adhs und einschulung

Hallo,
mein Sohn wird im Mai sechs Jahre und soll eigentlich im September eingeschult werden. Er besucht momentan die Vorschule. Er hat ADHS und einige Tic-Stoerungen. Sein Medikament verweigert er.
Nun steht ein Gespraech mit dem Schulleiter an und der Kiga-Leiterin. Genaueres weiss ich nicht, es soll um die Einschulung gehen.

Ich habe etwas Angst vor dem Gespraech.
Wenn er nicht eingeschult werden kann, ist er naechstes Jahr zur Einschulung schon sieben einhalb Jahre alt!
Die Erzieherinnen sagen, er ist faehig, er kann alles was man an kognitiven Dingen koennen muss. Aber: er ist oft aufgedreht und albern.
Kann sich eine Schule auch weigern ihn zu nehmen? Er ist nicht super-stressig aber er faellt auf jeden Fall auf! Allerdings gibt es noch Zeit, uns bleibt noch ein halbes Jahr, vielleicht kann er dann seine Medikamente nehmen und das Blatt wendet sich zum guten.

Wenn jemand ein bisschen Ahnung hat und mir helfen koennten faende ich das toll.
Einen schoenen Abend,
Ummhilal

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Medikamente die sein müssen müssen eben sein.
Verstehe nicht wirklich warum man da sagt, Medikament verweigert er. #kratz bzw warum die du Verweigerung zuläßt.

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Hallo

es gibt viele Kinder die können in dem Alter noch keine Tabl. schlucken

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Gibt es für diese Kinder keinen Saft?

Gruß

Manavgat

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Hallo

meiner hat auch ADHS.

Was sagt denn der Kinderarzt und der Kinderpsychiater???

Ich persönlich kam auch mit 7,5 Jahren in die Schule und es hat mir nicht geschadet.

Wenn du dich drüber austauschen möchtest wegen ADHS,Tics,Medikamentengabe,usw.. alles zu dem Thema dann schreib mich über VK an hab da ne gute Homepage für dich mit allen erfahrenen

lg

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Hallo Ummhilal,

Ich weiß nicht, wie das in UAE ist, aber bei uns ist ADHS - auch mit Tics - kein Grund, ein Kind zurückzustellen. Die Rückstellung soll ja für Kinder sein, die noch nicht ganz "schulreif" sind, es aber voraussichtlich ein Jahr später sein werden, also keinen besonderen Förderbedarf haben. Da ein Kind mit ADHS ein Jahr später immer noch ADHS hat, wäre also der Sinn einer Rückstellung verfehlt.

Besonderer Förderbedarf besteht nur, wenn das Kind außerdem noch etwas anderes hat (z.B. auditive Wahrnehmungsstörungen etc.), worauf man in einer Regelschule nicht eingehen kann. Die Regelschule könnte also nicht die Aufnahme verweigern.

Meine Tochter hat auch ADHS und hat die ersten beiden Schuljahre ohne Medikation geschafft. Allerdings war damals das "H" nicht sehr ausgeprägt, also mehr ADS ohne große Hyperaktivität. Ab der dritten Klasse ging gar nichts mehr, so dass wir uns entschlossen haben, ihr Medis zu geben, die bei ihr auch gut wirken, so dass sie sie freiwillig nimmt, weil sie merkt, dass sie ihr helfen.

Hier muss ich mich der ersten Antwort anschließen: Wenn ihr meint, euer Sohn braucht die Medis, dann nimmt er sie, Punkt. Wenn er Diabetes hätte, würdest du seine Weigerung, Insulin zu nehmen, auch nicht akzeptieren, oder? Gut, Methylphenidat ist für ein Kind mit ADHS nicht überlebenswichtig, aber doch eine wichtige Stütze in seiner Entwicklung, nicht nur in der Schule, sondern auch im sozialen Umfeld.

Vielleicht hilft es, wenn du deinem Sohn erklärst, dass die Medis ihn nicht "anders" machen und dass du ihn auch nicht anders haben willst, aber dass sie ihm helfen, sein Potential auszuschöpfen. Die Medis helfen ihm zu zeigen, was in ihm steckt!

Alles Gute und liebe Grüße,
Dany

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Danke. Deine Antwort war sehr aufschlussreich und hat mich etwas beruhigt!
Vielen Dank,

Gruesse zurueck,

Ummhilal

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