Kinder sie sich selbst das Lesen beibringen. Fragen.

Hallo Liebe Urbinis,

mal eine Frage. Habt ihr auch solche Exemplare zuhause die sich vor Schuleintritt das Lesen mehr oder weniger allein "erarbeitet" haben?
Unser Kind ist noch im Kindergarten aber ich denke hier ist meine Frage evtl. besser aufgehoben.

Wir sind zwar redlich bemüht keinen Schulstoff vorweg zu nehmen, jedoch kann unser Kind schon sehr lange die Buchstaben und nun fängt sie an, diese auch zusammenzufügen sprich: zu lesen.
Dazu muss ich sagen, daß ich leidenschaftliche Vorleserin bin und sie dadurch nur profitiert.

Welche Probleme kann es nun geben? Ich frage aus dem Grund, weil mich gestern die Erzieherin angesprochen hat drauf.

Z.B. ist unser Kind irritiert, wenn ein Wort mit C anfängt aber das C als K gesprochen wird.

Als ich sie bestätigte, daß sie langsam loslegt mit Lesen meinte die Erzieherin nur schnippisch:"Das ist halt die Gefahr, wenn man sein Kind selbst unterrichtet".

Hallo? Das tun wir weiss Gott nicht. Warum auch?
Aber das Wort "Gefahr" geht mir nun nicht aus dem Kopf.
Da sie schon sehr lange rechnet, weiss ich vom Kinderpsychologen und den Erzieherinen, daß ich die Lehrer drauf hinweisen soll, weil sie "anderst" in dem Fach lernen wird. Nimmt sie die Methoden der Schule an, ist es gut...tut sie es nicht, seh ich Probleme auf uns zukommen. Was nun mit dem Lesen? Was kann da schief gehen?

Wir versuchen alles Mögliche an Ablenkung. Klavier, Japanische Schriftzeichen und Sport, Sport, Sport...
Trotzdem. Sie nimmt sich ihre Bücher, setzt sich in eine Ecke und gibt keine Ruhe, bis sie ein Wort entziffert hat.

Habt ihr mir einen Rat? Vielleicht sind meine Sorgen unnötig aber sie sind gerade da und ich habe keine Ruhe.

Gruß
Barbarelle


Hallo,

ich sehe überhaupt keine Gefahr in dem frühzeitigen Lesen (oder auch Rechnen).

Was willst Du denn mehr? Willst Du wirklich sagen, jetzt noch nicht - aber in 3 Monaten drücken wir auf den Knopf und dann darfst Du endlich! Und dann musst Du dich erst dafür interessieren (und mehr als dir vielleicht lieb ist). #augen

Die Schulen sind heute auf sehr unterschiedliche Schulanfänger eingerichtet. Es ist normal, dass jedes Kind "anders" ist und es unterschiedliche Interessen gibt.

Meine Jüngste kommt auch dieses Jahr in die Schule und macht jeden Abend "Hausaufgaben". Sie setzt sich hin und schreibt in Schönschrift z.B. das Alphabet anhand von Wortlauten. Meinst Du, dass ich das verhindern kann? Warum sollte ich? Ihre Schwestern sitzen doch auch um diese Uhrzeit und erledigen ihre Hausis.

Dein Kind wird mit der in der Schule vorherrschenden Lehrmethode garantiert keine Probleme haben. Das Diskutieren um Lehrmethoden machen entweder Erwachsene oder Teenager. Ein Grundschüler nimmt die Methode auf, die ihm vorgestellt bzw. mit ihm zusammen entwickelt wird. Diese Kinder passen sich noch relativ gut an bzw. sind dann ein Teil des ganzen Prozesses.

Außerdem ist Lesen-/Schreiben-/Rechnenlernen ein längerer Prozess und nicht mit "das machst Du so" abgetan.
Rechnen lehrt / lernt man heute viel "ganzheitlicher" und hat am Anfang eher etwas mit Mengen als mit Zahlen zu tun.

Laß Dich nicht verrückt machen. Es ist alles gut so!
:-)

LG emma

Danke Emma,

das beruhigt mich schon ungemein. Mich hat der Satz der Erzieherin etwas verwirrt.
Es kam mir vor als würde sie uns unterstellen, wir hätten den ganzen Tag nichts besseres zu tun, als das Kind zu drillen.
Das würde unser Kind gar nicht erst mit sich machen lassen.

Unser Kind hatte irgendwie keinen leichten Start in diesem Kindergarten ... sprach z.B. die ersten 6 Monate kein Wort mit den Erzieherinen und ist auch so etwas "seltsam" ...

Gruß und danke dir nochmal feste

Barbarelle

... Irgendwoher kenne ich das :-)

... unser Kinder sprechen auch nicht immer mit Jedem.

Ich bin schon gespannt, wie das bei uns in der Schule wird. Unsere jüngste Tochter ist ein kleiner "Freigeist". Sie hat meistens eigene Vorstellungen, die sie dann auch gerne durchsetzen möchte. Ich hoffe, dass der künftige Lehrer das relativ schnell erkennt. Sonst sehe ich schon ein paar Problemchen auf uns zukommen. Aber - wir werden sehen....

Zur Erzieherin: Es mag ja sein, dass sie das unterstellt hat. Aber wie es tatsächlich ist, kannst nur Du beurteilen. Es gibt bestimmt viele Eltern, die versuchen ihre Kinder "zu drillen". Vielleicht denkt sie das tatsächlich auch von dir. Aber eigentlich kann dir das egal sein.

Ich denke, dass man Kinder viel Informationen und Erfahrungen anbieten kann. Was sie dann daraus machen, liegt ja in jedem selbst.

Ich wünsche Euch einen guten Schulstart!

LG emma

Mein Sohn hatte sich auch das Lesen selber beigebracht.
Er durfte im Kindergarten den anderen Kindern immer vorlesen. Auch konnte er bereits mit Zehnerübergang ohne Probleme rechnen.

In der Schule durfte er in der Zeit, wo die anderen vorlasen Hausaufgaben machen. Auch in Mathe konnte er mit Hausaufgaben anfangen, wenn er fertig war.
Das hatte zu Folge, dass er in der Grundschulzeit fast nie zuhause was machen musste. Er hatte immer frei.

Auf dem Gymi musste er dann allerdings erstmal die Erfahrung machen, dass auch er Zeit fürs Lernen aufwenden muss. Bis heute, er ist jetzt in der 11., lernt er nur so viel, dass er sein für sich gesetztes Ziel erreicht.

LG
Sini

Das ist völlig ok das dein kind sich selbst das lesen beibringt:-).Da passiert gar nix schlimmes.In der Schule werden so viele Dinge gelernt,da ist lesen nur ein kleiner Teil.Freue dich für dein Kind,es hat die Lust! am lesen entdeckt.Das ist toll.

ich sehe da auch keine Probleme

meiner konnte vor der Schule schon lesen und schreiben

Wir haben aber mit Absicht einige Sachen gelassen.

Z.B. kannte noch keine kleinen Buchstaben. Er hat alles mit grossen Buchstaben geschrieben. So hatte er genug zu tun in der ersten zeit, die kleinen Buchstaben zu lernen.

Oder die Schreibschrift, die kommt laut Lehrplan JETZT erst.....meiner hat sie in den Osterferien selber gelernt, weil er ein Übungsbuch gefunden hat.

Ich versuche meinem Kind immer wieder klar zu machen, dass es zwar schön für ihn und uns ist, dass er vieles schon kann oder einfach lernt. Aber , dass es den Kindern , die mehr arbeiten müssen oder weniger wissen, sehr weh tut, wenn einer mit WISSEN oder KÖNNEN prahlt.

Es ist aber für die Kinder unheimlich schwer, eben NICHT rauszuplautzen WAS sie schon alles können.

Meiner hat am Anfang in der Schule nicht das Lesen und Schreiben lernen müssen, wohl aber BESCHEIDENHEIT.

Jetzt ist die erste Klasse fast rum und er zwar immer noch einige Schritte voraus, aber auch MEIST : ) ein freundliches gescheidenes Kind.

Simnik

Ich kann die als Lehrerin sagen, dass es keine Gefahr gibt und dass es auch nicht DIE Methode gibt um lesen zu lernen.
Außerdem ist das ein ganz normaler Schritt im Leselernprozess, dass man sich mit der Schriftsprache auseinandersetzt und die Gesetzmäßigkeiten und Abweichungen hinterfragt.

Lass dir nix einreden,

LG Juju

Der Grundtenor eurer Postings beruhigt mich ungemein.

Im Grunde genommen sehe ich ja auch nichts schlimmes darin, wenn die Maus ein wenig Lesen kann. Wie gesagt: Mich hat die Aussage der Erzieherin etwas verwirrt. Vielleicht sprech ich sie nach den Feierrtagen drauf an.

Dank Euch

Gruß
Barbarelle

Ich konnte ja nichts zum Thema so richtig beitragen, aber ich frage mich doch was am Lesen so gefährlich sein soll. #kratz



Jetzt kommt mir aber nicht mit der berühmten Langeweile. ;-)

Kesh

Hmmm...das frag ich mich auch Kesh.
Vom Rechnen weiss ich es, daß gerade Kinder die in dem Bereich begabt sind oft Probleme bekommen in der Schule.

Wenn z.B. die richtige Lösung da steht aber der Rechenweg ganz ein anderer ist als der, den der Lehrer gern sehen möchte.

Ob es beim Lesen eine ähnliche Problematik geben kann, zumindest in den ersten Jahren weiss ich nicht und glaub auch nicht so recht drann.

Was ich allerdings merke, wenn sich eine Marotte eingeschlichen hat, bekommt man die bei manchen Kindern schwer wieder raus. Meine Tochter kann da z.B. sehr vehemment sein.

Nun gut... In ein paar Monaten ist es so weit, sie darf in die Schule und da kann sie ungehemmt los legen.

LG
Barbarelle

Morgen Barbarelle,

ich habe mich von heute auf morgen gefragt ob es sich überhaupt lohnt, darüber nachzudenken.

Aber, ist es nicht auch Aufgabe der Lehrer "kreative" Lösungswege gutzuheißen und Pflicht der Lehrer bestehende Systeme (in Bezug auf Lösungsweg) "beizubringen"?

Naja, dass ist wahrscheinlich wieder Wunschdenken, obwohl es sicher viele Lehrer gibt die das so machen.

Kesh

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P.S. Lass dir nur von den Erziehern nichts einreden.

Unsere Tochter hat sich mit 3 im Urlaub die Zahlen von 0-9 beigebracht (lesen). Da hatte sie einfach einen riesigen Spaß dran.

Zurück im Kiga bekam ich dann total schnippisch zu hören, es sei halt ein "typisches Akademikerkind". Mir war es zu doof, zu erklären, dass ich sie ja nicht in den Ferien hingesetzt habe, bis sie es konnte, sondern dass das sich einfach so ergeben hätte.

Sie kann nun alle Buchstaben und liest auch - und wieder hat mich der Kiga als völlig überehrgeizige Mutter abgestempelt.

LG
Anne















Hallo Anne,

danke. Das ist wohl das Problem, daß ich mich zu schnell verunsichern lasse.

Gruß
Barbarelle

hallo....

ich hab zwar nur ein "möchtegern" Schulkind ;-) aber zu dem Thema kann ich auch was sagen....Kim(seit einer Woche4)kennt schon lange die Zahlen und Buchstaben...und versucht seit nem Monat alles zu lesen was ihr in die Finger kommt....unsere Erzieher haben das keineswegs als "gefährlich" eingestuft....warum denn auch wenn das Kind das lernen möchte soll es das auch tun solange es nicht muss....
Ich würde mich da auch gar nicht von den Erziehern verunsichern lassen...die kleine weiß doch im prinzip am besten was sie mag und was nicht.....

VlG

http://kimsophie.de.tl

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