Schlechter Englischunterricht bzw. unkompetente Lehrerin


Hätte gerne mal eure Meinung gehört. Ich und auch viele andere Eltern ärgern sich über den Englischunterricht, bzw. die Englischlehrerin unserer Kinder ( 10.Klasse Realschule ).
Die Lehrerin kann sich bei den Schülern nicht durchsetzen, was sie selbst zugibt ( vor den Schülern ).
Sie benotet Arbeiten ungerecht ( übersieht Aufgaben, die gelöst wurden , wenn man sie darauf anspricht, sagt sie das es sich sowieso nicht auf die Note ausgewirkt hätte ).
Seit einiger Zeit gibt es einen sogenannten "Trainingsraum". Dorthin werden Schüler geschickt, die den Unterricht stören. Auffallend ist, das aus der Klasse meiner Tochter von den anderen Lehrern noch kein Schüler oder Schülerin dorthin "verbannt" wurde. Bei der Englischlehrerin direkt 10 Schüler an einem Tag.
Eine Vorbereitung auf die Zentrale Abschlussprüfung findet kaum statt. Die nötigen Arbeitshefte dazu werden nicht angeschafft, weil die Lehrerin nicht damit arbeiten möchte.
Und was mich am allermeisten ärgert: Mündlicher Unterricht, der doch in einer Fremdsprache mit am Wichtigsten ist, findet nicht statt. Es werden zu 99% während des Unterrichts nur Arbeitsblätter an die Schüler ausgeteilt.
Dem Schulleiter und der Klassenlehrerin wurde all das schon mitgeteilt, aber sie meinten, das so schnell jetzt keine Abhilfe geschafft werden könnte, da man sich ja keine neuen Lehrer aus dem Hut zaubern könnte. Und da müße man ( die Schüler ) jetzt halt noch das letzte Jahr durch! :-((
Ich bin aber der Meinung, das das auf die Kosten der Kinder geht. Denn schließlich ist das kommende Zeugnis superwichtig für Bewerbungen und Qualifikation für das Gymnasium.
Gibt es keine Möglichkeit, etwas zu ändern? Kann man sich nicht an eine höhere Instanz wenden?
Schade, das unsere Kinder das Pech hatten, an diese Lehrerin zu geraten. Wobei es an der Schule, meiner Meinung nach eine kompetetente Englischlehrerin gibt, die auch schon eine 10.Klasse auf die Zentrale Abschlussprüfung vorbereitet hat , und deren Unterricht zu 70% und mehr mündlich durchgeführt wird.
Heute abend ist ein Elternstammtisch mit der Klassenlehrerin, wo die Problematik angesprochen werden soll.

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Wir hatten das gleiche Problem bei unserem Sohn in der 7. + 8. Klasse Gymi.
Psychisch kranke Lehrerin, die regelmäßig alle 4-5 Wochen krank wurde. Sie konnte sich überhaupt nicht durchsetzen und die Schüler saßen nur die Zeit bei ihr ab. Ihr Unterricht erstreckte sich auch darauf irgendwelche Arbeitsblätter auszuteilen, Erklärungen wurden keine gegeben. Wir haben auch alles versucht, aber leider nichts erreicht. Man kann sie schließlich nicht entlassen.
Das einzige was wir noch hingekamen, war dass die Klasse danach eine der besten Englischlehrerin bekam, die sich bereit erklärte den Wissensrückstand aufzuholen.
Bis heute wird die Englischlehrerin, wie ein scharzer Peter, von Klasse zu Klasse weitergereicht.

LG
Sini

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Was habt ihr denn versucht?
Das meinte ich ja, ist schade, das man so hilflos da steht.

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Mündlicher Unterricht ist natürlich für die Abschlussprüfung auch wichtig. Allerdings darf man nicht vergessen, dass auch eine schriftliche Prüfung durchgeführt wird und somit das Austeilen von Arbeitsblättern nicht unterbleiben kann. Vielleicht sollte man die Lehrerin darauf ansprechen, ob sie nicht gewillt ist, nachmittags (freiwillig!) - einmal in der Woche - sich eine Stunde Zeit nimmt, um die Schüler gezielt auf die mündliche Prüfung vorzubereiten. Die Kinder nehmen dies normalerweise gerne wahr.
Persönlich finde ich, sollte man zuerst mit der Lehrerin über die Problematik sprechen.
Oft ist es aber wirklich so, dass gelöste, aber bei der Benotung übersehene Aufgaben, nichts an der Note ändert. Sowas sollte zwar nicht passieren, aber auch Lehrer sind Menschen...

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Zum einen: unkompetent gibt es nicht. Es muss inkompetent heißen.

Allerdings ist das in meinen Augen der falsche Begriff.

Du wirst nichts erreichen, außer, dass Du Dich blau läufst und! die Lehrerin Dein Kind abstrafen wird. Ich würde den Mund halten.

Die Materialien für den zentralen Realschulabschluss bekommst Du in jeder Buchhandlung. Gut ist Stark oder Duden! Cornelsen finde ich nicht gut.

Außerdem braucht Dein Kind eine gute Englisch-Grammatik, ich empfehle diese:

http://www.amazon.de/English-Grammar-Use-Answers-CD-ROM/dp/0521537622/ref=sr_1_4?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1257935610&sr=8-4

Themen sind:

alle Zeiten!

Aktiv/Passiv, indirekte Rede, If-clauses

freien Text schreiben! (das kann man nur mit Übung lernen), Texthörverständnis, Textverständnis, Fragen beantworten.

Vokabeln sollten jeden Tag 10 Minuten gelernt werden, es ist mir noch kein Schüler untergekommen, der geplatzt wäre, weil er zuviel wußte...

Ein gutes Wörterbuch ist auch ein Muss.

Die Prüfung ist im übrigen schriftlich, so dass ein Unterricht, der zu 70 % mündlich ist, vielleicht mehr Spaß macht, aber nicht immer zielführend ist.

Ich empfehle Dir, Dich nicht an der Lehrerin aufzuhängen, sondern einen Lernplan zu entwickeln und die Lehrerin mit Leistung zu überzeugen.

Gruß

Manavgat

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So bedauerlich und unbefriedigend die Situation in der Schule ist, würde ich als Mutter auch eher in den sauren Apfel beißen und zuhause alles nachholen. Da sind meine Energien sinnvoller investiert und kommen meinem Kind eher zugute.

Die Situation mit dem mündlichen/schriftlichen Unterricht sehe ich auch so - klar ist das Mündliche wichtig und hat auch in den letzten Jahren eine größere Bedeutung im Unterricht bekommen. Die Abschlußprüfung ist aber schriftlich, und verglichen mit ihr zählt die mündliche Prüfung (Eurokom) nicht viel bzw. man kann sich als Schüler sehr gut zuhause auf diese mündliche Prüfung vorbereiten.

Durch den Protest der Eltern wird sich meiner Meinung nach in der Schule nicht viel zum Positiven ändern. Ich als Mutter würde deshalb meine Energien anderweitig investieren. Wohlgemerkt, es geht hier nicht darum, ob das gerecht/fair ist oder nicht, sondern es geht darum, was meinem Kind am meisten nützt, das würde ich deshalb ganz pragmatisch handhaben.

lg
K.

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Im Prinzip stimme ich Dir da zu. Nun ist es auch bei meiner Tochter gottseidank so, das sie nicht allzuschlecht in Englisch ist.
Sie lernt auch für die Arbeiten, sowohl Grammatik, als auch Vokabeln und nimmt zusätzlich, freiwillig Nachhilfeunterricht.
Ich finde es nur schade, das es bei der Benotung der Arbeiten nicht gerecht zugeht und die Noten dadurch beeinflusst werden können. Da es sich um ein Hauptfach handelt, ist es natürlich wichtig um z.Bsp. die Qualifikation zu erreichen.

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Hallo bea40,

ruft doch mal beim zuständigen Schulamt an. Je mehr Eltern sich dort melden, desto eher passiert etwas. Zum Beispiel könnte die Schulaufsichtsbehörde kommen und den Unterricht der Lehrerin besuchen und sich selbst ein Bild davon machen, was dort so passiert. Ob sich dann allerdings etwas verändert? Wäre zu hoffen.

Alles Gute,
shorty23

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Ich weiß auch gar nicht, um welches Bundesland es hier geht. Ich red halt mal als Bayer mit ;-)))))

Ehrlich gesagt, finde ich es nicht gut, immer gleich auf die Schulaufsichtsbehörde zu rennen.
Ich finde, es bringt nix über den Kopf der Lehrkraft zu entscheiden und ich finds ungerecht ihr gegenüber.


Die Eltern sind doch im Unterricht nicht dabei! Kinder regen sich über allzuviele Sachen auf, die im Endeffekt gar nicht so schlimm sind!!!!!!!!! Und Eltern reagieren gleich immer darauf... Und es ist eine Abschlussklasse - und jedes Kind hat Angst, die Prüfung nicht zu schaffen und sind noch sensibler...
Vielleicht ist der Unterricht gar nicht so schlecht? Und verzählen, mal ne Aufgabe zu übersehen, mein Gott... Sollte nicht passieren, passiert aber - ich verallgemeinere jetzt mal - jeder Lehrkraft mal!!!!!!!!! Und oft ändert sich die Note wirklich nicht, da stimm ich gismomo zu!

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