Ist das heute normal?

Hallo,

Mein Sohn geht in die dritte Klasse und zur Zeit regt mich seine Klassenlehrerin, die ich bisher geschätzt habe, immer mehr auf.
Es gibt so einige Sachen, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann und die mich ärgern.

Z.B. :
Den Kindern wird zu den Arbeiten (mittlerweile bald jede Woche eine Deutscharbeit) gesagt was ran kommt und was gelernt werden soll. Soweit, so gut.... nur es kommen jedes mal andere Themen ran. Das was gelernt wird, ist immer meilenweit von der Arbeit entfernt. Es betrifft auch nicht nur eine Aufgabe sondern die komplette Arbeit.
Klar müssen die Kinder den alten Stoff können, aber dann kann sie sich auch sparen die Themen, die gelernt werden sollen, anzusprechen. Auch kommen rein gar keine aktuellen Themen dran.

Die Kinder haben noch nieeeee ein Diktat geschrieben, keine Übungsdiktate, keine zensierten wirklich noch keins.
Heute gab es eins... komplett ungeübt und ohne Ansage. Es wird auch zensiert. Bisher konnten die Kinder schreiben wie sie wollten...

Arbeitsblätter werden 5 Minuten vor Schluss ausgeteilt und sollen bearbeitet werden. Schaffen die Kinder natürlich nicht. Aber in der nächsten Stunde werden diese Blätter nicht weiterbearbeitet. Das machen wir nun immer zuhause, neben den Hausaufgaben. Sonst wären die Mappen voll mit halbfertigen Unterlagen. Viele machen es zuhause nicht, weil die Eltern nicht können oder bis abends arbeiten. Die Kinder bekommen auf ihre mappen dann eine 5...

Aufgaben, die in Stillarbeit gemacht werden, werden auch überhaupt nicht besprochen...

Ist das heute normal so? Ich kenne das von früher ganz anders....

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Woher weißt du so genau wie das abläuft und was besprochen wird? Hast du schon mit anderen Eltern aus der Klasse darüber gesprochen?

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Klar haben wir gesprochen. Die Kinder erzählen zu Hause überall das gleiche. Die Elternvertreter hatten auch schon das Gespräch mit der Lehrkraft gesucht, da war es allerdings noch nicht so extrem.
Aber es kam wohl nicht viel von ihr.

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Aha.. Das da schon ein Gespräch gelaufen ist ist ja eine ziemlich relevante Information. Ich würde mich wieder an die elternvertreter wenden. entweder sprechen diese noch mal konkret mit der Lehrerin oder ihr fragt nach einem speziellen Elternabend zu dem Thema. vorher sollten dann konkrete Beispiele gesammelt werden, damit die Lehrerin weiß wovon genau ihr sprecht. Die Beispiele würde ich ihr vorher auch zur Verfügung stellen.

um auf deine vorherige Frage zurück zu kommen: Solche Lehrer gab es früher und gibt es auch heute noch. Das hat nichts mit der Zeit zu tun, sondern eher mit der Persönlichkeit.

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hier wird in der GS nie eine Klassenarbeit angesagt - Ab und zu sagt die Lehrkraft, dass man sich das mal ansehen sollte - kann dann am nächsten Tag bereits eine Klassenarbeit kommen - Ziel: Kinder nicht unter Druck zu setzen - Öhm, ahm, okay - auf der anderen Seite sind die Noten halt "echt" -- Liebe Grüße

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Bei uns wurden weder in der 3. Klasse Schulaufgaben, noch details im Thema angesagt. Es wurden auch nicht wöchentlich Arbeiten geschrieben, da es eine Mindest-und Höchstanzahl für benotete Tests gibt. In der 4. Klasse waren es 16 Tests querbeet (Aufsätze, Grammatik, Leseproben , Rechtschreibungetc.) in der 3. Klasse deutlich weniger.
Dazu werden Schulaufgaben immer über das letzte behandelte Thema geschrieben (wenn nicht mal ein Thema übersprungen bzw. von einem Test verschont wurde) .
Dazu darf in der Grundschule max. 2 Transferaufgaben in der Schulaufgabe vorkommen.

Weiß nicht , was da bei euch gewaltig schief läuft. Entweder habt ihr eine Lehrerin voll neben der Spur oder unrealistische Schuldsuche an die Schule.

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Schuldsuche, wird es nicht sein. Da mein Sohn einer der wenigen ist, der trotzdem noch sehr gute bis gute Noten hat.

Aber es kann nicht sein, dass man jeden Tag zusätzlich zu den Hausaufgaben noch mindestens 3 Zettel bearbeiten muss. Dabei sind es auch meistens Sachen, die die Kinder noch nicht zusammen besprochen hatten, sprich als Elternteil muss man dann doch sehr viel erklären. Logisch, wenn alles neu ist.

Ebenso muss man die Aufgaben, die in der Schule gemacht worden sind nachsehen. Es wird null kontrolliert, besprochen oder verglichen. Hausaufgaben werden auch nicht mehr kontrolliert.
Ich frag mich, wie die Kinder so bewertet werden sollen. 80 Prozent Stillarbeit, keiner guckt mal... naja Arbeiten gibt es dafür genug.
Bin nur froh, dass wir in der Situation sind, dass wir das auffangen können. Es gibt aber alleine 4 Kinder, bei denen zu Hause keiner deutsch kann oder nur sehr schlecht.
Diese Kinder werden doch so kein Stück mehr aufgefangen.

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Dann euch über die Elternvertreter kundtun lassen oder notfalls mit der geschlossenen Klasse einen Klassenelternsprechabend einfordern.

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Bei uns (3. klasse, Bayern) werden weder große Klassenarbeiten, noch kleinere Tests oder Diktate angesagt.

Alles Unangekündigt.

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Wie findest du das? Finde ich spannend. Ich bin eine recht neue Lehrerin. Aber alle Kids die ich kenne wären aufgeschmissen 🙈 traurig, was ich so erlebe...

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Genau so war es in meiner Schulzeit auch, nichts wurde in der GS angekündigt, kein Wunder das so viele erstmal aufs Gymnasium gehen und dann Recht schnell merken das sie es doch nicht schaffen. Wenn die Kinder genau wissen was sie wann schreiben und was da abgefragt wird ist es ja klar das die Noten gut ausfallen. Wenn die Tests unangekündigt erfolgen sieht der Lehrer wer was kann und verstanden hat. Ich finde diese Noten sind mehr wert wie die gefakten Einser und Zweier die viele Grundschüler erhalten.

LG
Visilo

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Hi,

leider kann ich deine Aussagen nicht wirklich ernst bzw. als Fakt nehmen, da sie mir ganz arg subjektiv übertrieben scheinen.

Mittlerweile bald jede Woche eine Deutscharbeit.... Nie und Nimmer!! Noch nie ein Diktat... ich wage das zu bezweifeln.

Gespräche "fanden wohl" statt. Fanden sie jetzt statt oder nicht? Warst du dabei oder alles vom Hörensagen?

Ich würde sowas ganz anders angehen, nämlich in einem persönlichen Gespräch. Da würde ich genauu diese Punkte ansprechen und nachhaken und mir erklären lassen, wieso z. B. die Blätter 5 Minuten vorher ausgegeben werden und nicht nachgearbeitet usw. usf.

VG
Gael

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Gespräche fanden wohl statt, habe ich nicht geschrieben.
Diktate wurden nie geschrieben. Meine Nichten sind in der 7 und 9 Klasse. Sie haben auch noch nie eins geschrieben. Scheint in Bremen nicht so in Mode zu sein.

Können sie ja auch gerne tun. Aber so was kann man ja vorher mal üben. Das ganze Prinzip ist den Kindern ja unbekannt gewesen...
So, dann erträume ich mir wohl tagtäglich die Arbeitsblätter oder angefangenen Aufgaben im Buch... Die nie mehr angesehen und besprochen werden. Gut zu wissen.

Lasst gut sein. Da habe ich keine Lust zu, hier noch als Lügner hingestellt zu werden und vorallem keine Zeit.

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