Wie oft habt ihr Kontakt zur Lehrerin?

Hallo,

die meisten Mütter sagen aus, dass sie die Lehrerin nicht behelligen, wenn was mit ihren Kindern ist, wird die Lehrerin schon auf sie zukommen.

Unsere Lehrerin wiederum bedauert diese Einstellung sehr, weil sie gern mehr Rückmeldung von den Eltern hätte. Solange niemand was sagt, zieht sie ihr recht strammes Programm durch.

Wie ist das bei euch? Gebt ihr von euch aus Rückmeldungen an die Lehrer? Habt ihr das Gefühl ihr nervt und wollt euch lieber zurück halten? Wie sehen das die bei Urbia anwesenden Lehrer?

Danke schonmal

Barbarelle

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bei meiner Tochter in der klasse ist ein super Leher/elternverhältniss#ole#ole#ole
man kann die leherin immer anrufen (ausser zwischen 14-15.30 -da schläft sie;-)) und man kann mit ihr in ruhe und ohne angst über Probleme reden
wenn klassenfeiern sind -ist es jetzt (2.Klasse) schon so -das wir alle per du sind (Eltern) und es wirklich spass macht




bei meinen sohn -tut mir leid -sie ist ein #drache;-)
ich versuche nun noch die letzten Monate mit ihr zurecht zu kommen und dann werd ich die frau sehr schnell vergessen

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Das find ich toll. So ist es bei unserer Lehrerin auch. Einerseits wünscht man sich ja engagierte Lehrer aber die können nur so viel tun, wie sie an Information bekommen.

Heisst ja nicht, dass sie wegen jedem Pups beheligt werden müssen ;-)

LG
Barbarelle

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Huhu,

bei uns ist reger Kontakt zu den Lehrern völlig normal.
Im allgemeinen trifft man sich so einmal in der Woche und klärt kurz ab ob alles i.O. ist.

Das möchten die Lehrer auch so und wenn man nicht zu ihnen geht, kommen sie eben auf einen zu.

Sie möchten auch immer wissen wenn etwas besonderes zu Hause ansteht ( Krankheiten, Feiern, Streß im positiven wie im negativen Sinne usw.) damit sie einschätzen können warum ein Kind mal anders "drauf" ist als sonst.

Weiterhin wird bei uns vieles zusammen gemacht. Eltern machen bei Ausflügen den Fahrdienst, helfen beim basteln, putzen vor den Ferien gründlich mit, bereiten Projekte vor und so weiter und so fort.

Nein, ich hatte noch nie das Gefühl zu nerven.

lg

Andrea

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Hallo Andrea,

das hört sich ja echt gut an. So ist der Schnitt nicht so abrupt. Im Kindergarten hatten die Erzieherinnen immer Zeit und auf einmal zögert man oder kommt sich doof vor, wenn man ein Anliegen hat?

Es geht doch schliesslich um das kostbarste was wir haben...unsere Kinder ;-)

Natürlich möchte ich keine Übermutter und Glucke sein...aber gewisse Dinge ist es besser früher zu erfahren als zu spät.

Danke dir und Grüße
Barbarelle

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Hallo Barbarelle,

ja genau darauf kommt es den Grundschulen ( und ganz besonders der Grundschule meines Sohnes) auch an, nämlich das der Übergang möglichst fliessend ist.

Wir wohnen hier in den Niederlanden und hier ist das doch recht normal das es so ist.

Die Kinder kommen ja schon mit 4 in ihre Grundschule, die ersten beiden Klassen sind allerdings eher so etwas wie eine Vorschule und erst ab Gruppe 3 gehts "richtig" los, also mit Schreiben, lesen, rechnen usw.

Das Schulsystem hier hat einfach verstanden das es sich um Kinder handelt, eben wie du das schon sagst...das wertvollste das wir haben.

Passend dazu heißt die Schule auf die mein Sohn geht auch "Schatkist" ( Schatzkiste) und das ist sie in mehreren Punkten sie beherbert nicht nur unsere Schätze, die Kinder, sonder auch einen großen Wissensschatz den die Kinder dort finden können.

Und weil wir eben alle wissen wie wertvoll die Kindheit und gerade auch die Schulzeit ist, versuchen wir möglichst viel zusammen zu arbeiten.

Denn nur wenn wir ALLE an einem Strang ziehen können wir die bestmögliche Zukunft für unsere Kinder erreichen.

liebe Grüße

Andrea

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Hallo Barbarelle,

ich bin in der interessanten Lage, als Lehrerin sowohl die eine Seite wie auch als Mutter eines schulpflichtigen Kindes die andere Seite zu kennen.

Allerdings arbeite ich an einer weiterführenden Schule, da ist manches anders als in einer Grundschule, da die Kinder dort mehrere Lehrer haben und die Klassenlehrerin nicht mehr so viel abdeckt wie in der Grundschule.

Als Lehrerin einer momentan 5. und 6. Klasse würde ich mir schon oft wünschen, dass die Eltern mehr mit das Gespräch suchen würden. Ich habe z.B. eine Schülerin, die die 5.Klasse gerade so geschafft hat und die jetzt schon wieder völlig den Anschluss verloren hat. Ich hatte letztes Jahr ein Gespräch mit der Mutter, wie wir dem Mädchen helfen können, aber alles was damals besprochen wurde wurde nur kurzzeitig umgesetzt, mit dem Ergebnis, dass das Kind vermutlich nicht bei uns auf der Schule bleiben wird, weil ihre Leistungen so schlecht sind. Sie lernt nicht, macht keine Hausaufgaben - es ist das alte Problem mit der Betreuung, die Mutter ist alleinerziehend und berufstätig und das Kind sich selbst überlassen, wenn es aus der Schule kommt. Die Mutter hofft wohl, dass sich alles irgendwann von allein bessert, aber das ist nicht der Fall.
Da würde ich mir wirklich wünschen, dass wir solange in Kontakt blieben, bis dem Kind wirklich geholfen ist - es gibt ja vielfältige Möglichkeiten, wie man eine Betreuung hinbekommen könnte, aber man muss eben im Gespräch bleiben bis man eine Lösung gefunden hat.

Ich wüsste über manche Kinder gerne mehr "background". Gerade wenn die Kinder Probleme haben (z.B. weil sich die Eltern gerade getrennt haben) wüsste ich als Lehrer gern Bescheid. Man kann einfach anders mit dem Kind umgehen, wenn man weiß, dass es momentan gerade häusliche Probleme hat.

Ich glaube auch, dass manche Konflikte auf einem Missverständnis beruhen und es sinnvoll ist, sofort mit dem Lehrer zu sprechen, wenn man das Gefühl hat, das Kind wurde ungerecht behandelt. Besser als es mit einem komischen Gefühl zu "schlucken". Oft stellt es sich wirklich als Missverständnis heraus, da Kinder nicht wirklich neutral von etwas berichten (können sie ja auch nicht) und die Situation dann häufig aus objektiver Sicht anders ist als Kinder sie emotional erzählen. Besser man klärt das gleich!

Ich habe erlebt, dass Elterngespräche sehr unterschiedlich verlaufen können. Es gibt leider wirklich Eltern, die schon mit kampfbereiter Miene in die Elternsprechstunde kommen und sofort mit Anschuldigungen starten. Das macht es sehr schwierig, ein neutrales Gespräch zu führen. Zum Glück ist es bei mir schon lange her (damals war ich an einer anderen Schule), zur Zeit habe ich nur sehr positive Gespräche. Man sollte sowohl als Eltern als auch als Lehrer immer davon ausgehen, dass beide Seiten das Beste für das Kind wollen und man deshalb gemeinsam danach sucht. Auf dieser Basis laufen auch Gespräche über schwierige Themen gut.

Und Eltern sollten nicht wegen jedem Pippifax ankommen. Ich wurde z.B. einmal samstags mittag zuhause von einer Mutter angerufen, die mir mitteilen wollte, dass ihre Tochter ihr Schulbuch nicht mehr findet. Das fand ich nicht wirklich lustig, das hätte auch bis Montag Zeit gehabt - auch ich habe Feierabend und ein Wochenende, das ich mit meiner Familie verbringen möchte. Auch Anrufe nach halb zehn Uhr abends kommen nicht wirklich gut, außer man hat es vorher extra so vereinbart und nachgefragt.

Aus Elternsicht heraus finde ich, dass ein Mal im Jahr ein ausführliches Einzelgespräch mit der Klassenlehrerin über das Kind stattfinden sollte. Ich will wissen, wie sich mein Kind in der Schule verhält, auch wenn keine besonderen Probleme aufgetreten sind. Ansonsten würde ich die Lehrerin kontaktieren, wenn ich der Meinung wäre, sie hätte sich grob fehlverhalten.

Ansonsten gilt für mich: Auch wenn ich manchmal anderer Meinung bin wie sie, was die Menge der Hausaufgaben etc. angeht, halte ich mich heraus - das ist ihr Job und ich vertraue darauf, dass sie ihn gut macht. Natürlich muss dazu das Grundvertrauen ihr gegenüber da sein, aber das ist es, ich bin mit ihr sehr zufrieden, auch wenn ich nicht in jedem Detail ihrer Meinung bin, aber das muss auch nicht sein.

lg
K.

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Hallo Gismomo,

danke dir. Genau so sehe ich es auch. Nicht wegen jedem Pipifax aber Hintergründe sollten bekannt sein. Vor allem dann, wenn es ernste sind. Mein Mann z.B. wird bald für längere Zeit in eine Klinik müssen. Er ist krank und unser Kind belastet diese Situation sehr.

Als ich mir ein Herz gefasst und mit der Lehrerin gesprochen habe, hat sich vieles geändert und sie war dankbar für diese Infos.

Mir sind diese Aspekte sehr wichtig. Ob und wie sie ihren Unterricht gestaltet, da würde ich mir niemals anmassen sie zu belehren oder Tipps zu geben. Aber sie sollte sich zusätzlich zum Lernstoff mit den Kindern abgeben können.

Vielen Dank für deinen Beitrag.

LG
Barbarelle

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Dem ist nichts hinzuzufügen!

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Hallo,

ich persönlich finde, dass es heutzutage viel zu viel Kontakt gibt und sich die Eltern überall einmischen :-[
Zu meiner Zeit lebten wir unter dem Motto: "Wehe ich muß wg. Dir in die Schule kommen oder der Lehrer will ein Gespräch mit mit"... ;-) Denn dann mußte man was angestellt haben #schwitz

Ich bin mir sicher, dass gerade in der Grundschule, der(die) Lehrer/in auf jeden Fall auf einen zukommt, wenn was nicht paßt und es Gesprächsbedarf gibt. Ich fühl mich da als nervend, wenn ich losrenn...

Lg Hullifan mit 1.Klässler

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Hallo Hullifan,

ja, wegen jedem Pipifax - das muss nicht sein. Wenn es aber ernstere Dinge gibt, die das Kind betreffen...dann finde ich es schon wichtig der Lehrerin das mitzuteilen.

Das reicht dann auch. Man muss dann nicht ständig und immer fort dem Lehrer auf die Pelle rucken.

Allerdings kenne ich Eltern, die sind so gleichgültig, denken alles läuft prima weil ja der Lehrer nichts sagt...das grosse Erwachen kommt meist dann, wenn es zu spät ist.

LG und danke dir

Barbarelle

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wenn ich was vom Lehrer meiner Tochter möchte gebe ich meinen Kind einen kleinen Brief mit... oder ich hole sie nach der Schule ab und kann kurz mal ne Frage stellen... aber das war jetzt schon fast ein Jahr nicht mehr nötig...

doch beim letzten Elternabend hatte ich kurz was zu besprechen unter 4 Augen... aber das war wirklich nicht allzu wichtig....

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Hallo rienchen,

ja, so ählich meine ich das auch. Bei uns gibt es 22 Kinder in der Klasse...die das so handhaben sind gerade mal 3 Eltern. Mehr braucht es auch nicht...unsere Lehrerin beklagt sich oft, dass sie zu wenig Resonanz von den Eltern bekommt.

Lieber lassen sie die Lehrerin in dem Glauben, alles läuft prima und super...

Da es bei uns so "mager" ist, komm ich mir fast schon lästig vor, wenn ich die Lehrerin (vergangenes Schuljahr 4 mal - einmal etwas länger, ansonsten nur kurz und zackig) kontaktiere und es demnächst wieder tun muss, weil mein Mann für mehrere Wochen in einer Klinik sein wird.

LG
Barbarelle

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Hallo,

wenn es Probleme gibt, bin ich sofort da.

Zurzeit bin ich sehr selten in der Schule. Nur zu Arbeitseinsätzen.... die ich selbstverständlich für einen kurzen Austausch nutze.

Wir haben die Mailadresse und die Telefonnummer unserer Klassenleiterin.

LG Marion

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Hallo Marion,

in der Klasse 3+4 wollen die Lehrer via Mail benachrichtigt werden. Das finde ich sehr gut. Unsere Lehrerin will entweder angerufen werden oder eine kleine Notiz haben. Das ist auch ok, damit komm ich prima klar. Wie gesagt (ich wiederhole mich *lach*) seit es etwas "unrund" läuft, suche ich den Kontakt eher.

LG
Barbarelle

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Meine 2. Klässlerin läuft in der Schule völlig problemlos und ich mag die Klassenlehrerin nicht unnötig nerven, daher läuft das so:

Ich habe mich in den Elternbeirat wählen lassen und bleibe nach dem ersten Elternabend nochmals kurz da und frage, ob alles gut läuft. Wird das bejaht, gab es an Weihnachten eine Feier, auf der ich auch noch kurz das Gespräch gesucht habe (eine Minute). Dann kommt ein Elternsprechtag zum Halbjahr, wo wir hingehen, dann wieder der Elternabend und dann noch ein Grillfest.

Wie gesagt, da alles rund läuft, reicht mir das.
LG
Anne

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Hallo Anne,

ja so ist es. So lange es rund läuft, warum auch dann die Lehrerin unnötig aufsuchen.

Gerade bei solchen Aktionen ist es schön, wenn jeder 1-2 Minuten Zeit findet.

Bei uns lief es die letzten Monate etwas unrund (Erkrankung meines Mannes)von daher war mir ein etwas regerer Kontakt wichtig. Trotz dem Ernst der Angelegenheit, bin ich zu zögerlich, daher meine Frage hier. ;-)

LG und danke

Barbarelle

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Hallo zusammen,

ich kann bisher nur aus Lehrerinnen-Sicht berichten (Grundschule). Für mich ist das gesunde Mittelmaß entscheidend.

Ja, ich möchte alle Eltern gerne kennenlernen. Damit meine ich nicht das Erscheinen am Elternabend, wo sich 20 fremde Personen kurz vorstellen, dann aber ja doch nur ich in die Menge rede und mir keine Gesichter bzw. dazugehörige Namen merken kann! Ich möchte ein persönliches Gespräch mit den Leuten führen, idealerweise natürlich vormittags in der Sprechstunde, da habe ich mehr Zeit als an den Elternsprechabenden mit dem Fließbandverfahren.

Dass letztes Schuljahr (4. Klasse!!!) bei VIER von 20 Kindern die Eltern es bis zum Schluss nicht für nötig befunden haben, mal bei mir vorbei zu schaun, empfinde ich als Armutszeugnis für die Eltern. So viel Zeit muss einfach sein. Zumal das natürlich nicht die Kinder waren, bei denen eh alles klar ist, sondern die, bei denen ein Gespräch sicher mal sinnvoll gewesen wäre!

Wenn in der Familie etwas los ist, was das Kind belastet (Krankheit, Trennung, neue Arbeitszeiten der Eltern, was auch immer), bin ich auch immer dankbar es zu wissen. Dafür muss auch nicht unbedingt ein Termin gemacht werden, das kann man mir auch mittags nach der Schule sagen oder mich anrufen bzw. in der Schule anrufen und um Rückruf bitten.

Allerdings kann man es meiner Meinung nach auch übertreiben. Wenn Mütter von Kindern, die wirklich keine Probleme haben, den siebten Termin in einem Schuljahr erbitten, dann denke ich schon "Was will sie denn jetzt schon wieder?!"

Was das Eltern-Kontaktieren durch die Lehrerin angeht: Bei konkreten Problemen rufe ich die Eltern natürlich auch selbst an oder bitte sie per Notiz zu einem Gespräch. Sie allerdings in die Schule zu bitten, nur damit ich sie mal kennenlernen kann, da habe ich irgendwie Hemmungen. Wahrscheinlich blöd, ist aber so.

Ach ja, eine Sache noch: Was ich gar nicht mag, ist, wenn man morgens vor Schulbeginn im oder vorm Klassenzimmer Gespräche mit mir halten will. Eine Mitteilung, die in einem Satz erledigt ist, klar, aber für sinnvolle Gespräche habe ich da weder die Zeit noch die Ruhe.
Erstens habe ich Aufsichtsprlicht, zweitens muss ich meine Sachen für den Untericht bereitlegen, drittens ist das natürlich auch die Zeit, in der Kinder mit Problemen zu mir kommen.
Also, wenn, dann bitte NACH dem Unterricht! Wobei es natürlich auch immer wieder Eltern gibt, die an dem einen Tag kommen, an dem ihr Kind nach der 5. Stunde Schluss hat. Wenn ihr Kind aus hat, muss schließlich auch die Lehrerin aus haben ... dass vielleicht noch eine andere Klasse auf mich wartet ist unvorstellbar - dabei hängt der Dienstplan jeder Lehrkraft draußen vor ihrem Klassenzimmer!

Liebe Grüße

Fjola

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Hallo Fjola,

danke. Schön das alles aus der Sicht einer Lehrerin zu hören. Bist ja jetzt die 2te im dem Beitrag ;-) . Ich werde auch immer allergisch, wenn die Eltern sich bei Unterrichtsbeginn noch schnell reindrücken um UNBEDINGT was los zu werden.

z.B. gibt es bei uns eine Mutter, deren Kind das Klassenbeste ist. Bei jeder sich passenden Gelegenheit ruft sie die Lehrerin an, um ihr mitzuteilen wie toll, schnell, talentiert und überhaupt ihr Kind ist.

Obwohl ich unsere Probleme (ich wiederhole mich: Erkrankung meines Mannes, der demnächst längere Zeit ins Krankhenhaus muss)für sehr ernst halte, habe ich eine Hemmschwelle. Doof, ich weiss. Gerade unsere Lehrerin ist ein Ausbund an Herzenswärme und Kompetenz. Aber nun bin ich bestärkt, dass ich sie doch noch kurz bevor mein Mann weg muss, anrufen werde.

Liebe Grüße und hab Dank.
Barbarelle

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Hallo Barbarelle!

Die Erkrankung deines Mannes würde ich der Lehrerin auf jeden Fall mitteilen! Es wird für alle Beteiligten einfacher, wenn sie weiß was los ist und sich nicht lange wundern muss über ein möglicherweise verändertes Verhalten.
Auch eventuelle Vorkommnisse wie "Ich hab meine Hausis nicht ganz geschafft weil ich solange beim Papa im Krankenhaus war und mach sie heute fertig" werden dann unkomplizierter und müssen nicht lange hinterfragt werden.

Ich wünsche euch alles Gute,

Fjola

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Also aus Lehrerinnen-Sicht muss ich sagen, dass es mir 100x lieber ist, wenn die Eltern sich für ihre Kinder interessieren! Von daher fühle ich mich höchstens dann genervt, wenn Fragen vor dem Unterricht kommen (weil ich den Unterricht dann anfangen will, ich meine Aufsichtspflicht habe und für die Kinder da sein will).

Was ich auch nicht leide kann: Wenn Eltern meinen, als Lehrer habe man kein Privatleben! Also wenn dann Anrufe am Wochenende kommen wegen einer Lapalie, oder abends. Zum Glück waren das bisher noch nicht wirklich viele :-).

Für mich zählt die Devise: Ehe man etwas in sich hinein frisst, sich über was ärgert, was schlussendlich nur ein Missverständnis war, sollte man mit mir sprechen. Ich mach das auch, wenn ich das Gefühl habe, es tun zu müssen. Ei Mount Everest an Problemen ist nicht so ohne weiteres abzutragen.........

Wichtig für mich und meine pädagogische Arbeit ist außerdem, dass ich über die Hintergründe der Familien bzw Kinder ein wenig informiert bin. Gravierende Veränderungen werfen manchmal ein Kind dermaßen aus der Bahn, dass ich als Lehrerin gerne wüsste, warum das passiert. Nur dann kann ich adäquat darauf reagieren.

Was ich manchmal vermisse (bin vielleicht da die einzige): Ich bekomme ich schnell gesagt, wenn etwas nicht so läuft, wie sich die Eltern das vorstellen. Das ist gut, dann kann ich u.U. was ändern oder meinen Standpunkt erläuter. Aber auch Lehrern tut es gut, wenn sie ab und an mal ein Lob bekommen (ja, das stimmt tatsächlich). Leider sehen das viele Eltern nicht so. Nicht geschimpft ist genug gelobt- so kommt es mir manchmal vor. Nicht, dass ich dauernd hören will, wie gut und toll ich bin ...nein. Aber wenn man ehrlich ist, tut jedem ab und an gut, wenn er ein positives Feedback bekommt.

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Hallo Murmel,

puuuhhh...diese Resonanz von allen, insbesonder die des Lehrpersonals, freut mich. Danke, dass du den Aspekt des Lobes erwähnst...Himmel #schock Du hast recht. Unsere Lehrerin ist ein Goldschatz und für alle Kinder mehr als ein 6er im Lotto.

Das werde ich ihr mal bei Gelegenheit sagen. Hoffentlich denkt sie aber dann nicht ich lege eine Schleimspur...:-)

Danke. Also werde ich sie nächste Woche kontaktieren um ihr das von meinem Mann zu erzählen (längerer Klinikaufenthalt).

Liebe Grüße

Barbarelle

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