Im Kindi lassen oder Grundschulförderklasse?

Hallo,
mein Sohn ist im Januar 04 geboren, somit nächstes Jahr ein Muss-kind.
Hatte kürzlich ein gespräch mit der Erzieherin ,die meinte es wäre eine überlegung wert ihn nicht schon nächstes Jahr in die Schule zu geben! er hat noch keine einwandfreie Aussprache, wir sind aber schon länger bei einer Logopädin!
Die Erzieherin meinte es fehle Ihm einfach an Durchsetzungsvermögen, er ist sehr schüchtern und ruhig, braucht viel Sicherheit. Vom Lernstoff sieht sie keine Probleme, den würde er sicher bewältigen.

Nun gibt es bei uns 2 Ortschaften weiter eine Grundschulförderklasse, er könnte da mit einem Schultaxi hin und zurück fahren!
Nun sind wir am überlegen ob das sinnvoll ist oder ihn lieber noch ein Jahr in seiner gewohnten umgebung im Kindergarten lassen, wo er swich einfach sicher fühlt und in letzter Zeit auch deutlich selbstbewuster auftritt!

Vieleicht hat jemand Erfahrungen die mir weiterhelfen können!
Gruß Binigirl

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Mein Sohn ist auch Jan 04....und wenn ich ganz ehrlich sein soll: Wenn ein Kind in dem Alter und bei dem Geburtstag nicht "schulreif" ist, würde ich mir überlegen, ob die Regelschule die richtige für deinen Schatz ist! Wie wollt ihr denn die Zurückstellung begründen?

Zudem dürft ihr auch nicht vergessen, dass die Kids noch riesen Sprünge in der Entwicklung machen- ist ja noch fast 1 Jahr hin bis zur Einschulung! Du schreibst ja selber, dass er in letzter Zeit im KiGa schon selbstbewusster wird. Vielleicht hilft ja auch eine Sportart (Judo oder so), um ihn ein bisschen zu "puschen".

Ich kenne eine Familie, in der die Tochter Mitte Augist 6 wurde dieses Jahr und die ähnliche "Probleme" hat wie dein Sohn. Die geht in die GS-Förderklasse. Aber die ist auch über 1/2 jünger als dein Sohn.....wenn man die "Termine" vergleicht.

Was meint der KiA?Wart ihr schon mal bei einer Förderstelle? Die wissen da oft auch, was man machen kann...........

Alles Gute!

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Hallo Binigirl,

meine Meinung: Wartet dieses Kindergartenjahr ab und wenn er nächstes Jahr immer noch nicht so weit ist, dann würde ich ihn lieber noch ein Jahr im Kindergarten lassen, anstatt in eine Grundschulförderklasse stecken.

Wenn er in der Förderklasse einen Gewaltigen Sprung macht, bedeutet es für ihn wieder zu wechseln, wieder ein Wechsel in seiner vertrauten Umgebung.

Im Kindergarten kennt er die Kinder mit denen er u. U. 2011 eingeschult wird.

LG
Barbarelle

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Hallo,

also mein Großer (wurde gerade erst 7Jahre), war letztes Jahr September auch ein Pflichkind mit Stichtag hier 30.9 und wie gesagt mitte Sept. wurde er letztes Jahr ja auch gerade 6Jahre.

Wir haben nach langem hin und her, abwägen und Gesprächen mit Logopäden, Erzieherinnen, Kinderärzten usw. dafür entschieden ihn in die GFK zu machen. Denn bei uns ging nur GFK oder eben normal einschulen.
Da er hätte beides können, wir aber nicht 100% sicher waren, wurde uns am ende die Entscheidung gelassen. Wir haben uns für die GFK entschieden und im nachhinein, würden wir es immer wieder so machen. In diesem einen Jahr ist er wirklich sehr gereift und man merkt einfach, ja jetzt ist er soweit ein richtiges Schulkind zu sein und das mit positivem Blick auf das was kommt.

Mein Sohn neigt eher zum hyperaktiven und es fiel im schwer sitzen zu bleiben, sich länger zu konzentrieren und hatte dazu noch eine niedrige Toleranzgrenze. Er wollte immer und überall der erste sein und wenn es mal nicht so geklappt hat, dann ist er schnell ausgetickt. Er hat bei wirklich allem angefangen zu diskutieren, warum/weshalb/wieso...
Dazu kam das (obwohl wir schon in Logo waren) er sehr schnell spricht und das er dann einzelne Buchstaben quasi vernuschelt hat.
Alles in allem, hat ihm dieses eine Jahr sehr gut getan. Er ist einfach allgemein reifer geworden und weiß einfach das er sich in den Pausen/Freizeit auspowern kann, aber dies eben im Unterricht so nicht geht und er einfach den Mittelweg finden muß. Logo haben wir nun quasi mit erfolg beendet und das mit der Konzentration ist auch besser geworden.

Wir haben zusätzlich noch bei dem Marburger KonzentrationsTraining (MKT) mitgemacht und er schafft es jetzt auch einfach sich zurückzunehmen bzw. sich auch mal "hängen" zu lassen und abzuschalten.

Er wurde alleine das letzte halbe Jahr in der GFK sehr selbstbewußt und er man merkt ihm das Selbstbewußte auch im Alltag an.

Kann nur von uns hier sprechen. Aber in der GFK lernen die Kinder wirklich sehr viel. Alleine der Ablauf in der Schule, das selber klarkommen in einer anderen/fremden Gruppe.
Denn selbst wenn Dein Sohn im KiGa bleibt, weil er eben da sehr viele Freunde oder so hat, dann kann ihm am ende doch keiner helfen und er muß in der Schule quasi alleine durch. Deshalb würde ich alleine die Frage GFK/Kindergarten oder Schule nicht im Hauptaugenmerk von seinen Freunden abhängig machen..

Schade das oftmals viele die GFK so negativ sehen. Was es wirklich nicht ist, bzw. was manche einfach mal so vom hören/sagen mitbekommen.
Die Kinder lernen da sehr viel und sind so gut wie alle nach diesem Jahr 100% schulreif. Nicht alleine die Sprache oder so zählt zu der Schulreife, sondern weit viel mehr. Im Zweifel würde ich mich lieber für die GFK entscheiden als dagegen.
Denn auch ein Entscheidungsgrund war für uns.. Was ist wenn es ihm wirklich so schwer fällt sich zu konzentrieren?? Oder wenn er einfach im Unterricht "abschaltet" weil es ihm doch zu viel wird usw.
Lieber hat er jetzt einen besseren Start, als wenn es ihm so schwer gefallen wäre und er von anfang an keine Lust gehabt hätte oder einfach überfordert wäre.

Klar am ende kann man nie wissen ob es das richtige ist. Oder wie sich das Kind noch in einem Jahr entwickelt.
Kann daher nur von uns sprechen und würde es immer wieder so machen, gerade wenn ich jetzt sehe wieviel es ihm gebracht hat. Aber auch wir haben viele schlaflosen Nächte gehabt, was wohl das beste für ihn ist, abgewogen das Pro und Kontra..

Am ende müßt Ihr das entscheiden, mit Hilfe von den Erzieherinnen, Ärzten und evtl. weitere. Laß Dich nicht verrückt machen und entscheide nach abwägen mit anderen und wie gesagt, vielleicht macht er ja wirklich noch in den nächsten Monaten einen riesen Sprung.

Kann auch nicht sagen, das der Weg den wir eingeschlagen haben, der richtige für alle bzw. für andere ist. Eben nur das es für uns die richtige Entscheidung war. Muß dazu sagen, das eben auch die GFK hier bei uns an der Grund-und Hauptschule ist und von seiner Klasse auch etwa 3/4 mit dem Schultaxi kamen.

Lg, Sandra

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Hi!

Muss mich nochmal einklinken:

Ich seh die Vorteile, die die GSFKlasse hat, durchaus.Aber ein Januar-Kind ist ja meilenweit weg vom Stichtag! Wie gesagt, wenn das Kind im August oder September geboren ist, kann ich diese Überlegung voll mittragen (und würde wohl auch so entscheiden), aber nicht bei einem Januar-Kind!

Lass deinem Kind einfach noch Zeit, es wird sich entwickeln! Und: Es kann nicht nur Draufgänger geben! So hart wie es klingt: Dein Kind muss lernen, mit solchen Situationen fertig zu werden......Die werden im Leben noch oft kommen!

Was mir noch in den Sinn kommt: Wenn seine Aussprache noch hapert, wäre da ggf eine Sprachheilschule für ihn richtig? Da sind die Klassen sehr klein und die Kids haben engen Kontakt zu den Lehrenden. Das würde doch auch seiner Schüchternehet ein Stück entgegen kommen....Und von der Sprachheilschule kann jederzeit auf de "normale" GS gewechselt werden.

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Hallo,

können bei euch Muss-Kinder im KiGa bleiben??? Bei uns nicht!

Erfahrungen? Bei meinem Sohn hat sich gezeigt, dass er im letzten Jahr noch einen enormen Entwicklungsschub gemacht hat. Uns blieb die Möglichkeit ihn bis zum letzten Tag vor der Einschulung zurück stellen zu lassen.

Ich kann dir nur raten, warte ab und entscheide kurz zuvor.

lg bambolina

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