Der 4. Schulwechsel !!!

Hallo,

ich suche einen Rat. Unsere beruflich Situation ist sehr schwierig, mein Mann und ich arbeiten beide in befristeten Arbeitsverhältnissen und es ist meist nicht möglich zur gleichen Zeit in der gleichen Stadt eine Anstellung zu bekommen. Wir haben 3 Kinder und hatten eigentlich immer nur dann Ruhe, wenn ich wegen einem Kind zu Hause war. Meine älteste Tochter ist jetzt in der 3. Klasse. Ihre Schullaufbahn war richtig blöd. Zu erst war sie für 9 Monate in England in der Schule, die zum Glück toll war, dann kam sie in Deutschland auf eine katholische Schule, hier waren sowohl Horterzieher als auch Lehrerin nicht gut für sie, so dass sie innerhalb kürzester Zeit die Lust am Lernen verlor und irgentwie auch ihr Selbstbewusstsein. Ich habe sie dann von der Schule genommen und in unsere Regelschule gebracht, leider nicht mit Erfolg. Die Lehrer sind schrecklich aber hier kommen jetzt noch die sozialen Probleme dazu. Jetzt habe ich meine nächste Stelle anderswo und wir werden wahrscheinlich umziehen in ein Bundesland, wo man nur 4 Jahre in die Grundschule geht. Meine Tochter wird daher wahrscheinlich nur 1 Jahr auf eine andere Schule gehen und dann noch mal wechseln.

Ich bin wirklich ma Verzweifeln und weiß nicht recht, was besser für sie ist:

Hier bleiben, meinen Job aufgeben, versuchen sie nach dem 4. Jahr auf ein Gymnasium zu bringen (so etwas gibt es hier auch)

Dort auf eine Waldorfschule bringen, ich stehe dem Konzept sehr nahe und sie müsste dann nicht nochmal wechseln, mein Mann hasst das Konzept

dort auf Regelschule, Augen zu und durch...

ich weiß, ich muss die Entscheidung selber treffen aber vielleicht hat jemand einen Tip, kann sich ein bisschen einfühlen

febe

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Hallo,

sicher schwierig, die Entscheidung, die du treffen musst. Aber du kennst dein KInd und weißt, wie eingliederungsfähig sie ist und ob ihr der ständige WEchsel zu schaffen mache.

Waldorf würde ich gleich abhaken, nicht, weil ich nichts davon halte, sondern, weil dein Mann nicht dahinter steht. Wenn es dann mal Probleme in der Schule gibt, wird immer der unterschwellige Vorwurf im Raum hängen, dass er das ja nicht wollte.

Für ein Jahr Schulwechsel umd dann auf eine weiterführende Schule zu wechseln ist auch sehr schwer. Besonders im ZUsammenhang mit einem Wechsel des Bundeslandes.

Job aufgeben? NUn, das musst du entscheiden: Ist es finanziell möglich? Reicht es dir, "nur" Hausfrau zu sein oder würde dir der soziale KOntakt und die berufliche Herausforderung fehlen?
Wenn du nicht umziehen willst, musst du den Job aufgeben? Hab ich das richtig verstanden? Da gibt es keine andere Möglichkeit?
Wenn du allerdings überlegst, sie nach dem 4. Jahr auf ein Gym zu geben, wo genau ist dann für dich der Unterschied zu einer 4-stufigen Grundschule?

Wichtig wäre auch die Info, von welchem BL in welches ihr wechseln würdet, damit man die Schulsysteme vergleichen kann. In Bayern gibt es beispielsweise nur die 4-stufige GS, aber danach kann man auch eiune Gesamtschule wählen oder HS/RS/Gym ... und nach der 6. hat man innerhalb dieser Systeme wieder verschiedene Möglichkeitren: M-Zug, Wirtschaftsschule etc.

Liebe Grüße,
delfinchen

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Hallo, danke für Dein Interesse!

meine Tochter war mal sehr offen für Neues aber ihr fehlt im Moment das Selbstbewusstsein. Das haben sie ihr gründlich ausgetrieben.

Waldorf kann ich nicht ausschließen, denn ich glaube, dass es genau das richtige wäre und mein Mann, würde er sich damit beschäftigen, würde das auch so sehen aber er sperrt sich und hat Vorurteile.

Der Unterschied zwischen einem 4.Klasse Wechsel hier in Berlin wäre der, dass sie dann nicht 2 Mal wechseln muss, sie würde eben noch ein Jahr auf ihrer Schule bleiben und dann wechseln. In Rheinland Pfalz müsste sie wechseln unddann nach einem Jahr wieder wechseln, da sie ja im August in die 4. kommt.

Natürlich scheitert alles an den Finanzen, mein Mann verdient nicht genug, ich würde versuchen mich fortzubilden und einen unbefristeten, kinderfreundlichen Job zu bekommen aber da würde es eine Durststrecke zu überbrücken gelten. Ja, wenn ich nicht umziehe, muss ich diesen Job aufgeben.

Ich weiß einfach nicht mehr was das Beste ist. Besonders an die Nieren geht mir, dass ich nicht einfach zu Hause bei den Kindern sein kann um solche Probleme in der Familie aufzufangen...

warum, glaubst Du ist es so schwierig den Wechsel auf eine weiterführende Schule nach einem Jahr zu machen?

febe

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Hallo,

naja, wenn du so von waldorf überzeugt bist, dann werden dir all die vielen negativ-berichte sicher nicht zu denken geben und du wirst nur das positive an dieser lebensfremden schulart sehen. für mich ist das eine starre pädagogik, keine reformpädagogische wie bespielsweise die von maria montessori. wenn du der meinung bist, das ist die beste schule für dein kind, dann ist die entscheidung doch eigentlich gefallen, oder?

der wechsel nach einem jahr ist meines erachtens deshalb so schwer, weil kinder lange bauchen, sich an neue mitschüler und neue lehrer zu gewöhnen, gerade, wenn sie so wenig selbstwertgefühl haben. bei uns in bayern läuft der übertritt dann schon im mai, wie es in rpf it, weiß ich nicht.
wenn ein kind nur bis weihnachten brauchen sollte, sich an das neue soziale umfeld zu gewöhnen - neuer lehrplan kommt ja erschwerend hinzu (und der wird von berlin kommend in rheinlandpfalz erstmal ne etwas größere hausnummer sein, da die lehrpläne dort etwas anspruchsvoller sind wie auch die pisa-studie belegt) - dann bleiben ihm nur wenige monate um zu zeigen, was es wirklich kann. wenn es mit schlechten noten startet, was bei einem wechsel (gerade bundeslandübergreifend) nicht auszuschließen ist, dann wird es ganz schwer, das in so kurzer zeit wieder auszubügeln.

lg und ein gutes händchen bei der wahl,
delfinchen



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Wie steht denn deine Tochter zum Thema?

Ich denke sie hat da auch etwas zu zu sagen.

Ich denke:
Gymnasium um jeden Preis ist ein Verbrechen am Kind. - Wenn es ihr gut geht dabei und ihr Schule liegt - gut, sonst lieber Realschule, mit dem Abschluss kann sie immer noch auf´s Gymnasium.

Waldorfschule finde ich persönlich untragbar, sicherlich, weil der gute Herr Steiner sehr rechte Ansichten hatte...
Aber: wenn dein Mann das nicht mitträgt ist das schon ein Eiertanz und schon deshalb würde ich es nicht machen.
Und raten: mach eine Liste mit pros und contars, sammel von allen in der Familie, vielleicht finden es ja noch mehr gut, wenn du zu Hause bist? Oder es gibt Nachteile, die du noch nicht gesehen hast. Gib euch ein paar Tage Zeit zum aufschreiben. Und dann kannst Du, vielleicht nach einem Familenrat viel einfacher entscheiden.

Viel Glück.

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hallo,

es wär doch hilfreich zu wissen was es denn noch so gibt, also es gibt ja nicht nur regelschule und waldorf.

meine tochter ist auf einer städtischen regelschule die total super ist. gute engagierte lehrer und direktorin. gute konzept...also es ist nicht regelschule gleich regelschule.

vielleicht gibt es ja eine montessorischule in dem ort? waldorf ist ja schon sehr teuer und man muss als eltern viel mitarbeiten. außerdem sind die oft überlaufen...


schau dir doch mal die infrage kommenden schulen an, am besten natürlich mit der tochter


lg marci

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