Erstklässler die alleine zur Schule gehen...

Mein Sohn ist diesen Sommer in die erste Klasse gekommen. Am dritten Tag hat er beschlossen immer alleine zur Schule zu gehen und auch wieder nach Hause. Soweit so gut. Wir wohnen nur ca 200 Meter von der Schule entfernt, von daher eigentlich kein Problem. Ich mache mir über den Weg eigentlich keine Gedanken. Mir macht es eher zu schaffen, dass ich so gar keinen Kontakt zur Schule habe. Im Kindergarten konnte man ja mal nachfragen. Wie war sein Tag, war alles gut? Irgendwie fehlt mir ein regelmäßiger Austausch mit der Schule. Anderseits denke ich mir, dass das von der Schule gar nicht gewollt ist. Wenn da jeden Tag die Eltern von 25 Kindern stehen die Fragen wie der Tag war, wäre die Lehrerin bestimmt total genervt. Ich weiß es halt einfach nicht wie es in der Schule so läuft. Vielleicht denkt die Lehrerin ja auch, dass ich voll die Asimutter bin die desinteressiert ist und die ihr Kind total vernachlässigt. Oder die anderen Mütter. Vielleicht bringen sie alle ihr Kind und wundern sich, dass mein Kind immer alleine geht. Ach, ich weiß gar nicht was ich von euch hören will. Vielleicht können erfahrene Mütter einfach mal ihren Eindruck nennen. Ich kontrolliere natürlich jeden Tag die Tasche, sehe mir an was er in der Schule gemacht hat, bespreche Dinge, aber alles natürlich mit aus seiner Perspektive. Es scheint aber alles gut zu sein und er ist sehr zufrieden und glücklich mit der Situation. Aber ab und zu mal ein kurzes Gespräch mit der Lehrerin wäre schon irgendwie schön. Heute Abend habe ich meinen Sohn gefragt, ob ich ihn morgen früh mal bringen soll und er hat entschieden NEIN gesagt und das er es alleine gut schafft und mich nicht braucht. Wahrscheinlich muss ich auf den Elternspreachtag warten...

Unsere Lehrer würden denken: ENDLICH mal eine Mutter, die ihrem schulreifen Kind den Schulweg zutraut, es verkehrsgerecht erzogen hat, nicht nur kutschiert.

Eine die nicht mit ihrem blöden Auto im Halteverbot andere Grundschüler anfährt, weil ihr Spatz bis vor das Tor gebracht werden muss und es unzumutbar ist, dass er wenigstens von der nächsten sicheren Straßenecke ein paar Meter läuft.

ENDLICH eine Mutter die nicht - trotz ausdrücklichem Verbot in der Hausordnung - und Schildern wie "Ab hier schaffen wir es alleine" das Kind bis an den Platz begluckt, ihm noch die richtigen Sachen auf den Platz legt, ihm nochmal die Nase putzt und die Schuhe zubindet und sich parallel mit zwei Kindern anlegt, die gestern auf dem Pausenhof nicht mit ihrem Spatz spielen wollten.

ENDLICH eine Mutter, die nicht jeden Morgen den Unterricht entwertet, weil sie meint noch 5-10 Minuten "wichtiges" klären zu müssen, für das es nicht ausgereicht hätte, Mal einen Zettel zu schreiben oder Mitschüler zu fragen.

Und schlussendlich eine Mutter weniger, die sich auf dem nicht vorhandenen Parkplatz mit den Eltern prügelt, denen sie die Haltefläche weggenommen hat oder deren Kind sie am Vortag fast umgefahren hat.

Und falls Du glaubst, dass sei etwas übertrieben. Bei uns ist das ganz bittere Realität. Eltern haben - außer um am Nachmittag die Kinder vom Hort abzuholen oder zu Elterngesprächen zu gehen striktes Schule-betreten-Verbot. Weil es nämlich nicht die Kinder sind, die sich daneben benehmen ....sondern die ängstlichen Eltern ....die ihren Kindern nichts zutrauen.

Loslassen ist Übungssache. Lass ihn ein paar Wochen laufen, und Du wirst dich daran gewöhnt haben. Er sowieso.

Für die Lehrer ist viel wichtiger, dass Du die Sachen jeden Tag durchguckst und mit deinem Kind dass über, was ihm noch nicht so leicht fällt.

über=übst

Leider kann ich dir nicht mehr als einen Stern geben!
Genau so ist es!!!

LG Sabine

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Hi,
bei uns ist am Hoftor Schluss für die Eltern, also sowieso keine Chance Fragen zu stellen.
Ich finde es gut, dass du ihn alleine gehen lässt.
lg

Meine Tochter ist auch gerade eingeschult worden - auch hier gibt es keinerlei direkten Kontakt zu den Lehrern in der normalen Schulwoche.

Selbst die Eltern, deren Kinder nicht in die OGS gehen, bringen ihre Kinder zum Hoftor uns holen sie dort wieder ab.

Eltern, deren Kinder in die OGS gehen, sehen die Lehrer sowieso nicht.

Ja, es ist ungewohnt, nichts mehr darüber zu hören, wie es den Kindern geht, was über Tag passiert ist und so weiter. Ich habe Glück, dass meine Tochter von sich aus viel erzählt, aber das ist natürlich nicht das Gleiche.

Mit der Zeit gewöhnst du dich sicher daran.

Vg Isa

Unsere Maus ist auch dieses Jahr in die Schule gekommen. Bei uns muss man Anfang der Woche für jeden Tag angeben, ob die Kinder abgeholt werden oder alleine nach Hause gehen. Diese Woche wollte sie alleine gehen, letzte Woche lieber abgeholt werden. Da sie aber nachmittags noch in die Betreuung geht, gibt es auch keinen Kontakt zu den Lehrern.

Elternsprechtag ist bei uns in zwei Monaten, zusammen mit dem Kind. Wenn aber vorher etwas wichtiges ist, dann wird auch Kontakt aufgenommen. Ich weiß von mindestens zwei Familien, die schon Gespräche hatten. Von dem her würde ich einfach davon ausgehen, dass alles passt, sonst hätte man sicher schon den Kontakt zu Dir gesucht 🙂

Hallo

"Wenn da jeden Tag die Eltern von 25 Kindern stehen die Fragen wie der Tag war, wäre die Lehrerin bestimmt total genervt. Ich weiß es halt einfach nicht wie es in der Schule so läuft. Vielleicht denkt die Lehrerin ja auch, dass ich voll die Asimutter bin die desinteressiert ist und die ihr Kind total vernachlässigt."

Nein die Lehrerin denkt das sicher nicht, nur weil du ihn alleine gehen lässt. Du machst das schon richtig so, ihn allein gehen zu lassen ,wenn er das will. Der Kontakt ist sicherlich nicht mehr so da wie im Kindergarten, aber Kindergartenkinder sind sie ja jetzt nicht mehr, da gwöhnst du dich aber auch dran.

Habt Ihr denn Hausaufgabenheft oder Mitteilungsheft in dem es einen Eltern-Lehrerkontakt geben könnte? Hier würde bei uns die Lehrkraft mitteilen, wenn etwas im argen ist, man miteinander sprechen sollte, Hausaufgaben nicht gemacht werden usw. oder man wird angerufen.
Ansonsten könnstest du ja schon vorher um einen Gesprächstermin in ihrer Sprechstunde bitten, wenn es noch recht lang bis zum Elternsprechtag dauert. Bei uns kann sich der/die Lehrer/in sogar mehr Zeit für einen nehmen, als im Elternsprechtag selbst, wo nur ein paar Minuten pro Kind/Eltern Zeit sind. Vielleicht ist das bei euch auch so.

LG

Ich antworte mal aus Lehrersicht, vielleicht hilft dir das ja auch. Obwohl natürlich die Kollegen durchaus anders ticken können 😉
Ich finde es richtig gut, dass du deinem Kind so viel Selbstständigkeit zutraust bzw. er diese auch einfordert. So soll es doch sein. Wobei man bei manchen Kindern froh ist, wenn sie das bis zur 4. Klasse schaffen. In den ersten Wochen brauchen die meisten Kinder noch etwas mehr Begleitung und Unterstützung und das ist auch ok.

Wichtig ist, dass du dich bei aller Selbstständigkeit dennoch für seinen Schulalltag interessierst. Wie du es beschreibst klingt es gut. Frag ihn, wie sein Tag war. Schau dir täglich das Material an, vor allem das Hausaufgabenheft / die Postmappe falls es sowas gibt und lies die Elterninfos. So bleibst du ausreichend im Bilde. Zumindest bei uns an der Schule kann man nichts verpassen, wenn man das Schulhaus nicht betritt...

Vielleicht noch ein kleiner Einblick, da ich gerade nicht schlafen kann 😉:
Es ist für mich als Lehrer natürlich hin und wieder gut, auch Eltern in der Schule zu sehen, aber Tür-und-Angel-Gespräche sind selten produktiv:
- Morgens habe ich parallel Aufsicht und muss den Unterricht vorbereiten. Klar beantworte ich schnell mal eine Frage zwischendurch oder man klärt aktuelles aber über "Probleme" kann und will ich nicht reden, wenn ich gleichzeitig auch den Kindern ein schönes Ankommen bereite...
- Beim Abholen ist in der ersten Klasse häufig das Problem, dass mein eigener Unterricht noch nicht beendet ist. Während ich über den Gang hetze, um in die nächste Klasse zu kommen, ist wiederum keine Zeit für ein Gespräch.
- Treffe ich Eltern zur Hortzeit, während ich noch nachbereite, dann gebe ich gern Auskunft bei Fragen ABER im Zweifelsfall hab ich an dem Tag 80 Kinder unterrichtet. Es ist manchmal einfach nicht möglich zu sagen, ob Elias, Tom oder Kira an dem Tag alles bewältigt haben... Man hat schlicht nicht jeden Tag jedes Kind gleich gut im Blick.
- Pauschale Fragen: Wie macht sich XY in der Schule? sind auch schwierig zu beantworten, da man sich schnell verzettelt und vielleicht gerade die gute Leseleistung vom Vormittag im Kopf hat aber vergisst zu erwähnen, dass es in Mathe hakt...
- Oft ist man nicht allein und manche Dinge will man weder vor den Kindern, noch vor anderen Eltern auswerten...

Ich bitte "meine Eltern" daher immer, bei Problemen einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Dann kann ich mich vorbereiten und man hat Ruhe für das Gespräch. Das kann gern auch mal ein Telefongespräch sein oder auch per Email lässt sich manches klären. Zusätzlich gibt es Elternabende, Sprechtage und 1-2 mal im Jahr lade ich die Eltern zum Gespräch ein. Ich versuche so, allen gerecht zu werden... Das schließt dennoch nicht aus, dass man auch mal einen Konflikt / ein Problem spontan klärt, wenn es sich anbietet.

Vielleicht gibt es bei euch auch verschiedene Informationsmöglichkeiten? Oder ihr macht einen Tag aus, wo du ihn immer bringst oder abholst? So ab und zu mal in der Schule vorbeischauen, ist sicher auch nicht ganz nutzlos (falls ich bisher den Eindruck erweckt habe). Du kannst dir z.B. zeigen lassen, was so gemacht wurde - oft wird ja im Klassenraum einiges ausgestellt. Und schaust halt mal, ob Garderobe und Fach etc. aufgeräumt sind... Ansonsten kannst du ja die Lehrerin konkret ansprechen, ob sie Bedarf sieht, dass du dich mehr einbringst...

Ich finde es toll, dass er allein geht und es sich auch zutraut!
Du musst Dich daran gewöhnen, dass nun alles anders läuft.

Ich kann Deinen Text total nachvollziehen. Kannst Du ihn aber einmal die Woche abholen ? Dies wäre mir gerade am Anfang wichtig. Wenn Dich dann die Lehrerin ansprechen will, hat sie dazu eine Chance.
Sonst machst Du ed absolut vorbildlich!

Bei uns wird an der Einschulung gepredigt, das Kind nicht mehr zur Schule zu bringen. Wenn man aber dennoch den Drang hat, nur bis zur Schultür.
Seit zwei Jahren gibt es bei uns nicht Mal Elternsprechtage... Also schon, aber man wird nicht eingeladen, sondern meldet sich bei bedarf & bekommt dann einen Termin.

Es wird immer mehr so, dass du da raus bist. Meine Älteste ist jetzt in der 5. Das ist nochmal eine andere Welt.

Ich denke das kommt auf den Weg an.

Ich bringe meine zweit Klässlerin noch jeden Morgen und hole sie zu Fuss ab.

Sie läuft 2 km an einem Feld entlang, da bekommt kein Mensch mit,wenn sie verschwindet.
Insgesamt 2 unübersichtliche Kreuzungen,davon eine schlecht einsehbar wg.parkenden Autos,keine Ampel,Kein Zebrastreifen nichts.
Und dann noch ein Stück Weg ohne Fussweg ,wo die Kinder auf dem Radweg laufen müssen. Wenn dann wieder Fussweg ist,ist er so Schmall das nicht mal zwei Kinder nebeneinander laufen können. Da ist mal fix ein Kind ins Auto rein gezogen.

Bei 200 Meter Schulweg dürfte sie alleine laufen.

Vor dem Tor ist eh Schluss, man darf nicht mit rein.

selbst wenn ihr ihn bringen würdet, wie die ELtern, die weiter weg wohnen.... vor dem Glände ist eh schluß und abseits, dass man Tratsch mit manchen Eltern austauscht, was nicht immer förderlich ist, bekommt keiner was von der Schule mit.
Warum auch. Alles was Du wissen willst, musst Du Dir über Dein Kind erfragen.
Es gehört aber auch so.

abseits von echten Problemen, wo es dann einen LEhrertermin gibt oder die allgemeinen INfos am Elternabend und abseits tausender Mitteilungsbriefe wirst Du weiter keinen Kontakt zu den Lehern haben.

Hallo, ja, das ist erstmal eine Umgewöhnung :-). In 6 Monaten lächelst du darüber.
Geh davon aus, wenn sich keiner meldet, ist alles gut.
Und wie der Tag war, wird ein Schulkind dir schon erzählen können, oder?
Alleine gehen ist doch völlig normal.....das sind meine damals auch ab Tag 3 fast 2 km je Strecke. Warum auch nicht? Sie werden groß.
VG

Hallo,

du musst dich daran gewöhnen, dass er nicht mehr im Kindergarten ist. Zur Kommunikation mit Lehrern steht der Elternsprechtag zur Verfügung. Der findet hier an sämtlichen Schulen einmal jährlich statt. Gibt es große Probleme, melden sich die Lehrer auch früher. Hier ist es definitiv nicht erwünscht, dass Eltern das Schulhaus betreten und das steht auch so an einem Schild an der Tür. Lehrer sind von Eltern eher genervt, wenn diese einen Bericht über ihr Kind haben wollen und dafür vor Unterrichtsbeginn in der Klasse stehen. Diese Eltern werden auch sofort wieder raus geschickt und auf den Elternsprechtag verwiesen. Sollte man als Eltern Probleme feststellen, kann man einen Termin mit dem Lehrer ausmachen. Das aber nur, wenn wirklich Probleme da sind. Den Lehrer um einen Termin bitten um dann zu fragen, wie sich das Kind macht, geht nicht.

Daran musst du dich gewöhnen müssen. Ist erst mal blöd sich daran zu gewöhnen. Das Kind in die Schule bringen würde ich nicht. Lehrer sehen es lieber, wenn Kinder selbständig werden und allein laufen.

LG
Michaela

Moin!

Gut so, dass dein Kind allein geht!

Gespräche zum Unterrichtsbeginn oder -ende sind sowieso nicht möglich/ erwünscht, zumindest kenne ich das so. Morgens sollen die Kinder geordnet rein und der Unterricht pünktlich beginnen und es stört, wenn die Eltern dazwischen herumspringen.
Und mittags ist auch keine Zeit, erst recht nicht für alle 25 Kinder, wie du ja auch selbst schreibst.

Wenn du dich abgehängt fühlst, würde ich mal einen Telefontermin mit der Lehrerein verabreden und dann fragen, wie es so läuft.

LG, Nele

Hallo,

sind Deine Eltern damals täglich oder wöchentlich zu Deiner Lehrerin gelaufen und haben sich erkundigt, wie es läuft?
Hätte das etwas an Deinem Schulalltag geändert?

Sicherlich nicht. Das war damals nämlich überhaupt nicht üblich, und daher haben die Eltern gar nicht erst darüber nachgedacht.
Abgesehen von Elternsprechtagen und -abenden ging man da hin, wenn es Schwierigkeiten gab, oder dann meldeten sich die Lehrer.

Dein Sohn sagt Dir doch, dass es ihm gefällt und wirkt zufrieden. Der ist jetzt kein Kindergartenkind mehr, sondern ein Schulkind und möchte offenbar auch so behandelt werden. ;-)
Wie es leistungstechnisch läuft, erfährst Du dann am Elternsprechtag. Dann ist immer noch Zeit für das Kind, mehr Gas zu geben, falls nötig.

Ich war in der Grundschulzeit unserer Kinder nur ein paar mal morgens an der Tür zum Klassenzimmer, um dringende, nur unseren Sohn betreffende, organisatorische Dinge zu klären.
Bei unserer Tochter kann ich mich gar nicht erinnern, dass ich mal dort war. Aber mit unserem Sohn war das etwas komplizierter.

Dieses alberne Beglucken der Kinder ist erst seit 10, 15 Jahren Mode.
Und DAS führt zu Problemen. Erstens haben die Lehrer etwas anderes zu tun, als zwischen Tür und Angel mit 25 Eltern über ihre Kinder zu sprechen und zweitens hält man die Kinder so klein und unselbstständig.
Und dann wundern diese Eltern sich, wenn sich Klein-Fritzchen mit 19 nicht alleine zum Vorstellungsgespräch traut.
Aber woher soll der das Selbstvertrauen denn haben? Es wurde ihm ja systematisch aberzogen.

Dein Sohn fordert Selbstständigkeit ein, und Du gibst sie ihm.
Das ist doch super!
Lehrer finden es toll, wenn Eltern ihre Kinder anhalten, selbstständig zu werden, und das gerade weil das heute nicht mehr selbstverständlich ist.
Wir haben das ähnlich gemacht und da kam nie: "Warum müssen Ihre armen Kinder so viel alleine machen? Warum kümmern Sie sich denn nicht?"
Das Gymnasium, wo unser Sohn jetzt angefangen hat, hat sogar ausdrücklich betont, dass die Eltern aufhören sollen, den Kindern alles abzunehmen, auch wenn da anfangs mal was schief geht.

Von den Eltern erwarten die Lehrer in der Grundschule, dass sie sich um Dinge kümmern, mit denen das Kind in seinem Alter überfordert ist. Die sollen zu Elternabenden und Elternsprechtagen kommen, und gesprächsbereit sein, wenn die Lehrer etwas von ihnen wollen.

Dein Sohn wird sich mit 19 beim Vorstellungsgespräch nicht hinter Dir verstecken und die Zähne nicht auseinander bekommen, sondern selbstbewusst alleine hingehen und mit den Leuten sprechen. Und damit wird er Pluspunkte sammeln. :-)

LG

Heike

Richtig, das ist in der Schule gar nicht gewünscht.
Bei uns erinnert ein Schild am Eingang die Eltern: "Ab hier schaffen wir das alleine!"

Für Tür- und Angel-Gespräche haben die Lehrerinnen auch weder Zeit noch Nerv.
Es gibt in jedem Halbjahr Elterngespräche (15 Min. pro Kind), in denen der aktuelle Stand, fachlich und sozial, 1:1 zwischen Klassenlehrerin und Elternteil besprochen wird, und eben die Elternabende für die allgmeinen Themen.

Sofern sonst irgendwas im roten Bereich vorfällt, melden sich die Lehrer.

Viele Grüße

Hallo

an unserer Grundschule ist es absolut gewollt das die Kinder alleine gehen und möglichst alles alleine und selbständig erledigen. Eltern auf dem Schulgelände oder gar IM Schulgebäude sind die absolute Ausnahme. Es ist am Schultor sogar ein großes Schild angebracht mit Aufschrift "Hab hier schaffe ich es alleine 😉".

Der Austausch mit den Lehrern findet am Elternsprechabend oder an einem vereinbarten Termin statt. Kurze Rückmeldungen laufen über das Hausaufgabenheft der Kindern mit jeweiliger Gegenzeichnung, damit man sieht es wurde zur Kenntnis genommen. Bei größeren Problemen auch mal per Email oder Telefon.
Das tagtägliche Geschehen erzählt dir (hoffentlich) dein Kind. Die sind nämlich schon groß und können das selbst, sind ja auch jetzt Schulkinder. Da muss man nicht mehr über Dritte Rücksprache halten. 😉

LG

Hallo!

Meine Kinder sind 14 und 16. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man den Kindern vertrauen darf.

Mein großer Sohn brauchte etwas länger Begleitung bis zur Schule, der Kleine wollte gleich am 2. Tag allein los.
Ich habe nicht jeden Tag in den Ranzen geguckt und ich hatte nicht den Drang, jeden Tag mit Lehrern zu sprechen.

Vielleicht habe ich Glück mit meinen Kindern, die auch freiwillig jeden Zettel und jede Nachricht sofort weitergeleitet haben. Das taten sie von Anfang an. Ich habe mich auch nicht in Hausaufgaben eingemischt, es sei denn, sie haben mich um Hilfe gebeten. Ich dachte nämlich immer, dass Schule für Schüler gemacht ist. Ich bin davon ausgegangen, dass Schule von den Kindern das abverlangt, was sie alters- und entwicklungsmäßig auch leisten können. Wenn was nicht rund gelaufen wäre, hätte mir wohl jemand was gesagt. Es lief aber immer. Ich vertraute meinen Kindern und ich vertraute den Lehrern.

Ich höre schon den Aufschrei von einigen hier. Mein Ansatz ist aber immer der, dass ich meinen Mitmenschen zutraue, dass sie den Job, den sie gelernt haben, auch ausführen können. Mein Ansatz ist der, dass meine Kinder alles können, was sie sich zutrauen. Wenn es dann doch mal hakt, sehe ich weiter, aber es hakte so selten. Deshalb denke ich, dass diese Denkweise nicht so verkehrt ist.

Hier geht die Grundschule bis einschl. 6. Klasse. Auf dem letzten Elternabend vor der weiterführenden Schule kam von einigen Eltern der Wunsch, man möge mit den Kindern doch bitte das selbstständige U-Bahn-Fahren üben. Da würde ja ab nächstem Jahr verlangt, dass man sich z.B. für Ausflüge oder so an Station XYZ treffen würde.

Ich habe da geguckt wie ein Auto. Meine Kinder hatten irgendwann von selbst die Idee, dass sie auch allein mit der Bahn nach irgendwo fahren könnten. Erst mal mit Freunden. Ich weiß nicht, wann das war, aber beide waren in der 6. Klasse in der Lage allein mit Öffis von A nach B zu kommen.
Ich fragte mich, wie man ihnen das so lange vorenthalten kann. Meine Kinder hätten mit einen Vogel gezeigt, hätte ich ihnen das nicht erlaubt. Sie hören mir zu, wenn ich gute Argumente habe, aber was spricht dagegen, dass 12jährige allein Bahn fahren?

Ich glaube, man muss seine eigenen Ängste zum Schweigen bringen und sich nüchtern fragen: Was spricht dagegen?

LG

Alles hat seine Zeit: Schulweg allein bewältigen. Kindern vertrauen, dass sie Schule schaffen, ohne dass Mutti jeden Schritt kontroliert und jeden Lehrer kennt, U-Bahn fahren.

LG

Ich kann dir leider nicht weiterhelfen, aber ich bin froh über diese Frage, weil es mir genauso geht. Auch mein Sohn läuft seit Tag 4 alleine und ich schaue ihm mit einer Mischung aus stolz und Ratlosigkeit hinterher 😊. Er erzählt mittags ein bisschen, aber ich bin mir nicht sicher ob das alles so stimmt und für ihn ist natürlich das wichtigste, wer mit wem gespielt hat und so.
Ich weiß aber, dass die Lehrer ein paar Eltern schon wegen verschiedener Sachen kontaktiert haben und denke mir auch, dass wahrscheinlich gilt „no news are good news“ 🤷🏻‍♀️. Aber ja, es ist eine extreme Umstellung und die zwei Monate bis zum Sprechtag sind lang...

Herzlich willkommen in der Schulwelt! ;)
Bleib locker. Bald ist doch sicherlich der erste elternsprechtag, da erfährst du alles. ;)
Und wenn was auffälliges ist, was du geklärt haben möchtest, dann geb deinem Kind eine Notiz mit, mir der Bitte um Rückruf. Aber Dackel deinem Selbstständigen Kind nicht hinterher.
Ist halt kein Kindergarten mehr. Ich weiß aus Erfahrung, das der Anfang schwer ist, aber man gewöhnt sich dran. ;)
Meine gehen jetzt beide auf die weiterführende....was meinst du, was man da noch mitkriegt? Genau: noch weniger! 😂
Da ist die Grundschule noch ein Quell der Information! 😂

Liebe Grüße und ein schönes erstes Schuljahr! :)

Mach dir keinen Kopf! Meine Kinder sind alle 3 ab der 2. Woche alleine zur Schule gegangen. Die Lehrerin war froh, dass ich NICHT ständig auf der Matte stand und genervt habe wie die anderen Mütter.
Ich hatte letztens noch ein Gespräch mit einer "Bewachermutter", die sich darüber aufregte, dass Mutter XY ihre 9jährige Tochter nicht vom Kindergeburtstag abgeholt hat (waren auch nur etwa 500 m Fußweg). Da war sie bei mir genau richtig, da mir meine Söhne was erzählen würden, wenn ich sie irgendwo abholen würde ;-) Die gehen und fahren überall alleine hin, der Jüngste natürlich nur innerhalb des Dorfes, die Großen (14 und 16) auch außerhalb.

Ich kenne inzwischen einige Schulen mit dem Schild:
"Eltern müssen draußen bleiben"
Stopphand: Eltern bis hierhin und nicht weiter.

Bei vielen Schulen würdest du auch beim Bringen nur bis zum Zaun kommen ;-)

Austauschmöglichkeiten gibt es meistens gute

1. Elternabend
2. da gibt es Kontaktdaten, wie wann in welcher Form Eltern sich gerne melden können
/ was unterwünscht ist!

3. zum Halbjahr bieten einige Lehrer Gespräche an. Zeitraum x Tage, Eltern bekommen einen Zettel mit und können sich 3 Termine davon aussuchen. Erste Wahl, zweite Wahl, dritte Wahl / wann sie gar nicht können.
Damit stellen die Lehrer dann einen Plan auf, wer wann Termin hat. Zeit ist begrenzt, aber so, dass man etwas erfährt.

Bei Problemen oder größeren Dingen

- bekommt man einen Anruf
- Kind bringt Terminvorschläge mit
- Kind bringt einen Zettel mit "Bitte um Rückruf"
- beim Gespräch wird ein Termin vereinbart

und Hausaufgabenheft. Viele bieten ein extra Feld, wo Eltern Fragen/Besonderheiten reinschreiben können oder ebne auch Lehrer Mitteilungen.

Wenn es nicht öffentlich sein soll, kann es auch mal ein kurzer! Brief sein mit der Bitte um Anruf/Kontaktaufnahme. Z.B. wenn es um medizinische Neuerungen geht, ein Kind plötzlich eine Erkrankung entwickelt hat oder sonstiges.

mit Elternabend meine ich natürlich: man bekommt allgemeine wichtige Informationen zum Ablauf!

- Infos zu Sprechzeiten
- Infos zu Kontaktmöglichkeiten (erwünscht/nicht erwünscht)

- Fragen die, die Klasse betreffen
- Fragen, die den Ablauf betreffen

- Lehrerin mal gesehen haben
- ein paar allgemeine Infos zur Klasse
- was erwartet wird

Natürlich keine Detailgespräche zu einzelnen Kinder oder so.
Austausch im Sinne von "das Gefühl nicht aus der Welt zu sein" ;-) und gleichzeitig ein gutes Gefühl zu haben, dass es läuft. :-)

Das ist der Nervfaktor Nr. 1 im ersten Schuljahr - Eltern die mit ihren Kindern auf das klingeln warten, um "mal eben kurz mit der Lehrerin zu reden".

Du machst alles richtig, wenn etwas schief läuft meldet sich die Lehrerin, hast du ein Problem, dann hat die Lehrerin Sprechzeiten, die in der Schule nachgefragt werden können, für den Rest gibt es Elternsprechtage.

Ein tägliche, wenn auch nur kurze, Rückmeldung gibt es nur, wenn es abgesprochen ist und dann auch meist nur per Smilie, plus/minus oder ähnliches.

So, wie es bei euch ist, ist es gut. Und du bist eine gute Mutter.

Hallo,
ich fand das auch ziemlich gewöhnungsbedürftig. Unser Kindergarten war auch von der Sorte "ach, hallo, ihr kommt zum Abholen, dann lasst uns doch kurz quatschen". Und plötzlich: nix, kaum, dass man wusste, wie die Lehrerin aussieht. Hätte ich sie beim Einkaufen überhaupt erkannt?

Aber das kommt noch: bald ist der erste Elternabend. Dann Elternsprechtag.

Wenn du "ein bisschen näher dran" sein willst, kannst du dich zum Elternsprecher wählen lassen. Dann siehst du die Lehrer mal bei einer Schulkonferenz oder sprichst mit ihnen, um eine Klassenfete zu planen.
Bei uns und in manchen anderen Schule in unserer Gegend gibt es "Lese-Eltern", die einmal wöchentlich in die Schule gehen und mit einigen Kindern lesen üben. Welche Möglichkeiten des Engagements es gibt, wird die Lehrerin beim Elternabend vorstellen.

Bei all dem erfährst du zwar nichts über dein Kind - aber du bekommst einen Eindruck von der Schule, der Atmosphäre, den Lehrern...

LG!

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