Wie schnell haben sich eure Kinder an einen längeren Schulweg/öff. Verkehrsmittel gewöhnt?

Ich würde meine Große gern an einer weiterführenden Schule anmelden, die von den KM her nicht besonders weit von uns entfernt ist. (ca. 5 km) Von der Anbindung aber nicht besonders toll zu erreichen ist. Sie müsste mit dem Bus fahren und auf dem Hinweg 1 x umsteigen, auf dem Rückweg -je nach Linie sogar zwei oder drei mal. Das macht mir im Moment noch ein wenig Sorgen. Ich könnte sie ab und zu auch mal fahren, aber es wäre mir sehr wichtig, dass sie auch alleine diese Strecke meistern kann. Gibt es jemanden mit ähnlich kompliziertem Schulweg und wie kommen eure 5. Klässler damit zurecht? Haben sie sich schnell daran gewöhnt? Wenn ich mir vorstelle, dass sie im nächsten Winter im Dunkeln um 7 in den Bus steigen muss, krieg ich ein wenig Angst. Seid ihr da lockerer?

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Hallo
5 km sind ja nicht viel, da könnte sie doch auch mal Fahrrad fahren oder macht das die Strecke nicht möglich ?

Unser Nachbarskinder die im benachbarten Ort aufs Gymnasium gehen fahren das immer Fahrrad, das ist eine weitere Strecke als 5 km und klappt gut.
Für 5 km 2 oder 3 mal umsteigen finde ich schon etwas krass, auch von zeitlichen Aufwand für so eine kleine Strecke.
Meine Tochter selbst ist ab der 5 klasse hauptsächlich Bus gefahren und das hat immer ohne Probleme geklappt.
Morgens stand auf dem Bus "Schulbus", sie wusste die Nummer die der Bus hatte, wusste das sie wenn sie sich nicht sicher ist den Bus Fahrer fragen soll aber das war eigentlich nie nötig da sich schnell eine Gruppe der Bus Fahrer angefreundet hat die es zusammen immer super gemeistert hat.
Nach einer weile wussten sie ja eh wer in dem Bus fährt und haben sich auch daran gehalten oder die älteren Schüler gefragt.
Das es morgens dunkel war fand ich nicht schlimm.

LG

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Deine Große ist gesund, oder?
Warum traust du ihr so wenig zu?

Mein Sohn ist in der Vorschule 27 km (einfache Strecke) gefahren - allerdings ohne umsteigen. Ab der 1. Klasse war er in einer anderen Schule und es waren "nur noch" 10 km.

Wenn ich mich an meine eigene Zeit auf dem Gym erinnere - das war 15km entfernt, in der nächsten größeren Stadt, einige kleine Dörfer dazwischen, kein Fußweg, kein Radweg. Der Weg war ähnlich chaotisch wie bei deiner Tochter. Ich habe es gehasst. Als die Zeit vorbei war, war ich froh. Da ging es aber niemals um das "schaffen". Natürlich habe ich es geschafft. Das war gar keine Frage. Manchmal bin ich mit Freundinnen gelaufen (über die Felder), manchmal Fahrrad, manchmal sind wir auch 5 Minuten eher gegangen und haben so den besseren Bus noch geschafft...und ja, absolut selten würde ich auch von irgendjemanden aus meiner Familie mal abgeholt.

Sowas macht einen unheimlich selbstständig und stärkt einen. Danach kann man einiges selbst. Gib ihr die Chance zu lernen.

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Hallo,

wenn jemand sowas fragt, merke ich immer erst, wie unterschiedlich das so ist...

Bei euch war die Grundschule wahrscheinlich in der Nähe und in wenigen Minuten fußläufig erreichbar. Das war bei uns nie so.

Seit einiger Zeit wohnen wir in einem Randbezirk einer Großstadt. Es gibt hier keine Schule und in der Großstadt auch keinen Sprengel. Jeder geht also auf die Schule, die er will. Das bedeutet leider auch, dass alle Kinder aus unserem "Dorf" in 4 verschiedene Schulen gehen, alle ungefähr im Abstand von 5 km.

Hier gibt es auch keine Schulbusse. Die öffentlichen Verkehrsmittel werden in der Schulzeit (Früh, Nachmittags, nicht in den Ferien) aufgestockt. Jeder muss also selbst wissen, was wie am besten funktioniert.

Alle Kinder, die meisten ab der 1. Klasse, fahren hier Bus. Jeder bekommt die Unterstützung, die er gerade noch braucht (z.B. zur Bushaltestelle bringen). Viele Kinder, vor allem natürlich die in weiterführenden Schulen, müssen (mehrfach) umsteigen.

Und jetzt mal ehrlich: Das läuft wie Butter! Die erste Zeit übt man mit dem Kind Bus und Straßenbahn fahren im Allgemeinen (wie verhält man sich, wo geht die Tür auf, was passiert wenn etc...). Dann übt man die eine Strecke, dann die nächste (zum Hobby zum Beispiel) und die nächste (zum nächsten Hobby). Und mit 10 können sich diese Kinder im Stadtgebiet frei bewegen (natürlich eher in "ihren Ecken").

Es gibt auch Eltern, die machen das nicht mit. Mein Kind kann dies nicht und das nicht, dafür ist es noch zu klein und jenes traue ich ihm nicht zu.

Da kann ich nur sagen: Selbst schuld und nicht mein Problem!

Meine Kids fahren auch früh um 7 mit dem Bus. Sie sind 3. und 5. Klasse und müssen sogar noch 900 m zur Bushaltestelle zurücklegen (wie viele andere Schüler aus unserem "Dorf" auch).

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So oft bei den dem kurzen Fahrweg umsteigen?? B
Lass dein Kind 2-3 km laufen, so das sie evt. Direkt fahren kann.
Kann sie den Weg mit dem radl fahren?
Schaffen schon Grundschüler
LG
Lisa

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Trau ihr was zu! Ich habe mir am Anfang auch etwas Gedanken gemacht, mein Sohn kam mit 9 auf die weiterführende Schule, und obwohl er sonst zu Fuß und mit dem Rad sehr selbständig unterwegs war, wollte er in Grundschulzeiten nicht alleine Bus fahren - er hatte Angst, dass er die Haltestelle verpasst #zitter

Die weiterführende Schule ist so knapp 4 Kilometer weg, und um dort mit Bus und Bahn hinzukommen, muss er ein- oder zweimal umsteigen und braucht 45 Minuten. Er hat sich, als klar war, dass er an der Schule angenommen wird, sofort darangegeben, die Strecken alleine zu fahren und die halben Sommerferien die Stadt mit Bus und Bahn erkundet

Mit dem Rad könnte er auch fahren (das haben wir am Anfang schon zusammen geübt, weil es ein paar hakelige Stellen in der Innenstadt gibt) und wäre viel schneller, aber nach anfänglicher Begeisterung fährt er schon lange nicht mehr Rad - alle anderen fahren Bus oder wohnen ganz nah an der Schule.

Ihr habt genügend Zeit zu üben, und sicher wird es ja auch andere Kinder geben, die zumindest Teilstücke auch mit dem Bus fahren. Spätestens in der Pubertät wird Mama-Taxi uncool ...

LG

Anja

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das geht schnell....es werden doch wohl noch andere Kinder den gleichen Weg haben...

meine Tochter damals 10, musste erst Bus, dann Zug und dann noch ein gewaltigen Fußmarsch zurücklegen...

zurück manchmal nur Bus mit Umsteigen, aber zu jeder unterschiedlichen Uhrzeit an einer anderen Haltestelle...

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Hallo,

ohne dein Kind zu kennen, kann ich dir ja mal von meinen berichten. Meine Söhne sind nun in der 4. und 3. Klasse und fahren jeweils seit dem Frühjahr der 1. Klasse alleine mit dem Bus zur Schule und zurück. Sie verlassen um kurz vor 7 das Haus, steigen einmal um und sind dann gegen 7:45h an der Schule. Du siehst, ein 5. Klässler kann das sicher locker bewältigen. Man sollte natürlich vorher üben. Meine Kinder rufen immer mit dem Handy an, wenn sich ein Bus verspätet oder sie einen verpasst haben. Das ist mir wichtig. Aber sie sind super stolz, dass sie das alles alleine können und fahren mittlerweile auch zu ihren Hobbys (Chor und Schach) mit öffentlichen Verkehrsmitteln quer durch die Stadt.

Nur Mut, das wird schon LG Ines

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Hallo,

das kommt darauf an, wie zuverlässig Bus und Bahn sind.

Wenn ich mir anschaue, was heute wieder im U- und S-Bahn-Netz von München abgegangen ist, bin ich froh, dass meine Tochter bei mir morgens im Auto sitzt und so pünktlich an die Schule kommt.

Sie müsste erst einmal etwa 15 Minuten an eine Trambahn hinlaufen. Die würde dann ca. 30 Minuten in die Stadt reinfahren, dann umsteigen in die U-Bahn, etwa 20-25 Minuten Fahrt.

Andere Möglichkeit 3x umsteigen mit verschiedenen Bussen + Fußweg. Fahrtzeit etwa 80 bis 85 Minuten.

Zum einen wäre sie ewig unterwegs und dann ist mir das Ganze dann doch mit zu vielen Unwägbarkeiten behaftet.

Mit dem Auto fahre ich etwa 35 Minuten.

GLG

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Hallo,

mein Sohn ist nach unserem Umzug an der alten Schule geblieben und fährt oft mit Bus und U-Bahn dahin. Am Anfang hatte ich fürchterliche Panik, aber er ist ziemlich stolz und souverän und es gibt ihm viel Selbstbewusstsein.

Er muss dafür aber noch früher los und wenn ich ehrlich bin, bringe ich ihn öfter mit dem Auto (liegt auf meinem Weg zur Reha gerade), damit wir nicht alle so früh aufstehen müssen.

Aber es klappt, mein Sohn ist gerade erst 10 Jahre alt geworden, hat ADS und ist auf der Förderschule.

Das kannst du deinem Kind schon zutrauen, denke ich.

LG

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