Trotz Bedenken an Gymnasium eingeschult. - Wie läuft es bei euch?

Meine Frage richtet sich an alle, die Ihre Kinder an einem Gymnasium eingeschult haben und trotzdem Bedenken hatten, ob das die richtige Entscheidung war. Wie läuft es mittlerweile bei euren Kindern?

Nachdem ich mir nun viele Gedanken gemacht und viele Gespräche geführt habe, haben wir uns für das Gymnasium entschieden. Es gibt Anzeichen die dafür, aber auch welche die dagegen sprechen. Da wir nicht in die Zukunft schauen können, haben wir uns erst mal so entschieden. Ich sehe das ganz klar als unsere Orientierungsstufe an und möchte jederzeit offen sein für mein Kind, sollte es sich als der falsche Weg herausstellen.

Ich würde mich über Berichte von Eltern freuen, die sich vorher ebenso viele Gedanken gemacht haben. Wie habt ihr den Wechsel erlebt?

Vielen Dank!!!

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Hallo,

die Frage kommt nun auch immer und immer wieder. Jedes Kind ist anders, alles steht und fällt mit der jeweiligen Schule und den Lehrern. Gab es eine Empfehlung für das Gymnasium oder wollte Ihr Eltern unbedingt, obwohl keine Eignung da ist?

LG

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"die Frage kommt nun auch immer und immer wieder."
Das weiß ich. Genauso wird es auch immer wieder die Fragen zur frühen Einschulung, zu Stress mit den Hausaufgaben und zum Überspringen der Klasse geben. Genauso wird es auch immer wieder Eltern geben, die ganz neu darüber berichten können. Dazu ist doch dieses Forum da, oder nicht?

"Jedes Kind ist anders, alles steht und fällt mit der jeweiligen Schule und den Lehrern."
Das weiß ich. Ich interessiere mich einfach für die unterschiedlichen Schulbiographien und finde es interessant, wie es bei den anderen läuft, wohlwissend, dass es bei uns wieder ganz anders aussehen kann.

"Gab es eine Empfehlung für das Gymnasium oder wollte Ihr Eltern unbedingt, obwohl keine Eignung da ist?"
Wie schon gesagt, ist die Unsicherheit, (trotz Gymnasialempfehlung) da. Es ist auch nicht so, dass wir das als Eltern unbedingt wollen, sondern dass es eben ganz unterschiedliche Gründe dafür und dagegen gibt.

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Warum fragst Du dann noch einmal, wenn es so viele Beiträge dazu gibt mit den entsprechenden Antworten dazu?

Entweder traust Du es Deinem Kind zu oder Du lässt es. Was will Dein Kind? Das würde ich in den Vordergrund stellen.

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Huhu,

machen sich nicht irgendwie alle Eltern Gedanken?
Vor allen Dingen wird man ja von Lehrern, Infoveranstaltungen und anderen Eltern vollkommen kirre gemacht. Wir hörten überall nur folgendes:
- Bloß das Kind nicht überfordern.
- Lieber klein anfangen, das Schulsystem ist so offen, dass es viele Wege zum Abitur gibt.
- Ein Scheitern/Abgang vom Gymnasium ist für ein Kind das Schlimmste!
- Hören Sie auf die Schulempfehlung der Grundschullehrer!
- Machen Sie ihre Entscheidung nicht davon abhängig, was das Kind selbst will!

etc.

Da kommt man auch mit einer vorher gefestigten Meinung ins Grübeln...

Wie auch immer: ich glaube auch, dass es sehr stark von der Schule, von den Lehrern und vom Kind abhängt und man es nicht pauschal sagen kann. Es wird dir gar ncihts helfen, wenn hier 3 Leute sagen, es läuft super, und 3 Leute sagen, es läuft nicht so gut.

Ich kenne zwei Jungs, die sind in der 5. und auch in einer Klasse. Bei einem läuft es gut, beim anderen nicht so gut. :-p

LG

Hanna

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Hallo,

ich hatte das Glück bei meiner Großen, daß sich der Weg ins Gymnasium bei ihr klar abgezeichnet hat. Sie war auch immer schon sehr ehrgeizig und auch für sie selbst gab es keine andere Option.
Ich hatte aber auch von vornherein klar gesagt, daß ich einer Prüfung "um die bessere Schulart nutzen" zu können ausschließen werde. Ich persönlich sehe diese Option schon als antreiben an, welches für das Kind auch sehr schnell nach hinten losgehen kann.

Ich finde, der Schulweg sollte immer zum Kind passen und nicht anders herum. Wenn also die Bedenken überwiegen sollten, dann gebe deinem Gefühl nach.

Ich selber war nämlich ein Spätzünder, was von Seiten der Eltern nicht akzeptiert werden konnte. Somit war mein schulischer Weg nicht immer einfach.

LG.

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Hallo,

unsere Tochter ist jetzt in der 7. Klasse des Gymnasiums und es läuft super.

In der Grundschule war sie eher mittelprächtig bis schlecht. Daher haben wir sie auf einer Gemeinschaftsschule eingeschult. Dort machte es dann irgendwann klick und die Langeweile nahm Überhand. Sie hatte nur noch sehr gute Noten und dann dann irgendwann alle Übungsaufgaben und auch Hausaufgaben boykottiert, weil langweilig.

Realschulen gab es bei uns nicht mehr, also blieb zum Wechseln nur noch ein Gymnasium übrig. Ich hatte Bedenken, hab die auch unserer Tochter mitgeteilt und ihr klipp und klar gesagt, dass auf dem Gymnasium eher nicht mehr langweilig ist, sie dafür aber was tun muss. Sie konnte es sich einen Monat lang überlegen und hat sich dann für das Gymnasium entschieden. Sie musste dann sogar noch in Eigenregie ein Jahr Französisch nachholen, weil die Sprachenfolge nicht passte. Und nun läuft es super.

Sie arbeitet sich bei weitem nicht tot. Nimmt viel aus dem Unterricht auf, muss kaum lernen und beim Halbjahreszeugnis war super.

Ich hab ihr aber auch gleich gesagt, dass wenn es nicht klappt, sie dann halt wieder auf die langweilige Gemeinschaftsschule muss. Wie gesagt, bis jetzt klappts super :-)

LG
Tiffy

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huhu,

hier gab es ordentliche bedenken und bauchschmerzen beim mittleren--er wollte unbedingt zum großen bruder aufs gymnasium, hatte aber aufgrund seines verhaltens im unterricht keine gymnasialempfehlung bekommen.

das erste halbjahr lief dann echt schlecht und er hat auch absolut keinen finger krumm gemacht...trotzdem war das zeugnis ganz o.k., warum auch immer. ich habe zum ende des ersten halbjahres dann eine gardinenpredigt gehalten, dass ich ihm bis zum ende der 5. klasse zeit gebe, sein verhalten zu bessern oder er geht von der schule. es scheint jetzt besser zu laufen, er lernt und die ersten tests waren auch ganz gut. allerdings steht jetzt erst die große klassenarbeitswelle an und da werden wir sehen, ob es wirklich gefruchtet hat. entgegen meiner ansagen würde ich ihn doch noch die 6. klasse machen lassen, da sich ja sein verhalten gebessert hat und er hält sich auch endlich aus allem schulhof ärger raus--das war nämlich ein weiteres problem, dass mein neugieriger sohn immer überall dort war, wo sich gekloppt, geschubst und was weiß ich alles gemacht wurde. das ist jetzt offenbar auch vorbei.

lg

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Hallo!

Offensichtlich hat sich die Option Gym durchgesetzt. Wie es klappen wird, werdet ihr sehen.

Es gibt hier Kinder die mit Gym-Empf das Gym doch schmeißen und es gibt Kinder ohne Gym-Empf die dran bleiben, aber ca. 95% die hier in die 5. aufs Gym gehen, bleiben da auch bis mind. zur 8.!

Offensichtlich machen sich Eltern wirklich Gedanken und offensichtlich finden sie den richtigen Weg.

LG, I.

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Hallo,

lass es ihn einfach probieren. Man wird sehen. Mein großes Kind (8. Klasse) konnte erst allein noch gar nicht lernen, brauchte immer meine Hilfe. Sie war dann jedoch notenmäßig ganz gut. Mittlerweile macht sie alles allein und ist auch sehr ehrgeizig.
Mein anderes Kind ist in der Fünften (Übertritt 1,33) und tut sich momentan etwas schwer. Alles zuviel, alles muss selbständig erarbeitet werden, kaum Übungsblätter. Neue Einträge werden direkt als Ex am nächsten Tag abgefragt, ohne dazu geübt zu haben (Englisch). Es ist stressig, da er sich nicht allein organisieren kann. Und selbst wenn, ist es zeitlich fast nicht zu schaffen, überall einigermaßen vorbereitet zu sein.
Manches ist jedoch auch lehrerabhängig (die Vorbereitung mittels Übungszettel bei einem, beim anderen gar nichts). Ich muss nun schauen, wie es läuft. Aber egal, wie schlecht es auch läuft und wie anstrengend es fürs Kind ist - Kind will partout nicht vom Gym runter. Deshalb ist Realschule immer noch keine Option für ihn. Das macht es schwierig, weil ich bei ihm sehr ins Lernen involviert bin und es auch teilweise an meine Grenzen geht. Aber vielleicht ist dein Kind ja anders, man hört ja die verschiedenartigsten Beiträge, in welche Richtung sich die Kinder jeweils entwickel thaben. Drum Mut und erst mal schauen. Alles Liebe!;-):-D

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Aber egal, wie schlecht es auch läuft und wie anstrengend es fürs Kind ist - Kind will partout nicht vom Gym runter.

hier auch und ich hatte vor ein paar wochen ein gespräch mit dem unterstufenkoordinator wegen meines mittleren. er sagte, dass kaum ein kind freiwillig die schule verlassen will, aber wenn sie es dann tun (müssen) sind sie oft viel glücklicher. es ist wohl nur die angst vor dem unbekannten...
egal, er bekommt noch bis zur 6. zeit, sich zu fangen.

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Hi,

wir haben unsere Tochter am Gymnasium, gegen meinen Wunsch - auf Befürwortung der Lehrerin, die auch meinen Mann überzeugen konnte ... Sie tut sich leicht, letzte Woche gabs bei uns ja Zeugnisse - schlechteste Note: 3 - sie lernt fast nichts, hat sie an der GS auch nicht. Sie ist im Mündlichen sehr sehr gut, bei schriftlichen Arbeiten verschludert sie Punkte, so war das auch schon auf der GS. Sie geht gern, fühlt sich wohl und ganz ehrlich: ihre Schlampigkeit hätte sie an jeder anderen Schule wohl auch :-)

LG

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Hallo!

Nuja, bei uns war es so das mein Kind damals in der Grundschule 1-3 Klasse als Gymnasiumkind eingeschätzt wurde. Wir sind dann umgezogen und dann in der 4. Klasse hieß es dann eher Realschule. Waren blöde Umstände und so wurde sie für die Realschule empfohlen und bekam nur eine eingeschränkte Gymnasiumempfehlung.
Ich selber sah sie auch eher auf Real, aber mein Mann war auch überzeugt das ein Gymnasium besser passt. Wir hielten damals nochmal Rücksprache mit der alten Klassenlehrerin und sie meinte auch das Gymnasium für sie optimaler wäre.
Somit ging sie dann auf das Gymnasium. Sie wurde zum Glück auch genommen. Ich war damals nicht sooo überzeugt, unsicher.
Meine Tochter ist eines der jüngsten Kinder da und jetzt in der 7. Klasse.
Ihre Leistungen sind ok, sie kommt gut mit. Sie ist nur ziemlich Faul, aber langsam kommt schon der Ehrgeiz. Sie merkt wenn sie etwas Lernt (sie überanstrengt sich echt nicht), dann gibts bessere Noten. Sie ist kein Überflieger, aber macht alles Selbstständig, wir helfen kaum.

Jetzt aber wird generell die Klasse 'schlechter'. Die Klasse war die ersten 2 Jahre eines der Besten auf der Schule. Jetzt steigt das Niveau an und manche Kinder bekommen langsam 'Probleme'. Das heisst es werden im Schnitt mehr 3er und 4er geschrieben. Die ersten 2 Jahre lag das noch bei 1-3.
Bei unserer Schule wird die mündliche Mitarbeit hoch gewertet. Höher als die Schriftliche. Da meine Tochter nicht schüchtern ist, klappt das mal mehr mal weniger.
Sie konnte da schon manche Noten verbessern.

Wir hatten die Erprobungsstufe in der 5-6 Klasse. Da konnte kein Kind sitzen bleiben. Bei uns in der Klasse ist kein Kind gegangen in der Zeit. Alle sind versetzt worden in die 7. Klasse.
Bedenken habe ich so keine mehr. Auch wenn sie mal mit einer schlechten Note heim kommt ist das kein Beinbruch. Sie kann es meistens wieder ausgleichen.
Jetzt denke ich schon das es das Richtige ist. Auch jetzt in der 7. Klasse kommt sie gut mit. Auch habe ich nicht das Gefühl sie sei überfordert.

LG Sonja

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Hallo,

zu Deiner Frage. Ja, ich - nur ich....hatte Bedenken (Gymnasialempfehlung war vorhanden) aber mir war bekannt, wir haben ein sehr strenges Gymnasium.....also war ich unsicher. Dann dachte ich IGS.....aber das war mir zu chaotisch.....ja, ich weiß, nicht alle IGS's sind so......aber ich fand die Schule ungeeignet. Wir haben lange überlegt.....weil, zu träumerisch, langsam, uordentlich...
Fazit. Es wurde das strenge Gymnasium. Mein Sohn fühlt sich sehr wohl. Leistungen bewegen sich im sehr guten bis guten Bereich - keine 3. Alllerdings.......ich helfe mehr als mir lieb ist. Ich erkläre Dinge manchmal anders als die Lehrer aber mein Sohn meint, besser......ob das stimmt, keine Ahnung und glaube ich auch nicht aber wir haben durchaus Streßtage....heute zum Beispiel......aber vielleicht hätte ich das auch auf der IGS oder der Realschule denn der Streß kommt nicht zustande, weil er das Thema nicht versteht, sondern weil er manchmal- sorry faul ist, sich mit Sachen auseinanderzusetzen und das müßte er in jeder Schulform. So denke ich einfach, er ist 10 Jahre alt und es wird sich geben....

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Es kommt immer drauf an wie die GS ist
Meine war ziemlich leicht hatte nur 1 n und auf dem Gymnasium nur 4 !!!
War schrecklich zu erfahren
Andere GS sind strenger und geben schlechtere Noten und dafür ist man auf dem Gymnasium dann topp
Also wägt davon ab

Bzw schaut was ihr eurem Kind zutraut

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