Wann ist ein Kind schulreif?

Hallo,
ich bin total hin und hergerissen, ob wir unseren sohn, der im August 6 jahre alt wird, auch dann schon einschulen lassen sollten. er ist der älteste und hat noch 2 jüngere Geschwister.

bei uns an der schule gibt es eine flexible Eingangsstufe, d. h. er hat 3 jahre zeit die ersten beiden Schuljahre zu schaffen.
1. und 2. sowie 3. und 4. klasse werden bei uns zusammen unterrichtet (leben sehr ländlich, kleine schule).

er ist ein sehr großer junge und überragt gleichaltrige und wird auch immer älter geschätzt. zudem kann er sich sehr gut auf eine Sache konzentrieren. bricht auch nicht ab und fängt ständig was neues an. eine Sache wird erst beendet und dann weggeräumt und dann etwas neues angefangen. gut, manchmal muss man an das wegräumen erinnern. er ist an sich auch ganz pfiffig.

sein bester freund wird auch erst kurz vor schulstart 6 und geht auf jeden fall in die schule. dieser hat aber auch 2 große brüder, von denen er sich viel abschaut und man merkt schon, dass er irgendwie "reifer" ist als mein sohn. zumindest wenn ich mich mit ihm unterhalte, antwortet er mir gut. mein sohn antwortetet anderen ggü nur sehr spärlich, oft nur mit einzelnen worten. macht auch gerne den Kaspa dabei.

mein sohn malt nicht sehr gerne und hat dadurch Probleme überhaupt was erkennbares zu papier zu bekommen oder eine vorgabe auszumalen. lt. kiga ist das ein großes Problem für die Einschulung. stifthaltung ist ok, aber alles wird auch recht groß geschrieben.

seit ein paar Wochen schreibt er wörter nach, die man ihm aufschreibt. er kommt von selbst und will gewisse wörter schreiben, z. b. unsere namen oder Mama usw.

er liegt mir auch andauernd in den ohren, wann er endlich seinen Schulranzen bekommt, obwohl wir sagen, dass wir noch nicht wissen, ob er in die schule kommt.

es wird alles bis 20 abgezählt. und zahlen erkennt und weiß er sicher. auch fängt er an kleine Additionen zu machen. generell hat er es sehr mit zahlen und formen. das zeigt er immer wieder im spiel oder auch, wenn man sich mit ihm unterhält.

auf der anderen seite ist er aber auch oft noch sehr weinerlich, kindisch, motzt schnell und man muss vieles 1000mal sagen bis es klappt.

er geht seit er 7 Monate alt ist in den kiga. manchmal denke ich, evtl. möchte er jetzt auch mal was neues. er ist im Moment sehr neugierig auf die schule und will unbedingt, geht auch in den vorschulunterricht im kiga. wobei ich gar nicht wirklich weiß, ob er weiß, was das alles bedeutet.

wie kann ich ihm das Thema schule erklären? er ist in einem kiga, wo es das freie Konzept gibt. dh keine gruppen, kaum regeln, kinder dürfen den ganzen tag entscheiden, was sie machen. keine feste Essenszeit, außer mittag, kein morgenkreis oder feste rituale. gebastelt wird nur, wenn das Kind das auch möchte. sagt es nein, ist das für die erzieher abgehakt. mein sohn tobt da lieber den ganzen tag draußen herum, bevor er freiwillig was bastelt im kiga. auch zuhause hat er selten lust zum bastenl. dann schon eher malen oder jetzt viel schreiben.

für meinen sohn ist ein solches kiga System gar nichts. er braucht einen Tagesablauf und gewisse feste vorgaben, dann klappt alles. ich hatte ein völlig anderes Kind, als er 4 Wochen wegen der kitastreiks zuhause bleiben musste.

auf welchem stand sollte ein Kind sein, dass es schulreif ist? Im November waren wir in der schule und da wurde er getestet ohne meine Anwesenheit und die Lehrerinnen meinten, er sei schulreif. in 2 Wochen wird dieser test nochmal wiederholt, wo auch der kiga-leiter mit bei sein wird. dann soll seitens der schule eine Empfehlung erfolgen. ich schätze jedoch, die schule will ihn auf jeden fall einschulen, da die hier im ländlichen auf jeden schüler angewiesen sind.

ich bin selbst total unsicher, da sich mein sohn auch so unglaublich unterschiedlich präsentiert. zuhause ist er völlig anders als ich oft im kiga erlebe, gerade wenn er mich noch nicht bemerkt hat.

ich habe angst ihn letztlich zu überfordern. sage ich , dass sein kumpel evtl. vor ihm in die schule kommt, kriegt er einen Wutanfall, dass er mit ihm gehen will. auch das Argument, dass er in der gleichen schule dann sein wird, zieht da gar nicht. er will mit seinem kumpel in die schule. im folgejahr hätte er auch zu zeit niemanden, der mit ihm eingeschult wird. das sind bisher alles Mädchen und nur ein junge, mit dem er aber sehr wenig zu tun hat. aber nur weil der beste kumpel eingeschult wird, ihn mit einschulen? ist das sinnvoll?

ich hoffe hier auf einen kleinen rat von euch....

1

Ich bin zwar nicht vom Fach, aber ich muss gestehen, dass ich hier keinen einzigen Grund lese, weshalb er nicht in die Schule gehen sollte. Außer deiner Angst.

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mir wird von vielen einfach ohne wirkliche Begründung gesagt, geb dein Kind nicht so früh in die schule. das verunsichert einfach. ich hab ja noch keine Erfahrung.

selbst bin ich mit gerade 6 eingeschult worden. ich war immer sehr ruhig und schüchtern, aber nie dumm. mir mangelte es immer an vertrauen mich zu melden und vor fremden zu reden. aber das kam dann irgendwann als ich in der 8. oder 9. klasse war erst. von der art her ist er da wie ich.

aber heute ist das ja nicht mehr, wie vor 25 jahren. heute wird ja alles bis ins kleinste analysiert und man bekommt als mutter immer nur ein schlechtes gewissen gemacht.

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Hallo,

Ich kann auch keinen Grund fürs Rueckstellen erkennen. Das wortkarge Verhalten Fremden gegenüber ist Charaktersache und wird sich nicht groß ändern.

Ich rate auch zum Rueckstellen, wenn es klingt, als wäre ein Kind nicht schulreif und ich habe meine eigenen Kinder zurück gestellt, was nicht ganz einfach war, da die Schulleitung mir nicht glauben wollte, dass sie nur kognitiv, nicht aber sozial-emotional schulreif sind (und ich bin vom Fach).

Dein Sohn klingt nach deinen Schilderungen schulreif. Trau ihm das zu, dann schafft er es auch!

LG
Delfinchen

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Hallo, ich hab auch einen Augustjungen mit feinmotorischen Schwierigkeiten.
Ansonsten ist er in etwa so weit wie deiner.
Zählen bis 28, schreibt Namen und Nachnamen (krakelig und groß) und einige andere Wörter, die er sich irgendwo abguckt.
Sein Sozialverhalten ist noch nicht so toll. Er tut sich schwer Kontakte zu knüpfen, wirkt dabei nicht schüchtern sondern stur und abweisend.

Wir haben hin und her überlegt, obwohl hier eine Rückstellung sowieso sehr schwierig wäre.
Gäbe es hier eine offene Eingangsstufen, hätte ich nicht so lange überlegt. Ich finde das ideal, wenn man sich nicht sicher ist. Am Ende entscheidet das Kind, wie lange es dort bleibt.

Wir haben uns trotzdem für die Einschulung entschieden

Allerdings habe ich mit sehr viel Durchsetzungsbereitschaft eine Ergotherapie für ihn erkämpft. Dort wird an der Feinmotorik gearbeitet.
Ansonsten findet der Kiga ihn absolut schulreif und wir sehen nun noch, wie das Gesundheitsamt die Sache beurteilt.

Wir werden es damit versuchen ihm etwas zuzutrauen und hoffen, dass er an seinen Aufgaben wächst.
Liebe Grüße

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Über Schulreif entscheiden nicht die Fähigkeiten, sondern einzig und allein die soziale Kompetenz. Bei einer flexiblen Eingangsstufe sehe ich gar kein Problem bei einer Einschulung. Wenn du das offene System im Kiga nicht optimal findest für dein Kind, warum willst du es dann dort ein Jahr länger lassen? An der guten Förderung kann es nicht liegen.

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Huhu,

ist Dein Sohn schulpflichtig? Wenn ja, dann stellt sich die Frage doch gar nicht. Wieso möchtest Du einen normalen Sechsjährigen zurückstellen, der auch noch voll motiviert ist?

Was hast Du denn für ein Problem mit der Schule? Kann es sein, dass Du noch die Vorstellung von Schule hast, wie sie früher war, mit Stillsitzen und Frontalunterricht? Meine Erfahrung ist, dass man das gar nicht mehr vergleichen kann.

Der Übergang ist nicht von 0 auf 100, sondern es gibt weiterhin viele Elemente aus dem Kindergarten, wie Sitzkreis, häufige Bewegungspausen etc. Zumindest an unserer Schule. Es gibt in der Eingangsstufe vielfach keine einzelnen Fächer mehr, sondern die Inhalte werden fächerübergreifend vermittelt. Im Herbst wird z. B. gerne das Thema Igel behandelt. Dazu wird dann beispielsweise eine Geschichte geschrieben oder verschiedene Matherätsel gemacht, bei denen als Lösungssätze Informationen zu Nahrung, Lebensraum etc. von Igeln herauskommen (=Sachkunde). Es gibt auch viel Werkstattarbeit mit verschiedenen Arbeitsstationen, und es ist OK, wenn Kinder im Unterricht durchs Klassenzimmer gehen, sich in Arbeitsgruppen zusammensetzen, etc..
Vermutlich gibt es auch bei euch in der 1. Klasse keine Noten. In der 1. und 2. Klasse wird Lesen und Schreiben gelernt und Rechnen bis 100 (erste Klasse nur +/- bis 20). In zwei Jahren. Das überfordert die wenigsten Kinder.

Der Übergang Kindergarten zu Schule ist m. E. nicht so dramatisch, wie oft getan wird. Das schöne Kinderleben ist dann *nicht* zu Ende.

Mein Sohn wurde mit fast 6 eingeschult, hat im Kindergarten nie gebastelt, schreibt bis heute nicht "schön", hat kein großes künstlerisches Talent und hat trotzdem eine Gymnasialempfehlung. In Kunst hat er halt eine Drei. :-p

LG

Hanna

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danke für deine antwort. die hilft mir sehr.

ich habe leider so gar keinen, den ich mit Schulkindern wirklich befragen kann, wie es jetzt in der schule ist. in 2 Wochen will ich mir das System der flexiblen Eingangsstufe von der Schulleiterin nochmal erklären lassen und wie da so "gelehrt" wird.

ich kenne es nur, hinsetzen, jeden Buchstaben 20mal in eine reihe schreiben. wenig Bewegung, eigentlich nur still sitzen. wie heute schule funktioniert weiß leider gar nicht.

dein Bericht sehe ich sehr positiv und genau das würde meinem sohn sehr gefallen und ihn sicherlich mehr fordern als der kiga jetzt.

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In welchem Bundesland seid ihr denn?

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Hallo,

ich sage mal so, hier in NRW wäre er ein Muss-Kind. Da würdet Ihr ihn nicht zurück gestellt bekommen.
Andererseits läuft es hier aber mit den späten Muss-Kindern (also den August-, September-Kindern) häufig nicht so toll in der Schule.
Es geht dabei aber weniger um das Fachliche, sondern um Frustrationstoleranz, sich organisieren können und solche Sachen.
Da scheint ja auch Dein Sohn Defizite zu haben.

Ihr sagt, Euer Sohn braucht klare Ansagen, was wann zu machen ist. Eure Grundschule arbeitet aber klassenübergreifend. Vermutlich wird es da so sein, dass die Kinder Arbeitshefte oder -blätter bekommen und viel selbstständig damit arbeiten müssen. Ob das so sein Ding wäre?

Das Thema Malen und Basteln nimmt hier im 1. Schuljahr sehr viel Raum ein. Da wäre es schon ganz gut, wenn das Kind das einigermaßen auf die Reihe bekommt. Das wäre etwas, was Ihr noch ein Jahr lang mit Eurem Sohn üben könntet, wenn er jetzt nicht eingeschult würde.

Dieses "die Eingangsstufe in 3 Jahren durchlaufen" ist doch nur ein netterer Begriff für's Sitzen bleiben. Für die Kinder ist einer, der nicht mit ihnen von der 1./2. in die 3./4. Klasse wechselt, aber mit ihnen angefangen hat, ein Sitzenbleiber, egal, was für schöne Begriffe sich die Pädagogen dafür ausdenken.
Ich denke, ein Jahr länger Kindergarten ist für's Selbstbewußtsein besser als das.

Eure Schule "testet" Grenzfälle sicherlich auf schulreif, wenn sie Schüler braucht. Das wäre für mich daher kein Kriterium.

Auch Freunde wären für mich kein Kriterium. Die Kinder können sich doch privat noch treffen. Der beste Freund unseres Sohnes wurde auch ein Jahr vor ihm eingeschult.
Wir hätten unseren Sohn als Dezember-Kann-Kind ebenfalls einschulen können. Fachlich hätte er das hinbekommen, aber in anderen Belangen war er nicht schulreif.

Ich denke, den meisten Kindern schadet ein Jahr länger Kindergarten nicht. Euer Sohn macht ja nicht den Eindruck als wäre er da massiv unterfordert.
Umgekehrt gibt es aber viele Kinder, die Schwierigkeiten haben, weil sie zu früh eingeschult wurden.

LG

Heike

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>> Dieses "die Eingangsstufe in 3 Jahren durchlaufen" ist doch nur ein netterer Begriff für's Sitzen bleiben. Für die Kinder ist einer, der nicht mit ihnen von der 1./2. in die 3./4. Klasse wechselt, aber mit ihnen angefangen hat, ein Sitzenbleiber, egal, was für schöne Begriffe sich die Pädagogen dafür ausdenken.<<

Das sehe ich ganz und gar nicht so. Am Ende des Jahres wechselt nämlich immer die Hälfte der Klasse und die andere Hälfte der Kinder bleibt, deshalb wird es von den Kindern eben nicht so explizit wahrgenommen. Ebenso ist "Sitzenbleiben" ein Begriff, den Grundschulkinder in der Regel nur von ihren Eltern kennen, wenn die ihn nicht verwenden, kennen ihn auch die Kinder nicht. Mein Sohn sagt z. B. "Der x ist noch ein Jahr in der 2. geblieben."

Außerdem ist zugunsten der dreijährigen Eingangsstufe in den meisten Bundesländern sowohl die Vorschule wie auch die einfache Rückstellung weggefallen. Eine dreijährige Eingangsstufe wird zudem in der Schullaufbahn nicht als "Wiederholung der Klasse" gezählt. Es ist definitiv kein Sitzenbleiben sondern Teil des Konzepts, auf die unterschiedliche schnelle Entwicklung von Kindern besser und flexibler einzugehen als früher.

An unserer Schule haben pro Klasse so 2-3 Kinder drei Jahre in der Eingangsstufe verbracht ohne dass sie irgendwelche Probleme mit ihrem Selbstbewußtsein hatten oder von anderen gehänselt wurden.

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Hi,

warum soll er denn nicht schulreif sein?

Wie ist denn bei Euch die Rückstellmöglichkeiten? Gibt es die denn ohne gravierende Probleme?

Wenn dein Sohn einen festen Tagesbalubf benötigt, warum ist er denn jetzt in diesem Kiga, der es überhaupt nicht bietet?

ög
lisa

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nur in diesem kiga haben wir einen platz für ihn bekommen. ich kannte das Konzept vorher und habe alles versucht, dass wir in einer anderen Kita einen platz bekommen, was aber wegen der Knappheit der kitaplätze hier einfach nicht machbar war und wir diesen platz nehmen mussten.

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Da kann es in der Schule doch nur besser werden, wenn er seinen festen Ablauf haben wird.

Lg
Lisa

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Ich bin Grundschullehrerin und rate allen unsicheren Eltern, einen Schulvormittag lang in einer ersten Klasse zu hospitieren, um besser einschätzen zu können, welchen Anforderungen das Kind in der ersten Klasse gerecht werden muss. Keine gute Schule wird einen Hospitationstermin ablehnen (Eltern von bereits eingeschulten Kindern haben sogar ein Recht darauf, an der Schule ihres Kindes zu hospitieren). Am einfachsten ist ein kurzer Anruf in der Schule, bei dem du dein Anliegen schilderst und um einen Termin bittest.
Ansonsten gilt: Das Kind sollte möglichst fit in den Bereichen Konzentrationsvermögen, Ausdauer, Schnelligkeit, Konfliktfähigkeit, Frustrationstoleranz, Kommunikation, Selbständigkeit, Kompromissbereitschaft und Feinmotorik (es wird von Anfang an sehr viel gemalt, geschrieben, geschnitten, geklebt, gebastelt etc.) sein.

Dabei geht es nicht darum, dass in allen Bereichen alles super sein muss, damit das Kind später ein Überflieger wird. Es geht viel mehr darum, dass das Kind mit den Voraussetzungen, die es mitbringt, in der Lage ist "gut" durch die Schulzeit zu kommen. Also ohne, dass der Schulbesuch in Stress und Frust für das Kind (und/oder die anderen Kinder in der Klasse) endet.
Sehr jung eingeschulte Kinder haben in den o.g. Bereichen tendenziell eher Probleme, als "ältere" Erstklässler, Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

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Ach ja, Nachtrag: Ärzte und Erzieher sind bestimmt nicht die schlechtesten Ratgeber, wenn es um die Schulreife geht. Aber auch nicht die besten. Ich unterrichte immer wieder Schüler, die ganz und gar nicht schulreif sind, bzw. in vielen Bereichen so große Probleme haben, dass der Schulbesuch für sie (und manchmal auch die anderen Kinder und die Lehrer) ganz und gar kein Spaß ist. Das liegt oft daran, dass Ärzte und Erzieher eben nicht in der Schule arbeiten und nicht ausreichen gut einschätzen können, was das Kind im Schulvormittag so leisten muss, um eben gut (!!!) zurecht zu kommen.

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Hallo!

Ich bin Erzieherin und stimme deiner Meinung im Wesentlichen zu.
Allerdings muss ich oft feststellen, dass meine Einschätzung in der Grundschule eher wenig zählt und Kinder, die ich liebend gern noch ein Jahr zurück gestellt bzw- nicht als Kannkind eingeschult hätte, eben doch in die Schule müssen.
Das letzte Wort hat hier in Niedersachsen darüber die Schule (bei Kannkindern) oder eben die Eltern und oftmals hören wir dann später von Problemen, die sich schon im Kindergarten abzeichneten.
Leider nimmt sich hier die Schule das Recht heraus, die Kinder nach einem 2 stündigen Probeunterricht am Vormittag zu beurteilen, und oftmals fallen die tatsächlichen Defizite eines Kindes in dieser Zeit nicht auf.
Eine wirkliche Zusammenarbeit mit den zuständigen Grundschulen wäre für viele Kinder meiner Gruppe von großem Vorteil!

LG, Gabriele

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Hi Marie,
bei Dir hört es sich schon nach sehr schulreif an!!

TJ ist seit 2 Wochen 6 Jahre alt, und hat kein Interesse!!

Er hat einen großen Bruder, der wäre auch noch lieber im Kindergarten, er ist jetzt im 4. Schuljahr. Wir haben ihn mit 5 Jahren, 11 Monaten und 2 Wochen eingeschult.

Er war der größte und schwerste, aber der, den es an allerwenigstens interessiert hat.

Dein Sohn ist doch so wissbegierig, schickt ihn bloß. Die Schulform die Ihr habt, ist genau richtig. Die wäre bei uns auch richtig gewesen.

Alles Gute
claudia

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Hey Du,

also ich habe hier eine klare Meinung. Lieber spät als früh!

Die "schulischen" Fähigkeiten, die Du beschreibst sind super und werden ihn auch noch ein Jahr später helfen!

Grundsätzlich würde ich es schon auch so einschätzen, dass er die Schule, mit Deiner Unterstützung, hinbekommt. Gerade wenn Du es ihm hinsichtlich seiner sozialen Kompetenzen zudraust und er sich gut konzentrieren kann.

ABER: Ein Jahr später ist alles viel entspannter. Wir haben unseren Sohn zurückstellen lassen (haben auch drei Kinder) und ich bereue es keinen Tag.
Er macht alles super selbständig, in hervorragender Qualität und in einem mega Tempo.
Er erst dadurch richtig selbstbewusst und ehrgeizig geworden und liebt die Schule! Während andere Eltern nachmittags mit ihren Kindern teilweise mit den Hausaufgaben kämpfen, haben wir keinerlei Schulstress. (zumindest nicht mit ihm;))

Auch sehe ich auch bei älternen Kindern, dass es selbst in den späteren Schuljahren eher ein Vorteil ist ein bisschen Älter zu sein als zu den Jüngsten zu gehören.
Oftmals sind gerade die Kinder in der 3. und 4. Klasse, die früh eingeschult wurden etwas langsamer und obwohl sie nicht dümmer sind müssen sie sich immer mehr anstrengen um die gleiche Leistung zu bringen.
Und auch in späteren Jahren ist es mir lieber meine Kinder gehören zu den Älerern als zu den Jüngeren!

Ich denke argumentativ kannst Du ihm das schon schmackhaft machen noch ein Jahr im Kiga bleiben zu dürfen. Lass ihn ein Instrument lernen oder einen neuen Sport anfangen, damit er ein bisschen was Neues hat.

Aber ehrlich gesagt lese ich in Deinem Beitrag heraus, dass Du ihn gerne einschulen möchest. Kann ich auch verstehen, gerade beim ersten Kind kann man viele Dinge eher schlechter abwarten als bei den Folgekindern. Wenn Du das möchtest - dann trau Dich, er wird seinen Weg sicher machen.

Lg
Mori

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