Emotional überfordert

Hallo ihr Lieben,

die Überschrift klingt etwas dramatisch, bringt es wohl aber auf den Punkt 🤔😬

In ca. 3 Wochen ist bei uns die Einschulung und wenn ich nur dran denke, kommen mir unwillkürlich die Tränen.

Nicht falsch verstehen, bitte. Ich freue mich für meinen Sohn, er freut sich auch, ist definitiv schulreif (auch wenn er gerade erst kurz vorm Stichtag 6 wurde), er ist selbstständig, klug, geistig und motorisch fit und wird diese Herausforderung super meistern.

ABER: mein „Baby“ ist jetzt schon so groß 😱 Er hat doch gestern gerade erst angefangen, seinen Kopf zu heben und konnte vor 10 Stunden erst laufen und wurde vor 30 Minuten ein Kindergartenkind... und morgen kommt er in die Schule! Mir geht das zu schnell, ich komme damit momentan gefühlsmäßig nicht mit!

Ich bin keine Glucke oder Helikoptermutter. Aber er ist und bleibt unser einziges Kind und die Zeit rast nur so vorbei. Damit fühle ich mich im Moment echt überfordert.

Geht es vielleicht noch jemandem ähnlich?

Liebe Grüße

Mir ging es bei unseren beiden Großen sehr ähnlich...

Als unser Sohn eingeschult wurde, war es unser erstes Baby, welches zur Schule geht... Ich war auch extrem emotional, schon vor der Einschulung, so sehr ich mich auch gefreut habe, so traurig war ich, dass die Kitazeit vorbei war, dass er so schnell so groß geworden ist usw... Es hat nicht geholfen, dass unsere Tochter zu der Zeit noch dachte, dass wir ihn verraten und verkauft haben, weil sie das System Schule nicht so ganz verstanden hat...

Bei unserer Tochter habe ich gedacht, es würde besser werden, weil es ja das 2. Mal ist, wir das ja alles schon erlebt haben etc... Dann kamen aber durch Schwangerschaft noch Hormone ins Spiel und es wurde noch viel schlimmer als beim ersten Mal... Beim Kita Abschied war ich schon das heulende Elend, aber bei der Einschulung war ich ein wandelndes Wasserwerk... #augen

Nun haben wir den Großen durch die Grundschule durch und in knapp 3 Wochen wechselt er auf die weiterführende Schule... Wir haben mit seiner Klasse ein Abschlussfest gemacht und es blieb wirklich kein Auge trocken, am wenigstens das seiner Klassenlehrerin, aber auch unser Sohn saß bei einer Fotoslideshow der letzten 4 Jahre weinend in meinem Arm...
Er hat jetzt in der Grundschulzeit gute 30 cm an Größe zugelegt, spuckt mir bald auf den Kopf und hat mich in der Schuhgröße überholt, alles sehr merkwürdig... Und trotzdem kommt es mir noch immer so vor, als hätte ich diese winzige Bündel Baby, welches er war, gestern erst im Arm gehabt und hätte ihn in den Schlaf geschaukelt mit seinem Schlaflied... #schmoll

Du siehst also, es wird eigentlich nicht besser... Es ist immer ein lachendes und ein weinendes Auge mit dabei, so schön und aufregend die Zeit auch sein mag... Mal sehen, wie es weitergeht, aber bei mir wird es wohl immer so sein...

LG

Ging mir genauso. Wir haben auch nur ein Kind und die Einschulung ist halt eine Zäsur. Ich hatte die Wochen zuvor sogar psychosomatisch Magendarm... Gott sei Dank hat das Kind nix mitbekommen und sich auf die Schule gefreut und geht bis heute im Großen und Ganzen gerne.
Nach der Einschulung ging es mir schnell besser. Es ist halt auch supercool, wenn sie anfangen zu lesen etc..

Hallo,

unser Kleiner kommt nach den Sommerferien schon in die 5. Klasse, und die Große in die 7.
Ich habe das Gefühl, die ziehen demnächst aus. :-(

An die Babyzeit kann ich mich auch noch gut erinnern. Da war die Große so süß und anhänglich. Jetzt kann man froh sein, wenn man sie mal in den Arm nehmen darf, ohne angezickt zu werden. #schwitz

Als die Kinder klein waren, sagten viele, man solle die Zeit genießen, sie ginge so schnell vorbei. Da dachte ich noch, hoffentlich hört das bald mal auf mit der Babyzeit, wo man nie so genau weiß, warum das Kind jetzt schon wieder weint und wo man ständig Windeln wechseln muss und nachts kaum schläft, und dann die Kleinkindzeit, wo man ständig hinterher rennen muss, damit die Kinder sich nicht umbringen.
Aber jetzt wünsche ich mir, dass die Kinder wieder kleiner wären.

1. Klasse fand ich noch schön. Da haben die Kinder viel gekuschelt und wollten vorgelesen bekommen. :-)

LG

Heike

Mir ging es bisher tatsächlich nie wirklich so, dass ich dachte, hoffentlich ist diese oder jene Zeit bald vorbei.

Wir haben aber auch ein recht pflegeleichtes Kind. Als Baby hat er kaum geweint. Wenn er einmal schlief/schläft, dann auch gut. Er schläft zwar auch heute noch selten durch, kommt inzwischen aber einfach rüber zu uns. Selten musste ich nachts mehr als 3 Mal raus. Gut, die ersten 1,5 Jahre ca. war er ein extremer Frühaufsteher und die Nacht nicht selten vor 5 Uhr zu Ende, aber das störte mich nicht. Ich muss auch jetzt zum Arbeiten überwiegend um 4:45 Uhr aufstehen. Wenn das Schlafdefizit zu groß war, habe ich während der Elternzeit tatsächlich oft zusammen mit meinem Sohn Mittagsschlaf gemacht.

Auch als Kleinkind war er recht pflegeleicht. Trotzanfälle gab es, aber selten.

Natürlich haben/hatten wir Tage oder auch Wochen, wo alles viel war, aber in der Regel spielen da eher die äußeren Einflüsse eine übergeordnete Rolle - Stress mit Terminen oder auf Arbeit, Krankheitsphasen, von denen wir sehr viele hatten, familiärer Stress.

Insgesamt ist er ein super Kind und ich sage immer, dass wir mit ihm für das Martyrium Kinderwunsch, die Fehlschläge und fast 7 Jahre Hoffnung, Enttäuschung und Trauer belohnt wurden. Daher kann ich wirklich auch jede Lebensphase genießen und bin jetzt wirklich sehr wehmütig, dass aus unserem so hart erkämpften Baby quasi gefühlt über Nacht ein so großes Kind wurde.

Das geht mir genauso.
ich habe 2 Extremfrühchen und habe einfach nur jede Phase genossen, auch wenn sie mal stressiger war.
Zu jeder Zeit habe ich gesagt "ach, so könnten sie bleiben" und das sag ich nun schon seit 6 Jahren#verliebt

Ich glaub ich kann es toppen :-)

Ich arbeite als Integrationshelferin in einer Grundschule und hatte dieses Jahr den Rausschmiss der Kinder gesehen und habe mir meine Tochter in dem Moment vorgstellt, da sie auch schon sagt das sie weint wenn sie die Schule verlässt. Meine Tochter verlässt nächstes Jahr die Grundschule und zerbreche mir so den Kopf welche Schulform es werden soll, Ob Gym oder doch lieber Gesamtschule, weil man es nicht verkehrt machen möchte... ich mache mich da echt wusslig ;-)

Mach dir da noch nicht so den Kopf... Schulen bieten vor der Anmeldung normalerweise Tage der offenen Tür an, es gibt Infoabende für Eltern etc... Wir haben uns alle in Frage kommenden Schulen erstmal allein am Elternabend angeschaut und uns über das Konzept informiert und sind dann mit unserem Sohn zu den offenen Tagen gegangen, danach stand seine Entscheidung eigentlich schnell fest...

Klar will man nichts falsch machen, ich habe mir auch lange den Kopf zerbrochen, was wir machen sollen... Am Ende wurde es eine Schule, die wir gar nicht in Betracht gezogen haben, aber das Konzept stimmt einfach mit unseren Vorstellungen überein...

huhu

danke für deine gute Zuredung..

meine Tochter würde gerne auf ein bestimmtes Gym gehen wollen. (wenn die noten auf dem Zeignis so bleiben sieht der Klassenlehrer einem Gym) Wir haben uns gegen dieses Gym entschieden da es ein Elite Gym ist und die Ordentlich anziehen.

Wir haben vor noch ein Gym an zu sehen die täglich bis 15,30 Schule haben. Dort werden keine Hausaufgaben vergeben. Es sollen Lernaufgaben sein die sie dort in der Schule machen sollen, unter Betreuung und Quasi als Ansprechpartner wenn sie etwas nicht verstehen. Da müsste sie halt nur Vokabeln zu Hause lernen. Das wäre unsere wahl.

und eine Gesamtschule mit gutem Ruf wollen wir wohl anschauen. Die Gesamtschule achtet wohl bei der Anmeldung auf Schulische Noten,

Meine bedenken sind einfach. Schafft sie es nicht auf dem Gym und muss nach 2 Jahren runter bekommt man nicht die Schule die man haben möchte oder geht man direkt auf die Gesamtschule obwohl die da auch kämpfen müssen um in die E Kurse zu schaffen. Klar muss sie sich sehr auf dem Hosenboden setzen. Dort wird der Stoff nicht so vorbei geflogen kommen wie auf der Grundschule.

wie du sagst.. anschauen und dann pro und kontra

Danke

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Hallo,
Mir geht es genauso. Unsere Große ist im Juni 6 geworden und kommt im August zur Schule. Letzte Woche war der letzte Kindergartentag und ich musste so weinen als ich sie hingebracht und abgeholt habe. Es ist einfach so ein riesen Schritt und eine wahnsinnige Veränderung.
Ich habe noch einen Sohn, der wird zwei Tage vor der Einschulung der Großen ein Jahr alt. Dann hab ich kein Baby mehr. Die Zeit ist so schnell verflogen, und ich befürchte mit der Schulzeit wird sie noch schneller verfliegen.
Wir sollten einfach alle die Zeit genießen, sie geht so schnell vorbei!

LG Katrin

Hallo,

so sentimental war ich bei meiner Großen auch; vllt nicht ganz so.
Aber jeder „Betreuungswechsel“ war ein Meilenstein.

Nun kommt das Kind nach den Ferien in die EF, die Zeit ist gerast. Jetzt geht sie auf Partys und verhandelt um Zeiten! Vorbei die Zeit der ersten Kindergeburtstage von 15-18 Uhr, vorbei die Zeiten der Übernachtungspartys. Jetzt fängst die Zeit der nächtlichen Schlaflosigkeit an, wenn das Kind nur eine Minute später als vereinbart kommt.

Selbst unser Lütter kommt ins 4. Schuljahr, aber wer meine Beiträge kennt, weiß, dass ich drei Kreuze nach der GS mache. Ich freue mich schon mit ihm zwei Schulen anzugucken und warte mal seine Entscheidung ab.

VG

Bei uns ist der letzte Kindergartentag bereits ein paar Wochen her. Und in etwas mehr als einer Woche geht schon die Schule los.

Beim Abholen musste ich mir auch ein Tränchen verdrücken. Er war der erste aus seiner Gruppe, der sich verabschiedet hat. Als die Erzieherin meinte, dass mein Sohn jetzt geht und wer möchte sich noch kurz verabschieden kann. Es stürmte seine komplette Gruppe auf ihn zu zum Gruppenkuscheln. Es war so toll.

Ich trauere allerdings der Baby und Kleinkindzeit so gar nicht hinterher. Ich bin aber auch keine Babymama. Jetzt so mit knapp 6 und 8 haben meine Kids ein wirklich tolles Alter. Sie sind schon so selbstständig. Man kann soviel mit ihnen machen. Gleichzeitig sind sie aber noch nicht zu alt zum Kuscheln, zum Toben und zum Quatsch machen.

Aber bald werden sie es sein. Dann werde auch ich wehmütig auf die vergangenen Jahre schauen.

Eigentlich bin ich auch sehr emotional. Bei der Einschulung habe ich mich aber sehr gefreut. Ich habe gehört, in der Schulzeit rennt die Zeit noch schneller. Ich muss sagen, es stimmt. Erst vor kurzem war ich so aufgeregt bei der Einschulung. Die 3. und 4. Klässler kamen mir so groß vor und diese Zeit noch in ferner Zukunft. Jetzt kommt sie in die 3. Klasse.. wahnsinnig. Mein Mittlerer wird jetzt dann eingeschult und mein letztes Kind ist kein Baby mehr.
Mein Mittlerer hat mir aber versichert, das er später in unsere Einliegerwohnung ziehen wird. Die Große wird das Baugrundstück neben uns kaufen, damit sie bei uns bleiben kann. Also alles gut 😂. Ich müsste das alles noch schriftlich bestätigen lassen 🤣

Hihi, meine sind auch noch auf dem Stand, dass wir uns zusammen alle einen Bauernhof kaufen und dort bis an unser Lebensende bleiben. Ich darf dann immer auf die Tiere aufpassen, wenn die Töchter im Urlaub sind #rofl
Na, mal sehen, was am Ende rauskommt.

Hallo,

doch, gerade weil man keinen anderen Fokus hat. Man weiß immer und immer daran erinnert, dass es das erste und einzige Mal ist, dass man das so erlebt.
Und dann ist der Moment auch schon vorbei und kann es nicht ändern.
Sicher wird es jedem Elternteil mit mehreren Kindern bei jedem Kind auch so gehen, dass sind alles Meilensteine, die einem erst bewusst machen, wie schnell die Kinder groß werden.

Ich wünsche euch einen schönen Start und dir einen guten Vorrat an Taschentüchern, #klee#sonne, midnatsol

Vielen Dank an alle. Es ist schon sehr beruhigend zu wissen, dass ich nicht die einzige sentimentale Mama bin 😬

Gerade vorhin erzählte meine Tochter, dass morgen der Rauswurf der 4.Klässler ist und sie sich schon darauf freut, wenn es in einem Jahr bei ihr soweit sein wird. Ich musste schlucken, denn einerseits freue ich mich auch darauf, dass wir nur noch das eine Jahr an dieser Schule durchhalten müssen, andererseits steht damit wieder ein großer Schritt bevor. Ich erinnere mich noch an meinen Tränenstrom am ersten Kindergartentag, als mein kleines Mäuslein ganz stolz und stark alleine zu den Kindern ging und mich einfach "zurückgelassen" hat.
Das war schlimm für mich, aber die Erzieherin sagte damals etwas, was mich auch heute noch bei manchem neuen Schritt, den unsere Tochter alleine geht, tröstet: Eine starke Bindung, Urvertrauen und das Wissen um die bedingungslose Liebe verleiht unseren Kindern die notwendige Stärke, neue Situationen mit Respekt, aber ohne Angst anzugehen und zu bewältigen.
Der erste Schultag ist wie jedes "erste Mal" etwas Besonderes, da darf bei aller Freude bei Mama (und Papa) auch etwas Wehmut mitschwingen. Es wird auch bei dir nicht lange dauern, und die Freude über die vielen neuen Fähigkeiten, die die Schule so mit sich bringt, überwiegt.
LG und alles gute für den Schulstart

Nur weil es bisher keine geschrieben hat: nee, so bin ich gar nicht.

Ich genieße die Zeit mit meinen Kindern, jede Phase sehr bewusst. Aber ich freue mich auch jedes Mal über einen neuen Abschnitt! Ich schaue gerne nach vorne und lerne gerne Neues kennen. Und vor allem fasziniert es mich, an meinen Kindern zu sehen, wie sie in die Zukunft streben und sich darüber freuen, einen neuen Schritt zu gehen. Das ist für mich das schöne an Kindern, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu beobachten, wie sie immer selbständiger werden. Da gehört es einfach dazu, mit Dingen abzuschließen und neue Wege zu gehen. Ich liebe es!

Kenn ich, auch mich überkommt manchmal so ein trauriges Gefühl, wenn ich sehe, wie die Kindheit meiner Töchter nur so vorbeirast. Bei der Große ging es noch mit dem Abschied aus dem Kindergarten (sie war allerdings auch schn 7 zur Einschulung), bei der Einschulung der Kleinen musste ich heftig schlucken (wahrscheinlich, weil ich nach der Großen immer noch jeden Morgen den Gang in die geliebte Kita hatte, danach eben nicht mehr).
Jetzt kommt meine Große ins Gymnsium, und der letzte Schultag war die Hölle. Schon vorher bei der Rückkehr vom Schullandheim hat es sich angekündigt, dass es ein tränenreicher Abschied werden könnte, und es war so furchtbar traurig. Manche Kinder hat es regelrecht geschüttelt vor Weinen, und das eine Stunde durchgehend bei der Zeugnisausgabe und Verabschiedung. Wir Eltern standen heulend daneben, das war so ergreifend.
Und solche Zäsuren werden immer wieder kommen. Allerdings bin ich auch stolz und glücklich, meinen Kindern dabei zuzusehen, wie selbstständig und "reif" die werden. Das macht es wieder wett. Ich mochte die Zeit mit ihnen, als sie Babys waren, keine Frage. Aber wenn wir jetzt zusammen ausgehen können (kleinere Konzerte, nicht mehr Kinderstücke im Theater), die gleichen Bücher lesen, tolle Gespräche haben können, nicht mehr auf den Spielplatz müssen und ganz andere Themen haben, Mitternacht Arm in Arm zusammen einschlafen in der Sommerzeit (die sind immernoch so kuschlig, und wir genießen das) – das ist schon was wert. Das halte ich mir in solchen Momenten immer vor Augen.

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