprochen, dass wir Eltern täglich kontrollieren sollten, ob denn auch alle Hausaufgaben vorlägen - Ähhm -NEIN! Ich kontrolliere die Hausaufgaben meiner Tochter nicht. Ein Kind, dass in der 5. Klasse noch nicht gelernt hat, selbstständig seine Hausaufgaben zu erledigen, gehört m.E. nicht aufs Gymnasium. Auch hier muss eine kurze Erinnerung reichen! Und ehrlich gesagt frage ich mich dann, wie lange ich die Hausaufgaben noch kontrollieren muss. Wie sollen die Kinder denn selbstständig werden, wenn sie bis zum Abitur von Mama oder Papa kontrolliert werden???

LG

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da hast du recht -- aber wir zuhause schwanken echt zwischen "muss er selber können" und eben "ihn erinnern" --- in herzitieren zum abfragen (weil er dann lernt).

Fall von heute, -- mal wieder: -- zum x-ten Mal den Zettel für den Lehrer vergessen, der die Übernachtung Freitag auf Samstag organisiert. -- JA! --- und dieses Mal habe ich heute EINMAL erinnert, mir den Zettel zur Unterschrift vorzulegen ... tja .... er ist ein schussel und war mit den Gedanken wieder überall ... hat schnellschnell die HA weggeräumt ... und was liegt nicht hier????? Der Zettel!!!! .... --- ich werde ihn nicht zwanzig mal auffordern, mir den Unterschritszettel vorzulegen, wenn er in der Schule übernachten will ... --- diesmal nicht .... -- wenn er es vergisst, dann geht er halt nicht ....

das ist jetzt mal ein Fall wo ich guten Gewissens sagen kann: das wäre ein Fall für "Denkzettel" und er lernt, besser an Dinge zu denken....

aber wenn ich von der Nachbarin höre, dass eine Arbeit ansteht, von der er nix "mitbekommen hat" weil er es vergessen hat oder schusselig nicht aufgeschrieben hat, da kann ich halt echt nicht übers Mamaherz und lasse ihn in solchen Fällen eben nicht auflaufen... --- da bin ich doch zu gutherzig ... -- genauso, wie ich ihn öfter ans lernen "erinnere", weil ich eben auf den Kalender gekuckt habe, -- er nicht .... --- ich scheue mich echt, bei Notenrelevanten Dingen ihn auflaufen zu lassen....

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„ Wäre ich die Sportlehrein gewesen, hätte ich nach dem 2. Mal dem Kind die Ansage gemacht: Wenn beim nächsten Mal die Sportsachen nicht vollständig sind, turnst Du in Unterwäsche!“

Ich bin Lehrerin und allein bei der Androhung fallen mir sofort einige Eltern ein, die ich dann auf der Matte stehen hätte und die sich beschweren würden, wie erniedrigend das wäre und wie ich sowas androhen kann. Von der Durchführung solcher Maßnahmen ganz zu schweigen. Da könnte ich mich gleich auf Elterngespräche gefasst machen, in denen darum gebeten wird, dass die Schulleitung mit dabei ist. 😅

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Interessantes Thema. Ich war erst vor kurzem extrem baff, als ihm Elternchat der Klasse meiner Mittleren (4. Klasse Grundschule) viele geschrieben haben, dass sie täglich mit ihren Kindern an den Hausaufgaben sitzen würden. Das wär mir ernsthaft noch nicht eingefallen. Bei der Großen wurde uns von den Lehrern auch ganz klar gesagt, dass es erwünscht ist, dass die Kinder die Aufgaben selbst erledigen, um dann beim Korrigieren als Lehrer in der Schule sehen zu können, wo Probleme bestehen. Das mach auch völlig Sinn, finde ich.

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hi,

ich gehöre zu den müttern, die die kinder unterstützt, auch mal ein übungsblatt aus dem netz ausdruckt. :-)

ich denke, es kommt auch immer auf einen selbst an. meine eltern haben sich nie um die schule/lernen gekümmert. keine hilfestellung gegeben, nichts unterstützt. wir waren einfach immer auf uns selbst angewiesen. unser ergebnis: wir sind drei kinder gewesen, 2 hauptschulabschluß ich selbst FOS. dies habe ich aber nur über die abendschule im erwachsenenalter erreicht. meine eltern fanden es wichtig, eine lehre zu machen. höhere schulen waren für sie nur zeitverschwendung.

jetzt als erwachsender wäre ich froh gewesen, wäre jemand dahinter gestanden wäre um auch auf eine höhere schule gehen zu können. ich wäre gerne lehrerin geworden und hätte es sicher mit etwas unterstützung auch geschafft...

mein mann und ich geben darauf acht, dass das mit der schule gut läuft. ich lerne mit meinem sohn, kontrolliere die hausaufgaben, fliege mal schnell drüber. wenn er mal eine übung mit mehreren fehlern hat, erkläre ich es auch nochmal. manchmal verstehen die kids auch etwas nicht richtig und eignen es sich dann falsch an, weil es nur 1x im unterricht besprochen wird. unser sohn ist ein 2er schüler, tendenz ehr etwas besser. ich denke, man muss in der grundschule von anfang an den grundstein legen, damit die kids sich das lernen, regelmäßiges ordentliches arbeiten etc. aneignen. ich glaube nicht, dass dies von alleine kommt. jedenfalls bei der mehrzahl der kinder nicht.

unsere schule verpflichtet eltern nicht. für turnbeutel, vollständiges material etc. werden die kids selbstverständlich selbst zur verantwortung gezogen, wenn das nicht klappt.
mithilfe zum lernen ist allerdings schon erwünscht - also kids abfragen, mal vokabeln lernen, mal deutschwörter trennen lassen, am wochenende mal das 1x1 wiederholen etc.

ich selbst sehe es als pflicht an, meine kinder so gut es geht zu unterstützen um ihnen für ihre möglichkeiten die besten voraussetzungen zu schaffen.

lg

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