Sollten Kinder aus dem Klassenzimmer oder vor der Schule abgeholt werden?
Ein Tipp vom urbia Team

Abholen aus der Grundschule

Hallo, meine Tochter ist gerade 7 geworden und geht in die 2. Klasse. In der Regel fährt sie schon den Schulweg morgens alleine mit ihrem Roller, entweder mit einem Nachbarskind aus der 3. Klasse oder auch ganz alleine. Mit dem Roller ist sie in 5-6 Minuten da. Dann trifft sie unterwegs vielleicht andere oder kommt eben alkeibe an. Ich habe mit ihr schon seit Jahren das sichere Zurechtkommen im Straßenverkehr geübt uns ich vertraue mittlerweile ihrem Gefahrenbewusstsein und ihrem Respekt auch vor unberechenbaren Autofahrern oder Fremden unterwegs. Sie kennt meine Handynummer auswendig und weiß, wie man sich im Notfall Hilfe holt usw.
Ich bin stolz auf sie und ihre kleinen erworbenen Selbstständigkeiten, und sie ist froh, dass wir ihr sowas zutrauen.
Dennoch habe ich immer wieder den Eindruck, dass wir da eher eine Ausnahme darstellen. Die meisten Kinder werden noch gebracht, der Tornister wird zum Teil sogar von der Mama den ganzen Weg getragen.
Das wäre auch nicht so schlimm, wenn nicht auch das Thema Abholen wäre. Die meisten holen ihre Kinder noch vor dem Klassenraum ab. Das habe ich in letzter Zeit auch noch öfters getan, aber ich komme mir dabei absolut fehl am Platz vor. Mütter im Schulgang vor der Klasse fibde ich in der 2.Klasse nur dann OK, wenn es etwas Wichtiges mit dem Lehrer ofer OGS-Erzieher zu besprechen gibt, das nicht warten kann. Mittlerweile erwarte ich von meiner Tochter, dass sie sicg selbst abmeldet und zur vereinbarten Zeit aus dem Schultor zum Auto kommt, wo auch die Kleinen Geschwister in der Regel schon im Auto sitzen, so dass ich mit ihnen auch nicht rein muss. Das finde ich auch völlig normal. Und nur so lernt sie auch auf Dauer, sich zu organisieren, denn wenn sie etwas vergessen hat, erinnere ich sie nicht vor der Klasse daran, sondern sie muss mit den Folgen leben und lernt für das nächste Mal daraus (zurückgehen und es holen oder am nächsten Tag eben mal unvollständige Hausaufgaben zur Schule bringen.. ).
Das Problem ist jetzt eigenFluch bloß, dass wir wieder in der Minderheit sind, so dass meine Tochter denkt, das Abholen im Schulgebäude sei das Normale. Heute sagte sie:"Warum kann die Mama mich nichteinmal drinnen abholen, ohne dass ich rauslaufen muss? Wie alle anderen normalen Mütter?"
Es interessiert mich jetzt mal, wie ihr das seht? Seht ihr das so wie ich, dass doch eher das Abholen draußen außerhalb des Schulgeländes das "Normale" sein sollte und meine Tochter durch das Verhalten der anderen eine "verkehrte Welt" in den Kopf gesetzt bekommt? Oder sollte ich mich im 2.Schuljahr den anderen anpassen und meine (vom Charakter her alles abdere als ängstliche, unsichere oder nicht selbstbewusste) Tochter mehr "bemuttern" und begleiten, indem ich sie vorm Klassen-oder AG-Raum abhole, so wie die es sich heute Morgen gewünscht hat?
Ich bin jetzt etwas unsicher, weil ich nicht mehr genau einschätzen kann, was sich mein Kind bloß wünscht und was es tatsächlich braucht (für eine gesunde Entwicklung) und ob das beides übereinstimmt oder nicht...
Danke schonmal für eure Antworten!

Bitte entschuldigt die Flüchtigkeitsfehler! Ich habe zu hastig getippt...

Hallo,

ich würde deiner Tochter erklären das nicht ihr die Ausnahme seit, sondern die anderen sich nicht richtig verhalten. Da hätte ich recht deutliche Worte gefunden, denn die anderen Eltern behindern ihre Kinder in einer gesunden Entwicklung.

Im Klassenraum abholen war an unserer Schule gar nicht gern gesehen bzw. wurde solchen Eltern recht schnell erklärt das sie es lassen sollen. Auch die Lehrer mögen diese Gespräche zwischen Tür und Angel nicht gerade.

Zeig ihr wie selbstständig sie ist und was sie alles allein kann. Mein Sohn ist bereits in der 1. Klasse allein nach Hause gekommen. Da hab ich ihn höchstens abgeholt wenn es richtig mieses Wetter war.

LG
Tanja

Hallo,

warum fährt sie mittags nicht mit dem Roller auch allein zurück?
Das fände ich altersgerecht und das Thema, WO Du sie abholst, hätte sich erledigt.

LG

Das ist ein guter Einwand! Ich überlege auch zur Zeit, ob ich es demnächst so mache. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich mich nicht noch mehr als Rabenmutter fühlen möchte, da das ja NOCH mehr "Vernachlässigung" wäre und auch weil es nach den AGs durchaus mal 16 Uhr werden kann und ich auch Sorge habe, dass ich in der Zeit (ca.15 Uhr) noch nicht vom Abholen meiner anderem Kinder zurück bin, deren Kindergarten ca. 14 Autominuten weiter weg liegt. Dann wäre sie an manchen Tagen vor mir da. Und es ist schonmal vorgekommen, dass sie am einem Tag, an dem ich bis 15 Uhr arbeitete und danach erst auf dem Weg die Geschwister abholte, alleine nach den Hausaufgaben heimging (mit Schlüssel) und unterwegs ein Nachbarskind mit seiner Mutter traf und mit ihnen spontan draußen blieb zum Spielen. Dieses Kind wird nämlich in der Regel noch draußen beaufsichtigt und darf nicht unbeaufsichtigt draußen sein, auch wenn es schon 7 ist. Da kam ich mir halt ein bisschen als Rabenmutter vor, als ich kurze Zeit später hinzu kam. Ich will keinen falschen Ruf der Kindesvernachlässigung bekommen...

Moin,

ja irgendwie ist es eine verrückte Welt geworden, in der man auf der einen Seite helikoptert wenn man sein Kind von der Schule abholt, auf der anderen Seite aber - und da kann ich Deine Sorge verstehen ich hab auch schon so Kommentare gehört - Angst haben muss dass einem Vernachlässigung und Leichtsinn vorgeworfen wird. Fakt ist aber dass es eigentlich altersgerecht ist dass sie läuft / mit dem Roller fährt und wenn Du merkst dass Dir jemand da übles nachredet wie Deine Nachbarin dann musst Du halt auch Schwein sein und ihr sagen dass sie ihr Kind überbehütet. Etwas falsch zu machen nur weil es gerade bei einigen IN ist ... steht doch eigentlich nicht zur Debatte. Wenn es bei Euch so aufgenommen wird wehr Dich, bind die Schule ein, Schulpolizisten ... es gibt genug die dafür kämpfen dass Kinder alleine in die Schule dürfen! Du findest Verbündete!

LG
WuschElke

Hi,

ich habe meine Kinder nur die ersten 1 bis 2 Wochen zur Schule gebracht, danach wollten sie alleine gehen. Die Nachbarskinder wurden alle mit dem Auto bis vors Tor gefahren und das auch bis zur 4. Klasse. Die Mutter gegenüber trägt ihrem 4.Klässler immer noch den Ranzen. Mir egal, die tun sich und ihren Kindern damit sicher keinen Gefallen. Das sind dann auch die Eltern, die sagen "Wir müssen noch Hausaufgaben machen oder Wir schreiben eine Klassenarbeit". Wer´s braucht...
Abgeholt habe ich die beiden Großen aus der OGS, da ich eh auf dem Rückweg von der Arbeit war.
Der Kleine geht in die 3. Klasse und geht nicht in die Betreuung, sondern kommt direkt nach der Schule nach Hause. Da er mit 2 anderen als Einziger von der Schule direkt nach Hause kommt, gibt es da auch kein Elterngedrängel auf dem Flur.
Bei meinen Großen war das anders, da waren noch nicht so viele Kinder in der Betreuung und die Eltern stürmten regelmäßig das Klassenzimmer nach dem Schellen, so dass meine Kinder Probleme hatten, das Klassenzimmer zu verlassen und an ihre Sachen zu kommen.

lg

Das geht hier genauso, zumindest bei unserer großen Tochter in der 3. Klasse... Die Eltern gehen schnurstracks in die Schule und holen ihre Kinder vorm Klassenzimmer ab...

Ich finde das furchtbar und habe dann immer den Gedanken, dass die Eltern ihren Kindern nicht zutrauen, das eigene Auto zu erkennen... #schein

Unsere Tochter hat dann auch mal versucht, mir erzählen zu wollen, dass sie auch möchte, dass ich sie an der Klasse abhole... Da unsere kleine Tochter aber im Auto ihren Mittagsschlaf gemacht hat, habe ich ihr den Zahn gezogen...

Lass dich nicht verunsichern... Das Verhalten der anderen ist auf keinen Fall gesund, nur leider sind die anderen Eltern auf dem Ohr taub...

LG

Huhu

Also wir haben bisher wirklich direkt gegenüber der Schule gewohnt. Meine Tochter ist dann ab der 2ten Klasse auch oft alleine übergelaufen. Nachmittags habe ich sie meist abgeholt.

Es gibt einige Eltern die ihre Kinder auch alleine laufen/fahren ließen und viele die auch in der 4ten Klasse noch auf dem Schulhof standen und warteten bis es klingelte bzw die Tasche sogar zur Klasse trugen.

Jede Familie ist halt anders. Und jede Familie muss für sich den richtigen Weg finden. Ich persönlich muss ehrlich sagen ich bringe sie gern zur Schule. Obwohl sie jetzt mit dem Bus fahren könnte ( das Schulgebäude wird saniert und sie ist in einem anderen Gebäude außerhalb untergebracht). Der Bus ist sogar ausschließlich für die Kids dieser Schule und hält nirgendwo anders. Sie findet es im Moment auch noch schön .

Ich würde sie weiterhin abholen, sodass sie weiß du bist da und es interessiert dich sie dort zu holen. Es ist einfach schön zu wissen, da steht jemand und wartet. Und ab und zu, es muss ja nicht jeden Tag sein, überrascht du sie und gehst rein.

Normal finde ich es übrigens auch nicht dem Kind die Tasche zu tragen und Händchenhaltend in die Klasse zu bringen oder dort zu holen. Aber was ist schon normal?

In unserer Grundschule durfte man zum Abholen oder Bringen gar nicht ins Schulhaus.

Natürlich gab es ein paar Eltern, die ihre Kinder immer geholt oder gebracht haben, aber genauso normal war, dass die Kinder selbständig zur Schule kamen und wieder heim gingen.

Meine Kinder sind ab dem zweiten Schultag alleine zur Schule gegangen (und auch wieder nach Hause), deutlich weiter als 5 MInuten. Andere Kinder haben das auch so gemacht.

Allerdings hätte ich sie nicht mit dem Roller fahren lassen. Zum einen weil das generell ein sehr unsichere Verkehrsmittel ist, zum anderen weil die Kinder mMn in dem Alter schon zu Fuß im verkehr gut gefordert sind, mit einem schnelleren Verkehrsmittel aber überfordert.
Außerdem schadet ihnen so ein kleiner Spaziergang nicht;-).

Hallo,

also bitte, das wäre das mindeste, dass du sie vor dem Klassenraum erwartest, ihr in Jacke und Schuhe hilfst und den Ranzen trägst!

Weißt du was? Andere Eltern interessieren mich nicht, ich brauche auch kein Gespräch zwischen Tür und Angel, dafür gibt es die Sprechstunde. Alles andere ohne Aufschub schreibe ich ins HA-Heft.
Natürlich wünschen sich die Kinder, dass die anderen sehen, „oh, schaut, ich habe auch eine tolle Mama/Papa, die gibt es tatsächlich!“
Ist doch schön, wenn sie stolz auf uns sind.
Verständlich, wir zeigen uns ja auch gerne mit Kind.

Deshalb gebe ich auch ein oder zweimal im Jahr dem nach, einmal zum Geburtstag, wenn ich Kuchen bringe und einmal, wenn das Kind das möchte.
Insgeheim hätte es natürlich gerne mehr Gelegenheiten, aber es ist ein Kompromiss mit dem es zufrieden ist.

Ab und an hole ich es auch am Schultor zu Fuß ab, einfach, weil ich in der Stadt was zu erledigen hatte und zwangsläufig an der Schule vorbeikomme.

Wie gesagt, was andere Eltern tun, ist mir schnurz, die werden ihre Gründe haben und es steht mir nicht zu, ein Urteil zu fällen.
Das ist doch auch das, was mich so nervt, jeder meint immer, dass er es besser macht und alle anderen müssen sich genauso verhalten.

VG, midnatsol

Bei uns haben vom ersten Schultag an Eltern im Schulgebäude nichts zu suchen. Da gibt es auch ganz klare Ansagen von der Schulleitung und den Lehrern dazu. In den ersten beiden Wochen haben sich die Klassen im Hof gesammelt und sind gemeinsam ins Klassenzimmer gegangen, nach Schulschluss wurden sie von den Lehrern auf den Hof gebracht. Nach ca. 1 1/2 Wochen sollten die Kinder beide Wege selbständig machen. Das ist auch bei unserer relativ großen Grundschule mit ca. 500 Kindern echt kein Problem und von jedem Erstklässler zu meistern. Eigentlich schade, dass das von Eurer Schule nicht so gesteuert wird - vielleicht kann man das auf einem Elternabend mal ansprechen?

Ich finde es genau richtig, wie ihr das macht. Du schilderst ja, wie Deine Tochter daran wächst, immer selbständiger zu werden, wie sie lernt, sich zu organisieren und wie gut es ihrem Selbstbewusstsein tut. Das beobachte ich auch immer bei meinen Kindern, und ich bin überzeugt, dass es wichtig ist, dass sie ihren Radius immer mehr erweitern.

Ich würde auf jeden Fall dabei bleiben und meiner Tochter schildern, dass es richtig ist, wie ihr das macht und dass es toll ist, was sie schon alleine schafft. Wie bereits geschrieben würde ich auch als nächstes schauen, dass sie auch den Heimweg allein geht.

in unserer Grundschule dürfen die Eltern der Erstklässler in der 1. Woche ihre Kinder direkt vors Klassenzimmer bringen, danach haben sie sie am Schultor abzugeben. Abgeholt werden darf bei uns grundsätzlich nur VOR dem Schulgebäude.

unsere Grundschulkinder holen wir auch persönlich und auch vorm klassenraum ab, wenn das anders wäre müssten wir es schriftlich mitteilen, das die Kinder alleine gehen sollen... ich bin mir nicht zu schade um kurz hoch zu laufen mein kind zu empfangen usw..hin fahrten die kinder oft selber ... und ab weiterführenden Schule klappt alles gut ganz allein... da wartet dann auch keiner ... ich würde mein Kind auch nicht zum sonderling machen wenn ich du wäre, es sieht so aus als ob du sioe wegen geschwister einschränkst, traurig ist das, ich habe 5 Kinder und es läuft trotzdem alles so das keiner sich abgeschoben fühlt

"ich bin mir nicht zu schade"
"Kind zum Sonderling machen"
"traurig ist das"
"so das keiner sich abgeschoben fühlt".

Unglaublich, das Du auch noch anderen Müttern ein schlechtes Gewissen einreden möchtest, weil sie ihr Kind nicht so beglucken wie Du...

Das hat doch nichts mit "zu schade" oder "Abschieben" zu tun! Ich finde es wirklich wichtig, dass Kinder auch schon in der Grundschule Schritte in die Selbständigkeit machen, und nicht erst in der weiterführenden Schule.

Meine Kinder werden geliebt, und das bekommen sie zu spüren - durch ganz andere Dinge wie dauerhafte Begluckung. Es kann auch ein Ausdruck von Liebe sein, Kinder in ihrem Wachsen und auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. Das sehe ich als meine Aufgabe als Mutter, und nicht, sie so lange an mich zu binden wie irgendwie möglich.

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Bei uns ist es gar nicht "erlaubt", dass die Eltern das Kind bis ins Klassenzimmer bringen.
Direkt am ersten Elternabend noch vor der Einschulung wurden alle Eltern angewiesen, dass die Kinder möglichst allein zur Schule gehen sollen und die Eltern, wenn sie ihr Kind schon hin bringen, es dann vor dem Schultor abgeben sollen.
Daran halten sich eigentlich auch fast alle Eltern. Hier wird ganz sicherlich niemand noch in der 2. Klasse bis zum Klassenraum gebracht. Es gibt dazu auch immer mal wieder Elternbriefe, in denen die Eltern daran erinnert werden, dass die Kinder den Schulweg allein bewältigen sollen.
Ich finde dieses bemuttern überflüssig und hinderlich in der Entwicklung der Kinder.

Sehe es wie du. Bei uns hängt an der GS ein Schild an der Tür: "Liebe Eltern, bitte trauen Sie Ihren Kindern zu, ab hier den Weg zur Klasse allein zu finden." #schein

Bei uns steht auch sowas ähnliches vor dem Tor. "Liebe Eltern ab hier schaffen wir es alleine".

Normal sollte es doch so sein, dass keine Mütter vor der Schule stehen.....
Ich habe es immer so gehandhabt, dass ich unser Kind abholte, wenn Geburtstag war oder man tatsächlich einen wichtigen Termin hatte. Ansonsten...schüttel ich immer den Kopf, wenn ich das morgendliche Chaos an unserem Gymnasium sehe......wie haben wir das eigentlich früher geschafft.....

ich denke, dass hier schon von der Schule aus ein ganz großer Fehler gemacht wird.

Bei uns steht ab der zweiten Woche nach den Sommerferien ein GROßES Schild an der Türe

"von hier können wir alleine gehen".

Im Elternbrief steht, dass nur in Ausnahmefällen Eltern auf den SChulgelände erlaubt sind., sprich, wenn man was wichtiges unangemeldetes hat oder halt einen Termin.

Find ich wichtig. - und Gut.

da scheinst du in der Minderheit zu sein .... aber behalte das bei: --- es ist wichtig...

klar: also um deiner TOchter mal zu zeigen, dass du für sie da bist, weil sie es anscheinend so vesteht: würde ich sie vielleicht mal in der Schule abholen ... aber grundsätzlich würde ich mich eher dafür stark machen, dass eure schule diesen Kindergarten abschafft....

An der Grundschule unserer Tochter war es so, dass sehr stark darauf gedrängt wurde, dass die Eltern nicht mehr bis IN die Schule begleiten, da hingen auch so Schilder "ab hier kann ich das allein", da war es mehr die (negative) Ausnahme, wenn Eltern den Schulflur bevölkerten.
Ich fand das auch absolut ok und habe immer (auch meinen Töchtern war das seeeehr recht) draußen gewartet, was soll ich auch da, das ist der Bereich meiner Töchter, ihre Schule und kein Kindergarten mehr. Und selbst im Kindergarten habe ich die Gruppenräume niemals ohne direkte Aufforderung betreten, selbst da haben mich die Mamas genervt, die bei jedem Abholen in den Raum starteten und im Weg standen.
Also, ich sehe dich als normal an, bei uns war es das auch und wie oben erwähnt auch ausdrücklich erwünscht!
LG

Mal weiter gedacht: Erwachsene, die sich jederzeit auf dem Schulgelände aufhalten sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Kein Lehrer, kein Hausmeister kann alle persönlich kennen, und weil es so viele sind, wird auch keiner angesprochen, zu wem er denn gehört. DAS ist in meinen Augen eine reale Gefahr. Für die wieder mal die Eltern selbst mit ihrer verschobenen Risikobeurteilung sorgen. Genau wie die Eltern, die ihre Kinder aus Agst vor Verkehrsunfällen am liebsten mit dem Auto bis in die Klasse fahren wollen und dabei für die eigenen und alle anderen Kinder selbst die größte Gefahr darstellen.

genau DAS!
Wie ich auch schon schrieb, ein Hund der sich in den Schwanz beißt ... und kein Ende in Sicht #augen

Bei uns durften Eltern beim Bringen oder Abholen gar nicht ins Schulgebäude hinein, ohne Erlaubnis eines Lehrers. Nur wenn man einen Termin hatte.
Da warteten Eltern (schon ungern gesehen )direkt am Schulhauseingang, die meisten aber vor der Pforte ausserhalb.
Ich finde es schon zwecks der Unübersichtllichkeit, in Massen von Leuten unverantwortlich, Kein Lehrer kennt alle Gesichter, keiner kann ausschließen ob oder wieviele Fremde sich darunter herumlungern.
Für mich sind solche Eltern Helikoptereltern, die ihren Kind null zutrauen und evtl. aus übereifrigen Neugier vorne mit der Nase dran hängen müssen.
Ich fuhr in den ersten zwei Tagen früh mit den Bus mit und zum Schulschluss begleitete die Lehrerin die ersten Tage ihre Schüler zum Bus. Ab da fuhr sie alleine .
wir hatten aber das Glück, das bei uns die Haltestelle fast vor dem Haus ist und in der Schule auch.

Ich sehe es wie du und halte Erziehung zur Selbstständigkeit für enorm wichtig. Klar kann man auch mal als Ausnahme auf dem Schulhof warten - aber sobald das Kind den Schulweg alleine meistert, so wie dein Kind, sollte man ihm das auch zutrauen, statt es klein zu halten, so zu tun, als ob es 3 wäre und man es vom Klassenzimmer aus abholen müsste.....
VG

Bei uns wurde es so schlimm, dass es in der Hausordnung der Schule verankert wurde, dass außer bei den Hortkindern im Hortbereich kein Elternteil die Schule zu betreten hat.

Ausnahmen: Elternabend und Elterngespräche, Elternrat, Elternkonferenz und Elternaktivitäten....Eltern-Nachmittage/Feste. Und alle Lehrer sind angewiesen die Eltern nach draußen zu bitten.

Ansonsten steht überall. Und wirklich überall: Eltern warten vor der Schule auf ihre Kinder.

Und es geht jedes Halbjahr die Empfehlung gleich mit der Materialliste rum, die Kinder selbstständig zur Schule und nach Hause gehen zu lassen.

Bei uns gab es Schlägereien unter der Eltern, angefahrene Kinder, Eltern die andere Kinder "zurecht gerückt" haben im Klassenraum, zugeparkte Feuerwehrzufahrten, überhaupt alles zugeparkt. Anlieger haben Schranken errichtet um die ganzen Eltern von ihren Parkplätzen runter zu bekommen. Die ganze Palette des Irrsinns.

Ich war erst etwas irritiert von der Regelung, kann sie inzwischen aber weiter empfehlen.

Schlag doch sowas mal beim Elternabend oder den Elternsprechern vor. Mit all den Eltern kommt es ja häufig zu Problemen. Und die Kinder müssen wirklich nicht in den Klassenraum gebracht oder von dort abgeholt werden. Das hemmt doch ihre Selbstständigkeit enorm. Man kann sich auch draußen treffen und auch ein paar Meter von der Schule entfernt, wenn es denn ohne Auto nicht geht.

Hallo,

unsere Tochter geht jetzt auf die weiterführende Schule und ich bin immer noch erstaunt, wie viele Kinder noch gebracht/abgeholt werden.

Wir haben die Abmachung, wenn es nicht in Strömen regnet, wird mit dem Roller/Fahrrad gefahren. Punkt.

In der Grundschulzeit gab es regelmäßig Aufforderungen, dass die Eltern ihre Kinder doch bitte nicht mehr bringen, schon gar nicht auf das Schulgeländen (mit) kommen.
War und ist leider einfach nicht umsetzbar, da viele Eltern da einfach ignorant sind.

Folge: Staus und gefährliche Situationen. Aber egal, Hauptsache, das eigene Kind sitzt sicher im Auto ...


"Ein Hund, der sich in den Schwanz beißt" quasi ...

Zu deiner Frage: ich bin dafür, Kinder selbständig werden zu lassen und das so früh wie möglich. Bestärke deine Tochter darin, dass sie nicht abgeholt werden muss, weil sie dafür einfach langsam zu groß ist.
Vielleicht geht sie dann bei den Kindern (und deren Eltern) als positives Beispiel voran ;-)

LG
sonntagskind

>> unsere Tochter geht jetzt auf die weiterführende Schule und ich bin immer noch erstaunt, wie viele Kinder noch gebracht/abgeholt werden.<<

PS: das weiß ich aus Erzählungen ;-)

Ich verstehe gar nicht, dass es so viel Angriffsfläche bei dem Thema gibt.
Im Normalfall regeln das die Schulen.
Bei uns dürfen Eltern ihre Kinder nicht bis zur Klasse bringen.

Wenn Eltern ihre Kinder in die Schule bringen wollen, dann sollen sie es tun.
Wenn ihre Eltern ihre Kinder allein in die Schule schicken wollen, dann sollen sie es tun.
Es muss zu den Eltern dem Kind und ihren Prioritäten passen.

Es erscheint mir ähnlich wie mit dem Familienbett. Am Anfang ist es ok, aber ab Zeitpunkt x soll das Kind lernen im eigenen Bett zu schlafen.

Ich denke egal wie man das Thema handhabt, ob man die Kinder holt oder allein gehen läßt, ob man es je nach Bedarf mixt. Lernen werden es alle Kinder.
Aber alle Kinder und Eltern haben unterschiedliche Bedürfnisse und Prioritäten.

Wenn die Kinder groß sind können die Kinder selbstständig Wege zurücklegen, sich organiusieren, Selbstverantwortung zeigen und schlafen nicht mehr im Bett der Eltern.
Ganz gleich , ob sie in der Grundschule von ihren Eltern gebracht und abgeholt wurden oder ob sie schon zeitiger selbstständig zur Schule gingen.

Viele verpassen aber diesen Zeitpunkt wann es Zeit wäre los zu lassen und die Kinder nehmen die Hilfe an, weil es bequem ist und dadurch werden sie unselbständiger als Generationen zuvor. Selbst an Unis gibt es Probleme mit erhöhtem Elternaufkommen zu Einführungsveranstaltungen. Und meine Freundin hat sich letztens beworben. Etliche junge Erwachsene wurden zum Test von ihren Eltern gefahren, bis ins Gebäude gebracht, noch mit Küsschen hier und Tipps da. Und das nimmt immer mehr zu.

Meiner Meinung nach erziehen wir viel zu Angstvoll. Wir haben Angst dass sie alleine nicht weiter kommen und rennen deshalb überall mit. Und diese Entwicklung ist dich bedenklich. Wo ist das Selbstvertrauen der Eltern in ihre Kinder und in das was sie ihnen mitgegeben haben abgeblieben?

Also wir haben unseren Sohn auch schon zur Uni gefahren, weil er seine Bahn verpaßt hat oder weil es gerade so paßte.
Deshalb ist unser Sohn nicht unselbständig. Denn dazwischen lebt und organisiert sich allein.

Auch meine Kinder außerhalb der Grundschule fahren alleine zur Schule, obwohl sie in der Grundschule gefahren wurden.
Gesunde Kinder genießen es natürlich auch mal gefahren zu werden.
Grundsätzlich jedoch wollen sich abnabeln, alleine tun ese.

Das draußen im Autowarten setzt voraus, dass man immer um die selbe Zeit an der Schule ist und mit den aufsichtsführenden Personen in der Schule abgesprochen ist, dass xy allein nach Hause geht (auch wenn man im Auto wartet).

Bei uns ist das nicht möglich, unser Kind wird immer zu unterschiedlichen Zeiten abgeholt, einfach weil wir zu unterschiedlichen Zeiten Feierabend haben.
Ich kann nicht voraussetzen, dass jemand am Fenster schaut oder zur Tür rennt, um zu gucken, ob wir schon im Auto warten. Demnach gehen wir also rein und holen ab.

Habe grade ein Hörbuch darüber gehört. Ich muß mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen.
https://www.zu-fuss-zur-schule.de/
Leider ist es so schlimm, das es jetzt Aktionen gibt da sollen die Kinder eine Woche zufuß zur Schule kommen. Irgendwann wir das ganze ziemlich seltsam, wenn Mütter für ihre großen Kinder die Taschen schleppen. Besonderes schön Mama 150 cm , Sohn 200 cm...

Hallo,

ich finde, Du machst das schon richtig und ich sehe hier keinen Zusammenhang mit "Rabeneltern", "Kindsvernachlässigung", usw.

Wir handhaben es auch so, aber das bedeutet nicht, dass wir unsere Kinder vernachlässigen.

Was den Schulweg betrifft, so läuft meine Tochter (damals 6) seit der 2. Woche in der 1. Klasse.
Wenn sie das Wohngebiet runterläuft dann werden es zur Hauptstrasse hin mehr und mehr Kinder und es bilden sich Grüppchen.
Die schaffen das alleine und das ist auch gut so. Rückweg genauso.

Und das wurde auch schon vor Schulbeginn an einem Elternabend besprochen.
Es ist nicht erwünscht, dass sich Eltern im Schulhaus oder während der Schulzeit auf dem Pausenhof aufhalten - es sei denn, es geht um einen Notfall. Eine mal vergessene Brotbox oder Sporttasche kann beim Hausmeister an der Tür abgegeben werden oder zur Not im Sekretariat.
Und die Klassenlehrerein hat an die Eltern apelliert, dass die Kinder doch bitte laufen sollen. Das sei gut, es durchblutet den Körper und die Kinder sind dann viel frischer im Kopf, wenn sie morgens mal 15 Minuten an der Luft laufen.

Wir fahren unsere Tochter nur wenn es wirklich in Strömen gießt.

Die Klassenlehrerin hier hat auch gute Ansätze damals gebracht.

Bitte keine Schultaschen tragen, das können die Kinder selber.
Ein Kind soll sich ruhig auch mal alleine auf dem Weg zur Schule eine Brezel beim Bäcker kaufen.
Vergessene Hefte, Bücher usw - sie akzeptiert keine Ausrede a la "Aber meine Mama hat mir das nicht eingepackt!" sondern die Kids sollen sich um ihr Schulzeug selber kümmern.
Man darf als Mutter mal fragen, ob der Ranzen gepackt ist oder ob die Sporttasche schon abends im Flur steht oder alles komplett ist. Aber es ist der Job der Kinder, das selber zu regeln und zu melden, wenn was ist.
Wenn z.B. der Klebestift leer ist, dann soll das Kind lernen, selber rechtzeitig Bescheid zu geben, dass ein neuer gekauft wird.

Ganz ehrlich, so ein paar Taschenträgerinnen haben wir hier auch.
Und eine Whatsappgruppe, was da unnötiges Zeug herumdiskutiert wird - alleine die Hausaufgaben, wie ist das gemeint, was haben die auf?
Ich habe das zwei Mal gemacht - meine Tochter hat sich die HAs nicht aufgeschrieben und wusste nicht, was sie mit dem Arbeitsblatt anfangen soll und mich dann ratlos und schulterzuckend angeschaut wie die Kuh wenn's donnert.
Ich habe ihr klargemacht, dass sie in der Schule sitzt. Nicht ich.
Sie muss wissen, was da gemacht wurde und worum es geht.

Und das ist keinesfalls böse gemeint.
Ich liebe meine Kinder beide, aber ich tu ihnen keinen Gefallen, wenn ich sie dauernd betüddel und ihnen alles abnehme.
Sondern ich lerne ihnen Selbstständigkeit.
Denn auch in der Schule wird es immer kompakter mit dem Unterricht und dem Stoff und da muss ein Kind bzw. Jugendlicher sich auch weitläufig selber organisieren können. Ich helfe gerne und wo ich kann aber ein unnötiges Betüddeln kommt für mich nicht in Frage.

LG

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