Zur Demo mit der klasse (lehrerin)

Hallo!
Was haltet ihr davon, wenn eine Lehrerin mit den Schülern (4.klasse) auf eine Demo geht , ohne die Eltern vorher zu informieren?
Kind wusste nicht mal richtig, weshalb es da überhaupt ist- wurde nur kurz angesprochen.

Demo war sehr gut besucht- also auch ziemlich voll- (Klimaschutz)
Ja ich finde Klimaschutz auch sehr wichtig.. !

Schwierig die Verantwortung in einer großen Masse für alle Schüler zu übernehmen , oder?

Was sagt ihr dazu? Vielleicht auch mit einem Kommentar von euch.
Danke für eure meinung.

Lg

Anmelden und Abstimmen

Zu einer Demo sollte man nur gehen wenn man vollständig hinter dem Thema steht und die Sache versteht und nicht als Mitläufer.
Die Kinder haben ja in diesem Fall keine Wahl und müssen mitgehen.

Kinder lassen sich prima für solche Zwecke einspannen.

Seh ich genauso und finde daher das geht gar nicht.
Die Kinder entscheiden doch gar nicht frei, wenn selbst die Erwachsenen gar nicht durchblicken um was es bei den Hintergründen des Klimahype eigentlich geht und wie sie alle verarscht werden.

Ich war vorgestern bei der Demo und ich hab viele junge, gut informierte Menschen gesehen und keine Jugendlichen im Klimahype. Aber ist immer gut, wenn man von sich behaupten kann, dass man die Hintergründe verstanden habe und alle anderen werden verarscht. Mit Begrifflichkeiten wie Klimahype kann man dann noch wunderbar die wissenschaftlich fundierten Hintergründe ins Lächerliche ziehen und so tun als ginge es hier um Lifestyle-Entscheidungen und nicht um das Sicherstellen unseres Lebensraumes.

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Also, ich finde es nicht gut, wenn die Lehrerin das vorher nicht mit den Eltern kommuniziert & auch nicht, wenn die Kinder nicht wissen, worum es eigentlich geht (aber das kann ja evtl. daran liegen, dass Kind nicht aufgepasst hat, Lehrerin es aber trotzdem erzählt hat). Aber dass die Lehrerin mit den Kindern zur Demo geht, finde ich toll! (und ich bin mir relativ sicher, dass sie angrenzende Themen dann auch im Unterricht behandelt - frag doch einfach mal nach).

Ach herrje... Also mit einer 4. Klasse - definitiv nein! Das wäre mir viel zu riskant... Über das Thema sprechen, ja! Gern auch intensiv und mit Exkursion zum Thema aber ohne Demo. 4. Klässlern ist zwar zuzutrauen, dass sie sich auch in so einer Situation orientieren können, aber Demos entwickeln ja nicht selten auch mal eine Eigendynamik bzw. weiß man nie, ob nicht doch einer den ersten Stein wirft...
Mein Schwangerschaftshirn ist sich jetzt nicht mal sicher, ob das rechtlich alles im Rahmen wäre... Bei uns muss zumindest der Schulleiter zustimmen. Bei so heiklen Sachen würde ich auch definitiv die Eltern vorher informieren.

Also meine Kinder haben aber ganz sicher gewusst in der vierten Klasse um was es aktuell bei der Demo geht,die hätten sogar selbst danach gefragt.
Kein Thema bei Euch Zuhause?
Ich finde es toll von der Lehrerin und vielleicht nimmt man dies zu Anlass sein Kind an dem Punkt zu bilden.

Hallo,
grundsätzlich finde ich es gut Kinder für solche Themen zu sensibilisieren. Von außen zuschauen fände ich wohl auch noch ok. Mitmachen sehe ich kritisch zumal ich der Meinung bin, dass es rechtlich der Zustimmung aller Eltern bedarf.
Liebe Grüße

Ich sehe es so:
Toll wenn Lehrer ihren Schüler ermöglichen gemeinsam an einer Demo teilzunehmen, aber nichtig ohne das schriftliche Einverständnis und die vorherige Information der Eltern.
Lg

Ohne Einwilligung der Eltern? Nein!

Es ist ihre Meinung und muss daher nichgvdie Meinung der Kinder darstellen.
Daher nachfragen und klarstellen so nivht.

Viele Klassen sind dorthin im Rahmen ihres Wandertages. Das finde ich super! #pro#pro

Und erklärt hat es die Lehrerin ganz sicher. Das mit dem Zuhören mag vielleicht nicht bei allen geklappt haben...

Hi,
ich finde nicht die Eltern gehören gefragt, sondern die Kinder.
Zumindest, wenn diese aktive Teilnehmende waren. Dann gehört es auch vor und nachbereitet. Und muss dann freiwillig sein. Pflicht zur Demonstration verträgt sich mM nach nicht mit freier Meinungsäußerung... zumal die Lehrerin, sofern sie verbeamtet ist, auch dem Mäßigungsgebot unterliegt...
Als Exkursion, mit entsprechendem Abstand fände ich es im Klassenverband ok.

wenn sie nicht verbeamtet ist, gilt das Überwältigungsgebot.

auch das, stimmt.

Die Lehrerin darf noch nicht einmal die Schule mit den Schülern verlassen, ohne zuvor die Eltern zu informieren. Da ist der Grund vollkommen egal.
Da bei Demos die Stimmung praktisch jederzeit kippen kann wäre ich dagegen, dass mein Grundschulkind ausschließlich in Begleitung EINER Lehrerin in einer Klasse von 20/30 Kindern dorthin geht. Jederzeit können Gegner auftauchen, jederzeit können Extremistem die eigentliche gewaltlose Demo in einen Gewaltmarsch verwandeln.

Manchmal ist es einfach besser sich zu entschuldigen, als um Erlaubnis zu fragen.

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die Lehrerin, wenn sie die Aktion angekündigt hätte, sofort "Gegenwind" aus der Elternschaft bekommen hätte. Es ist aber ein wichtiges Thema, und da ist sie diesen Weg gegangen.

Es scheint ja auch nichts weiter "passiert" zu sein. Und eine Dauereinrichtung kann es nicht werden. Aber jetzt hat sie Grundlagen, um nochmal ganz anders mit der Klasse, den Kindern, ins Gespräch zu kommen.

JETZT scheint ja auch zu Hause das Thema angekommen zu sein, dadurch dass die Kinder da waren.....

Also die Eltern über die Kinder erziehen? Das gab es früher schon mal...

"JETZT scheint ja auch zu Hause das Thema angekommen zu sein,"
Damit lehnst du dich aber sehr weit aus dem Fenster.

"Aber jetzt hat sie Grundlagen, um nochmal ganz anders mit der Klasse, den Kindern, ins Gespräch zu kommen."
Tageszeitung, Video von den Nachrichten, Experiment zählt und dokumentiert den Müll zu Hause, am Ende der Woche wird zusammen gezählt. Kleine Gesprächsrunde mit Umweltschützern, sind doch nicht alle Teenager. Besuch eines Biobauern und Informationen über konventionelle Landwirtschaft.
Und und und

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Hallo, erst einmal bin ich für diese Demonstrationen. Ich finde die Klasse. Würde meine Tochter hingehen wollen und ich hätte das Gefühl sie steht tatsächlich dahinter, würde ich sie begleiten und zwar aus Sicherheitsgründen.

Aber was sich diese Lehrerin bei euch geleistet hat, geht gar nicht!
Es liegt immer im Bereich des Wahrscheinlichen, dass eine Stimmung auf einer Großveranstaltungen kippt. Demos werden schnell unübersichtlich. Wie hat diese Lehrerin es geschafft, immer alle Kinder im Auge zu behalten? Die Stimmung aller ihr anvertrauten Kinder abzuschätzen?

Das Thema besprechen kann man anders.
Und selbst wenn die Schule es Schülern ermöglichen würde.
Eine Demo muss als Teil der Demokratie freiwillig sein! Und vorbereitet.

Niemand hat das Recht Kinder für seine politische Meinung zu benutzen.


Gruß Sol

Nein geht gar nicht.
Mich erschüttert so schnell nichts, aber da wäre ich stinksauer und ein Schulbesuch meinerseits wäre fällig.
So eine dämliche Idee muss man als Lehrerin erstmal haben.

Schulen haben gefälligst unpolitisch zu sein. Mit 4klässlern, die keine Ahnung von irgendwas haben und total beeinflussbar sind, auf eine Demo zu gehen hat was von DDR oder schlimmeren. Die Lehrkraft kann das gerne in ihrer Freizeit machen, keinesfalls während der Schulzeit, schon gar nicht mit Schülern.

Davon abgesehen ist eine Demo wohl kaum der richtige Ort für Kinder in diesem Alter. Allein das Polizeiaufgebot wirkt mMn verstören, außerdem kann man ja nie wissen, ob wirklich alles so friedlich und geregelt verläuft, wie geplant.

Klimaschutz darf gerne Thema in der Schule sein, ob man zu einer Demo geht oder nicht sollte schon jeder selbst entscheiden dürfen. 4Klässler sind dazu keinesfalls in der Lage.

Du verwechselst hier war. Schulen müssen laut Beutelsbacher Konsens parteipolitisch neutral sein, jedoch keinesfalls unpolitisch. Sonst wäre nämlich u.a. der Politikunterricht in höheren Klassen gar nicht möglich...
FFF selbst ist parteipolitisch neutral, stellt also keinesfalls einen Verstoß gegen das Neutralitätsgebot dar.

Trotzallem finde ich, dass auch ein kleiner 4Klassler das Recht haben sollte sich seine Meinung frei und unabhängig zu bilden.
Und das ist hier definitiv nicht der Fall und deshalb absolut indiskutabel

Finde ich nicht gut!
Wenn die Kids ab der Oberschule sich dafür entscheiden sehe ich das anders, aber nicht bei Grundschülern.
Da wäre sie besser dran gewesen dieses Thema mit den Kindern zu bearbeiten und dann etwas aktiv zu unternehmen. Zum Beispiel auf nem Naheliegenden spielplatz Müll mit Greifzangen aufsammeln, Beispiele zu suchen wo man Müll einsparen kann, Wertstofftrennung zu bearbeiten....
Oder ne kleine Minidemo auf dem Pausenhof organisieren mit selbstgemachten Plakaten, Flyern usw.

War es die Klasse Deines Kindes?

Ich stelle mir so ein Unterfangen ohne Wissen der Eltern nämlich schon aus organisatorischen Gründen extrem schwierig vor (von den rechtlichen Gründen mal ganz abgesehen):
- Wenn die Schule nicht in unmittelbarer Nähe von Demoroute / Abschlusskundgebung liegt, muß die Klasse mit Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Welcher 4.Klässler hat zufällig das Fahrtgeld einstecken?
- Die FFF - Demos dauern i.d.R. länger als nur bis zum Schulschluss um 13.00 Uhr. Ich denke, es hätte einen Riesenaufstand gegeben, wären 25 Viertklässler nach Schulschluss vermisst worden wären.

In unserem Ort haben die Grundschüler übrigens lediglich die Eröffnungsveranstaltung zur Demo der Schüler der weiterführenden Schule (300m entfernt) besucht. Sie haben nicht mitdemonstriert und es waren 'nur' 200 Teilnehmer. Also sehr übersichtlich und auf bekanntem Terrain. Meinst Du sowas vielleicht?

Grüsse
BiDi

Etwas schwierige Frage… Prinzipiell finde ich die Idee gut dass Schüler sich nicht gegen die Schulpflicht stellen müssen um an den Demonstrationen teilzunehmen. Aber eine Klasse mit neun bis zehnjährigen ohne die Eltern zu informieren? Das würde ich dann doch wissen wollen, und gegebenenfalls ein paar Eltern organisieren die noch mitgehen. Deswegen habe ich „geht gar nicht“ angekreuzt.
Recht bedenklich finde ich aber dass ein Viertklässler noch keine Ahnung hat worum es bei der Demo geht, insofern ist zumindest der Grundgedanke der Lehrerin richtig.

Hallo,

unsere Tochter (7. Klasse) geht demnächst auch mit ihrer Klasse auf eine von den Demos.

Die Lehrerin hat aber klar gestellt, dass sie da nicht mit demonstrieren dürfen, weil die Schule sich neutral verhalten muss. Die beobachten also nur, was da so passiert und arbeiten das dann im Unterricht auf.

Da ist es so, dass das Thema die Schüler schon länger interessiert.
Deswegen und weil sie das Thema Klimaschutz auch wichtig findet, macht die Lehrerin das.

Uns Eltern wurde das vorher auf einem Elternabend mitgeteilt, und wir mussten etwas dazu unterschreiben.
Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn Eltern sich dagegen gestellt hätten. Die fanden das alle gut.

Bei einer 4. Klasse würde ich auf jeden Fall ebenfalls erwarten, dass das den Eltern vorher mitgeteilt wird.
Die Lehrerin sollte das Thema natürlich auch mit der Klasse vor- und nachbereiten.
Die Aufsicht macht z. B. ein einheitliches T-Shirt in einer auffälligen Farbe einfacher.

LG

Heike

Ich finde es geht gar nicht!!!!! Wozu die ganze Heimlichtuerei? Wieso die Lehrerin hat das vorher nicht mitgeteilt? Vielleicht weil die Kinder bei den Eltern nachfragen werden. Und die Antworten werden nicht unbedingt in Sinne der Lehrerin ausfallen. Viele Familien sehen 3f Bewegung aus vielfältigen Gründen sehr kritisch. Es ist viel bequemer, über Kopf der Eltern entscheiden, Kinder als Mitläufer missbrauchen und dann entschuldigen. Einfach nur widerlich ☹️

Ich finde es wichtig, dass die Eltern darüber informiert sind und auch die Kinder, damit sie wissen, wofür sie hier gerade eigentlich demonstrieren. Außerdem wäre es mir wichtig, dass mein Kind die Chance hat, Nein zu sagen.

Ohne die Eltern zu informieren ist für mich ein Unding, und ohne die Kinder ausreichend zu informieren ebenfalls.

Mein Sohn war dabei- ohne Vorankündigung- das ist nicht weit von der Schule entfernt gewesen. Da wir nicht informiert wurden können sie nicht einheitlich gekleidet worden sein. Busgeld musste nicht gezahlt werden, da es Fußläufig erreichbar ist.
Wir könnten in nichts einwilligen, da wir es vorher nicht wussten.

Unser Kind wusste nicht mal auf welche Demo er gegangen ist- erst als wir von Klimaschutz gesprochen haben, hat er es bestätigt. Aber scheinbar sind sie es nicht richtig durchgegangen- denn wenn man schon zu einer Demo geht sollte es vorher auch als Thema aufgegriffen werden, meiner Meinung nach.

Geht gar nicht!

Warum: Die Eltern wurden nicht gefragt.

Zudem: Ich bin der Meinung, daß die Lehrerin die Kinder somit für das Thema einspannt. Ich hätte mich als Viertklässler nicht getraut zu widersprechen und wäre damit gezwungen zu einer Demonstration zu gehen, deren "Ziele und Wege" ich ablehne. Umweltschutz etc. ist wichtig, jedoch lehne ich FFF und ihre "Protagonisten" ab, da sie für mich Heuchler sind, die Wein saufen, aber Wasser predigen.

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