mit welcher Begründung kann man sein Kind zurückstellen lassen?

Hallo,

in Bawü haben sie den Stichtag ja vom 30.6 auf glaube ich den 31.9 gelegt.
Somit ist meine Tochter kein Kann-Kind mehr. Kann ich sie trotzdem erst 2011 einschulen? Mit welcher Begrüngung kann man sein Kind zurückstellen lassen?

LG

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Hallo!

Vielleicht hilft dir das weiter:

§ 74 Schulgesetz Baden-Württemberg – Zurückstellung
(1)…
(2) Kinder, von denen bei Beginn der Schulpflicht aufgrund ihres geistigen oder körperlichen Entwicklungsstandes nicht erwartet werden kann, daß sie mit Erfolg am Unterricht teilnehmen, können um ein Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt werden; mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten können auch Kinder zurückgestellt werden, bei denen sich dies während des ersten Schulhalbjahres zeigt. Die Entscheidung trifft die Schule unter Beiziehung eines Gutachtens des Gesundheitsamtes. Die Pflicht zur Zurückstellung wird auf die Dauer der Pflicht zum Besuch der Grundschule nicht angerechnet.
(3) Kinder, die vorzeitig eingeschult oder vom Schulbesuch zurückgestellt werden sollen, sind verpflichtet, sich auf Verlangen der Schule bzw. der Schulaufsichtsbehörde an einer pädagogisch-psychologischen Prüfung (Schuleignungsprüfung und Intelligenztest) zu beteiligen und vom Gesundheitsamt untersuchen zu lassen.

Gruß

Susanne

P.S. Ich glaube heutzutage ist es sehr schwierig sein Kind zurückstellen zu lassen.

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Hallo,

also wir sind auch BW, Ortenaukreis und hatten letztes Jahr die gleiche Situation. Mein Sohn wurde letztes Jahr mitte Sept. 6Jahre und somit schulpflichtig.

Entgegen der Meinungen, war es bei uns nicht so das wir da extra zum gesundheitsamt mußten. Es wurde anfang letzten Jahres ganz normal der schuleignungstest in der Schule durchgeführt. Da hieß es weil er eben gerade im Sept. 6jahre wird, wäre auch die Möglichkeit ihn in die GFK zu machen. Muß dazu sagen, das mein Sohn vom Kopf zwar recht weit ist, allerdings er eine recht geringe Toleranzschwelle hatte, er sich andauernd mitteilen wollte und es ihm schwer fiel sich zurückzuhalten wenn er was weiß. Außerdem hatte er zu diesem ZEitpunkt noch eine recht schnelle Sprache und hat so (wenn er sich nicht selber gebremst hat) angefangen zu stottern.
Uns wurde laut Kinderarzt, Erzieherinnen und Logopädie (wo wir in Behandlung waren) geraten ihn einszuschulen. Die Kooperationslehrerin meinte, das es eben diese Kinder die sich mit gerade 6Jahren schwer zurückhalten können und andauernd Fragen stellen, es eher schwerer haben.
Nach Gesprächen mit dem Rektor und langen schlaflosen Nächten, haben wir uns entschieden ihn dieses eine Jahr in die GFK zu machen, welche hier auch bei uns an der normalen Grund - und Hauptschule angeschlossen ist. Was soll ich sagen? Es war die beste Entscheidung, würden es immer wieder so machen.
Dieses eine Jahr hat ihm gerade emotional und sozial sehr viel gebracht. Logopädie haben wir auch schon länger Zeit abgeschlossen.
Jetzt ist er dieses Jahr mit knapp 7Jahren normal mit eingeschult worden und es klappt soweit sehr gut. Muß auch nicht in der 1.Klasse an Förderstunden teilnehmen und kommt sehr gut mit.

Wie gesagt. Wir durften das entscheiden, da der Rektor meinte. Er könnte sowohl 1.Klasse als auch GFK. Allerdings da mein Sohn es von anfang an recht schwer hatte und sehr vieles mit Therapie lernen mußte, was für andere Kinder selbstverständlich ist. Haben wir entschieden ihm dieses eine Jahr zu geben.
Übrigens heute merkt keiner mehr, wie schwer es mein Sohn als Frühgeburt damals hatte und ist genauso entwickelt wie andere seines Alters auch. Auf alle Fälle hat er jetzt einen viel besseren Start in die Schule gehabt, als wenn wir ihn letztes Jahr einschulen gelassen hätten.

Also wir haben weder Gutachter noch andere Sachen gebraucht um ihn zurückzustellen. Im Gegenteil. Wir hatten ihn extra bei der Frühförderung nochmal testen lassen und dannach wurde uns geraten das wir ihn einschulen sollten.

Am besten würde ich mal den Kontakt mit den Erzieherinnen , Kinderarzt, Kooperationslehrern suchen. Wie sie die ganze Sache sehen. Oder warte mal ab wie die Einschulungsuntersuchung läuft, die sind ja meist im Januar rum.

Kann nur sagen. Bei uns hier in der GFK waren sehr viele Kinder mit Geburtsdatum um den Einschulungsstichtag. Manche hatten in der Sprache noch Probleme, manche motorisch, manche waren einfach körperlich noch nicht reif genug und wieder andere einfach noch nicht emotional/sozial soweit.
Achja, bei uns war es allerdings nicht möglich (Musskinder) noch ein Jahr im Kiga zu lassen, entweder 1.Klasse oder Grundschulförderklasse (früher Vorschule, Schulkindergarten...)

Lg, Sandra

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