Grundschule privat oder staatlich? Brauche eure Hilfe

Hallo an Alle.
Mein Sohn kommt im nächsten Jahr in die Schule. Nun stell ich mir die Frage in welche Schule mein Kind gehen soll.
Zur Auswahl hätten wir als erstes die für unser Einzugsgebiet zuständige Grundschule.
Diese liegt nur 5 Minuten von uns entfernt. Unser ursprünglicher Plan war dass unser Kind dort hin gehen soll. Nun hab ich aber durch andere Eltern erfahren, dass es an dieser Schule einige Probleme geben soll. Die Lehrer sind wohl sehr bemüht. Da aber in letzter Zeit viele ausländische Kinder an die Schule gekommen sind gibt es dort wohl oft Ärger. Es gibt viele Prügelei unter den Kindern, dem die Lehrer kaum gerecht werden. Auch werden die Lehrer teilweise von den Kindern nicht ernst genommen, da dies in ihrer Kultur wohl so normal ist. Auch andere Eltern die versuchen mit den Kindern zu reden werden ignoriert. Ich weiß von einer Bekannten die selbst keine Deutsche ist, dass ihr Kind es dort sehr schwer hat. Ich hoffe das versteht jetzt niemand falsch. Ich habe generell keine Probleme mit anderen Kulturen. In der Kita in der mein Kind im Moment ist sind auch sehr viele Kinder von verschiedenen Nationalitäten vertreten und ich finde dies sehr schön.
Mein zweites Problem an dieser Schule sind die Betreuungszeiten. Der Hort hat täglich bis 17:00 Uhr geöffnet. Das wäre mit meinen Arbeitszeiten eigentlich nicht möglich, da diese auch täglich 17:00 Uhr endet. Dies könnte ich hier auf Arbeit aber eventuell noch klären. Aber in den Ferien hat der Hort ab 16:00 Uhr geschlossen. Ich weiß beim besten Willen nicht wie ich das schaffen soll? Großeltern wohnen leider nicht hier um das Kind abzuholen.
Nun hätten wir die Möglichkeit unser Kind auf eine Private evangelische Grundschule zu schicken. Wir haben uns diese bereits angesehen und ich habe dort ein sehr gutes Gefühl und ich habe die Hoffnung, dass mein Kind dort besser aufgehoben ist. Natürlich fallen dort monatliche Schulgebühren an. Jedoch bezahlen wir jetzt für die Kita ja auch Gebühren, die sich nicht viel von denen der Schule unterscheiden. Ich denke also dass dies machbar wär. Jedoch habe ich noch keine genauen Erfahrungen was in einer Schule generell noch so für Kosten auf uns zukommen werden. Dann wäre der Schulweg leider um einiges länger. Bedingt durch eine rieseige Baustelle in unserer Stadt müssen wir vorraussichtlich die nächsten 2-3 Jahre noch einen großen Umweg mit der Straßenbahn fahren so dass der Weg zur Schule zwischen 30-40 Minuten dauert + der Weg zur Arbeit noch mal so lange. Und das selbe nachmittags noch mal. Einen Umzug in das nähere Umfeld der Schule hatte ich schon in Betracht gezogen, da somit ja ein Teil des Fahrtweges wegfallen würde. Jedoch ist die Gegend dort recht teuer und eine geeignete Wohnung schwer zu finden. Außerdem mag ich unsere Gegend in der wir wohnen.
Die Betreuungszeiten im Hort sind dort aber wiederrum besser zu handhaben für mich. Schließzeit dort ist 17:30 Uhr und in den Ferien 17:00 Uhr. Es gäbe auch die Möglichkeit dass eine Freundin deren Kind in die benachbarte Schule geht unseren Sohn gelegentlich mal mitnehmen könnte.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass mein Sohn ein recht schwieriges Kind ist was das Verhalten betrifft. Er kann sehr hilfsbereit, lieb und sozial sein aber wir haben auch viele Probleme mit Ihm. Er ist sehr schnell frustriert wenn etwas nicht klappt oder nach seinem Willen geht. Dann wird er schnell wütend und auch oft ausfallend. Er benutz wenn er wütend ist viele Schimpfworte auch anderen gegenüber. Man kommt dann relativ schwer an ihn ran. Er ärgert auch oft andere Kinder und ist sehr empfänglich für jegliche Art von Blödsinn. Er ist oft sehr aufgedreht und lässt sich da auch gern von anderen anstecken. Wir hatten schon viele Gespräche mit der Kinderärztin und einer Beratungsstelle deshalb. Hier war nun meine Überlegung hinsichtlich der Schulen, dass er damit auf der privaten Schule eventuell einige Probleme bekommen könnte. Da diese sich ihre Schüler ja quasi aussuchen können. Vielleicht würde er da aber auch die Chance haben in die richtige Richtung gelenkt zu werden da meine Hoffnung ist dass sich die Lehrer dort mehr mit den Schülern auseinander setzen. Auf der regulären Grundschule wiederum habe ich Angst dass er da nur noch mehr in die falsche Richtung kommt. Ich möchte hier damit aber nicht den Eindruck bei euch erwecken, dass ich denke alle regulären Grundschulen sind schlecht und nur die privaten Schulen gut. Ich habe einfach keine Ahnung.

Bitte entschuldigt den mega langen Text und wenn ich vielleicht etwas wirr und durcheinander geschrieben habe. Aber genau so überschlagen sich die Gedanken im Moment in meinem Kopf. Ich möchte einfach nur das Richtige tun und brauche dazu einfach mal ein paar Meinungen oder Erfahrungen von euch.

Vielen Dank schon mal an alle die bis hier hin gelesen haben.

ich kenne eure Situation nicht: aber ich kenne sehr viele Kinder, die auffällig werden und Dinge nicht ganz so gut funktionieren, wenn Sie so lange extern betreut werden, wie es bei Euch der Fall ist ... --- klar: es geht manchmal nicht anders (Job, Geld, andere Umstände), - aber dann muss man den Preis dafür bezahlen. - in diesem Fall, auch wenn ich mich vielleicht aus dem Fenster lehne: das auffällige Verhalten Eures Kindes.

aber da sich dies wohl nicht ändern lässt, dann brauchst Du Deine Überlegungen gar nicht so weit ausführen: dann bleibt nur eine Schule, die die lange Betreuungszeit liefern kann. punkt.

und: Kinder verändern sich, wenn Sie in ein neues Umfeld (Schule) kommen... -- das ist noch ein Jahr hin .... mach Deine Überlegungen nicht vom heutigen Verhalten Deines Kindes abhängig. -- Rückblickend wirst Du nächsten Sommer feststellen, dass sich Dein Kind im letzten Jahr sehr verändert hat (in irgend eine Richtung).

Ob es dann Probleme, Auffälligkeiten oder sonstwas später in der ersten Klasse geben könnte, ist nichts, was Dich heute interessieren sollte, -- denn dieses Thema wirst Du in jeder Schule haben.

Du hast Dir die Antwort fast schon selbst gegeben: In der Privatschule passt die Betreuungszeit und in der örtlichen Schule gefallen Dir die Umstände nicht.

"aber ich kenne sehr viele Kinder, die auffällig werden und Dinge nicht ganz so gut funktionieren, wenn Sie so lange extern betreut werden,"
Was befähigt dich dazu die Probleme der Kinder auf die Länge der Betreuung zu schieben?

Das kann man sehr schnell wahrnehmen. Nur hingucken! Vielen Kindern ist die lange Betreuung und die Art der Betreuung im Ganztag oder auch im Kiga bei 45 Stunden zu viel. Leider geraten Tausende von Kindern in Therapien wegen ihrer Verhaltensweisen weil im Umfeld keiner sehen will, dass die Rahmenbedingungen für die Kinder nicht stimmen. Da man als Eltern aber grundlegende Veränderungen vornehmen müsste, gibts meist Angriffe ... Bei uns spricht das Bezreuungspersonal sehr intensiv mit uns Eltern und eines meiner Kinder hielt den Ganztag nicht aus. Die Leidenszeit war schlimm, aber jetzt geht es dem Kind wieder gut. Sehr oft haben Kinder keine Wahl, aus der für sie unerträglichen Situation rauszukommen als so verhaltensauffällig zu werden.

Das zu sehen ist jeder befähigt, der sich für die Kinder interessiert und hinschaut. Es sind sehr selten die Kinder, die freiwillig die lange Betreuungszeit wählen würden. Da muss es zu Hause sehr schlimm sein.

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Ich würde mir vielleicht noch andere Infos ziehen, als nur das Gerede anderer Eltern. Vielleicht kannst du dir die Pausensituation mal anschauen oder den Tag der offenen Tür nutzen.
Wenn sich die Gerüchte um die Schule bestätigen sollten, dann wäre dein Kind da sicher sehr gefährdet, sich den Chaoten anzuschließen. Und wenn es für euch machbar ist und die Betreuungszeiten sogar passen, würde ich die evangelische Schule nehmen.
Lehrer, die sich nicht mit Truppen von Chaoten beschäftigen müssen, können dann auch besser auf dein Kind einwirken.

"Da aber in letzter Zeit viele ausländische Kinder an die Schule gekommen sind gibt es dort wohl oft Ärger. Es gibt viele Prügelei unter den Kindern, dem die Lehrer kaum gerecht werden. Auch werden die Lehrer teilweise von den Kindern nicht ernst genommen, da dies in ihrer Kultur wohl so normal ist.

Von welcher KULTUR sprichst du denn genau?

In DEINER Kultur ist es nicht üblich und trotzdem
"...ist sehr schnell frustriert wenn etwas nicht klappt oder nach seinem Willen geht. Dann wird er schnell wütend und auch oft ausfallend. Er benutz wenn er wütend ist viele Schimpfworte auch anderen gegenüber. Man kommt dann relativ schwer an ihn ran. Er ärgert auch oft andere Kinder und ist sehr empfänglich für jegliche Art von Blödsinn."
Denk mal nach! :-)

Also bei uns ging die Nachmittagsbetreuung nur bis 15.30 Uhr , wer aber noch unbedingt längere Betreuungszeit wollte, wie den Hort , der fuhr mit dem Schulbus bis in den Nachbarsort in die Schule.
Aber die meisten Eltern ließen ihre Kinder nach der Betreuung selbständig nach Hause gehen, dann waren sie halt mal 1-2 std. allein Zuhause, was man einen 1.Klässer auch zutrauen kann. Manche gingen danach auch mal noch zu Schulfreunden und die Mutter holte sie dort nach der Arbeit ab. Bei 5 min. Schulweg dürfte es kein Problem sein. Aber wegen 1 Std. längere Betreuung umziehen?#gruebel, die Kinder werden von Jahr zu Jahr selbsständiger. Bei uns ging ab der 3.Klasse keiner mehr in eine Betreuung, waren halt dann nachmittags Zuhause mit Hausis, Lernen und Spielen beschäftigt.

Bei den langen Betreuungszeiten fehlt schlicht die Zeit in der ihr euer Kind erzieht!
An der Privatschule hofft ihr, dass er in die richtige Richtung gelenkt wird??? Das ist eure Aufgabe.
Die Schule soll in erster Linie Wissen vermitteln und nicht euer Kind erziehen.

Ich würde auch nicht in die Nähe der Schule ziehen. Was ist denn wenn er aufgrund seines Verhaltens von der Schule verwiesen wird? Wollt ihr dann wieder umziehen?

Wenn ihr über ausreichend Geld verfügt verkürz die Arbeitszeiten und setz dich mit deinem!!!! Kind auseinander.

Welch einem Stress der jeden Tag ausgesetzt ist von früh Schule bis spät Betreuung. So lange arbeiten die meisten Menschen nicht!
Mich wundert nicht, dass er verhaltensauffällig ist!

Grundsätzlich denke ich, dass man Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern nicht nur auf die langen Betreuungszeiten zurückführen sollte. Natürlich könnte es sein, dass sich dadurch das Verhalten deines Sohnes noch verschlechtert, aber die alleinige Ursache wird es wohl nicht sein. Mein Sohn zeigt ähnliche Verhaltensweisen wie dein Kind und war drei Jahre lang in einem Kindergarten, der bereits um 13.00 Uhr geschlossen hat. Folglich hat er sich nachmittags häufig gelangweilt, da er einfach nicht ausgelastet war. Er hatte natürlich auch Hobbies, aber ihm haben trotzdem die Sozialkontakte zu anderen Kindern gefehlt.

Nun geht er seit einer Woche in eine Freie Evangelische Schule, die ebenfalls nicht fußläufig zu erreichen ist. Er muss dorthin allerdings nur 15 Minuten mit dem Bus fahren, was ich noch für vertretbar halte. Bei euch halte ich die lange Anfahrsdauer zur Schule für grenzwertig für einen Erstklässler, aber das ist Anssichtssache. Die staatliche Schule, der wir zugeordnet sind, hat mir auch nicht zugesagt. Der Hauptgrund war, dass dort viele Kinder sind, die nicht gut deutsch sprechen. Bis jetzt bin ich mit der Freien Schule zufrieden, aber ich habe auch noch keine große Erfahrung mit dem Schulleben. Allerdings sollte dir auch bewusst sein, dass es auch dort Kinder mit Verhaltensauffäligkeiten gibt. Außerdem habe ich im nachhein erfahren, dass es einige wirklich schlechte Lehrer geben soll. Folglich weiß man im voraus nie, ob die Entscheidung für eine Schule wirklich richtig war.

Wohnt ihr in einer Grossstadt? Wenn ja schick dein Kind auf die Privatschule. Wir haben 5 Jahre verschiedene Staatliche Schulen in München hinter uns, die waren allesamt Furchtbar. Seid der 6. Klasse geht mein Sohn an eine kirchliche Schule. Was soll ich sagen, kaum Unterrichtausfall, motivierte Lehrer, ein angenehmes, gewaltfreies Umfeld. Wir bedauern das wir ihm das nicht von Anfang an geboten haben. Mein Sohn besucht eine Mittelschule, obwohl viele in der Klasse Probleme wie ADHS, Legasthenie, Dyskalkulie, Autismus haben ist ein geregelter Unterricht möglich, das hatten wir früher ehr selten, da sich jetzt die Eltern mehr interessieren.

LG
Visilo

Hallo, darf ich fragen von welcher Schule du sprichst auf der dein Sohn jetzt ist?

LG und danke
grinsekatze

Die Lukas Schule in Laim.

LG
Visilo

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Meine Kinder waren in der Grundschule auf der staatlichen Schule und sind jetzt ab der Sek.1 in der Privatschule. Die Privatschule hat bei uns einen wirklich rein deutsche Kinder pro Klasse und jetzt in der Privatschule ist das nicht anders. Allerdings ist das Bildungsniveau der Eltern ein anderes. Die Gebühren muss man sich schon erst mal leisten können. Von ALG2 klappt das nicht, auch nicht mit maximalen Zuschüssen und Stipendium. Dazu kommen ja dann noch die Kosten für die Ganztagsverpflegung und diverse AGs, die man durch den Ganztag ganz automatisch nehmen muss. Die Schule hat auch regelmäßig im Jahr samstags Pflichtunterricht, dafür gibt es dann eben die Tage vor den Ferien frei (ja, die Flieger werden preiswerter). Von den Eltern wird unheimlich viel Elternarbeit an der Privatschule erwartet. Jeder kennt jeden. Es passiert wirklich, dass Eltern beim Abholen eine Picknickdecke mitnehmen, sich auf dem Schulgelände ins Gras setzen und dort zusammen spontan essen.
Ich sehe allerdings auch auf der Privatschule einen ungeheuer großen Anteil von behinderten Kindern (mit sonderpädagogischen Förderbedarf) und Kindern, die eben deutlich auffällig sind, bei denen aber die Eltern sich weigern irgendwelche Hilfen zu beantragen. In der staatlichen Schule kenne ich es nur so, dass in einer Klasse 1-3 I-Kinder waren. In der Privatschule kann es schon mal passieren, dass, von 15 Kindern (die Klassen sind natürlich kleiner) 5-6 I-Kinder sind. Zusätzlich kommen natürlich noch die verhaltensoriginellen Kinder dazu.
Ansonsten finde ich die Fächer optimaler gestaltet. Natürlich gibt es alle normalen Fächer, aber zusätzlich gibt es eben die AGs, in denen die Unterrichtsfächer nochmal vertieft werden können auf praktische Art oder die Kinder können einfach entspannen. Mein Jüngster geht völlig in Yoga auf und mein Ältester hat bisher Holz bearbeitet, mit Acryl gemalt, Apfelmus, Ringelblumensalbe und Lippenbalsam hergestellt.
Wir wären bei der staatlichen Schule geblieben. Es hat uns dort sehr gefallen, nur leider war keine weiterführende staatliche Schule bereit meinem Jüngsten zu nehmen - er ist so ein Kind mit Förderbedarf.

Dass Lehrerinnen und lehrer Probleme mit den Schülern habe, kann ich mir nicht vorstellen. Meine Frau ist Lehrerin an einer Grundschule in einem Brennpunktviertel einer Großstadt im ruhrgebiet und die Kinder hören aufs Wort. Da gibt es keine Probleme.

Ich arbeite an einer Realschule. Da gibt es bereits in der 5. Klasse solche Probleme. Egal welche Herkunft die Kinder haben.

Es ist nicht jede Schule gleich.

Dann können die Schüler deiner Frau froh sein👍. Mein Sohn war in 3 verschiedenen Brennpunktschulen und da gab es vielleicht 1-2 Lehrer die die Klassen wirklich im Griff hatten, der Rest war Chaos. Wenn die Schulleitung nicht dahinter steht kann aber der einzelne Lehrer nicht viel ausrichten. Gewalt, Mobbing usw wurde so gut wie nicht geahndet und es hieß nur wir können ja wechseln, was wir auch getan haben oder es hieß mein Sohn soll sich halt der Mehrheit anpassen dann hat er weniger Probleme. Komisch jetzt klappt es problemlos, Gewalt wird nicht geduldet, gelegentlich passiert es aber dann fliegen die Kinder recht schnell von der Schule, es gibt genügend Kinder auf der Warteliste die nachrücken.
Ich bin mir sicher das es auch auf staatlichen Schulen sehr gute Lehrer gibt, leider habe ich davon keinen kennen gelernt. Da an Privatschulen die meisten Eltern kooperativer sind denke ich dort ist es leichter Disziplin reinzubringen. An der staatlichen Schule saß ich am Elternabend teilweise alleine mit dem Klassenlehrer, jetzt kommen alle Eltern da sieht man wer sich für seine Kinder interessiert und wer nicht.

LG
Visilo

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Mal ganz abgesehen von dem Schulproblem. Habt ihr mit der Beratungsstelle Mal über eine Schulbegleitung nachgedacht? Die könnte von Anfang an mitlenken und dir so vielleicht ebenfalls ein besseres Gefühl geben. Da gibt es dann auch nochmal zwei Möglichkeiten. Entweder die Begleitung ist nur für dein Kind, oder im Pool-Modell für mehrere Kinder. Vielleicht gibt es an den Schulen ja bereits Integrationshilfe-Teams.

Hallo,

ich würde Dir auf jeden Fall empfehlen beruflich kürzer zu treten, falls das möglich ist.

Dein Kind ist schon verhaltensauffällig und Du willst es bis 17.30 Uhr in eine Betreuung stecken, die hauptsächlich eine Aufbewahrung darstellt.

Die OGS guckt, dass die Kinder die Hausaufgaben machen, sorgt dafür, dass sie sich vertragen, stellt Spielgeräte u.ä. zur Verfügung und bietet vielleicht auch ein paar Sport- und Spaß-AGs an, mehr nicht.
Die können keine verhaltensauffälligen Kinder auffangen. Dafür sind die Betreuer weder qualifiziert, noch haben sie die Zeit dazu. Wenn Kinder zu sehr stören, wird ihnen die Betreuung gekündigt und dann hast Du erst Recht ein Problem.

Auch ein Lehrer an einer normalen Schule kann kein verhaltensauffälliges Kind auffangen. Auch die haben nicht die Zeit und die Qualifikation dafür. Die stehen dann bei Dir auf der Matte und machen Stress.

Das Verhalten Deines Kindes ist Deine Baustelle, und vielleicht wird es ja schon besser, wenn Du Dich mehr um Deinen Sohn kümmerst.
Kinder, die so viel fremdbetreut werden, fühlen sich damit häufig nicht wirklich wohl und manche werden auch dadurch verhaltensauffällig.
Zumindest machen lange Betreuungszeiten das Verhalten bei solchen Kindern nicht besser.

Zu den Schulen kann ich sagen, dass Brennpunktschulen, was Eure Schule da zu sein scheint, nicht empfehlenswert sind. Da haben die Kinder häufig eine Menge Ärger und lernen zu wenig, was dann an der weiterführenden Schule zu Problemen führt.

Dass eine Privatschule besser ist, ist aber nicht automatisch der Fall. Wir kennen hier eine Privatschule, wo Gewalt und massive Unruhe im Unterricht ebenfalls ein Problem darstellen.

Wäre vielleicht eine andere staatliche Grundschule eine Alternative?

LG

Heike

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