Verhaltensauffällig in 1.Klasse

Hallo.
Ich hatte hier schon mal gepostet bzgl. der Probleme meines Kindes in der 1.Klasse seit Einschulung.

Es gibt nach wie vor keine Besserung.
Ich war nach dem Erhalt des echt schlechten Zeugnisses nochmals beim KiA um mir Rat zu holen. Laut dem Zeugnis, wäre mein Sohn stark verhaltensauffällig, könnte sich nicht an Regeln halten, hätte kurz gesagt kein Sozialverhalten..

Der KiA war sehr erschrocken über das Zeugnis, von der Art und Weise wie es geschrieben wurde. Wirklich überhaupt nichts Positives...
Der KiA riet mir nun, dass ich eine Beratungsstelle aufsuchen soll um mein Kind mal näher ansehen zu lassen mithilfe eines Kinderpsychologen. Gesagt, getan...nächste Woche hab ich da einen Termin, erstmal ich alleine um die Situation zu schildern.

Heute war aber der Hub: Die Erzieherin fing mich ab und unterrichtete mich darüber, dass mein Kind mit noch nem anderen Jungen das Schulklo unter Wasser gesetzt hätte. Es hätte wohl ausgesehen wie Sau und als Strafe mussten sie dann den Müll aufm Schulhof aufsammeln. Das Gespräch fand im Beisein meines Kindes statt, da er erzählen sollte, was los war. Tat er auch. Die Erzieherin wurde dann auch etwas lauter und meinte, dass das so nicht geht und man sich bei so vielen Schülern an der Schule auch auf sie verlassen können muss, dass kein Blödsinn gemacht wird. Es kam aber nur durch Zufall raus. Es hätte keiner vorher gemerkt, dass die Kinder "länger" auf dem Klo verschwunden waren.

Habe dann noch gefragt, ob denn auch die Eltern des anderen Jungen darüber informiert wurden. Dies wurde verneint, da der Junge ja im Gegensatz zu meinem Kind Reue gezeigt hätte und eingesehen hat, dass es falsch war. Naja....

Hab dann Zuhause nochmal mit meinem Kind drüber gesprochen und er meinte, ihm war langweilig, in der Schule gäbe es ja nichts Ordentliches womit er sich beschäftigen könnte. Meine Konsequenz bekommt er natürlich für heute und er versprach sowas nicht wieder zu machen.

Aber ich fühle mich als Mutter im Moment echt mies. Ich frage mich, was ich falsch mache? Seit der Einschulung gibt es nur Probleme, jede Woche was Anderes und ich weiß nicht wo das auf einmal herkommt? Ich fühle mich als Versagerin. In der Schule werde ich die ganze Zeit schon hingestellt, als ob mich nichts interessieren würde, als wäre ich eine bockige Mutter...aber wer meine Beiträge verfolgt hat, weiß dass ich Gespräche gesucht habe und immer stehengelassen wurde.

Ich weiß mir im Moment keinen Rat und hoffe über die Beratungsstelle nähere Erkenntnisse zu bekommen.

Vielleicht gibt es hier auch Mütter, die in einer ähnlichen Situation sind/waren und mir einfach Mut zusprechen können. Für mich ist es mittlerweile der Horror mein Kind in die Schule zu bringen oder abzuholen. Von mittlerweile allen Erziehern werde ich nur angestarrt und verurteilt. Es ist echt unangenehm und ich fühle mich total allein gelassen, da mir nach wie vor nur Vorhaltungen gemacht werden....

Danke fürs Lesen.

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Ich wage mal eine ganz vorsichtige Interpretation... Du wurdest quasi von Schulbeginn an darauf hingewiesen, dass dein Sohn sich nicht an Regeln hält und sein Sozialverhalten zu wünschen übrig lässt. Du wurdest auch darüber informiert, dass dein Sohn richtig Mist baut, also z.B. das Schulklo unter Wasser setzt (was er nach eigener Aussage aus Langeweile getan hat). Deine Reaktion/Antwort darauf war, mit dem Kind zum Psychologen gehen und ggf. eine Therapie beginnen zu wollen. Die Lehrer sind davon nicht begeistert und halten dieses Vorgehen für übertrieben und den falschen Ansatz.

Mein Eindruck: Die Lehrer haben den Eindruck, dass dein Sohn keine Therapie braucht, sondern mehr Erziehung. Sie halten ihn für einen mehr oder weniger unerzogenen Bengel, der keine Grenzen kennt und sich deshalb permanent daneben benimmt. Sie wollen keine Therapie, sondern, dass du einen Erziehungsauftrag als Mutter wahrnimmst und deinem Kind Grenzen aufzeigst, bzw. ihm klar machst, was in der Schule geht und was nicht- und zwar so nachdrücklich, dass er sein Verhalten ändert.
Mein Rat an dich wäre, nochmal tief in dich zu gehen und zu überlegen, ob bisher wirklich immer alles so unauffällig war, wie du es beschreibst. Ganz oft laufen viele Dinge ja schon im Kindergarten nicht ganz optimal, in der Schule eskaliert die Situation dann aber, weil von den Kindern in einem viel höheren Maße als bisher Selbständigkeit und Regelbewusstsein erwartet werden und sie natürlich auch nicht so stark kontrolliert werden wie bisher (anderer Betreuungsschlüssel etc.)
Dann würde ich um einen Gesprächstermin mit der Lehrerin bitten und sie ganz offen fragen, welches weitere Vorgehen sie empfiehlt, bzw. was sie von dir erwartet und ihr auch ehrlich mitteilen, dass du nicht weiter weißt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Schule von dir eine viel stärkere Reaktion, bzw. stärkere erzieherische Maßnahmen erwartet hat, als sie von deiner Seite erfolgt sind. Welche Konsequenzen gab es denn für sein Fehlverhalten in der Schule bisher von deiner Seite? Ich gehe davon aus, dass du mit deinem Sohn geredet, bzw. geschimpft hast. Und dann? Offensichtlich hat das nicht zu einer Besserung seines Verhaltens geführt. Gab es weitere Konsequenzen?

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Danke für deinen Beitrag.
Natürlich habe ich mich auch versucht selbst zu beleuchten. Ob meine Erziehung nicht gut genug ist usw. Sonst würde ich nicht schreiben, dass ich mich als Versagerin fühle.

Natürlich rede ich mit ihm, schimpfe ihn auch und erkläre, warum wieso weshalb was nicht geht und er nicht machen soll. Konsequenzen ziehe ich auch durch. Er darf seine Lieblingsserie nicht schauen (das trifft ihn). Er darf nicht mit seinem Kumpel spielen, das wird dann eben abgesagt (die Mutter ist involviert dann warum usw.) Also es ist nicht so, dass ich irgendwas durchgehen lasse. Meist hilft es auch, dann ist bissl Ruhe. Aber ne Woche später steht dann wieder was im Heft was laut Schule nicht in Ordnung ist. Und dann folgen wieder Bestrafungen...aber das kann ja so auf Dauer nicht weitergehen...das hilft meinem Kind auch nicht wenn er immer und immer wieder nur bestraft wird...

Deshalb sehe ich mich mehr oder weniger gezwungen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ich habe auch die Lehrerin gefragt, welche Konsequenzen sie einsetzt für Fehlverhalten. Da meinte sie, was sie denn machen solle. Sie könne ihn ja schlecht wie früher mit dem Stock verhauen. Sie setzt ihn einfach vor die Tür und nach paar Minuten darf er wieder rein...

Trotz das mein Kind vielleicht Blödsinn macht, stimmen seine Leistungen. Er wäre durchaus sehr intelligent, musste die Lehrerin zugeben. Aber trotzdem verliert sie nie ein Wort über seine Stärken. Ich merke selbst, wenn er Anerkennung bekommt und Lob für etwas das er gut macht, dann reagiert er auch ganz anders...wie schon beschrieben, verliert die Schule kein gutes Wort über mein Kind und das gibt mir echt zu denken. Er selbst hat auch schon geäußert, dass er traurig ist weil er nie ein Lob bekommt, egal wie er sich auch anstrengt...und die Erziehung ist natürlich wichtig, aber muss auch ausgeglichen sein...er ist wirklich kein Tyrann, nie gewesen. Im Umfeld auch sehr beliebt und er hat seine Freunde, aber laut Schule ist er ein komplett anderer Mensch.

Wie gesagt, hoffe ich über die Beratungsstelle Hilfe zu bekommen.

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Wenn Du weißt, dass Lob bei ihm viel bewirkt, er das aber in der Schule nicht bekommt, dann hast du doch einen Handlungsansatz:
Führe zu Hause ein Verstärkungssystem ein. Belohne positives Verhalten und ignoriere negatives.

Wenn er aus der Schule kommt und keinen negativen Eintrag bekommen hat, dann gibt es dafür eine kleine Belohnung. Eine Sammelkarte z.b. (Fußball, Pokemon,...) oder etwas anderes, was ihm wichtig ist.

Hat er einen negativen Eintrag, wird KURZ darüber geprochen, was er hätte besser machen können. Bestrafung gibt es nicht (aber auch keine Belohnung) und er wird mit der positiven Bestärkung entlassen "morgen klappts bestimmt wieder!".
Wichtig ist für die Anfangsphase, dass die Belohnung wirklich UMGEHEND kommt. Also kein Sammelsystem, wo er erst mal 5 Tage schaffen muss. In der Anfangsphase der Verstärkungsarbeit muss erwünschtes Verhalten immer sofort belohnt werden. Nur so kann der positive Effekt eintreten.

Ich habe mit dem Verstärkersystem schon sehr gute Erfahrungen gemacht!!!

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http://m.urbia.de/archiv/forum/th-4715407/brauche-rat-probleme-1-klasse-seit-einschulung.html

Es hat sich quasi seit Deinem letzten Thread nichts geändert? Ratschläge hast Du ja schon jede Menge bekommen.
Für die Schule kann es so aussehen, dass Du bisher nichts unternommen hast. Seit Schuljahresbeginn ist ja schon etwas Zeit vergangen.

Grüße,
Fina

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Ok, vielleicht sieht es so aus als ob nichts passieren würde. Aber ich hatte der Lehrerin in dem Gespräch bereits mitgeteilt, dass ich dem natürlich nachgehen werde und sie informiere, sobald ich Näheres weiß. Da wurde ich schräg angeschaut und gemeint, dass ich doch nicht etwa zum Psychologen will. Das wäre übertrieben.

Ich meine, die Schule weist mich auf Probleme hin, spricht nicht weiter mit mir darüber und jetzt ist es falsch was ich tue um Besserung zu erzielen? Ich muss doch Ursachen herausfinden um entsprechend handeln zu können.

Aber danke trotzdem für die Antwort.

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Hallo,

warum brauchst du jemanden der dir sagt, was du machen sollst? In erster Linie sind doch wir Eltern für unsere Kinder verantwortlich und nicht andere.

Warum hast du das Zeugnis abgewartet und gehst damit zum KIA? Seit einem halben Jahr leiden viele Menschen unter dem Verhalten deines Sohnes, er sicherlich eingeschlossen und du wartest mit einer mir nicht erklärbaren Ruhe, aber auf was?

Die Lehrer, Erzieher warten auf eine handelnde Reaktion deinerseits, nicht auf eine Plauderstunde mit dir.

Ich bin keine Mutter eines engelgleichen Wesens, sondern Mutter eines ausgesprochenen Lausbubens, der in seinem Lernentwicklungsgespräch die "Quittung" bekommen hat. Ich habe mit heute Rat bei unserer Psychologin geholt, wie ich mit einer passiven Mutter umgehen soll. Ich schau nämlich inzwischen auch ein wenig schräg, wenn ich die Nachbarin treffe.

LG Reina

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Zum Hintergrund: 2 Wochen nach Schulbeginn habe ich die erste Mitteilung bekommen seitens der Lehrerin, dass mein Sohn überhaupt nicht gehen würde vom Verhalten und hat mich seitdem mit einer Therapie unter Druck gesetzt die ich doch machen soll. Habe da natürlich versucht mehrfach das Gespräch zu suchen, da ich nun mal mehr Hintergrundinformationen zum Verhalten meines Kindes wissen wollte und wie man zu der Aussage "Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, wenn nicht sogar ADHS" schließt. Da wurde ich abgewiesen mit "Ich könne nicht 2 Wochen nach Schulanfang schon ein Elterngespräch erwarten", "ich solle mich nicht so haben und die Sache so aufbauschen" usw. Danach war ich das 1.Mal beim KiA bzgl. dieser vorgeschlagenen Therapie. Der KiA war der Meinung dass 2 Wochen nach Schulbeginn solche Aussagen sehr gewagt sind und es doch einer gewissen Beobachtungszeit bedarf und in der Hinsicht es vorher nie Auffälligkeiten gab. Er hat mir dann kein Rezept ausgestellt.

Seitens der Schule kam auch nie ein Gespräch zustande wie man die Situation verbessern könnte, auch seitens von mir als Elternteil Zuhause. Dann folgte das Elterngespräch zum Zeugnis, wo auch nicht auf mich eingegangen wurde. Auch da habe ich natürlich versucht eine Lösung anzustreben, aber das stieß auf taube Ohren. Die Lehrerin sah mich nicht an während des Gesprächs, rasselte das Geschriebene im Zeugnis runter und man merkte, dass ihr die Situation unangenehm war. Über mein Kind wurde anfällig gesprochen und nachgeäfft.

Dann war ich daraufhin wieder beim KiA wie oben beschrieben.

Das das Verhalten meines Kindes nicht immer in Ordnung ist, weiß ich selbst auch. Aber es muss ja Ursachen dafür geben, dass dies so plötzlich auftritt. Und darum geht es mir. Ich erwarte nicht, dass die Schule Erziehungsarbeit übernimmt, kann sie gar nicht...aber das Mindeste ist doch, dass mit mir gesprochen wird um gemeinsame Lösungen anzustreben.

Es ist sicherlich nicht so, dass ich ein halbes Jahr nichts getan hätte...

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<<<<Das das Verhalten meines Kindes nicht immer in Ordnung ist, weiß ich selbst auch. Aber es muss ja Ursachen dafür geben, dass dies so plötzlich auftritt.>>>

....ich kann mir nicht vorstellen, dass er "plötzlich" so ist und die vergangenen 6 Jahre absolut unauffällig.

<<<<...aber das Mindeste ist doch, dass mit mir gesprochen wird um gemeinsame Lösungen anzustreben.>>>>

....das sehe ich auch so, wie mit dir seitens der Schule umgegangen wird, finde ich nicht in Ordnung

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Du zeigst das Zeugnis dem Kinderarzt und erhoffst dir von ihm Anweisungen/Tips, was du mit deinem Sohn machen sollst bzw. was mit ihm ist #kratz

Ich bräuchte da keinen Arzt, der mir weitere Schritte empfhielt, sowas sieht man als Mutter selbst am besten.

Geh zu dieser Beratungsstelle und dann bleib dran. Weihe die Lehererinnen ein, dass du das Verhalten deines Sohnen nun "abklären" lassen willst, so wissen sie schonmal, dass etwas passiert.

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Dass ich zu einer Beratungsstelle will, wusste ich vorher. Ich bin nur zum KiA in der Hoffnung mit Überweisung schneller einen Termin da zu bekommen. Jeder weiß, dass man ja teilweise bis zu nem halben Jahr warten muss. Und es hat auch geklappt, so dass ich nächste Woche gleich dahin kann.

Der Lehrerin hatte ich dies schon im Elterngespräch mitgeteilt, dass ich das Verhalten auf diesem Wege abklären lassen will. Das wurde nur belächelt und ich wurde hingestellt, dass das übertrieben wäre.

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Erst mal finde ich es wichtig, dass ihr jetzt an die Diagnostik geht, um herauszufinden, was schief läuft. Die Sache mit dem Klo finde ich jetzt für sich genommen allerdings undramatisch - das hat mein Sohn einmal gemacht, dafür einen ziemlichen Anschiss bekommen und natürlich den Auftrag, das wieder in Ordnung zu bringen - das war es dann auch.

Ansonsten kenne ich so ein widersprüchliches Verhalten der Schule auch: Nachdem die neue Lehrerin in der zweiten Klasse meinen Sohn drei Wochen kannte, wurde Bedarf nach Ergotherapie und Psychomotorischer Therapie festgestellt - der Kinderarzt blieb gelassen und meinte, die Lehrerin solle ihm mal darlegen, wie sie zu der Schlussfolgerung komme: Es geschah nichts. Als es dann in der dritten Klasse wirklich Probleme gab und wir zum KJP gegangen sind, hatte die Schule dann kein Interesse an einem gemeinsamen Gespräch mit dem Arzt, bombardierte mich aber mit Mitteilungen über Fehlverhalten (ihr Kind spitzt dauernd seinen Stift, wollte schon wieder aufs Klo, hatte seine Aufgaben nicht, hat sich einen Freund gesucht, der nicht gut ist ...). Ich habe dann deutlich gemacht, dass ich gern zu konstruktiver Zusammenarbeit bereit bin, aber es für gut halte, wenn man wirklich das Angebot des KJP annimmt - nein, das sei dann doch nicht nötig.

Hoffentlich läuft es bei Euch besser und ihr könnt euren Sohn so unterstützen, dass er selbst sich besser fühlt und dann auch anders agieren kann!

Liebe Grüße
Anja

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Das ist deiner Schilderung nach kein Fall für eine Beratungsstelle, sondern für einen Kinderpsychiater, der sich mit Aufmerksamkeit Störungen auskennt.

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In der Beratungsstelle sitzen Kinderpsychologen die sowas behandeln bzw. abklären. Dort findet ein Komplettprogramm statt sozusagen. Erst Elterngespräch, dann Termin mit Kind wo weitere Tests usw. durchgeführt werden. Laut Erfahrungsberichten sollen die dort sehr gut sein.

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Die Verhaltensweisen, die du beschreibst haben auch Kinder mit ADHS. Diese Kinder brauchen zwar auch die Hilfe von Pädagogen und Psychologen, aber sie brauchen darüber hinaus die Unterstützung eines Facharztes.

In den Praxen sind meist Psychologen angestellt, niedergelassene Psychologen und Psychologen in Beratungsstellen verdienen an diesen Kindern also nichts mehr. Dann wird oft irgend etwas anderes diagnostiziert. Ob dein Kind dann von den Hilfsangeboten profitiert ist fraglicher als bei einer Therapie, die aus vielen Bausteinen besteht.

Da läuft ein ziemlich hässlicher Kampf um Marktanteile - also sieh zu, dass das nicht auf dem Rücken deines Kindes ausgetragen wird.

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Hi,

Ist es nicht normal, dass Kinder, besonders Jungs, in der ersten Klasse das Klo unter Wasser setzen? Meiner, Der sonst auch total lieb ist, hat mit einem Freund das Waschbecken unter Wasser gesetzt. Er durfte in der Schule eine Strafarbeit erledigen und zu Hause hat er einen an Schiss erhalten. Damit war für mich und für ihn das Thema erledigt . Ich würde dir raten, nicht zum Kinderpsychologen zu gehen, sondern Schau dass du eine Überweisung zu der Frühförderstelle bekommst. Wir werden die Kinder geprüft motorisch und sozial und auch im schulischen Bereich ob sie aufmerksam sind. Die Kinder bekommen hier keinen Stempel aufgedrückt.

Diese Stelle bietet zwar auch Logopädie etc. aber sie sind nicht auf Kundenfang wie es eventuell ein Psychologe ist. Hier bekommst auch eine schriftliche Darstellung mit dir in der Schule aushändigen kannst.

Für uns war es damals die beste Entscheidung gewesen als wir Probleme im Kindergarten hatten. Somit mussten wir nicht von Arzt zu Arzt laufen sondern hatten eine Stelle die uns komplett beraten konnte.
Um den Lehrern den Wind aus den Segeln zu nehmen, solltest du schauen dass du eng mit ihnen zusammen arbeitest und genau sagst wann du welchen Termin hast.

LG
Lisa

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"Ist es nicht normal, dass Kinder, besonders Jungs, in der ersten Klasse das Klo unter Wasser setzen? Meiner"

Nein, normal ist das nicht.
Du verwechselst das. Denn es passiert immer häufiger, dass Kinder Tische und Wände bemalen, das Eigentum anderer in jeglicher Weise missachten und auch vor einer Verstopfung und damit Überschwemmung der Toiletten nicht halt machen.
Hast du so eine Sauerei schon mal weggemacht?
Hat dein Kind bei euch mal eine Überschwemmung gemacht? Würdest du das dann auch noch normal finden?

Diese Kinder sind schlicht und einfach nicht erzogen.
Und das wird bei der Ausgangsposterin auch so sein. Erziehungsmaßnahmen in diesem Ausmaß kann eine Schule nicht übernehmen.
Darum muss du als Mutter nun handeln.

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"Nein, normal ist das nicht.
Du verwechselst das. Denn es passiert immer häufiger, dass Kinder Tische und Wände bemalen, das Eigentum anderer in jeglicher Weise missachten und auch vor einer Verstopfung und damit Überschwemmung der Toiletten nicht halt machen."

Naja, ich glaube nicht, dass es wirklich häufiger passiert als früher, ich kann mich auch an meine Schulzeit erinnern und es war gang und gäbe, dass die Tische verschmiert waren und meine Schulzeit liegt schon eine weile zurück!

Dass das verstopfen der Toiletten alles andere als lustig ist, ist jedem klar, dennoch ist diese Faszination, gerade für Jungs, sehr groß, dass heißt noch lange nicht, dass man es als Eltern unkommentiert lässt oder gar toll findet! In der Schule meines Sohnes ist täglich irgend eine Toilette verstopft und er ist in einer Schule, die alles andere als eine "Brennpunktschule" ist. Dennoch kann das passieren, wenn mehrere Jungs auf der Toilette sind und sich gegenseitig anstacheln! Dann muss man mit den Kindern reden und es notfalls den Eltern sagen. In aller Regel machen die das genau 1x, dann sind sie selbst über das Ausmaß erschrocken und besonders toll finden sie es auch nicht Lehrern, Hausmeister und Eltern Rede und Antwort zu stehen.

Bei uns an der Schule werden die Eltern darüber noch nicht einmal informiert, sie regeln das in der Regel selbst mit den Schülern. Mein Sohn war auch einmal einer davon. Er hat zwar nie das Klo verstopft, er hat aber die Spülung eines verstopften Klos gedrückt und dann ist natürlich das ganze Wasser übergeschwappt. Erfahren habe ich es über eine Woche später von ihm selbst, weil er ein richtig schlechtes Gewissen hatte, obwohl die Lehrer noch nicht einmal mit ihm geschimpft haben und er auch keine Strafe bekommen hat, allerdings war der Hausmeister sauer auf ihn und das hat ihn richtig fertig gemacht.

Er wird bestimmt nie wieder die Spülung eines verstopften Klos drücken, geschweige denn das Klo selbst verstopfen, dass diese Aktion blöd war, hat er begriffen, und obwohl er das gemacht hat, ist er dennoch ein gut erzogener höflicher Junge, was uns von allen Seiten bestätigt wird.

Gruß
#winke

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Hallo,

ich kann Dir zwar wegen Deines Sohnes keinen Rat geben, aber warum läßt Du Dich von der Lehrerin so behandeln? #kratz
Sie macht ständig Welle, aber wenn Du dann mal Klartext mit ihr reden willst, wimmelt sie Dich ab, und Du gehst einfach wieder. #kratz
Der Frau würde ich so lange auf den Wecker gehen, bis ich klare Aussagen von ihr bekomme. Ich hätte den Raum nicht verlassen, sondern immer weiter nachgehakt, was sie denn jetzt meint.

Ist Dein Sohn verhaltensauffällig oder nicht? Und wenn ja, warum glaubt sie das? Warum geht das über die Lausbubenstreiche hinaus, die sich viele Jungs in dem Alter erlauben? Oder geht es das etwa gar nicht?
Was hat die Lehrerin denn unternommen? Hat sie mal ein intensives Gespräch unter vier Augen mit Deinem Sohn geführt?
Ich vermute, nein.

Wenn sie sich hartnäckig weigert, würde ich mal die Direktorin zu dem Gespräch dazu bitten. Falls Ihr eine Förderschulpädagogin (oder wie die zur Zeit heißen) an der Schule habt, könnte man das Gespräch auch mit ihr und der Lehrerin führen oder mit ihr, der Direktorin und der Lehrerin. (Dann solltest Du aber noch Deinen Mann mitnehmen, damit Du nicht so in der Unterzahl bist.) So geht es ja nicht. Ständig maulen, aber nicht sagen wollen, was Sache ist. #aerger
Die Dame ist entweder neu in dem Beruf oder ziemlich inkompetent.

Solange keine richtige Bestandsaufnahme des Problems vorhanden ist, würde ich nicht auf Verdacht irgendwelche Ärzte/Psychologen/was weiß ich was aufsuchen.

Ich habe übrigens eine Freundin deren Sohn auch in der 1. Klasse ein Zeugnis ausgestellt wurde, als sei dieses Kind die reinste Katastrophe und habe null positive Eigenschaften. Ja, der Junge ist furchtbar zappelig, aber ist durchaus auch interessiert an vielen Dingen, fachlich nicht schlecht und sehr hilfsbereit. Ich verstehe nicht, warum man solche Kinder nur runterputzen muss, anstatt die Sache neutral zu beurteilen und auch die positiven Dinge zu nennen. Da braucht man sich nicht wundern, wenn solche Kinder komplett auf stur schalten. #aerger

LG

Heike

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Nein, Gespräche mit meinem Sohn gab es bisher nicht seitens der Lehrerin. Die Maßnahme die sie ergriffen hat, ist dass er einen Einzelplatz hat.

Mein Sohn und ich spielten letztens Schule Zuhause. Er war der Lehrer und da lief er an mir vorbei und meinte so: "Der ... ist heute gar nicht da. Den ... höre ich gar nicht. Seht ihr irgendwo den ..."
Das ließ mich aufhorchen und er erklärte mir, dass das die Lehrerin so macht bei ihm. Genauso sagte er letztens, dass die Frau ... ihn immer nicht sieht und ihn nie dran nimmt und dann ruft er eben irgendwann in die Klasse.

Vielleicht bin ich mittlerweile einfach zu sensibel um immer und immer wieder bei der Lehrerin anzutanzen mit dem Ergebnis, das mir nicht zugehört wird und ich stehen gelassen werde.

Ich habe die Hoffnung, dass externe Fachleute da einfach einen neutralen Blick auf mein Kind und die Situation werfen können um dann entsprechend weitere Schritte zu gehen, zusammen mit mir und der Schule.

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Das ist Psychoterror, welchen die Lehrerin mit deinem Sohn veranstalltet. Ich finde den Gang zum Psychologen sinnvoll. Wenn deine Sohn keine Diagnose bekommt, was ich vermute, kann er deinem Sohn Tipps mitgeben, wie er sich so einer Lehrerin gegenüber verhalten soll.

Mit sowas hat bei uns eine Lehrerin ein Kind zu einem Selbstmordversuch getrieben.

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Hallo purzel,

Könnte eventuell auch eine verdeckte Hochbegabung und totale Unterforderung dahinterstecken?
nur so eine Idee.
Aber wenn ihr bald eine Diagnostik startet,gehört eine Testung des kognitiven Leistungsvermögenmmittels Intelligenztest ja eh dazu.
Manchmal erwarten einen da spannende Überraschungen!
Ein starkes,konsequentes Gegenüber wäre dann aber um so wichtiger!:-)
Willensstarke,intelligente,freiheitsliebende Jungen brauchen das so sehr!
lg

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Das war so mein Gedanken. Es muss ja auch nicht gleich eine Hochbegabung vorliegen. Schon dauerhafte Unterforderung äußert sich "gerne" mal in einer Art Rebellion.

Da steht und fällt wirklich viel mit der Lehrkraft.

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Es ist leider nicht möglich, aber dazu würde ich gerne mal andere Personen hören, wie z.B. die Lehrerin, die Erzieher aus dem Kiga oder die Eltern anderer Kinder....

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