Entscheidung für Waldorf das Beste was passieren konnte!

Hallo

Ich habe schon einige Artikel hier gelesen und festgestellt,dass viele hier sehr negativ über Waldorfschulen denken.Ich möchte euch gerne mal meine Erfahrungen schreiben.
Mein Sohn geht in die 1.Klasse der Waldorfschule, meine Tochter in den Waldorfkindergarten.Und ich muss sagen,ich bin jeden Tag glücklicher mit dieser Entscheidung. Mein Sohn hat in der 1. Klasse schon Englisch und Französisch und spricht mittlerweile viele Wörter aus beiden Sprachen. Auch was Mathe angeht bin ich baff, dass er auch schon mit negativ Zahlen rechnet. In der Klasse sind insgesamt 8 Kinder, jedes Kind wird individuell betreut, keiner kommt zu kurz. Was mir besonders gut gefällt ist, dass wir Eltern eine geschlossene Gesellschaft bilden -jeder kennt jeden- und nun schreiben wir das 1. Lesebuch mit Geschichten selbst für unsere Kinder. Jedes Elternpaar hat ein Muster bekommen und schreibt und illustriert selbst.Ich finde das so toll, auch für später, wenn mein Sohn dann sagen kann das sein 1.Lesebuch von seiner Mama geschrieben und gemalt wurde.Sobald der Klassenlehrerin auffällt das ein Kind bei irgendwas Probleme hat, wird man angerufen, das Problem wird besprochen und behoben. Der Lehrplan ist wie an anderen Schulen, nur eben mit den Fremdsprachen etwas ausführlicher als an einer Regelschule.
Auch der Kindergarten hat bis jetzt meine Erwartungen übertroffen.Die Kinder bereiten mit den Erzieherinnen ihr Frühstück selbst (Brot oder Brötchen backen,selbstgekochte Marmelade, Honig von den schuleigenen Bienen...usw.).
Ich habe schon gemerkt das Waldorf mit vielen Vorurteilen belastet ist, die so meistens garnicht der Wahrheit entsprechen.Ganz im Gegenteil bin ich immer wieder überrascht, wie intensiv dort gelernt wird. Als mein Sohn im Regelkindergarten war, musste er sein Frühstück selbst mitbringen und konnte essen wann er wollte.Das hatte zur Folge,dass er meistens sein Essen wieder mitgebracht hat,weil keiner darauf geachtet hat,ob er isst oder nicht.Im Waldorfkindergarten ist das anders.Alle bereiten zusammen das Essen,und dann essen auch alle zusammen.Kein Kind bleibt mit leerem Magen zurück.
Ich glaube das Prinzip Waldorf darf von diesen Vorurteilen nicht im Keim erstickt werden, denn viele Dinge sind aufgeschauscht und falsch.
Naja,das wollte ich mal loswerden. Schöne Rest-Weihnachten an euch alle!#liebdrueck

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Dir auch schöne Weihnachten.

Schön, daß es Euch so gut gefällt.

Für uns mit den Erfahrungen, die wir haben (Nachbarsfreundin meiner Tochter)das letzte, das allerletzte. Niemals- ganz sicher.
Selbstgefällige, ungezogene Kinder. Und wir sind nicht da, uns da einzubringen, wir haben einen Beruf und ich bin nicht dafür da, die Kinder zu erziehen, zu bekochen, bespielen. Unmöglich. Alles.
Den Kindern wird etwas vorgegaukelt, was im späteren Leben niemals so ist. Da nimmt keiner Rücksicht. Das Mädchen, das ich kenne, ist so alt wie meine Tochter (12), sie beherrscht heute noch nicht Lesen und Schreiben, aber tanzen und Marmelade kochen kann sie. Sorry völlig daneben.

Das sind keine Vorurteile sondern Tatsachen. Und für uns ist das sektenähnlich. Aber: Jederwie er mag.

lg
Anja

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Seh ich ebenso.
Pantoffeln wochenlang zu filzen kann unsere Kinder nicht auf das Leben in einer Leistungsgesellschaft vorbereiten. Ein Bekannter hat Waldorfschülern, die dann Abi machen wollten, Mathenachhilf erteilt und war völlig entsetzt, was die alles nicht können.

Aber naja, Hauptsache, man kann den Namen tanzen!

LG,
delfinchen

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"ich bin nicht dafür da, die Kinder zu erziehen"

Ja, ist klar. Du setzt Kinder in die Welt, damit sie von anderen erzogen werden. Tolle Einstellung.

Ich bin übrigens auch keine Befürworterin der Waldorfpädagogik.

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Hallo!


Ich kenne sowohl sehr positive Waldorf-Erfahrungen, als auch sehr Negative.
Auch hier steht und fällt fällt viel mit den Lehrern.

ich bin ein großer Freund von alternativen Schulformen...was mir bei waldorf allerdings extrem sauer aufstösst und diese schulen für mich disqualifiziert, sind die kranken Ideen, die der Begründer hatte.

lg

melanie m it den 4 Kurzen(8,6,3,1)

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hallo
zwei meiner kinder sind zur waldorfschule gegangen.

eine ist auf eigenen wunsch abgegangen nach der 5.ten klasse, da sie "die scheinwelt nicht mehr ertrug" ihre eigene aussage damals.
mein sohn dagegen war zufrieden.
für mein drittes kind habe ich komplett dagegen entschieden und bin sehr zufrieden mit meiner entscheidung.
"früher" waren die klassenstärken auch enorm hoch, es ging rapide zurück in den letzten jahre, so das keine 35 kinder mehr pro klasse sind.

ich selber möchte kein lesebuch schreiben, hätte weder die zeit noch die lust dazu,noch möchte ich eine so geschlossene gemeinschaft mit den eltern sein, das geht selten über jahre gut in schulen.

auch wirst du im laufe der zeit merken das der epochenunterricht manchmal endlos gehen wird , womit viele kinder zufrieden sind, aber einige vor lauter langeweile nicht wissen was sie tun sollen.

und die individulle betreuung ist in der ersten klasse ganz toll, aber später ist es leider im leben nicht mehr alles so aus der welt zu schaffen und man trifft auf viele verschiedene menschen und situationen die ein kind dann leicht überfordern können eigenes beispiel von dir selber. !
....wie du schon beschrieben hast...dein sohn konnte nicht alleine frühstücken im regelkindergarten.....weil man ihm nicht sagte, er solle sich setzen und frühstücken...........
daran hapert es später. selbständiger werden allein klarkommen mit dingen.
bei uns in der regelschuleschule wird übrigens auch zusammen gemütlich und in ruhe 10-15 minuten gefrühstückt, was ich sogar gut finde, aber er wäre auch damit klargekommen, wenn es anders wäre, da er im kindergarten auch frühstücken konnte wann er wollte und es da gelernt hatte.

aber! und das finde ich ganz wichtig. ihr seit zufrieden und euch geht es gut und wenn es so bleibt, dann ist das was ganz tolles für eine schulzeit !
l.g.





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Ich bin auch der Meinung, dass jeder das tun sollte, was er für richtig hält. Ich kenne allerdings auch keinen positiven Lebensverlauf mit/nach Waldorf. Allein schon deshalb bin ich da vorsichtig.
Als Lehrerin finde ich es sehr bedenklich, die Kinder schon in der 1.Klasse 2 Fremdsprachen lernen zu lassen, anstatt die richtigen Grundlagen der deutschen Sprache beizubringen. Was dann da rauskommt, habe ich in der 5./6.Klasse sitzen, sage ich jetzt mal ganz boshaft.

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Hallo

schön dass es euch so gut gefällt.:-)

Ich sehe das ganze etwas skeptisch und würde meine Tochter nicht auf eine Waldorfschule geben. (Montessori wäre etwas anderes).

Mich würden deine Erfahrungen in 4-5 Jahren und dann nochmal in 8-9 Jahren mit dieser Schulform interessieren, da ich denke, dass man nach noch nichtmal einem Jahr nicht viel aussagen kann.

Wer entscheidet bei eurem Buch, was das für Geschichten sind, welche Bilder verwendet werden? Was passiert, wenn ein Elternteil mit einer der Geschichten nicht einverstanden ist?

lg und ruhige Tage bis zum Neuen Jahr

Silvia

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Das Skript hat die Klassenlehrerin geschrieben und beinhaltet Reime zum ersten lesen. Die Reime stammen aus bekannten Märchen, die alle Kinder kennen, neimand hatte was dagegen einzuwenden.

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Ich habe irgendwo gelesen, dass diejenigen die an der Waldorfschulen die Kids unterrichten keinen Pädagogikstudim in der Tasche haben. Soll einen zu bedenken geben.

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Das stimmt. An Waldorfschulen dürfen Lehrer auch ohne 2. Staatsexamen unterrichten- eine Lehrgenehmigung brauchen sie dennoch.
Ich weiß aber, dass man, bevor man an Waldorschulen unterrichten möchte, die Waldorflehrerausbildung in Voll- oder Teilzeit absolvieren muss. Ist meiner Meinung nach aber kein Vergleich zu einem Pädagogikstudium oder gar eines Referendariates.
Trotzdem glaube ich, dass manche Menschen super in der Lage sind, zu lehren, auch wenn sie vorher was ganz anderes gemacht haben.

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Aha ...

Ich bin kein Befürworter von Waldorf, ABER :

Welche Lehrer/innen haben denn bitte ein Pädagogikstudium ?
Auf Lehramt studieren hat nichts mit einem Pädagogikstudium zu tun. Pädagogik wird in nicht einmal einem Semester gelehrt ! ;-)

LG Sabine

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Hallo,

dann warte doch einfach mal ab, wie das Ganze in ein paar Jahren aussieht und wie zufrieden deine Kinder dann mit deiner Schulauswahl sind.

Ich kenne 10 Leute, die auf der Waldorfschule waren und keiner ist im Nachhinein glücklich über die Schulauswahl der Eltern. Jeder hat gesagt, dass es ja schön sein mag, wenn die Schule auch Rücksicht auf künstlerische Begabungen nimmt. Es kann aber nicht richtig sein, dass die um das Diktat herum gemalten Blümchen wichtiger sind, als das Diktat selber. Noch dazu kam, dass keiner meiner Bekannten hier vor Ort Abi machen konnte, da das wohl nicht an allen Waldorfschulen möglich ist. Sie mussten für ein Jahr in eine andere Stadt umziehen. Und das dann für ein Abitur, dass im Berufsleben nicht mal anerkannt wird. Denn die meisten Arbeitgeber können mit Waldorfschulen nichts anfangen (meine Erfahrung und die meiner Bekannten).

Dem Waldorfkindergarten, den eine Freundin für ihr Kind ausgewählt hat, kann ich auch nichts abgewinnen. Man kommt morgens rein, sagt freundlich "Guten Morgen" und wird mit Blicken fast ermordet. Und warum? Weil die Kinder leise! erstmal einen Stuhlkreis bilden und summen. Wo ist da der Sinn?

Und ich frage mich auch, wozu ein Unterrichtsfach (Pflicht!) wie Eurythmie gut sein soll. Da könnte man genauso gut Sport unterrichten.

Übrigens würde keiner meiner Bekannten seine Kinder auf eine Waldorfschule schicken. Hingegen würden die Eltern meiner Bekannten es "jederzeit wieder so machen". Komisch, dass die nichts aus den Erfahrungen und Meinungen ihrer Kinder gelernt haben.

Ach ja: Ich hätte keine Lust, mir eine Elterngemeinschaft aufzwingen zu lassen. Aber genau das passiert, wenn man ein gemeinsames Lesebuch für die Kinder schreiben muss. Aber das bleibt ja jedem selber überlassen, wie sehr er sich da beschäftigen und einbeziehen lässt.

Gruß
Sassi

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Niemand muss das Lesebuch schreiben, wir wuden gefragt ob wir das machen wollen, und wir haben alle zugestimmt. Alle waren hellauf begeistert, und hätte ich es nicht machen wollen, hätte ich es auch nicht müssen.

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Schön, dass es Euch so gut gefällt. Ich freue mich mit jedem, der einen "Glücksgriff" in Sachen Schule erwischt hat.

Meine Erfahrungen mit Waldorf sind leider alles andere als positiv. Unsere beste Entscheidung war, dem ganzen Waldorf-Kram den Rücken zu kehren.

8 Kinder in einer Klasse?? Hmm, die 3 Waldorfschulen hier in der Region haben alle 40 Kinder pro Klasse.

Rudolf Steiner war ein bekennender Rassist und hatte definitiv eine "esoterische Meise". Oft wird behauptet, das seien nur Vorurteile. Ich habe mir aber die Mühe gemacht, Originalschriften von ihm zu lesen (es lebe das Antiquariat ;-))

Dass eine Schule dann tatsächlich noch den Namen Steiners als Schulnamen führt, finde ich nicht nur befremdlich sondern eher bezeichnend.
Kann eine Schule tolerant sein, die sich auf Steiner beruft?

Trotzdem noch eine schöne Schullaufbahn,
guten Rutsch.

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Wer sich mit der "Philosophie" des Begründers Rudolf Steiner auseinander gesetzt hat, kann, meiner Meinung nach, seine Kinder nicht guten Gewissens auf die Waldorfschule schicken.

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