Probleme mit Montessori Schule :(

Mein Kind geht auf eine Montessori Schule und ich habe das Gefühl, dass es nicht das richtige Konzept für sie ist. Leider ist es die staatliche Schule in unserem Einzugsgebiet und ein Schulwechsel wäre echt problematisch, da ich sie aus ihrem Freundeskreis und unserem Stadtteil herausnehmen müsste.
Ich habe es versucht bei der Lehrerin zur Sprache zubringen, aber sie ist so überzeugt von Ihrem Konzept und nicht offen für andere Ansätze. Z.B. habe ich sie gefragt, wie ich konkret meine Tochter zu Hause unterstützen könnte, und sie hat gesagt, dass sie das nicht möchte und ich solle Vertrauen in ihr Konzept haben und ich soll auch Geduld haben.
Ich wünsche mir selbst mehr Geduld, aber meine Tochter ist in der dritten Klasse und ich merke, wie sich so langsam allem Neuen und schwierigeren Dingen verschließt. Es scheint, als brauche sie klare Anweisungen und Regeln, die sie an der Schule aber nicht bekommt. Es wird von ihr erwartet, dass sie sehr selbstständig arbeitet, aber das frustriert sie, weil sie denkt, dass sie alles alleine schaffen muss und oftmals an ihre Grenzen stößt.
Ich bin irgendwie verzweifelt und frage mich, ob ich sie vielleicht doch an eine andere Schule bringen soll. Was würdet ihr tun?

Also auch, wenn ich gerade erst noch schwanger bin, würde ich glaube mal deine Tochter fragen, ob ihr die Schule wechseln sollt. Auch mit der Erklärung, ob es für sie okay ist in der Schule ganz anders Unterstützung zu bekommen, dafür aber andere Umstände in Kauf nehmen muss wie neue Freunde suchen, längerer Fahrtweg zur Schule, vllt andere Probleme etc.

Wenn sie an ihre Grenzen stösst und lieber Hilfe hätte, würde ich das Familienintern abklären, wenn die Lehrerin sich schon stur stellt und so auf ihrem Konzept beharrt. Nicht alles ist gleich leicht/schwer für jedes Kind.

Ich denke, in einen von den sauren Äpfeln wird sie beißen müssen... durchbeißen in der jetzigen Schule ohne Hilfe, aber mit ihren derzeitigen Freunden.. oder die andere Lösung halt.

Viel Glück #klee ;-)

Hallo,

das Montessori-Konzept fusst ja auch auf Unterstützung. Unterstützung durch die anderen Kinder und Unterstützung durch die Lehrerin.

Also sollte sie sich Hilfe suchen.

Es ist keine Schande, etwas nicht alleine zu schaffen (auch durch Fehler lernt man), sondern man darf/soll sich eben an andere wenden, die es schon geschafft haben.

GLG

Hallo!

Naja, wenn du das Gefühl hast die Schule tut ihr nicht gut, würde ich wechseln. Neue Freunde findet man recht schnell in dem Alter. Auch sind die 'alten' Freunde ja nicht weg, sondern wohnen ja noch in ihrer Gegend und sie kann sie außerhalb der Schule treffen.

Wenn dann würde ich mich schnell entscheiden damit sie sich noch an das 'neue' Konzept einer anderen Schule gewöhnen kann um dann auch Bereit für eine weiterführende Schule ist.
Wenn deine Tochter dort nicht glücklich ist und auch das Gefühl hat sie kommt dauernd an ihre Grenzen ist das ein weiterer Punkt der einen dazu bewegen sollte zu wechseln. Das Konzept einer Schule sollte einem Kind schon liegen und ich finde das wichtiger als Freunde auf der Schule zu haben. Wie gesagt: Die Freunde wird sie ja nicht verlieren. Sie geht nur nicht mehr auf diese Schule.

LG Sonja

Hallo

Ich möchte gar nicht über Montessori reden, damit habe ich mich nie ernsthaft befasst.

Aber meine Töchter brauchen feste Strukturen und klare Arbeitsanweisungen, sonst verstricken sie sich und sind planlos.

Scheint nicht FÜR mein Kinder zu sprechen, aber es ist so.:-)

In ihrer Regelschule fordern sie gerne mal Hilfe, wenn sie eine Aufgabenstellung nicht verstehen und die weicht manchmal nur minimal von der vorhergehenden ab um für Verwirrung zu sorgen.

Also dieses aktive freie Konzept wäre für meine Kinder nur geeignet, um Dinge die sie selbst nicht mögen zu vermeiden und Nieschen zu suchen.

Da meine Kinder aber sehr an ihren Freundinnen und ihrem gewohnten Umfeld hängen wäre ein komplettes Umquatieren auch nicht wirklich eine Alternative für uns... schwierig...kommt aufs Kind und den Leidensdruck an

Alles Gute#klee

Mein Sohn war 1 Jahr auf einer Montessorischule und ich musste ihn rausnehmen, weil er nichts gelernt hat. Er musste die Klasse wiederholen.

Die Lehrerin hatte aber sehr wohl Tipps, was ich daheim mit ihm machen sollte, hat leider nur nicht gereicht.

Wenn du dir unsicher bist, solltest du den Leistungsstand in einer Probewoche an der Sprengelschule überprüfen lassen.

Da es bei uns auf dem Dorf neben 2 Regelgrundschulen auch eine Waldorfschule gibt, kenne ich Wechsler in jeder Richtung: Kinder, die an der Regelschule eingingen und auf der Waldorfschule aufblühten und umgekehrt.
In die Klasse meines Grossen kam im 3. Schuljahr ein Mädchen von der Waldorfschule zum Schnuppern - sie stellte fest, das ihr der Unterricht an der Regelschule mehr lag und wechselte zum Beginn des 4. Schuljahrs.

Ich würde infrage kommende Grundschulen einfach abklappern, ob es die Möglichkeit des Schnupperns gibt und dann entscheiden, was ihr tut. Ich kann mir nicht vorstellen, das Euch die zuständige Kommune dann Steine in den Weg legt: Schliesslich wäre es der begründete Wechsel zu einem anderen pädagogischen Konzept und das wird nach meiner Erfahrung in der Regel akzeptiert.

Grüsse
BiDi

Hallo!
Ich habe genau dasselbe Problem wie du. Lies doch bitte unter :Montessori -Eure Erfahrungen, wenn du meine Probleme genauer hören möchtest. Unter lillismoll. Da habe ich deinen Beitrag auch schon gelesen.
Das ist eine schwere Entscheidung. Ich habe mich jetzt entschieden, meiner Tochter zuhause zu helfen. Man kann sich ja Schulbücher und Arbeitshefte selbst bestellen bei den Schulbuchverlagen. Ich habe für Mathe Denken und Rechnen mit allen Arbeitsheften und für Deutsch Fara und Fu mit Schreibübungcheften und das Elefantenbuch. Das ist eine Art Sprachbucharbeitsheft ähnlich wie Fara und Fu.

Leider gibt es das für die dritte Klasse nicht mehr. Ich überlege, das Lese und das Sprachbuch mit Arbeitsheften von Kleeblatt aus Bayern zu nehmen. Das Elefantenbuch gibt es auch für die 3. und 4. Klasse.

Für Mathe habe ich mir Lehrmittel von Betzolt bestellt, zum Beispiel Steckwürfel.
Ich mache täglich, wenn nicht die normalen Hausaufgaben gemacht werden müssen, eine Seite im Lesebuch Fara und Fu oder im ABC der Tiere Lesebuch,

das habe ich auch. Dann eine Seite im Arbeitsheft von Fara und Fu oder dem Elefantenbuch und ca.eine Seite im Förderheft von Denken und Rechnen und manchmal was aus dem normalen Arbeitsheft oder dem Sachheft oder dem Geoheft.

Außerdem habe ich ihr ihre Sachtexte z.B. über Vögel, in Steckbriefform, also geordnet nach Aussehen usw aufgeschrieben. So kann meine Tochter sie besser lernen. Es stand nämlich neulich tatsächlich mal: Lerne für den Test drunter. Seitdem gehe ich das immer mal mit ihr durch. Irgendwann kommt ja vielleicht mal der Test.
Übrigens, für Mathe gibt es drei sehr motivierende Conni-Mathe Apps vom Carlsen Verlag. Über PayPal zu bezahlen, je 4€. Meine Tochter macht sie gerne freiwillig alleine. Für Klasse 1 und 2. Aber gut zum Wiederholen der Grundrechenarten.

Das werde ich jetzt machen. Denn ihre Freunde will ich meiner Tochter wegen der blöden Montessori-Schule nicht nehmen.

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