erste Wochen in der Schule als Kann-Kind-Erfahrungen

Hallo,
meine Tochter wird im November 5 uns möchte gern nächstes Jahr als Kann-Kind in die Schule..
Frage an Euch:
Wie alt waren eure Kann-Kinder bei der Einschulung( Geburtsmonat), haben sie sich soweit gut eingelebt? Habt ihr grosse Klassen? Viele 7jährige in der Klasse? Achtet die Lehrerin auf die Kann-Kinder? Haben die Kinder Probleme? Bei was? Bereut ihr es oder würdet ihr es wieder tun?
usw was euch zu dem Thema einfällt..
Lieben Dank für eure Erfahrungen!

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Hi,

mein Sohn ist auch im November geboren und wir haben sehr lange hin- und herüberlegt.

Letzendlich haben wir ihn nicht mit 5 eingeschult. Das war auch gut so.

Ein bekannter Junge im gleichen Alter hatte starke Probleme, da er einzig und alleine um Anerkennung gekämpft (Wort-wörtlich gekämpft) hat, da alle ihn Baby nannten. Für Lernen war da keine Zeit mehr.

Ausserdem mögen Lehrer keine sooo jungen Kann-Kinder. Die stören die Klassen, weil sie sich nicht so konzentrieren können. August, Septmber, das geht noch aber November. NEIN, um deine Frage zu beachten, die Lehrer spielen nicht Kindergartentante sondern erwarten von eingeschulten Kinder Schulfähigkeit und die gleiche Aufmerksamkeit und Sorgfalt, evtl. noch mehr. Bei der ersten Sache, wo das Kind nicht mitkommt wird es abgestempelt, ja das Kann-Kind idu solltest gar nicht hier sein, das kannst du nicht.

Aber nur ihr könnt diese Entscheidung treffen.

vg

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Hallo,

meine Tochter wurde letztes Jahr als Kann-Kind eingeschult.
Alizée ist im August geboren und sie wurde 2 Wochen nach der Einschulung 6 Jahre.
Die Klasse meiner Tochter begann mit 19 Kindern....mittlerweile sinds 21.
Im ersten Schulhalbjahr hab ich oft gezweifelt, ob unsere Entscheidung richtig war, denn sie war nach täglich 5 Stunden Unterricht ( wir haben die verlässliche Grundschule) total fertig....Hausaufgaben waren oft ein Drama.
So ab Februar gings dann plötzlich leichter....und heute gehört sie zu den Besten in der Klasse #huepf.
Natürlich gibts immer noch ab und an Gemaule bei den Hausaufgaben...aber sie weiß auch, dass sie da nicht drum rum kommt.
Ihre beste Freundin wurde dieses Jahr mit fast 7 eingeschult....und hat auch Probleme sich an den geänderten Tagesablauf zu gewöhnen.
Ach ja.....Alizées Klassenlehrerin hatte eigentlich im 1.Schuljahr nur zu bemängeln, dass sie sehr schüchtern ist. Das war aber schon im KiGa so....und hier zu Hause lässt sie oft die S...raus#rofl.

LG
Simone

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Hallo,

im Prinzip kann dir bei dieser Entscheidung wirklich niemand helfen, der dein Kind nicht kennt!

Wir stehen vor der gleichen Entscheidung, allerdings ist unser Sohn noch jünger.
Es geht nicht in erster Linie darum, ob das Kind in die Schule will (klar muss es wollen, aber das ist nicht ausschlaggebend) und schon gar nicht darum, ob die Freunde eingeschult werden. Wichtig ist nur die kognitive, emotionale und soziale Reife des Kindes! Wir führen zur Zeit viele Gespräche mit den Erzieherinnen und werden unseren Sohn auch einem "unabhängigen" Grundschulrektor vorstellen und um dessen "Urteil" bitten.

Außerdem bin ich selbst Grundschullehrerin und muss sagen, dass das, was meine Vorschreiberin zu den Lehrern sagt, ausgemachter Blödsinn ist! Natürlich gibt es solche und solche (wie überall!), aber ich hasse es, wenn mal wieder alle über einen Kamm geschoren werden!
Ich selbst (und eigentlich alle Kollegen/Kolleginnen, die ich kenne, handhaben es ähnlich) achte nicht besonders auf die Kann-Kinder, nur weil sie jünger sind. Warum auch? Sie wurden für schulfähig befunden und somit werden an sie die gleichen Anforderungen gestellt, wie an alle anderen und somit achte ich auf sie genauso, wie auf alle anderen. Eigentlich spielt das Alter im Schulalltag keine Rolle.
Zur Zeit habe ich zwei Kann-Kinder in meiner zweiten Klasse (eins vom November, eins vom Dezember). Eins dieser Kinder ist sehr verspielt und kindlich, findet nicht wirklich Anschluss und wäre vielleicht besser ein Jahr später eingeschult worden. Leistungsmäßig liegt es aber im Mittelfeld. Das andere Kind fällt im Klassenverband überhaupt nicht auf.
Man kann es also wirklich nicht allgemein sagen, sondern muss das einzelne Kind sehr genau kennen.

Die Frage, die man sich stellen muss, ist eigentlich (auch wenn es sarkastisch klingt!): Was schadet dem Kind eher? Ein Jahr eventuelle Langeweile im Kindergarten oder ein vorzeitiges Einschulen? Und: Die Eigenschaften, die jetzt vielleicht noch gegen eine Einschulung sprechen - werden die sich nächstes Jahr geändert haben?

Eine extrem schwere Entscheidung also, die man sich nicht leicht machen sollte!

LG Lena

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Hallo,

also ich kann nur sagen, dass wir die Richtig Entscheidung getroffen haben. Unsere Große ist letztes Jahr als Kann-Kind (geb. im Dez. 2002) eingeschult worden. Sie ist mit die Beste in der Klasse!!

Ich finde es schrecklich das hier immer alle über die Kann-Kinder herziehen. Das eine Kind ist halt so und das andere so. Für uns ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, hatte bis zum ersten Elternsprechtag bedenken. Diese Bedenken hat uns aber die Lehrerin genommen. Und ich kann auch nur sagen, dass die Lehrerin und alle anderen Lehrerinnen unsere Tochter nicht irgendwie bevorzugen oder sonstiges, sie wird behandelt wie jedes andere Kind in der Klasse auch. So ist es auch mit den Mitschüler und Mitschülerinnen. Es gab mal eine Situation, da hat ein Junge über unsere Tochter gelacht und meinte das sie ja erst 6 wird und meine Tochter hat gekonntert und das sollten die Kann Kinder schon können, anstatt anfangen zu weinen.

Wir sind froh diesen Schritt gemacht zu haben.

LG
Spyro

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Danke für Deinen Text. Da kann ich mir eine Menge Tipperei sparen, genau so sieht es bei uns aus ;-)

LG, Gerlinde

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hallo,

mein sohn wird in zwei jahren ein kann-kind sein. und ich habe mich jetzt bereits dagegen entschieden. er ist weit für sein alter, pfiffig und alles. alles im normalen bereich.
und ich bin auch überzeugt davon, dass er die grundschule gut schaffen würde. aber was ich jetzt (studiere lehramt) in der 5 und 6 klasse gymnasium erlebt habe, hat mich ernüchtert. die gerade mal 10 und 11 jährigen sind da einem enormen druck ausgesetzt. fast jeden tag 7 stunden, hausaufgaben, lehrer, die zwar wissen, dass sie die schüler unter druck setzen, aber keine wahl haben es anders zu machen... ein kind hat an einem tag nen nervenzusammenbruch gehabt. das hat mir den rest gegeben. das möchte ich meinem sohn mit noch ncihtmal 10 nicht antun. da soll er sich lieber im kiga bissl langweilen (obwohl ich das bei unseren lieben erzieherinnen nicht glaube), statt sich später zu quälen.

lg,

schullek

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Hallo,
unser Sohn wurde dieses Jahr im Sept. eingeschult Ende Oktober wird er jetzt 6 Jahre. Bisher absolut keine Probleme, es gefällt ihm, er macht gern und zügig Hausaufgaben, die Lehrerin ist völlig zufrieden mit ihm.. glaub ich mach mir mehr Gedanken.. Wir hatten allerdings vorher das ganze Programm durchgelaufen, das wird bei uns für alle Kids vorgeschrieben die noch nicht 6 sind, aber vorm Stichtag Geburtstag haben. Also Schulpsychologin, normale Einschreibung und Probetage, danach haben wir eine Empfehlung bekommen.. mal sehen wies später ist, aber im Moment ist es okay. Wir haben 20 Kinder in der Klasse. Aber keine Ahnung wie das Altersmässig verteilt ist?

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Meine Mara ist diesen Sommer als Kann-Kind eingeschult worden (wird im November 6).
Die Klasse ist klein (21 Schüler), die Lehrerin sehr engagiert. In der Klasse sind einige, die jetzt 7 werden, aber auch einige, die erst im September 6 geworden sind (Stichtag ist bei uns der 30.9.), die sind als grad so einen / anderthalb Monate mit Mara auseinander.

Das bisherige Feedback der Lehrerin ist, das sie unsere Tochter zu den leistungsstärksten in der (vergleichsweise homogenen) Gruppe zählt, das sie ein sehr gutes Sozialverhalten hat und nach den wenigen Wochen schon gefragt wurde, ob sie nicht im Kinderrat mitarbeiten möchte. Insofern war unsere Entscheidung aus meiner Sicht goldrichtig - aber sowas ist nun einmal extrem von dem Kind abhängig, da kann man einfach keinen allgemeingültigen Rat geben.

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Bisher haben Dir ja hier nur welche geantwortet, deren Kinder erst "kurz", sprich 1. und 2. Schuljahr sind. ICh denke aber, dass man bei solchen Entscheidungen auch Erfahrungen zu Grunde legen sollte, die weitreichender gehen. Es wäre vielleicht mal besser, wenn sich Eltern melden würden, deren Kinder vielleicht schon im 6., 7. oder 8. Schuljahr sind und wie sie die Sache heute sehen.

IN aller Regel ist die Grundschule ja noch recht gut zu schaffen. Aber das große Erwachen kommt meist auf der weiterführenden Schule!

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Ich geb dir völlig recht, das waren auch unsere größten Bedenken, als wir unsern Sohn eingeschult haben, allerdings wenn er später mal eine Klasse wiederholen muss warum auch immer, dann fällt er vom Alter aus der nächsten Klasse auch nicht heraus... Bei uns machen sehr viele Kinder die 5. Klasse 2x einfach weil sie noch nicht so weit sind für den Übertritt und die Sortierung dies hier in Bayern gibt.. das wäre dann in unserm Fall gar kein Problem, da wäre er vermutlich dann nichtmal der älteste in der Klasse..
Aber jetzt hoffen wir einfach mal dass alles gut läuft. Aber das was du gesagt hast würde mich auch mal interessieren. Wäre schön wenn sich noch mehr zu diesem Thema melden
LG Sandra

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Wir haben unsere Kinder mit den ältesten Muss-Kindern verglichen und geschaut, ob sie da mithalten können. Konnten sie, also hatten wir keine Zweifel.

Mein Sohn ist mittlerweile 6.Klasse (November Kann-Kind + Sprung von 1 nach 2) und demnach noch 9 Jahre alt. Klassenspitze, viele Freunde, macht von es viel ist mal 30min Hausaufgaben, gelernt wird so nebenbei. Leistungssportler. Ich habe es nie bereut, so entschieden zu haben, obwohl es in den ersten Woche Probleme gab, weil die Lehrerin die Unterforderung nicht sehen wollte, sondern die Symptome auf das Alter schob.

Töchterlein jetzt 4.Klasse (Oktober-Kannkind + Sprung), gerade 8 geworden, Klassenbeste und Klassensprecherin.Vom ersten Tag an lief es super.

Unser Erstklässler wurde früheingeschult (wird dann erst im März 6). Die Lehrerin ist von ihm absolut begeistert, obwohl sie Bedenken hatte. Er wird mittlerweile zusätzlich gefördert, weil er weiter ist. Aber es gibt einige Sommerkinder (hier Muss-Kinder), die erhebliche Probleme haben und für die es einfach zu früh war.

Die Entscheidung ist immer sehr individuell und man sollte wirklich alle Vor- und Nachteile abwägen.

Man muss damit rechnen, dass die Lehrer keine Rücksicht nehmen (warum sollten sie auch?, das Kind muss ja noch nicht zur Schule), ganz im Gegenteil, viele Lehrer stellen besonders hohe Anforderungen.

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