Hilfe!!! Nachtschreck!!!

Unsere Tochter, 9 Jahre, leidet seit 2 Wochen unter dem sog. Nachtschreck (pavor nocturnus), sie schreckt immer ca.1-1,5 std. Nach dem Einschlafen hoch, schreit, rennt von einem Zimmer zum nächsten, zittert, hat Angst, redet wirr usw. Ich habe jetzt echt schon sehr viel darüber gelesen, sie hatte so eine 4 wöchige Phase als ca. einjährige schon mal...ich bin trotzdem am Verzweifeln. Wir wollen morgen mal zum Kinderarzt gehen. Tagsüber ist alles ganz normal, sie hat auch nichts schreckliches erlebt o.ä.! Hat von Euch jemand Erfahrungen bei "so alten" Kindern damit!? Danke, Danke für Antworten!

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Hallo,

komisch, das wollte ich auch gerade fragen...

Meine Tochter ist auch 9 und hat das in der letzten Woche auch 2x gehabt. Davor allerdings noch nie.

Sie schreckt hoch, sagt, es ginge ihr schlecht, ist ganz atemlos und läuft auf und ab. Ich fand es beim ersten Mal richtig gruselig.

Sie war krank, hatte auch über 40°C Fieber, aber es hält sich noch dran, obwohl die Temperatung seit einigen Tagen wieder normal ist.

Ich kann Dir also nicht wirklich helfen, aber ja, wir kennen das jetzt auch.

Lieber Gruß
Andrea

2

Hallo,

Erfahrung bei Schulkindern habe ich damit nicht. Bei uns hat es der Jüngste (bald 5). Es tritt bei ihm in Phasen auf. Mal hat er 2 Wochen fast jede Nacht, dann wieder Monate nicht. Er kann sich am nächsten Morgen an nichts erinnern, obwohl es echt heftig ist. Einmal hat es fast eine Stunde angehalten. Extrem verschwitzt, verkrampft, schreien, Augen weit auf. Ich muss echt aufpassen, dass er sich nicht verletzt. Aber es soll ja nicht weiter schlimm sein. Also wie gesagt, bei uns kommen dann immer wieder lange Pausen, wo wir uns alle davon erholen können.

LG

3

Hallo,

mein Sohn hat das im Kindergartenalter sehr lange und extrem gehabt. Dann kam eine kurze Pause und es ging so mit 6/7 Jahren wieder los, hörte aber auch irgendwann wieder auf.
Jetzt wird er bald 10 und hat seit gut 1,5 Jahren Ruhe.

Wir fanden das anfangs auch sehr erschreckend und haben uns große Sorgen gemacht. Aber anscheinend gibt es nichts, das wirklich hilft - außer Ruhe bewahren.

Gruß, Lena

4

Liebe Franzi, unsere Söhne (heute 11 und 5) hatten als Kindergartenkinder beide den Nachtschreck, ob noch mit 9 Jahren? Daran kann ich mich nicht erinnern (beim Großen, der Kleine hatte schon lange keinen Anfall mehr), aber ich denke, dass auch bei größeren Kindern Phasen normal sind, in denen sie schlecht schlafen (gerade während Entwicklungsschüben), unser Großer hat dann jeweils Albträume und spricht im Schlaf. Nachtschreck-Kandidaten sind in solchen Phasen dann wohl prädestiniert dafür, wieder in das Pavor nocturnus - Phänomen zu verfallen - ich weiß, es ist immer SEHR beunruhigend, aber ich vermute, Du kannst nichts machen! Frag sicherheitshalber den Kinderarzt, ansonsten: hoffen, dass es bald wieder vorbei ist!

Alles Gute!

evi

5

Hallo franziny,

ja, genau dieses Thema beschäftigt mich auch seit ca. 3 Jahren.

Niklas (fast 9 J.) wacht auch nachts zwischen 1-2 Std. nach dem Einschlafen auf. Ist verschwitzt, redet wirres Zeug, geht ab und an ins Zimmer seines Bruders und denkt er ist im Badezimmer. Auch die Treppen in den Keller ist er schon runtergelaufen, was mich sehr erschreckt hat. Er ist nicht ansprechbar und morgens fragt er uns dann, ob es eine gute Nacht war. Heißt, dass er nichts von seiner nächtlichen Aktion weiß.

Ich hab schon alles versucht. Ruhig auf ihn eingeredet, ihn gestreichelt (Berührungen mag er da aber garnicht) ja sogar angebrüllt hab ich ihn schon. Denn wenn er wieder eine über mehrere Wochen dauernde Phase hat, bringt mich das erheblich an meine Grenzen.

Bei uns ist es auch so, dass nichts passiert ist, was diese Reaktion erklären würde. Manchmal ist auch tagelang nichts.

Mir ist jedoch aufgefallen, dass wenn er spät ins Bett geht keine Schlafprobleme hat. Dann ist er scheinbar so kaputt, dass er ziemlich schnell in den Tiefschlaf kommt. Wir haben ihn neulich auch bei uns übernachten lassen, da war auch nichts. Ich denke, dass er ein Problem damit hat alleine einzuschlafen, aber ich kann ja jetzt mit fast 9 Jahren nicht wieder anfangen ihn regelmäßig bei uns schlafen zu lassen. Wenn er bei einem Freund schläft, ist auch nie was.

Ich geb jetzt seit ca. 1 Woche Globuli und zwar Aconitum C 6. Die ersten 2 Nächte war es schlimmer als je zuvor. Aber jetzt ist grad seit 4 Tagen Ruhe und er schläft durch. Er wacht zwar trotzdem auf, weil er denkt er müsse aufs Klo, aber er hat keine Schrei- bzw. Panikattacken. Keine Ahnung, ob das mit den Globuli zusammenhängt. Anfangs wollte er sie nicht nehmen, aber jetzt merkt er, dass es ihm besser geht. Ich glaub irgendwie nicht an Homöopathie, aber bei meinen Kindern hat es scheinbar irgendeine "psychologische Wirkung", denn sie glauben dran. Da es nicht schadet, geb ich es jetzt noch etwas weiter und dann setz ich es ab.

LG
Silke

6

Mein Sohn hat es jetzt auch seit einigen Wochen (er wird jetzt 7) und mich erschreckt es auch jedes Mal. gerade weil er dabei auch die Augen auf hat und am ganzen Leib zittert und so fürchterlich schreit. Meine Eltern meinten, sie hätten es mit mir und meinem Bruder auch gehabt und man kann wirklich gar nichts machen außer vielleicht darauf achten, daß dem Kind in dieser Phase nichts passiert. Aber sie selber können sich wirklich nicht daran erinnern und meiner schläft auch nach diesen Schrecken ganz glücklich wieder ein (wenn man das so sagen kann, denn er wird ja nicht so wirklcih wach) - so richtig von einem Moment auf den nächsten. Wir haben zur Zeit auch nicht ernsthaft Probleme oder Veränderungen hier, aber er macht gerade einen ziemlich starken Entwicklungsschub durch.

Ich drücke Dir die Daumen, daß es sich bald legt!

7

Hey,

bei meinem Sohn ist es nicht ganz so schlimm, aber fast exakt 2 Std. nach dem Einschlafen
fängt er an zu reden und hat z.T dabei auch die augen offen.
Gott sei Dank läuft er nicht rum...

Was mir auffällt ist, dass es anscheinend mehr Jungens als Mädchen betrifft und es immer in einer bestimmten Schlafphase auftritt...

Spannendes Thema!
Hilft Dir jetzt nicht weiter, ich weiß!

Ich glaube auf homöopathischem Weg kannst Du es ein wenig mildern...
Frag mal Deinen Arzt, und wenn Du magst, halte uns/mich auf dem Laufenden!

Beste Grüße milo

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