ab wann in förderschule???

Hallöchen

ich frage hier für eine bekannte... dessen tochter in die gleiche klasse geht wie meine große....

die tochter meiner freundin... wurde in der 1.klasse zurückgestellt(auf die bitte der mutter)
nun ist sie 3.klasse... und bringt größten teils nur 4 und 5 in den hauptfächern mit nachhause....
in mathe hat sie bisher zwei 5´n und eine 3
(zuhause kann sie aber den stoff.....)

nun hat sie natürlich angst.. das sie im 2.halbjahr noch mal zurückgestellt wird... bzw ende des jahres sitzenbleibt...

und ihre größte angst ist das sie auf eine förderschule muß....

nun zu meiner frage...

falls sie dieses jahr sitzen bleibt.... muß sie dann schon auf eine förderschule... oder erst beim 2.mal sitzenbleiben

also ich bin der meinung ..da ihre tochter schonmal zurückgestellt wurde... würde sie schon beim 1.mal sitzenbleiben auf ein förderschule müßen....

oder seh ich das falsch???

und dann hab ich noch eine frage..wie wird der notenspiegel berechnet???

hoffe ihr könnt weiterhelfen

LG Ivonne



1

Hallo!

Ich weiß nicht, aus welchem Bundesland ihr kommt, aber bei uns (Rhl-Pf) ist es folgendermaßen:

Wenn ein Kind "vom Anfangsunterricht zurücktritt" (Formulierung ist entscheidend!), wird dieses zusätzliche Jahr NICHT auf die Schullaufbahn angerechnet. Wird es dagegen einfach nur "zurück gestellt", zählt das zusätzliche Jahr.
Wann es in die Förderschule MUSS, kann man so nicht sagen, es ist eher die Frage, ob es nicht viel sinnvoller für das Kind wäre, dass es dort hingeht..

LG Lena

2

Hallo,
Förderschule hin und her... tja wie ist es für das Mädel nur "Misserfolge" zu erleben? Und später wie sieht es da dann bei evtl. Bewerbungen aus? Was hält der AG von 6 Jahre Grundschule im Vergleich dazu eine Förderschule mit 4 Jahren Dauer?
Natürlich sind Förderschulen "momentan" noch sehr im - wie soll ich sagen, in der Kritik (?) bzw. die Kinder die dort hineingehen. Find ich nicht richtig und ich denke die Zeit wird humaner und irgendwann zählt die Leistung und nicht "wo" warst Du. Ein Kind das für seine Leistung und für das Lernen auch belohnt wird ist motivierter als ein Kind das nur, daß es nicht in die Förderschule muss, 6 oder mehr Jahre in einer Grundschule ist. Die Förderschulen machen den Stoff einfach ausgiebiger.
Viele Grüsse an Deine Freundin - sie soll doch mal mit einer Heilpädagogin sprechen und evtl. sich mal die Förderschule(n) ansehen.

Gruß
Angelika

3

Ach ja - die Eltern bestimmen es und haben das Recht zu bestimmen in welche Art von Schule ihr Kind geht !! Die Lehrer können nur "(be)raten".

Gruß
Angelika

4

Hallo,
ich glaube schon das dieses Mädchen mehr Förderung braucht wenn es in der 1. schon nicht gut klappe und auch jetzt in der 3. Schwierigkeiten gibt bedeutet es schon das sie mehr Hilfe benötigt!
Aber ich würde sie nicht von der Grundschule nehmen was ist mit Integrationsklassen gibt es bei euch soetwas?
Wenn nicht kann man auch einen Antrag auf Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarf bei der Schulleitung stellen, das Kind, die Eltern und Lehrer bekommen dann Hilfe durch den Mobilen Dienst, für mich sehr sinnvoll weil das Kind nicht aus seinem sozialen Umfeld raus muss!
LG Schweigen

5

Früher war ich sehr gegen eine Föderschule. Vielleicht, weil - noch mehr als heute - diese Schulen als "Dummenschule" abgetan wurden und ihre Schüler von "debil" bis "blöd" geschimpft wurden.

Heute sehe ich das anders.
Denn jetzt sehe ich jeden Tag Schüler vor mir, die aus verschiedenen Schulen kommen und dort schon mehr oder weniger gescheitert sind.
So wie es Tigerente2004 schon beschreibt.

Für die meisten der Kids verbindet sich das Wort "Schule" mit "Horror"!
Sie hatten diese schlechten Schulerlebnisse, vielen fehlt das Selbstvertrauen und der Glaube, überhaut mal im Leben Erfolg zu haben.
Manche haben auch schon eine zweifelhafte "Karriere" hinter sich, kennen den Staatsanwalt und müssen nebenbei Arbeitsstunden leisten.

Dazu kommt ein ziemlich brutales Schulgesetz: Egal wie weit ein Schüler mit der Schule fertig ist - nach 9 Jahren ist die Schule mit dem Schüler fertig. Ich kenne das so von Brandenburg und Hessen.
Heißt also, wer einmal sitzgeblieben ist, bekommt nach der 8 Klasse ein Abgangszeugnis. Keinen Schulabschluss.

Den extern nachzuholen ist noch schwerer, das Wissen von mehreren Schuljahren muss in kurzer Zeit aufgearbeitet werden.

Da ist schon besser, eine Föderschule zu besuchen und dort einen Abschluss zu machen. Später fragt keiner mehr, woher der kommt.

6

Hallo
auch wir standen vor diesem Problem!!!
Unser Pflegesohne( 8 Jahre alt) kam im Alter von 3 Jahren zu uns. Er war sprachlich sehr entwicklungsverzögert und hat FASE( alkoholsyndrom) d.h. er hat während der Schwangerschaft sehr unter dem Alkoholgenuß seiner leiblichen Mutter gelitten, dadurch hat er eine funktionsstörung im Gehirn.
Wie schwer diese Störung ist, konnte man zuerst noch gar nicht so absehen.
Wir haben ihn bei uns ganz normal in den Kindergarten geschickt, dann nach einem Jahr war klar, da kommt er nicht klar. Man hat uns dann empfohlen ihn in den Sprachheilkindergarten zu schicken. Das hat dann auch hervorragend geklappt. Nach einem Jahr war er dann ja Schulpflichtig. Wir waren uns alle einig, das er zurcükgestellt werden sollte, da er noch viele Sachen aufholen mußte.
Auch das hat alles reibungslos geklappt!
Das eine Jahr hat ihm dann soviel gebracht( würde es jedem empfehlen die Kinder haben wo nicht klar ist ob sie Schulreif sind oder nicht), man war sich von allen Seiten einig das er die Grundschule besuchen kann. Wohl mit dem Satz das er nicht ein super guter Schüler wird,aber er könnte es schaffen. Vom Kindergarten und Psychologen bestätigt. Ich war mir da eher unsicher, wollt ihm die Chance aber nicht vebauen.

Jetzt nach einem Jahr Grundschule hat sich gezeit, das er den Anforderungen überhaupt nicht gewachsen ist. wir haben bis 8 Wochen vor den Sommerferien gewartet, bis sich die Lehrerin auf unser Ansinnen endlich mal bequemte eine Klassenkonferenz einzberufen, wo es darüber ging ob unser Sohn weiter auf der GS bleibt oder ob er auf eine Förderschule umgeschult wird.
Für uns war eigentlich schon klar das es so nicht weitergehen konnte. Nochmal das erste Schuljahr wiederholen würden seine Prolbeme nicht lösen, und er würde dann auch schon 9 Jahre alt werden.
Wir haben dann klipp und klar gesagt das wir ihn von der Schule nehmen werden und ihn zur Förderschule schicken wollen.
Die Lehrer waren sich da auch alle einig und befürworteten unseren Plan.
Jetzt nach fast 2 Monaten Förderschule muß ich sagen ich habe ein ganz Neues kind zu Hause. Er hat Spaß am lernen, macht mit Freude seine Hausaufgaben, wir haben überhaupt keinen Streß mehr.
Er geht richtig gerne zur Schule, was ich in der Grundschule nicht behaupten konnte, da waren nur die Pausen interessant!

Sollte das Mädchen wirklich solche Schwierigkeiten haben, wäre wirklich zu überlegen ob die eine extra Förderstunde da ausreicht. Ich weiß das sich die meisten Eltern mit dem Gedanken: Mein Kind muß zur Förderschule! sehr schwer tun, es kommen einen Gedanken wie:
- mein Kind ist doch nicht dumm
- was soll nur später aus ihm werden
- gerät es dann nicht auf die schiefe Bahn
- was die "Nachbarn";-) wohl sagen
- usw....
in den Kopf.
Ich kann nur sagen: SCH***!!! drauf was andere sagen, hier geht es um mein Kind und ich will das es ihm gut geht und das er spaß am lernen und am leben hat.

LG Judith

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