Wie fühlt es sich an, nicht zu den Besten in der Schule zu gehören? Trotzdem schöne Schulzeit?

Hallo,

ich selbst hatte durchweg eine tolle Schulzeit. Allerdings hatte ich leistungsmäßig nie Probleme, sondern hatte, ohne mich anzustrengen, immer Erfolg. Ich hatte keinen Stress, keinen Druck, keinen Ärger, viel Zeit für Freunde...

Jetzt kommt meine Tochter in die Schule und ich schätze, dass sie sich nicht ganz so leicht tun wird.

Mein größter Wunsch (in Bezug auf Schule) für sie ist, dass sie gerne hingeht und auch gerne lernt.

Aber geht das, wenn man merkt, dass man nicht die Leistung bringt, die der Lehrer erwartet, wenn unter einem Diktat "10 Fehler", unter dem Mathetest "bitte besser üben" steht?
Von zuhause wird der Druck nicht kommen, aber Lehrer, Mitschüler, das Gesamtumfeld und die eigene Persönlichkeit sind ja auch noch da.

Wie erging es euch in der Schule? Wie geht es euren Kindern, falls sie nicht zu den Top 10 gehören?

lg

Wie kommst du darauf, dass deine Tochter in der Schule keine guten Leistungen erbringt? Als mein Großer eingeschult wurde, hatten wir auch unsere Bedenken. Er war ein Frühchen, hatte motorische und sprachliche Defizite und war zudem sehr verträumt. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass er der Schule gewachsen sein würde. MIttlerweile besucht er die 5. Klasse auf dem Gymnasium und wird ein gutes Halbjahreszeugnis bekommen. Er hat zwei Dreien und den Rest Zweien.

Ich selbst hatte in der Grundschule Probleme mit der Rechtschreibung und dem Lesen. Hatte in der 3. Klasse sogar eine Fünf in Rechtschreibung auf dem Zeugnis. Aber ich war ganz gut in Mathe, Sachkunde und Kunst. Deshalb hatte ich trotzdem Spaß in der Schule. Deine Tochter wird sicher nicht in allen Fächern schlecht sein.

Hauptsache ist doch, dass Ihr Eltern keinen Stress macht. Außerdem weißt Du ja noch gar nicht, wie sich deine Tochter in der Schule machen wird. Deswegen würde ich mir deswegen noch keine Gedanken darüber machen.

Man kann denken. was man will, aber das größte Übel, bei Leistungsdruck, ist weder Lehrer noch Mitschüler, sondern meist die Eltern.
Deine Tochter ist noch nicht mal in der Schule und du zerbrichst dir ein halbes Jahr zuvor schon den Kopf, wo du nicht mal weißt, ob sowas eintritt.
Gebe dir einen Rat: Bleib locker, ohne Druck, so hilfst du ihr am Besten.....Kinder brauchen einen Unterstützer, aber keinen Richtungslenker seiner Sichterfolge.

Man kann auch gut in der Schule sein und trotzdem eine unschöne Schulzeit haben. Noten sind nicht alles! Und ein halbes Jahr vor Schulbeginn würde ich mir darüber noch keine Gedanken machen. Meine Tochter geht in die 1. Klasse und kommt gut mit trotzdem kann ich nicht sagen das sie ihre komplette Schulzeit zu den leistungsstarken Schülern gehören wird oder ob sie mal aufs Gymnasium kommt.

Der Druck kommt meist von zu Hause, nicht von den Lehrern.
Ich hatte Glück, keinen Druck zu gekommen und so ging ich immer gerne in die Schule. Sie war für mich der Ort, an dem ich ohne extra was ausmachen zu müssen, täglich meine Freunde treffen konnte. Mit Druck von zuhause hätte ich weniger Spaß gehabt.
LG
Delfinchen

Kinder machen einander da eigentlich keinen Druck. Das Gegenteil ist doch häufiger. Auch Lehrer machen doch keinen Druck. Die wissen doch, dass zu jeder Klasse diejenigen gehören, denen es leicht fällt und diejenigen, denen Sachen schwerer fallen. Wenn du jetzt als gut die Top Ten wertest, kann es dich gut sein, dass sie dazu gehört, das ist ja die Hälfte bis ein Drittel. Ich arbeite am Gymnasium, weiß nicht wie groß Grundschulklassen sind. Also abwarten!

Es tut mir wirklich leid, ich verstehe die Frage nicht. Ich mache mir dann Gedanken über Sachen, wenn sie eintreten und dann wird nach einer Lösung gesucht. Ich vertraue zunächst meinem Kind. Im Vorfeld schon schwarz sehen oder etwas herbeireden, dass kann ich nicht nachvollziehen. Sorry.

Zumindest ergibt sich aus Deiner Fragestellung eine sehr hinterhältige Art Druck aufzubauen. Nicht dieses olle 'Wenn Du schlechte Noten hast, wirst Du es später zu nix bringen' sondern 'Wenn Du schlechte Noten hast, wirst Du sehr unglücklich sein'.
Da braucht es als Kind schon einen starken Charakter, um nicht mit 'nem Vierer in Mathe tatsächlich unglücklich zu sein.

Sind Deine Erinnerung an die Schule tatsächlich von der gelungenen Französischklausur geprägt, von deinen klugen Beiträgen im Matheunterricht? Also bei mir hat sich der ganze Quatsch, den wir machten eingeprägt und natürlich die Fiesheiten, denen man ausgesetzt war. Der ganze Quatsch führte dazu, das ich gerne zur Schule ging, die Fiesheiten dazu, das ich Schule hasste. Meine teilweise unterirdischen Leistungen spielen da eine sehr untergeordnete Rolle.

Auch meine Söhne erzählen eigentlich nie etwas von erbaulichen Geografiestunden, in denen sie viel gelernt haben, sondern davon, wer mit wem auf dem Schulhof knutschte oder das es X tatsächlich geschafft hat, mit einer selbstgebauten Zwille und Papiergeschossen die Deckenlampe abzuschiessen.

Grüsse
BiDi

Eine selten dämliche Überlegung.

Hallo,

machst du Spaß an der Schule wirklich an Erfolg aus? Und warum machst du dir jetzt schon Gedanken über den Leistungsstand deiner Tochter. Du baust ja schon Druck auf obwohl sie noch gar nicht in der Schule ist. Meine Kinder gehen sehr gern in die Schule. Fragt man sie nach dem Warum, kommt die Antwort: Wegen meiner Freunde. Ich kenne kein Kind, welches wegen dem Lehrstoff und dem Erfolg gern in die Schule geht. Vermittelt man seinem Kind, dass man nur glücklich sein kann, wenn man zu den Top 10 gehört, wird es natürlich nicht glücklich werden. Obwohl, Platz 10 wäre ja im Prinzip auch nur Durchschnitt oder schlechter. Je nachdem wie viele Kinder in der Klasse sind. Ich habe meine Kinder noch nie nach Noten und Erfolg beurteilt. Meiner Meinung nach sagen Noten nicht viel aus. Ein Schüler, der durch reines auswendig lernen eine 1 bekommt muss nicht zwingend erfolgreicher sein als ein Schüler, der eine 3 bekommen hat, dafür aber verstanden hat was er schreibt. Du solltest viel lockerer werden. Lass die Schulzeit erst mal auf dich zukommen.

LG
Michaela

Hi,

ich war in der GS Klassenbeste und bekam daher die Empfehlung fürs Gym.
Dort bin ich dann sehr unsanft gelandet, habe nur 3en, 4en und 5en geschrieben, dazu kam, dass ich niemanden dort kannte.
Ich habe mich mit den anderen "Losern" zusammen getan und wir waren dann die Störer aus der letzten Reihe. Wohl habe ich mich in dieser Position nicht gefühlt, da die "vernünftigen" Mädchen nichts mit mir zu tun haben wollten. Das zog sich bis zum Abi durch, ich hatte zwar dann ab der 7. Klasse eine richtig beste Freundin, aber wir waren die Underdogs der Schule. Ich habe dann das schlechteste Abi der Stufe gemacht, aber trotzdem kann ich mich über ein abgeschlossenes Studium mit Diplom freuen ;-)
Es war jetzt keine Traumschulzeit, aber auch nicht die Hölle.
Aber ich stand quasi im Dauerkonflikt mit meinen Eltern, die mir die Hölle heiß gemacht haben, wenn ich schlechte Noten hatte. Die 5 in meinem Toni fühlte sich an wie ein Felsbrocken, wenn ich nach Hause gelaufen bin...

Du als Mama solltest es lassen, Dir über ungelegte Eier Gedanken zu machen. -und zwar nicht nur jetzt, - sondern auch später, wenn Dein Kind wirklich mal in der Schule ist... Du sendest negative Schwingungen damit an Dein Kind und wirst es somit unbewusst negativ beeinflussen....

Hallo,

ich versuche mal in eine andere Richtung zu antworten als die bisherigen Beiträge.

Du wirst die Erfahrung machen, dass Schule heutzutage anders läuft als früher. Früher ist man einfach hingegangen, hat seine Freunde getroffen und hat von den Lehrern den Stoff vermittelt bekommen. Doch dieses System funktioniert nur noch sehr eingeschränkt. Man darf nicht erwarten, dass die Schule die Grundfähigkeiten in der Grundschule vermittelt. Hätte ich mich darauf verlassen, dann wäre unsere Tochter nicht so weit. Du kannst dann selbst entscheiden (wenn dies bei euch der Fall sein sollte), ob du als Eltern dann eingreifst oder nicht.

Der Druck kommt von den Eltern. Ja, dass würde ich auch so sagen, aber nur, weil die Schule viele Dinge auf die Eltern abwälzt. Die Schüler sind häufig überfordert in der Grundschule mit Dingen für die die geistige Reife fehlt. Auf der anderen Seite werden grundlegende Dinge nicht mehr richtig vermittelt. Wie zum Beispiel das 1 x 1. Wenn ich mich auf die Schule verlassen hätte, dann würde meine Tochter immer noch mit Kernaufgaben rechnen. In der weiterführenden Schule wird dann aber erwartet, dass man das 1 x 1 kann. Hier hat das sture Auswendiglernen einfach geholfen, auch wenn es nie ein Lehrer gefordert hat. Die Lehrmethoden sind da von Schule zu Schule und auch manchmal von Lehrer zu Lehrer anders. Rechtschreibung nach der "Schreib wie zu es hörst" ist noch mal ein ganz anderes Thema.

Als Rat kann ich dir geben: Schau dir die ersten Schulwochen an und greife ein, wenn du für richtig hälst. Glaub den Quatsch von den Lehrern nicht, sondern beobachte wachsam. Keiner kennt dein Kind so wie du.

In der Grundschule geht es nicht um Leistung, sondern eher darum, dass dein Kind die wesentlichen Grundlagen lernt. Glücklich sein wird deine Tochter, wenn sie merkt, dass sie einigermaßen mitkommt - also normales Mittelfeld. Vielleicht hat sie einen Ehrgeiz zu den Besten gehörten zu wollen. Das kommt dann mit der Zeit und ist für die Grundschule noch nicht wichtig (außer für den Übertritt in manchen Bundesländern). Außerdem ist es noch wichtig, dass sie einen Bezug zu den Klassenkameraden hat. Das müssen nicht unbedingt Freundschaften sein, sondern dass sie einfach gut mit Ihnen arbeiten kann und es eine gute Lernatmosphäre gibt. Hier kannst du als Eltern wenig beeinflussen. Auch ob sie ein gutes Verhältnis und Draht zum Lehrer hat, ist wichtig. Das kann man auch nicht beeinflussen. Unsere Tochter mochte die Grundschullehrerin überhaupt nicht.

Und klar als Eltern möchte man immer, dass das Kind glücklich ist. Trotzdem wird dein Kind lernen müssen, dass es auch schwierige Situationen im Leben gibt. Hier dann als Tröster zu Seite stehen. Das finde ich viel wichtiger.

Die Lehrer selbst machen eigentlichen keinen Druck. Sie haben das Kind ja nur einen begrenzten Zeitraum.

Lass die Sache auf dich zukommen, gib deinen Kind Unterstützung und sieh genau hin.

LG

Hallo,

ich war zwar an der Grundschule ziemlich gut, aber auf dem Gymnasium eher im Mittelfeld.
Mathe war bei mir zwischendurch echt hart, und es muss eine Physik-Schwäche geben. Die habe ich nämlich. #schwitz

Wer bei mir hauptsächlich Druck gemacht hat, war ich selbst, weil ich eine 4 nicht als akzeptable Note angesehen habe.
Trotzdem war ich nicht unglücklich in der Schule. Da hatten die meisten so ihre Probleme in bestimmten Fächern. Das war alles andere als ungewöhnlich.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass irgendein Mitschüler von anderen Schülern mal wegen schlechter Noten runter gemacht wurde. Das kam selten bei Lehrern vor und hauptsächlich von den Eltern.

An den Grundschulen heute scheint es vor allem blöde Bemerkungen zu geben, wenn man keine Empfehlung für's Gymnasium bekommt.

Aber unsere Kinder wurden/werden in der Grundschule auch wegen guter Leistungen angegangen.
Die Große (11) hatte da nur Einsen, und der Kleine (9) hat eine Klasse übersprungen. Gerade unser Sohn darf sich von Mitschülern so einiges anhören.

LG

Heike

Ich habe auch die Erfahrung, dass es eher die überdurchschnittlichen Leistungen sind, die Angriffsfläche bieten. Auch von Seiten der Lehrkräfte.

Hallo


Ich würde behaupten das liegt mit an der Erziehung. Wie wichtig ist euch gute Leistung was habt ihr dem Kind vermittelt?

Unsere tochter kommt auch im Sommer in die Schule. Sie überstürzt manches und ist schnell gefrustet wenn es nicht auf Anhieb klappt.

Während im Alter von 3j noch sämtliche Dinge durch die Gegend flogen hat sie inzwischen kapiert das man für einiges eben üben muss.
Rad fahren. Ging verhältnismäßig schnell. Seepferdchen hat etwas gedauert. Schreiben. Wird zunehmend besser und das sieht sie auch selbst.
Übung macht den Meister.

Sie hat verstanden das ihr nicht alles zufliegt und man sich bemühen muss. Sie lernt Grad Prioritäten zu setzen in punkto einem Leistungsdruck. Sie turnt im Verein. Hat sonst 1x in der Woche Opa und 1x Oma besucht. Nun hat sie entschieden das sie im turnen mehr erreichen will und statt die besuchstage bei den Großeltern lieber zusätzlich trainieren möchte.
Es geht nur eins von beiden.

Ich hoffe es wird mit der Schule ähnlich laufen. Freunde oder lernen. Im ersten Moment für Kinder nicht lange zu überlegen. Aber ich hoffe das sie einsieht das für manches etwas mehr getan werden muss und da Freunde dann hinter der Schule anstehen.
Solange sie sich jedoch im 3er Bereich aufhält werd ich da nicht viel zu sagen.
Geht sie überwiegend auf 4 oder weiter runter werd ich da schon "druck" machen und mich einmischen und ihr auch vermitteln das bei ihr offenbar lernen notwendig ist.

Wir werden es sehen. Zunächst mal beginnt in der Schule Ja alles relativ langsam. Aber selbst wenn sie durchweg im Mittelfeld bleibt denke ich kann sie eine tolle Schulzeit haben.

Ich selbst war Jahrelang Mittelfeld. Überwiegend 3en, 1 in Sport. Physik Mathe Kunst ne 2, englisch von klasse 5 an bis Ende der Schulzeit konstant ne 4.
Französisch war ich erst auf 3 bin dann aber in der 12. Klasse auf ne 4 abgerutscht.

Allerdings brauch ich das nie wieder und es war mir egal.


Nach einem Umzug war ich in der 8. Und 9. Klasse die einzige deutsche in der Klasse. Entsprechend war der Stoff langsam und ich schrieb ohne jeglichen Aufwand gute Noten. Das war die schlimmste Zeit meiner ganzen schullaufbahn. Immer dieses Mobbing und hänselein. Die Erpressungen etc.
Ich war als Mittelfeld Schülerin deutlich glücklicher.

Aber ich hätte bessere Noten haben können wenn meine Mutter da mehr hinter gewesen wäre. Aber es war ihr egal. Ne 6 in englisch? Ihr liegen Sprachen nicht. Ne 5 in Mathe? Ja aber sie kann den Stoff ja. Ja ich konnte Tatsache den mathestoff, er war sogar irre langweilig. Aber in arbeiten hat dennoch nichts geklappt.


Ich wollte nie studieren.
Ich wollte nicht mal Abi machen. Das ich letztlich mein fachabi gemacht hab hätte ich mir Jahre davor nie träumen lassen denn ich bin eher der praktische Typ.

Meine Tochter möchte studieren. Architektur. Ich denke der berufswunsch wird sich noch ändern. Vll kommt sie aber auch nach mir. Ich wusste mit 5 genau was ich werden wollte. Es hat sich hat nie mehr geändert. Fakt ist aber sie braucht wenn sie studieren will Abi entsprechend braucht sie gute Noten um auf ein Gymnasium zu können. Mein Ziel war eine Ausbildung. Und darauf hab ich hingearbeitet. Französisch hab ich Tatsache nie wieder gebraucht und auch das ich nie Abi gemacht habe hab ich nie bereut. Ich hätte ein Ziel vor Augen. Und vollabi war nie nötig dafür.

Meinetwegen muss sie das nicht. Aber ich werde sie unterstützen. Denn dann reicht Mittelfeld oft einfach nicht aus.

Aber da machen wir uns dann Gedanken drum wenn es soweit ist.

Also ja ich hatte als Mittelfeld Schülerin viel Spaß an der Schule. Klar war es manchmal nervig. So eine Phase hat beinahe jeder. Und auch nicht jedem liegt jedes Fach. Dennoch hab ich die Schulzeit als schön in Erinnerung.


LG

Oh doch, Du bist schon auf dem besten Wege, Druck aufzubauen und dabei ist das arme Kind noch nicht mal in der Schule. Mein Gott, nun lass sie doch erstmal SPASS an der Schule bekommen, an dem Neuen, an Freundinnen usw. alles andere kommt dann schon. Du baust schon Druck auf mit Deiner Befürchtung, sie wird sich nicht leicht tun, woher willst Du das wissen?
Ich war nie die Beste in der Realschule, schon weil ich Mathe, Physik, Chemie hasste - trotzdem habe ich einen guten Abschluss und ein nicht schlecht bezahltes, interessantes Berufsleben hinter mir. Und ja, unsere Jahrgang/die Abschlussklasse trifft sich heute noch und wir haben Spaß an unseren Erinnerungen.
Die Erwartungshaltung meiner Mutter führte nur dazu, dass ich recht schnell ihre Unterschrift perfekt beherrschte......
LG Moni

Hallo
Ich kann mit deiner Überlegung nicht viel anfangen. Auch der Gedankengang sehr gute Leistung = schöne Schulzeit finde ich weit hergeholt. Da gehört doch etwas mehr dazu.

LG

Hallo!

Schon alleine Deine innere Einstellung zum Thema wird Deiner Torchter massive Probleme machen, wenn sie eben nicht so gestrickt ist wie Du!

Es kann sein, dass ihr Mathe nicht liegen wird und sie um halbwegs mitzukommen sich richtig knechten muss. Und es kann sein, dass es ihr egal ist ob sie gut oder schlecht in Mateh ist, schliesslich interessiert sie Mathe nicht - dann wird sie ziemlich glücklich in der Schule sein, sofern der Lehrer sie für ihr mangelndes Mathe-Talent nicht als schlechten Menschen sieht und ihre Mutter es ihr nicht unter die Nase reibt, dass sie unter diesen Umständen nur ein halber Mensch ist.


Einer meiner Söhne ist da sehr persönlichkeitsgefestigt.
Er hatte und hat und wird nie Bock auf Latein haben. Er kann SEHR gut damit leben kein Latinum zu haben. In den ganzen 5 Jahren Latein in der Schule ist er je nach Einstellung des Latein-Lehrers ungern bis sehr gern hingegengen.
Sobald die Latein-Lehrein der Meinung war, dass Menschen ohne Latinum keine vollwertigen Menschen sind und das die Kinder spüren liess, ging er ungern hin. Zum Lernen hat ihn das auch nicht motiviert, eher zum systematischen Ungehorsam.
Bei einem anderen Lehrer, der Lateinwissen nicht als Bestandteil des menschlichen Charakters sah, war es für meinen Sohn ein Genuss hinzugehen und "Dinge" zu hören. Aneigenen wollte er sie sich dann doch nicht.

Mein anderer Sohn ist in diversen Themen ziemlich talentiert, so dass er von diversen Fachleheren geffragt wurde ob er bei den einscghlägigen Wettbewerben nciht mitmachen würde. Er erwidert dann IMMMER (seit Kita-Zeiten): Man muss nicht aus allem einen Wettbewerb machen und MEIN Interesse an dem Fach wird durch ein Wettbewerb nicht gesteigert.

Ich werde explizit die Meinung der Eltern in beiden Fällen nicht aufschreiben, aber unterm Strich bin ich zufrieden, dass die Kinder IHREN Weg zum Glücklichsein selber finden können.

LG, I.

" Man muss nicht aus allem einen Wettbewerb machen und MEIN Interesse an dem Fach wird durch ein Wettbewerb nicht gesteigert."

" IMMMER (seit Kita-Zeiten)"

#rofl

Ich stelle mir gerade einen 4- oder 5-Jährigen vor, der diese Antwort gibt.....#gruebel

Die Note sagt nichts über den Druck aus.

Ich hatte 1en in Mathe und war unglücklich.
Weil ich es ja konnte, wurde es erwartet. Es flog mir nur so zu, also fand ich es ungerecht, dafür gelobt zu werden (bei kleinen Fehlern gerügt)

Bei einer 1- hatte ich einen Flüchtigkeitsfehler. Ich fühlte mich bestraft, als ich gerügt wurde, dass der ja nun nicht hätte sein müssen. Ich sei ja sonst so gut #schock


Wenn ich mich von einer 6 auf eine 4 verbessert hatte in meinem schlimmsten Fach, habe ich mich glücklich gefühlt. Das Glücksgefühl etwas erreicht zu haben. #huepf

Dazwischen war alles möglich.

Auf der Grundschule hatte ich sehr gute Noten.
Das brachte mir viel Ärger ein. Von denen mit schlechteren Noten ging es noch. Die mit guten Noten konnten mich so gar nicht leiden, weil sie viel dafür tun mussten und ich nicht.

Auf dem Gymnasium liebte ich es Mittelfeld zu sein.
Nicht als Streber auffallen, nicht die Schlechteste sein.
Die Kommentare meiner Eltern hielten sich irgendwann in Grenzen. Die ersten zweien in Mathe waren für sie sehr schwer zu verkraften; die 5en in Sprachen nahmen sie gelassen hin. :-p

Ja, das Gefühl, wie es einem geht, kommt auch sehr auf die Eltern an.
Eine Mitschülerin schob Panik, wenn sie "nur" eine 2 oder eine 1,5 nach Hause brachte. Eine andere Mitschülerin freute sich wie ein Honigkuchenpferd, wenn sie eine 4 hatte, weil sich das harte Arbeiten in dem Fach gelohnt hatte und ihre Eltern sich mit ihr freuten. Das Kind mit der 1,5 ahnte, dass es 1 Woche Hausarrest geben würde, kein Telefon und vor allem viele Fragen, warum sie sich nicht genug angestrengt hätte.

Vergleiche zu den Eltern in der Schulzeit sind auch schwierig.
Im Übrigen habe ich mal die Zeugnisse eines Elternteils gefunden. Teilweise stimmte es, teilweise hätte ich als Schulnote für Erinnerung eine 5-6 vergeben sollen :-p


Leistung definiert sich auch nicht nur nach Noten.
Anstrengung, Mühe, sich erarbeiten.

Eine Freundin hat zwei Kinder. Einer hatte viele 1en, brauchte nie lernen. Jetzt in der Oberstufe bricht ihm das langsam das Genick. Der andere war immer im 3er Feld, hatte Freunde, Sport und kam mal mehr besser, mal schlechter damit klar. Insgeheim belastete es ihn schon, dass der Bruder besser war. Aber jetzt zu Beginn der Oberstufe kann er seinen Schnitt gut halten, teilweise auch verbessern. Mit zunehmendem Ziel entwickelt er zunehmende Motivation. Auch dahingehend, dass er den Bruder langsam überholt.
Vor allem aber kann der mit den 3en manches sehr viel besser
- lernen
- Ausdauer
- richtiges lernen
- seine Zeit besser einteilen (weil er eben schon früh rechnen musste, was er wann macht. Eben weil er das nicht mal eben so aus dem Finger schnippte)

Ich war eine der Besten der Schule - und hatte eine grausige Schulzeit. Also passt deine Vermutung nicht wirklich!

Bleib locker und warte ab! Nur sollte dir klar sein, dass das was du jetzt machst unterschwellig schon ziemlicher Druck ist!

Das Kind ist noch nicht mal eingeschult und jetzt schon werden Theorien aufgestellt wie gut oder schlecht das Kind sich anstellen wird. . .

Aber von zu Hause wird der Druck nicht kommen. Nein ganz bestimmt nicht #schein

Ich verstehe nicht, warum man eine schlechte Schulzeit haben sollte, wenn man kein 1er oder 2er Schüler ist. Was haben die Noten oder die Leistung denn damit zu tun? Wenn dein Kind jetzt erst in die Schule kommt, lass es doch erstmal dort ankommen. So baust du - vielleicht unterbewusst? - Druck auf und vermittelt deinem Kind, dass es in der Schule nur glücklich ist, wenn es gute Leistungen bringt.

Sorry, aber ich glaube dir nicht, dass von euch kein druck kommt,dass eure Tochter die beste sein soll. Im Gegenteil. aus deinem Text lese ich nur raus, wehe meine Kid ist nicht sehr gut in der Schule!
Und zwischen "im oberen Drittel der Klasse sein" und "superschlecht zu sein", gibt es immer noch viele andere Möglichkieten. Ich meine auch, wenn die Eltern da keinen großen Aufriss machen, wenn das Kind nicht nur 1er und 2er hat, dann kann das Kind da viel besser mit umgehen. Hohe Erwartung der Eltern erhöht den Druck, oder gibt sogar erst Druck. Ich fand immer wichtig, dass die Kinder ihr Bestes gaben, da konnte dann auch mal ne 5 bei sein.

Mein Abitur war bei 3,. . , aber ich habe es geschafft. Ich habe einen Beruf, der mir Spaß macht und mich haben 4er oder mal ne 5er in der Schule nicht groß bedrückt. Kurz geärgert udn dann wieder voll auf's nächste Thema/Arbeit konzentriert.

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