Schulärger nach 4 Wochen

Hallo zusammen,
meine Kids (Zwillinge, 6 Jahre) gehen nun die 5. Woche zur Schule. Man kann weder sagen, dass sie gern gehen, aber auch nicht, dass sie keinen Bock auf Schule haben – es ist für sie quasi schon Alltag geworden und gehört eben dazu.
Gestern hatten beide einen bitterbösen Eintrag in ihrem „Mutti-Heft“ Darin stand so sinngemäß:
Beide Kinder halten sich nicht an Regeln, selbst nach einem ausführlichen Gespräch mit der gesamten Klasse viel Kind B in der nächsten Pause schon wieder unangenehm auf. Es werden andere Kinder (ganz egal ob Erst- oder Zweitklässler, egal Jungen oder Mädchen) über den Schulhof gejagt, geschubst, gehauen, getreten, die Beine weg gezogen! Bitte reden sie mit ihren Kindern, dass sie sich an Regeln zu halten haben!“
Ich war völlig geschockt, da es für uns Eltern aus dem nichts kam. Von anderen Seiten hören wir immer wieder, wie toll unsere Jungs doch sind, also Hort, Fußballverein, Logopädie ect. Auch zu Hause haben sich beide seit der Schule ins Positive gewandelt. Vorher waren beide ziemlich wild und haben sich auch mal gegenseitig „hochgepusht“. Aber seit sie in der Schule sind hat sich das zu Hause total gelegt und nun so etwas!
Wir haben natürlich sofort mit den Kids gesprochen, haben jedoch das Gefühl, dass wir sie nicht erreichen. Die Lehrerin meinte, dass es schon seit der Einschulung so läuft, sie aber erst einmal abwarten wollte, wie es sich entwickelt.
Ich bin momentan total geschockt und hab keine Ahnung, wo sie solch ein Verhalten her haben. Klar, sie waren schon immer ein wenig wild aber nie böswillig. Es gibt zu Hause kaum Fernsehen, bis auf den Sandmann vorm Schlafengehen, die meiste Zeit sind sie an der frischen Luft und toben sich aus. Ich bin total ratlos und hoffe, dass ihr vielleicht ein paar Tipps für mich habt!
Viele Grüße
Melfried

nun ja , Kinder müssen irgendwo nen Puffer haben wo sie sich auslassen können, hier ist wohl die Schule ... überdenke eure Regeln zu Hause, lass hier lockerer damit die Kinder da die energie rauslassen können , dazu müssen suie vertrauen haben das es keinen echten ärger gibt ,... ich denke ihr habt zu viele regeln ... sorge für wohlfühl atmosphäre...und nicht nur Verbote, achte auf die bedürfnisse der Kinder lasse den Druck weg...

Hallo
Geh zum Kinderpsychologen.

Du nennst sie wild dabei sind sie aggressiv.

Sie treten, hauen den Kindern die Beine weg, jagen sie über den Schulhof.

Da haben die anderen wohl jetzt schon Angst vor deinen Kindern

das wäre, wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen #kratz

mein Gott....man rennt doch nicht gleich zum Psychologen......das sind dann die Mütter, die auch gleich mit Mobbing anfangen......

Nun mal ehrlich....die Kids sind zu zweit! Ein Riesenvorteil...., sie fühlen sich stark und brauchen keine neuen Freunde und das nutzen sie wohl gerade schamlos aus. Natürlich ist das Verhalten nicht in Ordnung aber als Elternteil sollte man schon mal aktiv werden und den Kindern deutlich machen können, so geht das nicht. Das sind doch erst Anfänge der Schule....wenn du jetzt schon verzagst.....weißt du, da können ganz andere Dinge auf dich zukommen.....

Trennen!

Beide in jeweils getrennte Klassen oder Schulen geben und schon hat der Spuk ein Ende!

Wieso ich das sage? Ganz einfach, war bei meiner Schwester und mir anders und wir wurden in der 1. Klasse schon getrennt. Zwillinge reagieren oft anders auf Gruppen oder einzelne Personen als Nicht-Zwillinge. Deine Jungs sind durch eine Gruppe oder Lehrer wenig zu regeln, da sie sich vermutlich selbst genug sind und ihr Blick eher auf sich gerichtet ist.

Geht aber nur, wenn die Eltern keine Siamesischen-Zwillingen heranziehen (wollen).

Trennen ist aber auch nicht immer möglich. An unserer GS gibt es pro Jahrgang nur 1 Klasse, weil wir eben in einem kleinen Ort wohnen. Da ist die Schulleitung schon froh, wenn überhaupt eine neue Klasse zusammenkommt.
LG
Elsa01

Hallo,

"Es werden andere Kinder (ganz egal ob Erst- oder Zweitklässler, egal Jungen oder Mädchen) über den Schulhof gejagt, geschubst, gehauen, getreten, die Beine weg gezogen! "

Da dies offensichtlich in der Pause geschieht, wird eine Trennung in unterschiedliche Klassen wohl kaum Sinn machen! Zumal die Kinder lernen müssen, das so ein Verhalten nicht hinnehmbar ist. Entsprechende Konsequenzen sollten folgen. Werden sie nur getrennt, wird das Problem wohl kaum verschwinden.

Ich weiß nicht, ob ich dir wirklich helfen kann. Ich schreib einfach mal auf, was mir so spontan für Gedanken durch den Kopf gehen nach deinem Bericht.

1. Deine Kinder wirken, als hätten sie einen enormen Bewegungsdrang. Da ist es natürlich eine Umstellung vom Kindergarten mit viel spielen und rumtobem in die Schule zu kommen, wo viel gesssen und gearbeitet wird. Da staut sich die Energie auf und muss dann in der Pause raus. Ist ja auch okay, allerdings dürfen andere dabei nicht zu Schaden kommen. Genau das muss ihnen eindrücklich klargemacht werden von ALLEN Erwachsenen, die mit ihnen zu tun haben. Also ihr als Eltern müsst mit den Lehrern eine eine gemeinsame Linie fahren, was Konsequenzen betrifft.

2. Wie kommen sie zur Schule? Zu Fuß, mit dem Rad? Bus? Elterntaxi? Letzteres sollte es mit Hinsicht auf die Sicherheit aller Kinder (zu hohes Verkehrsaufkommen an der Schule) schonmal gar nicht sein. Bus ist notwendig. Da lässt sich also nichts dran ändern. Zu Fuß wäre am idealsten, da sie so schonmal vor dem Unterricht ordentlich Bewegung und frische Luft kriegen. So sind sie richtig wach und haben gleichzeitig schon an ihrem Bewegungsdrang gearbeitet. Wenn ihr allerdings Elterntaxi betreibt, denkt einfach mal drüber nach, die Kinder vorher rauszulassen, um ihnen Bewegung und frische Luft zu verschaffen.

3. Macht einen Gesprächstermin mit den Lehrern aus und berichtet, wie positiv sich eure Kinder zuhause entwickelt haben und dass ihr bei der Info aus der Schule aus allen Wolken gefallen seid. Zeigt euch offen, an den schulischen Verhaltensproblemen mitzuarbeiten und macht deutlich, dass ihr ganz klar auch der Meinung seid, dass es so nicht geht. Legt eine gemeinsame Linie fest, an die ihr und die Lehrer sich halten. Beispiel: Wenn einer negativ auffällt muss er den Rest der Pause direkt beim Aufsicht führenden Lehrer bleiben. Wenn sich das Kind dann bei euch beschwert muss von euch kommen, dass das völlig richtig war, weil es sich ja nicht anständig benehmen konnte.

4. Ich würde nachfragen, ob es okay wäre, dass ich mal an einem Tag komme und mir etwas versteckt stehend das Vethalten meiner Kinder ansehen könnte. Einfach, damit ich mit eigenen Augen sehe, wie sie sich benehmen. Nicht, weil ich den Lehrern nicht glaube, sondrtn weil ich meinen Kindern gegenüber sagen können will: "Ich war da. Ich habe es gesehen. Der Lehrer hat mir ganz sicher nichts falsches erzählt. Und ich will nicht, dass ihr euch so benehmt. SO haben Papa und ich euch nicht erzogen."

5. Denkt mal über Trennung nach. Gerade bei Zwillingen, die ja oft extrem eng verbunden sind, kann das helfen, ihnen auch mal klarzumachen, dass sie nicht dr Mittelpunkt des Universums sind, sondern dass da auch noch andere Menschen mit eigenen Bedürfnissen sind. Wenn eine Trennung nach Klassen nicht geht, wril die Schule nur einzügig ist, lasst sie im Unterricht so weit wie möglich auseinander setzen. Und redet mit den Lehrern, dass sie auch bei Partnerarbeiten oder im Sportunterricht in unterschiedluchen Gruppen bzw Mannschaften sind. Nur wenn sie regelmäßig mit anderen Kindern zu tun haben, merken und lernen sie auch, dass es viele verschiedene Menschen gibt, die due gleiche Situation unterschiedlich sehen oder in den gleichen Situationen unterschiedlich reagieren und lernen dann, entsprechend darauf einzugehen.

Viel Erfolg!

Lg Leonora07

Hallo Melfried,
erst einmal wird ein Kinderspychologe nicht nötig sein... #cool

Mein Sohn wurde auch gerade eingeschult... Ein sehr beweglicher, kleiner Kerl, der nicht gerne malt, still sitzt oder sich sagen lässt, was zu machen hat (in Maßen), den große Gruppen schnell überreizen...
Und nun kommt "Schule" mit viel still sitzen, malen und sooo vielen Regeln und bei nicht Einhaltung Strafe...

Je mehr sie still sitzen müssen, umso mehr explodieren sie in den Pausen....
Es gibt Kinder, die kompensieren langes stillsitzen und viel Input gut, andere weniger...

Wir geben unser Bestes, denn wir kennen den kleinen Kerl ja... #schein
Am Donnerstag haben wir ein EG, aber von mir gewünscht, um zu erfahren, wie es läuft und um nicht erst irgendwann zu hören - "Das geht schon seit Wochen So" (so ein Schrott).
Letztendlich kannst und der Lehrkraft erläutern, wie es zu Hause läuft und wie euer Alltag so abläuft. Damit sie sich ein Bild machen kann. Das du auch gern mit den Jungs redest, aber auf das, was in der Schule passiert, hast du wenig Einfluss...
Dann kannst du ihr sagen, dass die Pausen dann ihr "Problem" sind, was willst du denn da groß machen... #kratz

"Schule" erwartet gerne, passende Kinder zu bekommen.. Sind oft nicht beweglich genug...
Auf der anderen Seite hast du Eltern, die ..... ohne Worte sind....
Ist ja alles dabei...

Gibt es an der Schule eine Schulsozialarbeiterin?

Und was bedeutet "ich erreiche meine Kinder nicht, wenn ich mit ihnen rede"?

lg Tanja

"Dann kannst du ihr sagen, dass die Pausen dann ihr "Problem" sind, was willst du denn da groß machen... #kratz"

Sei mir nicht böse, Lehrer können zwar vor Ort als Auffsichtsperson einiges unterbinden und einwirken, aber für anfang an, mitgebrachtes soziales Fehlverhalten, sind allein Eltern verantwortlich daran zu Arbeiten, notfalls mit professioneller Hilfe. Schließlich kamen die Zwillinge schon mit auffälligen Fehlverhalten mit der Einschulung an.

Was heißt da, Lehrer erwarten "passende" Kinder.Lehrer erwarten stinknormale sozialisierte Kinder, die zuvor gerlernt haben, andere Kinder nicht körperlich anzugehen, zu beschimpfen und Anweisungen folgen zu können, die einen sind ruhiger, andere aktiver und lauter, was bereits im KiGa funktionieren sollte.........aber Gewalt und Aggresion auf dem Pausenhof, ist nicht nur unpassend, sondern absoltut kein Sozialverhalten.

Ich kann der TE nur raten, wenn sie selber ihre Kinder nicht mehr erreicht und selbst keine Lösung sieht, zum Kinderpsychlogen zu gehen, damit die Ursache /Auslöser dafür gefunden wird, daran arbeiten kann und wieder Ruhe einkehrt, vorallen weil sich die Zwillinge sich gegenseitig stärken, sprich, das Problem im Doppelpack.Probleme sind da, um sie zu lösen und nicht um schön zu reden oder abzuschieben.

Hallo Tanja,

Du schreibst: "Dann kannst du ihr sagen, dass die Pausen dann ihr "Problem" sind, was willst du denn da groß machen..."

Ich finde die Antwort darauf ganz klar: Man kann den eigenen Kindern beibringen, dass sie ihren Bewegungsdrang oder Frust anders abbauen können, als ihn durch körperliche Gewalt an anderen Kindern oder Menschen allgemein auszulassen.

Das ist auch Teil der Erziehung und Verantwortung, die man als Eltern hat. Wenn man diese nun auf die Lehrer abschiebt, die nur einen Bruchteil des Alltags der Kinder ausmachen, macht man es sich zu einfach.
Lehrer können und sollten diesen Lernprozess unterstützen und begleiten, die Verantwortung sehe ich jedoch ganz klar in erster Linie bei den Eltern. Erziehung und soziales Miteinander fängt ja auch nicht erst in der Schule an, sondern viel, viel früher.

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Erst einmal vielen Dank für eure mehr oder weniger hilfreichen Tipps!

Wenn ich schreibe, meine Kinder sind wild, dann meine ich, dass sie einen ausgeprägten Bewegungsdrang haben. Bis zur Agressivität fehlt in meinen Augen noch ein ganzes Stück. Ich glaube einfach, dass ihnen nicht bewusst ist, was sie dadurch anrichten (können). Das ist auch das, was ich meine mit "nicht erreichen". Ihnen ist einfach die Folge ihres Handelns nicht bewusst, dass andere Kinder eventuell Angst vor ihnen haben könnten.

Und wie bereits geschrieben, überall anders klappt es ja auch. Sie spielen seit knapp 2 1/2 Jahren Fußball im Verein und dort müssen sie sich auch an Regeln halten und sich fügen und dort klappt es!

Es ist auch nicht so, dass sie nur sich haben. Obwohl sie Zwillinge sind, haben sie auch andere Freunde.

Zur Schule bringen wir sie übrigens zu Fuß - 20 bis 25 Minuten Fußweg, da die Schule im Ort ist habe ich persönlich auch etwas gegen das Elterntaxi.

Zum Thema "wenn einer negativ auffällt, bleibt er bei der Aufsicht". Gab es wohl auch schon. Er durfte nach dem Mittagessen nicht mit auf den Schulhof, sondern sollte noch 4 weitere Zeilen in seinem Deutschheft schreiben. Als er fertig war ist er zur Lehrerin und meinte "Ich bin fertig!" als sei ihm gar nicht bewusst, dass es quasi eine Strafaufgabe war. Das zähle ich übrigens auch zu "nicht erreichen". Wenn es mal eine Strafaufgabe gibt, okay wird sie gemacht. Wenn es zu Hause mal Ärger gibt und es folgt ein "Stubenarrest" gut, dann bleibt derjenige eben in seinem Zimmer. Also irgendwie haben wir noch nicht die richtige "Strafe" gefunden. Ich bin auch kein Freund von Strafen, nur meine ich damit eben das richtige Mittel. Ich habe heut zu einer Kollegin gesagt: "Ich glaub ich kauf meinen Kindern eine PlayStation, nur damit ich ihnen verbieten kann damit zu spielen!" :-p Und bevor jetzt jemand meckert - DAS WAR NATÜRLICH EIN SPAß!

Aber eins muss ich dringend noch loswerden!
Unsere Kinder haben kein von Anfang an mitgebrachtes Fehlverhalten! :-[
In der Kita ist nie etwas in dieser Richtung vorgefallen, beim Sport ist nie etwas in der Richtung vorgefallen. Zu Hause erleben sie keine Gewalt!
In der Kita wurde meinen Kindern sogar ein ausgesprochen gutes Sozialverhalten bescheinigt!

Ich treffe mich morgen mal mit ihrer ehemaligen Kita Erzieherin, sie kennt die Kids neben uns am besten.

Mellfried

Deine Kinder kennen vermutlich keine Konsequenzen.

Du solltest hier eng mit der Schule zusammenarbeiten und zuhause sollten sofort empfindliche Sanktionen folgen, wenn so etwas noch einmal vorfällt.

Falls nichts vor im Gegenteil aber Belobigungen / Belohnungen.

Aus 10 Jahre langer Erfahrung als Lehrerin: so sieht's aus!

Aktuell gibt es für diese Woche Fußballverbot - irgendwie is das das einzige, was irgendwie zieht.

Fernsehverbot würde nichts bringen, da sie ohnehin so gut wie nie fernsehen. Bei Stubenarrest wird eben drinnen gespielt.

Das Problem mit der Konsequenz ist mir irgendwie bewusst, war aber bisher auch noch nie in diesem Rahmen nötig...

Daher fehlt es mir auch ein wenig an "Ideen" für geeignete Strafen.
Hast du eventuell ein wenig Inspiration für mich...? #gruebel

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Off-Topic und nur weil ich das schon zum 2. Mal lese: Mutti-Heft?!?! Heißt das wirklich so bei Euch?!

Was ist mit Postheft, Mitteilungsheft, Aufgabenheft...?!

Wir haben ein Hausaufgabenheft (da dürfen aber wohl aus datenschutzrechtlichen Gründen (?) keine Einträge eingeschrieben werden) und einen "Posthefter". Dieser ist für die Kommunikation zwischen Lehrer und Eltern. Nur ich dachte mir, dass mit "Mutti-Heft" vielleicht mehrere was anfangen können! ;-)

Ich kann dir sagen, dass sich gute und schlechte Phasen immer wieder abwechsln werden.

Wenn es zu Haus schrecklich ist, scheint es in der Schule besser zu laufen und umgekehrt. Oft ist das auch, wenn ein weiterer Entwicklungsschritt erreicht wird.

Es gibt wilde Kinder, das ist eben so. Viele Lehrer hätten aber eben gern Kinder, die hübsch brav auf ihrem Stuhl sitzen, alles sofort kapieren, nicht fragen, nicht schwatzen, nicht maulen... eben möglichst einfach mit laufen und keinen Ärger machen.
Das ist legitim, das zu wollen, die meisten Kinder sind aber immer mal anders.

Bei uns wird mit einem Ampelsystem gearbeitet, was wir nicht weiter kommentieren, es sei denn, es werden mal 5 grüne Punkte erreicht, dann gibt es eine Belohnung.
Am Ende der Woche werden immer die Punkte, die man bekam ins Hausaufgabenheft geschrieben (pro Tag gibt es einen). Gelb und rot werden bei uns also nicht weiter thematisiert. (Wir haben unzählige Male darüber gesprochen, dass man sich in der Schule benehmen muss, zu Hause darf man sich auch mal gehen lassen....

Wenn es aber so weit geht, dass die Lehrerin anruft oder einen Eintrag ins Heft gibt, dann ist bei uns auch Schluss mit lustig. Hier erfolgen dann empfindliche Strafen.
Das weiß mein Sohn inzwischen, trotzdem kommt es immer mal wieder vor und wir müssen strafen.
Erst der Nachweis des nächsten grünen Punktes, erlaubt das bis dahin Verbotene wieder.

Hallo,

bei deinem Satz, dass ihr mit ihnen gesprochen habt, aber das Gefühl besteht ihr würdet sie nicht erreichen, ab ich mich gleich gefragt was heißt das? Haben die beiden sich in irgendeiner Weise dazu geäußert, also abgestritten oder zugegeben?

Natürlich ist so ein Verhalten nicht hinnehmbar, aber das wisst ihr sicher selber. Dass die Lehrerin aber quasi 4 Wochen lang zusieht, wie andere Kinder über den Schulhof gejagt, geschubst, gehauen, getreten, und ihnen die Beine weg gezogen werden, verstehe ich absolut nicht! Das schaut man sich mal ein paar Tage, max. 1 Woche mit an und spricht dann mit den Eltern.

Mit dem Bewegungsdrang deiner Kinder ist das nicht zu entschuldigen. Dafür sind Pausen ja da, um sich zu bewegen. Wenn das ganze wirklich stimmt, haben die beiden als Team offensichtlich Spaß daran andere Kinder zu ärgern. Ich würde auf jeden Fall das Gespräch mit der Lehrerin suchen und gemeinsam überlegen, was zu tun ist, wenn sich das Verhalten der beiden nicht ändert (Bsp. Strafaufgaben, Pause unter Aufsicht drinnen verbringen etc.).

Eine Trennung in andere Klassen, würde meiner Meinung nach nichts bringen, denn die Sachen passieren ja in der Pause, wo sich sich dann ohnehin wieder sehen würden. Ebenso wenig ein Besuch beim Psychologen.

Ich drück euch die Daumen, dass es besser wird #klee.

Lg Annika

Hallo Annika,

vielen Dank fürs Daumen drücken!

Als ich die Kids gefragt habe, was vorgefallen ist, kam zuerst "wissen wir nicht mehr" erst nach und nach kam sie dann mit den Geschichten raus.

Den Satz, dass ich das Gefühl habe sie nicht zu erreichen meine ich eher, dass sie sich über die Folgen ihres Handelns scheinbar nicht im Klaren sind. So in Richtung "Wir haben nur Fange gespielt!" oder "Wir haben uns halt ein wenig geneckt". Sprich, dass es andere Kinder oder Lehrer als Jagen und Schubsen bezeichnen ist ihnen nicht bewusst.

Und zu den Strafaufgaben, gab es schon. Aber dann werden diese eben gemacht ohne das sie sich scheinbar bewusst darüber sind, dass es eigentlich eine Strafe sein sollte...

Und zur Verteidigung meiner Kinder muss ich auch sagen, dass es da noch einen dritten Jungen in der Runde gibt - also sie sind nicht allein die Teufel! Und zum Füße wegziehen wurden sie von einem anderen Mädchen angestiftet - das soll um Himmelswillen nichts entschuldigen!!!

Vielleicht suchen sie ja auch einfach nur Anerkennung in der Schule und versuchen sie halt über diesen (echt -sorry- beschi....) Weg zu finden...?

Wenn die beiden fangen spielen ist das ja auch kein jagen. Natürlich sollten dabei keine anderen Kinder geschubst werden. Das sie sich haben anstiften lassen, ist nicht schön (wie du ja selbst sagst) kann aber mal passieren. Wichtig dabei ist, dass sich sowas nicht widerholt, dennn jemandem die Beine mit Absicht wegziehen oder mal ein Kind beim fangen spielen umschubsen, sind zwei völlig verschiedene Dinge. Gerade deshalb solltest du/ihr auf jeden Fall nochmal mit der Lehrerin sprechen, auch was den dritten Jungen betrifft.

Was die Anerkennung angeht, kannst du natürlich Recht haben, aber ich denke es ist einfach ihre Art, ihren Bewegungsdrang auszuleben. Man muss ihnen eben nur klar machen, dass möglichst keine anderen Kinder dabei verletzt werden (es sei denn sie machen von alleine mit) und sie es auch nicht mit Absicht machen.

Lg

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Hallo,

es ist gar nicht so selten, dass Kinder, die vorher friedlich waren, in der Schule anfangen, "die Sau raus zu lassen". #schwitz
Wir haben das im Bekanntenkreis mehrfach miterlebt und das waren alles Jungs, die eigentlich ein gutes Sozialverhalten haben bzw. vorher hatten.
Warum das so ist, ist eine gute Frage...

Dass sich unangemessene Verhaltensweisen nach außen oder nach Hause verlagern, kennen wir auch, und zwar sowohl von unseren, als auch von anderen Kindern.

Ich würde mir die beiden mal einzeln vornehmen und mit ihnen durchgehen, was genau passiert ist, z.B. als sie mit jemandem fangen gespielt haben und ihm dann die Beine weggesäbelt haben.
Da würde ich sie fragen, warum sie das gemacht haben und was sie erwartet haben, was dann passiert. Dann würde ich mit ihnen durchsprechen, was denn hätte passieren können und wie sie sich gefühlt hätten, wenn das andere Kind sich dabei wirklich verletzt hätte. Hätten sie das gewollt?
Wie finden sie es eigentlich, wenn andere Kinder sie aus heiterem Himmel hauen etc.?

Unserem Sohn in der 1. Klasse ein Kind aus der Parallelklasse richtig fies die Finger umgeknickt. Als unser Sohn am nächsten Tag mit einem Verband auftauchte, tat das dem Kind total leid. Das hatte es nicht erwartet.

Wenn Deine Kinder keine Einsicht zeigen, wird es schwierig.
Zum einen erfolgen Strafen von den Eltern ja zu Hause, das heißt, zeitlich deutlich versetzt. Das ist weniger effektiv, als eine Strafe vor Ort, wie z.B. bei Fehlverhalten 5 Minuten auf der Bank sitzen zu müssen.
Zum anderen denken die Kinder in der Schule nicht "wenn ich jetzt xy mache, kriege ich nachher zu Hause Ärger". Die leben im hier und jetzt.
Wir kennen das Problem insofern, als dass unser Sohn sich massiv mit seiner alten Klassenlehrerin angelegt hatte, und zwar nur mit ihr.
Da halfen weder Konsequenzen von uns, noch ein Belohnungssystem. (Er hat dann die Klasse gewechselt und seitdem läuft es gut.)

Irgendwie muss man die Ursache bekämpfen, bzw. es müssen Konsequenzen vor Ort erfolgen, die ziehen.
Beim Fussball landen wahrscheinlich Kinder, die sich nicht benehmen, für eine zeitlang auf der Bank. Das wissen Deine Kinder und benehmen sich.
Irgendetwas in der Richtung wäre vielleicht in der Grundschule ebenfalls denkbar?

Ich überlege hier übrigens nur. Bei uns in der Grundschule werden Eltern mit diesem Problem auch alleine gelassen.

LG

Heike

Ich würde das ganz klar sanktionieren! Sobald es wieder einen Eintrag gibt, wird Fernsehen, Fußball, Süßes, etc. gestrichen. Wo es eben wehtut.

Wie wäre es mit einem Sportverein oder ähnliches, wo sie sich auspowern können?

Ansonsten würde ich Ihnen klar machen, das ihr Verhalten Konsequenzen hat. Das bedeutet nicht, zuhause die Regeln zu lockern, sondern zb auch mal kein Sandmann oder Elektronik Spiele. Denke, da fällt dir bestimmt etwas ein.

Wobei ich Sportvereine, wo sich die Kinder austoben können, noch als beste Idee.

LG Sandra8118 🌺

Unsere Kinder spielen seit gut 2 1/2 Jahren aktiv im Fußballverein.
2x die Woche Training und am Wochenende Spiel.

Hmm 🤔 okay, das wusste ich nicht. Aber da müssten sie doch Wissen, das es Regeln gibt. Hast du nochmal mit ihnen geredet, bzw kam jetzt nochmal etwas von der Schule?

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Hallo,
ich würde mich darauf gar nicht einlassen.
Du bist unbeteiligte Dritte in diesem Fall und sollst bitte WAS tun? Von Natur aus (als Elternteil) bist du engste Bezugsperson deiner Kinder und sollst Ihnen immer den Rücken stärken und sie verteidigen. Du gehst automatisch in eine Verteidigungshaltung. Das kannst du gar nicht verhindern.
Wenn die Probleme in der Schule so gravierend sind, würde ich um ein Gespräch mit der Lehrerin bitten ZUSAMMEN mit deinen Kindern. Solange deine Kinder dir nicht bestätigen, was vorgefallen ist, wirst du sowieso der Lehrerin nicht wirklich (innerlich) glauben.
Sanktionen müssen in der Schule stattfinden. Hier macht es durchaus Sinn, wenn du mit der Lehrerin redest und ihr den Rücken stärkst. Also ihr unterstützt ihre Sanktionen. Wählt zusammen aus, welche sinnvoll sind.

Ich hatte gestern ein Gespräch mit unserer ehemaligen Kita Erzieherin.

Sie war genauso überrascht über den Eintrag wie wir. Sie meinte auch sofort "Nein, das beschreibt nicht eure Kinder!"

Wir haben uns LANGE unterhalten. Sie hat mir nachträglich nochmals einen genauen Einblick in eben solche ähnlichen Situationen aus der Kita gegeben.

Nun scheint es, als haben wir noch ein ganz anderes - schwerwiegenderes Problem!

Ich muss vorab erwähnen, dass ich zu Kita-Zeiten indirekt mit einer Mutter aneinander geraten bin. Nur ganz kurz, ihr hat das Konzept und die Umsetzung in unserer Kita nicht gefallen - bis dahin alles gut, hat ja jeder seine eigene Ansicht und Meinung. Jedoch war sie so feige und unfair und hat nach der Kita-Zeit einen anonymen Beschwerdebrief ans Amt geschrieben anstatt noch zu Kita-Zeiten mal mit der Erzieherin zu reden. Ich bin mir daher so sicher, dass der Brief von ihr kam, da dort Formulierungen verwendet wurden, die sie wortwörtliche mir gegenüber auch schon geäußert hatte. Unsere (in meinen Augen wirklich tolle) Erzieherin war danach echt fix und fertig und hat ihre ganze Arbeit in Frage gestellt. Ich habe dann nur mal irgendwann ganz beiläufig fallen lassen, dass ich solch ein feiges Verhalten, mit anonymen Briefen absolut unter der Gürtellinie finde und hoffe, dass wir alle mit solchen Leuten künftig nichts mehr zu tun haben werden.

Aber zurück zum Ärger in der Schule.
Der Stein des Anstoßes ist wohl die Tochter eben jeder Mutter. Allerdings weiß ich auch von unserer Erzieherin, dass dieses Mädchen eine absolut berechnende Zicke ist. Sie hat noch eine ganz kleine Schwester zu Hause und weiß genau, durch welche Formulierungen sie die Aufmerksamkeit von Mama und Papa bekommt.
Noch dazu hat dieses Mädchen schon in der Kita ständig andere Kinder angestiftet und sie recht häufig "unentdeckt" geärgert und sobald dann eben doch mal ein Kind (nicht nur unsere) die Nase voll hatten und doch mal irgendwie reagiert haben, ist sie sofort zur Erzieherin gerannt: "XY ärgert mich schon die ganze Zeit".

Nun befürchte ich, dass diese Mutter es eben geschafft hat, sich unsere Lehrerin auf "ihre Seite" zu ziehen. Wir werden nun einen Gesprächstermin mit der Lehrerin vereinbaren und sie mal fragen, an welche konkreten Regeln sich unsere Kinder nicht halten und versuchen sie darauf zu sensibilisieren, dass sie auch mal die gesamt Situation erfasst, eben auch das, was passiert bevor irgendwas passiert.

Wie gesagt, ich weiß, dass unsere Jungs echt wild sein können, aber sie sind definitiv nicht so bösartig wie beschrieben.

Mit unseren Kindern haben wir selbstverständlich auch nochmals gesprochen und ihnen eingeimpft, dass sie sich nicht mehr provozieren lassen sollen und wenn so etwas vorkommt, sollen sie es einem Lehrer sagen.
Darüber hinaus werden wir die Belohnungskarten trotzdem einführen.

Wir haben nun aber viel eher die Sorge, dass unsere Kinder nun bereits ihren Stempel bei der Lehrerin weg haben...

Ich bin wirklich gespannt wie es weiter geht...

Viele Grüße

Das stellt die Sache natürlich ganz anders da, die Idee mit der Belohnungskarte finde ich eine gute Idee.
Glaube nicht, das die Lehrerin sich innerhalb von knapp 5 Wochen schon so in ihrer Meinung festsetzt. Sie müsste ja wissen, das es eine Weile braucht, bis jeder seinen Platz in der Klasse gefunden hat.

LG Sandra8118 🌺

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