In andere Grundschule einschulen, weil ihre Freundinnen dort hingehen?

Hallo,

meine Tochter wird nächstes Jahr eingeschult. Bei uns im Ort gibt es zwei Grundschulen. Je nachdem wo man wohnt, kommt man auf die eine oder andere Grundschule. Nun ist es so, dass wir im Grenzgebiet der beiden Schulen wohnen. Im Rathaus hieß es sie kommt auf die eine Schule (wo ihre Freundinnen hinkommen), auf Nachfrage bei der dieser Schule (weil alle 2011 eingeschulten Kinder beider Schulen bereits angeschrieben wurden, NUR wir NICHT) hieß es, sie kommt auf die andere Schule. Nachdem ich meiner Tochter das erzählt habe, fing sie an zu weinen, weil sie nicht mit ihrer Freundin und anderen Kindern, mit denen sie momentan ihre Freizeit verbringt, auf eine Schule kommt.

Jetzt bin ich am Überlegen, ob ich einen Schulwechsel beantragen soll, weil
1. von der anderen Grundschule alle Eltern begeistert sind

2. meine Tochter sehr schüchtern / ängstlich ist und ich Bedenken habe, ob der Schulstart dann klappt (im Kindergarten hatten wir mächtige Probleme bei der Eingewöhnung, weil sie da schon nicht mit ihrer Freundin in eine Gruppe gekommen ist und die Erzieherinnen sie nicht zusammen spielen lassen haben)

3. sie so viele Kinder kennt, die auf die andere Schule kommen oder schon sind.

Was meint ihr? Wären das für euch Gründe für einen Schulwechsel? Von der Entfernung sind beide Schulen 5-10 Minuten Fußweg entfernt.

LG
Antje

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Hallo

hier wäre es kein Grund

lg

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Habt ihr keine freie Grundschulwahl bei uns in NRW ist das so. Man wird zwar vonb der Schule wo man wohnt angeschrieben, kann aber sein Kind auch wo anders hintun.

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Hallo Antje,
versuch doch einfach, ob Ihr noch wechseln könnt.
Wär ja schon schöner für Deine Tochter.


Grüße
ballroomy

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hallo,
bei uns war es ähnlich. Nur wir hätten freiwillig Wechseln können, weil es eine Zweistelle der GS war.
Mein Sohn hatte eine beste Freundin und die ging halt in diese externe GS. Wie wars für uns: also ich hab lange überlegt. Das erste halbe Jahr fand ich hatte er schon Schwierigkeiten, sich in die Klasse einzufinden. Die Kinder dort hatten meist schon einen guten, festen Freund. Ein halbes Jahr war er damit beschäftigt, keiner spielt mit mir (was nur bestimmt zeitweise so war) und da er ein Junge ist, war es in der Jungengruppe immer Thema "Wer der Chef ist und bestimmt", da gab es immer rangeleien. Ich hab auch mit der Lehrerin gesprochen: die sah aber diese Probleme nicht. Gut zu Hause kommt sowas wohl eher raus.
Mein Rat für dich: bitte erkundige dich auch bei den Eltern der Schule wo sie hin soll. Vielleicht hat sie auch Vorteile. Gehst du arbeiten oder willst du wieder gehen, brauchst du verlängerte Betreuungszeiten? Was für Zusatzangebote gibt es an der Schule? Sprich mit Eltern über Lehrer um dir ein Meinungsbild zu machen. Geh vielleicht zum Tag der offenen Tür. Mach dir von den Schulen ein gutes Bild. Vielleicht kann man jetzt schon Kontakte zu Kindern aus dieser Schule knüpfen? Geht sie in einen Turnvereine oder was ähnliches? Kontakte sind wichtig und Mädchen sind da glaub ich grausamer, wenn es darum geht jemand auszuschließen. Aber: letztlich willst du doch, das dein Kind gut lernen kann, das die Lehrer auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und du mit den Lehrern über die Probleme deines Kindes sprechen kannst. Es ist wichtig eine gute Schule für dein Kind zu finden und nicht eine gute Freundschaft zu erhalten bzw. wenn die Freundschaft gut ist, dann hält sie auch darüber hinaus.
Endgeschichte bei uns: mein Sohn geht gern zur Schule, trifft sich einmal die Woche zwangsweise (weil ich Arbeiten muss) mit seiner alten Freundin zusammen ( die an selbstbewußtsein gewonnen hat und jetz laut Aussage meines Sohnes nur Rumzickt). Nun hat sich diese Freundschaft von damals etwas relativiert und wenn wir Mütter nicht miteinander befreundet wären, dann würden unsere Kinder nun auch nicht mehr so dicke miteinander sein. Mein Sohn hat jetzt andere Freunde und ich fördere dies auch durch Mitgliedschaften im Verein. Er sagt mir wann es ihm reicht und so kommen wir gut miteinander aus.
Jetzt ist es doch ein Roman geworden, aber ich hoffe du kannst was damit anfangen und dir ein gutes Bild machen.
kasia :-)

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Wenn ihr im Grenzgebiet wohnt und die Schule noch Kapazitäten hat (kann ja auch sein, sie stehen gerade an der "Teilungsgrenze, also 1 oder 2 Klassen-Frage), dann versuch es einfach über das Schulamt. Bei uns haben damals fast alle aus einem Nachbarort beantragt, dass sie in unsere Schule wollen, eben auch, weil sie schon hier alle zusammen in der Kita waren und es auch bei den meisten Eltern schlichtweg auf dem Arbeitsweg liegt! Es waren so viele, dass das Schulamt dann aus der "Mussregelung" eine Wahlregelung gemacht hat, weil sie die vielen Anträge jedes Jahr leid waren! Denn wenn man Einem nachgibt und dem Anderen nicht, ist auch blöd!
Ich war ganz froh, dass meine Tochter mit den Kindern, die sie kannte, eingeschult wurde. Sie ist auch bischen so, wie Du Deine Tochter beschreibst, hat große Not mit "fremden" Kindern. Sicher müssen sie das auch lernen, damit umzugehen, begegnen in ihrem Leben noch genug fremden Leuten. Aber ich kann zumindest in Deinen Ausführungen nichts finden, was dagegen sprechen sollte?
Gruß Silly

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hallo,

ich persönlich kann deine überlegungen nachvollziehen und würde an deiner schule auch diese andere grundschule wählen.
die gründe, die du angeführt hast, reichen aber normalerweise nicht aus. besser wäre es, du könntest angeben, dass du arbeitest und deine tochter nach der schule mit zu einer freundin geht oder dass sie dort mithingehen kann, falls mal überraschend eher schule aus ist.
solche gründe werden in einem gastschulantrag berücksichtigt, alles andere nicht. das schulamt oder wer auch immer die zuteilung vornimmt, wird kein exempel statuieren, weil sonst die sprengelpflicht bald fallen wird und alle die grundschule ihres kindes wählen wollen.
zumindest ist das bei uns so - vielleicht handhabt man das bei euch ja anders.

viel erfolg und halte an deinem vorhaben fest - ich bin sicher, es ist zum wohle deiner kleinen.

liebe grüße
delfinchen




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bei uns war es auch so. wir sind leider kurz vor der einschulung umgezogen und waren somit nicht mehr im einzugsgebiet der schule, wo mein sohn eigentlich rein sollte. seine ganzen kindergartenkinder sollten in diese schule gehen. ich stellte einen antrag beim schulamt und bekam eine absage. ich solle mein kind in die andere schule im einzugsgebiet einschulen lassen. mit der begründung, er kann auch dort kinder kennen lernen. aber ich bekam den tipp von " seiner Schule" ich solle meinen sohn bei meiner mutter anmelden die genau gegenüber der schule wohnte. und das machte ich dann auch. ich bereue es bis heute nicht. meine mutter hat damals nicht darüber nachgedacht. schulte mich damals in die falsche schule ein. obwohl die beiden schulen gegenüber standen (in DDR zeiten) alle meine freunde und nachbarn aus dem haus, gingen in die andere schule. ich war sehr schüchtern. es war ein fehler von ihr. ich habe sehr darunter gelitten. diesen fehler wollte ich nicht auch machen, und meldete meinen sohn gleich um.

nun ist er auf dem gym und da sieht die sache schon anders aus!

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Liebe Antje,

also ich habe umzugsbedingt meinen Sohn in eine Grundschule getan, die nur mit dem Auto erreichbar ist. Im Nachhinein bereue ich das etwas, denn alle anderen Kinder in unserem Umfeld gehen in eine andere Schule und somit hat es mein Sohn schwer hier Freunde zu finden.

Allerdings schaue ich mir meinen Sohn genau an, er ist nämlich auch sehr zurückhaltend und findet nur schwer neue Freunde. Ich habe nicht den Eindruck, dass er in dieser Schule unglücklich ist und nochmal einen Neuanfang für ihn wäre glaube ich sehr sehr schwer!

Deshalb entscheide ich mich (derzeit!) dagegen auch wenn die Kinder aus unserer Nachbarschaft eine andere Schule besuchen!

LG
Julia

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Aso ich würde es nicht tun. Im August habe ich mich dafür eingesetzt das mein Sohn zu seinem seit 3 Jahren besten Freund in die Klasse kommt. 4 Wochen später konnten die beiden sich gar nicht mehr ab.

Der Vorteil wenn dein Kind in die gleiche Schule geht wie die Nachbarn ist auch das sie leichter noch zusätzliche Freunde findet. Ist sicher praktisch wenn man sein Kind mal eben 3 Häuser weiter zu einem Freund schicken kann als jedesmal hinbringen und abholen. Der Kontakt zu ihren jetztigen Freundinnen muss ja deshalb noch lange nicht abgebrochen werden.

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