Wer hat einen hochbegabten Jungen?

hallo!

ich möchte gerne wissen, wie eure jungs so im alter von 3-5 jahren waren.
ich möchte nicht wissen, was sie alles konnten (schreiben, rechnen etc.) sondern wie ihr verhalten so war.

das soziale verhalten. wie haben sie sich gegeben?

waren sie kleine rebellen? sehr wütend? sehr auf gerechtigkeit bedacht? ordentlich? mußte ihr ablauf immer gleich sein? pausenkasper?

vielen dank! gerne auch über VK!

1

Hi!

Das ist recht schwierig zu beantworten.
Shawn hat gerne viele Kinder um sich gehabt, konnte sich schnell mit anderen, fremden Kindern anfreunden, hatte aber keinen richtig guten Freund. Er wollte immer den großen, starken Jungen raushängen lassen. Warscheinlich weil er mit seiner eigentlichen Art nicht bei den kindern ankam! Selbst die älteren Jungen damals in Kindergarten hatten keine lust irgendwelche Brettspiele zu spielen, sondern wollten viel lieber mit Lego bauen oder "kämpfen". Das hat Shawn schnell kapiert und sich "angepasst".
Ordentlich ist er bis heute nicht!
Und auf Gerechtigkeit ist er ein wenig bedacht, aber nicht so wie man das von vielen anderen Hochbegabten hört! Er hat aber lernen müssen, dass Kinder lügen, selbst wenn sie vor Erwachsenen stehen und das war ziemlich hart für ihn.
Er überlegt sehr viel, grübelt über Gott und die Welt.
Der Tagesablauf sollte gleich ablaufen (so wie das unsere Ärztin gesagt hat) aber das funktioniert hier nicht. Ich setze ihm klare Regeln vor und das klappt auch recht gut.

Wir haben ihn testen lassen als er im 1. Schuljahr war, weil er dort durch sein Verhalten auffiel. Es ändert aber nichts an unserem Verhalten ihm gegenüber. Wir wissen jetzt nur, dass er zu allem fähig ist und wenn er die lust in der Schule verliert zu nichts in der Lage ist!!! Davor habe ich angst. Es ist unheimlich schwierig mit einem hochbegabten bzw. höchstbegabten Jungen zusammen zu leben!

VG
Verena

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hallo verena!

danke für deine antwort.

hat mir weiter geholfen!

lg

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"Wir wissen jetzt nur, dass er zu allem fähig ist und wenn er die lust in der Schule verliert zu nichts in der Lage ist!!!"


Das ist bei unserem Sohn auch so.

Plötzlich sitzt er dann da und rechnet mit den Fingern, obwohl er eigentlich problemlos bis sonstwohin rechnen kann.

Ich finde es auch sehr schwierig, seine Lehrerin hat jetzt die Schulpsychologin hinzugezogen.

lg dimi

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Hallo,

extrem stur #schwitz.

Sehr selbstbewusst, diskutierfreudig, hartnäckig, durchsetzungsfähig, bei manchen Sachen sehr pedantisch (hat seine Autos immer in gleicher Richtung in Reih und Glied gestellt und wehe, man hat eins umgedreht...).

Wusste ganz genau, was er will und was nicht.

Sehr wissbegierig und an allem interessiert, ein kleiner Professor. Kontaktfreudig, offen - aber sehr dominant. Hält ewige Monologe über Dinge, die ihn interessieren.

Spielte lieber seine Sachen alleine, als dass er sich in die Gruppe integriert und etwas spielt, zu dem er weniger Lust hat.

Sehr niedrige Frustrationstoleranz.

Geht jetzt in die 2. Klasse und es hat sich noch nicht gegeben - er ist immer noch so.

Nur dass jetzt öfter mal Wutanfälle dazukommen wegen Hausaufgaben, zu denen er keine Lust hat (Ausmalen, Schreiben).
Da kam es letztes Jahr schon mal vor, dass er Arbeitsblätter zerrissen oder zerknüllt hat. #schock
Ergebnis war, dass er ein paar Mal in der Schule nacharbeiten musste...


lg dimi

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auch dir danke für deine antwort!

mein sohn (fast 5) ist euren antworten sehr nahe.

ich mache mir schon lange gedanken, weil irgendwas an ihm anders ist.

jetzt muß ich nur noch einen weg finden, um ihm gerecht zu werden, um richtig mit ihm umzugehen, richtig auf seine sturheit/wutanfälle zu reagieren.

testen lassen werde ich ihn nicht, was hab ich davon, wenn ich weiß das er hochbegabt ist. das hilft mir dann auch in der erziehung nicht weiter.
den kinderärzten traue ich nicht.

wisst ihr, ob evtl. eine erziehungsberatung hilft? oder stempeln die dort alle kinder gleich ab?
wo könnte ich mir hilfe holen?

danke!



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Hallo,

unser Sohn geht in Ergotherapie in ne Gruppe.

Dort wird mit 3 Buben speziell das Sozialverhalten und die Frustrationstoleranz geübt.

Mit Erziehungsberatung hab ich keine Erfahrung.

Sonst könnest du dir vielleicht hier Auskunft holen:
http://www.dghk.de/index.html

lg dimi

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hi,

unser Sohn ist im Sep. 6 geworden, geht in die 1.Klasse und ist ebenfalls hochbegabt. Die Hochbegabung hat er aber nur hinsichtlich seiner Intelligenz, was das Sozialverhalten angeht, ist er eher unterdurchschnittlich begabt :-[


Er ist als Kleinkind schon "anders" gewesen... z.B. wenn auf einem Spielplatz nur ein Kind war, war der Spielplatz voll und es musste ein anderer leerer gesucht werden. Er ist nie auf seine Handflächen gefallen, weil die hätten ja schmutzig werden können, er ekelt sich bis heute die Finger nach -leckerem- Essen abzulecken, fässt nichts schmieriges an etc. .
Im KIGA spielte er nicht mit den anderen Jungs Cowboy und Indianer, sondern spielte allein mit Bausteinen und Lego, kam einer hinzu, war er weg. Er wurde zwar gemocht von den anderen und er gehörte zur Gruppe, jedoch fühlte er sich nicht zugehörig.

Sein Gerechtigkeitssinn ist sehr ausgeprägt, aber lässt bei sich selbst jetzt langsam nach... .

An sich ist er anstrengend, schläft höchstens 7 h am Tag, ist sehr wissbegierig, will am liebsten rund um die Uhr jemanden um sich haben, falls mal eine Frage ansteht, macht Mist, wenn ihm langweilig wird, kann sehr zornig werden, wenn ihm was nicht passt oder keinen Spass werden...ach ich könnte noch ein Menge aufzählen, doch letztendlich hab ich ihn lieb - so wie er ist- .

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Hallo,

mein Sohn (heute 16) war sehr introvertiert, kam im Kindergarten nicht mit den anderen Kindern klar.
Sie waren ihm zu laut und mit deren Spielen konnte er nichts anfangen. Wir haben ihn nach 3 Monaten abgemeldet, da es ihm keinen Spass machte.

Zuhause war er am liebsten allein in sein Spiel vertieft, hat sich für sämtliche Geschichte interessiert, hatte einen imaginären Freund (sein einziger!).

Er war ein sehr ruhiger, hat sich oft gelangweilt, wenn ich keine Zeit hatte und er konnte extreme Wutanfälle bekommen, die sich gegen ihn selber oder das Mobilar richteten.

Er hatte teilweise immer wiederkehrende Tics und zwänge, er ist ausserdem hochsensibel in allen seinen Sinnen, isst kaum was, alles ist ihm zu laut, Berührungen mag er garnicht...

Ich könnte noch viel mehr aufzählen, wenn du fragen hast, schreib einfach...

LG

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Hallo,

unser Sohn ist fast vier und kann auch ganz heftige Wutanfälle haben, die meistens aus dem Nichts kommen und er auch nicht sagen kann, was ihn so ärgert. Er kann mit anderen Kindern nichts anfangen, er hat sogar richtig Panik, wenn sie ihm zu nah kommen. Mit Erwachsenen, die sich auf ihn einlassen, ist er dagegen sehr offen und freundlich. Er hat auch viel Humor und erzählt viel und ausführlich. Es kommt aber immer darauf an, ob er sich verstanden fühlt. In der Freizeit spielt er nur mit uns Eltern oder ab und zu mit der Oma. Bewegung ist nicht sein Ding, und auch mit dem Anziehen oder mit dem Essen mit Besteck tut er sich sehr schwer, ist dabei sehr langsam und lustlos. Laute Geräusche kann er auch nur schwer ertragen. In den Kiga geht er gern, hängt sich dabei aber total an die Erzieherinnen und kann mit den anderen Kindern nur schwer umgehn.

So, puh. Ich wollte gern ein paar Tipps haben, wie ich mit seinem Wesen richtig umgehen kann, was man falsch machen kann, wie er Freunde finden kann.

lg

9

ich noch mal...

"waren sie kleine rebellen? sehr wütend? sehr auf gerechtigkeit bedacht? ordentlich? mußte ihr ablauf immer gleich sein? pausenkasper?"

Der Gerechtigkeitssinn ist sehr ausgeprägt,er war auch sehr tierlieb, hat sich nie an Raufereien beteiligt, er ist total unordentlich, bekommt es einfach nicht hin, seine Feinmotorik streikt und er hasst Sport und Bewegung.

lg

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