Hilfe. Privatschule oder nicht ?

Ich bin echt langsam am Verzweifeln und es lässt mir einfach keine Ruhe. Meine Tochter kommt dieses Jahr in die Vorschule. Unsere zugewiesene Schule ist eine Katastrophe. Seit 2 Jahren stand sie auf der Warteliste, (jährlich werden nur 50 Kinder angenommen) von einer ganz tollen Privatschule und sie hat den Platz bekommen. Müsste täglich 12 Kilometer mehr fahren. Nun hat sie auch die 2. Wunschschule (staatlich) genommen, auch eine gute Schule und dort würde sie mit 2 Freundinnen hingehen. Es ist aber nicht sicher, daß die 3 Freundinnen in eine Klasse kommen. Schule wird jetzt renoviert und die Kinder lernen die nächsten Monate in Containern. Problem kann auch sein, daß sie nicht in die 1. Klasse dort übernommen wird, da nicht unsere zugewiesene Schule. Fazit : Privatschule gute Möglichkeit für eine gute Schullaufbahn. Sie kennt dort niemanden. Stattliche Schule, Angst vor überfüllten Klassen, Kinder, die zum Teil erst deutsch lernen müssen aber sie würde dort nicht alleine hingehen müssen und wir wohnen um die Ecke. Ich weiß die Entscheidung kann mir niemand abnehmen aber vielleicht Denkanstöße geben? Lieben Dank

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was genau missfällt dir an der eigentlich zuständigen staatlichen schule? und was stört dich an kinder, die noch nicht gut oder kein deutsch können? das lernen kinder schnell, dein kind entwickelt so auch ein erstes politisches bewusstsein, kann sich interkulturell bilden und erwirbt sozialkompetenz. container sind als klassenzimmer ganz okay, das passt schon. ich kann nicht wirklich verstehen, warum du die privatschule vorziehen solltest. für mich wäre das gar keine frage.

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Wohnen im Zentrum von Hamburg und das gerne, nur leider ist es so, dass die staatlichen Schulen überlastet sind und dem Zustrom an Schülern nicht gewachsen ist. Mir wäre es auch lieber die Regelschule um die Ecke zu nehmen und mein Geld woanders zu investieren aber ich will doch das möglichst beste für mein Kind und da bin ich skeptisch.

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Alleine ist kein Grund, bis jetzt sind alle meine KKinder ohne jemanden zu kennen in die Schule gegangen, haben immer schnell Freunde gefunden...und viele kigafreundschaften gehen in der gs auseinander.

Wenn ihr sie fahren könnt würde ich raten den Platz an der Privatschule anzunehmen.

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Es ist halt schwierig zu beurteilen, da keiner die Schulen kennt.

Privatschulen gibt es schon auch Unterschiede zwischen anerkannte und genehmigte.
Es gibt gute Privatschulen und auch schlechte überbewertete, je nach Träger und Leitung und es gibt gute staatliche, aber auch grottenschlechte. Es kommt immer auf die Leitung drauf an, wie er seine Schule führt.
Keine vorallem garantiert eine gute oder schlechte Laufbahn.
Ein guter Schüler besteht aus einem lernfreuduigen Schüler, wohlwollender Lehrer und hilfsbereite Eltern.
Und eine gute Schule benötigt eine gute Leitung, der seine Lehrer gut und motiviert führen kann und Probleme/Störfaktoren im Schulalltag auch ernst nimmt und beseitigt. Im Sinne der Schüler, Eltern und Lehrer.

Da musst du auch nach Weiterempfehlung und Ruf gehen, aber immer mit vorsichtig...Familien von schlechten Schüler bewerten immer schlechter, als wie Familien von guten Schüler.

Mit Migrationsschüler müßt ihr keine Angst haben, wenn ihr nicht gerade in Brennpunktvierteln wohnt und nicht weit in Überzahl sind. Vereinzelte Migrationsschüler können sogar die Klasse berreichern, wenn es auch Schüler und Lehrer zulassen.

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Beide Schulen haben einen guten Ruf, bis auf unsere Zugewiesene. Deswegen ist es ja so schwierig sich zu entscheiden. Die beste ist die christliche Privatschule aber leider wäre sie da am Anfang alleine. Wohnen zwar nicht im Brennpunkt aber in Hamburg Zentrum und der Migrantenanteil ist extrem hoch. Mich stört das nicht aber womöglich den Unterricht meiner Tochter.

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seid ihr denn überzeugte christen? falls ja, und ihr das auch wirklich lebt, würde ich zur christlichen schule raten. sonst nicht, das ist ein ganz eigenes milieu, eine insel der seligen, die mit der realität häufig wenig zu tun hat.

ich sag es mal so: wir haben das hier auch. die eltern zählen im gang in den klassenfotos an der wand den anteil nicht biodeutsch aussehender kinder und entscheiden dann, wo sie sich die fake-zweitwohnung zulegen, um ihr kind bloß nicht mit zuvielen angeblichen migrantenkindern in einer klasse zu wissen. angeblich, weil dort zu wenig zeit für das eigene kind bleibt, weil die migrantenkinder ja alle noch deutsch lernen müssen. ja, klar. darum geht es. sicher.

gleichzeitig habe ich beruflich viel erfahrung mit ex-pat-kindern in bilingualen klassen. da bleibt für die biodeutschen kinder fast keine zeit übrig, weil die expat-kinder alle deutsch lernen müssen, und das die lehrkraft sehr bindet. aber hey, das ist den biodeutschen eltern *total egal*, weil die migrantenkinder die gewünschte hautfarbe haben, aus der gewünschten schicht stammen (elterntaxis gefahren von nanny im kostenbereich jenseits meines jahresgehalts) und damit das eigene kind angeblich an die beste schule geht. ja, aber sicher doch.


... insofern - nimm die staatliche schule. spar dir die christliche extrawelt, außer ihr seid weltanschaulich da sehr gebunden. dein kind wird es dir danken, die demokratie und die bürgergesellschaft auch. das leben ist bunt, und das leben deines kindes sollte es auch sein.

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Hallo,
Ich kann deine Gedanken und Bedenken gut nachvollziehen. Wohne selbst in HH und Sohnemann kommt diese Jahr in die Vorschule.
Ich denke ich würde an deiner Stelle die private Schule wählen. Da werden sicher viele Kinder alleine (ohne Freundin etc.) neu starten und ich denke es bilden sich in dem Alter schnell neue Freundschaften.
Vor allem ist die Aufnahme in die Vorschule (staatl.Schule) keine Garantie dafür das sie dort auch eingeschult werden wird. Im schlechten Fall muss sie in einem Jahr wieder wechseln und steht dann ohne Freundinnen dort.
Wenn die Privatschule die Aufnahme in die 1. Klasse garantieren würde wäre diese meine 1.Wahl.

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Hi, wenn die private Schule die Aufnahme in die erste klasse garantiert, und sie nicht nochmal wechseln muss, wäre das meine erste Wahl!

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Hallo,

ich würde die Privatschule nehmen, weil die andere Schule nicht zusichern kann, dass Deine Tochter dort in die 1. Klasse aufgenommen wird.
Wenn Ihr Pech habt, steht dann wieder Eure zuständige schlechte staatliche Schule im Raum und der Platz in der Privatschule ist weg.

LG

Heike

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Hallo,

also das alleine würde ich nicht so stark bewerten. Es sei denn dein kind ist total schüchtern. Unsere Kinder kannten auch niemanden in der Grundschule - es hat keine woche gedauert, da hatten sie neue freunde gefunden.

LG lisboeta

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ich finde, in den vierten Klassen wird so viel Wirbel um Ruf, schlechte SChulen usw... gemacht. - und ist man dann dort, macht sich sein eigenes Bild, merkt man, dass es gar nicht so schlimm ist, wie alle im Umfeld so gehört haben und weiter erzählen.

Diese Erfahrung musste ich jetzt schon 3 mal machen. --- meine Güte, was ich für Horror-Stories gehört habe über diverse Schulen oder Klassenlehrer, die man kriegen könnte... --- nichts hat sich bewahrheitet.

das Sprachding und die Klassenzusammensetzung ist regional vermutlich ein Problem, okay. -- aber grundsätzlich ist gegen die Schule "um die Ecke" oft weniger auszusetzen, als man vorher von dritten und er Stimmung so hört.

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Nimm die Privatschule, wir haben 5 Jahre lang das öffentliche Schulsystem ertragen dürfen, davon kann ich dir, vor allem in Grossstädten dringend abraten. Auf der Privatschule ist es ruhiger und meist mit deutlich weniger Gewalt verbunden, das sind unsere Erfahrungen und auch die der Kinder die vorher auch auf einer öffentlichen Schule waren.

LG
Visilo

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Meine Kinder sind auch mit Freunde in die 1. Klasse gekommen. Beide hatten sich aber innerhalb kurzer Zeit anders orientiert.

Das sehe ich auch im Schulalltag. - Ich meine damit, dass es garnicht schlimm ist ohne eine Freundin irgendwo hinzugehen. Und man (in diesem Fall eher die Mütter) Kindergartenfreundschaften nicht zu hoch hängen soll.

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