lehrerin einladen???

Hallo,

mich würde mal eure Meinung interessieren: eine superengagierte Vollzeitmutti aus der Klasse meines Sohnes hatte neulich die Klassenlehrerin der beiden zum Kaffeetrinken eingeladen, weil (angeblich) ihr Sohn sich das so sehr wünschte. Die Lehrerin ist diesem Wunsch nachgekommen, was mich etwas gewundert hat (es gab keine Probleme zu besprechen oder so) und war dann quasi den ganzen Nachmittag da. Ich gehe davon aus, dass die Mutter sich so einen besseren Kontakt zur Lehrerin erhofft. Ich finde das Verhalten der Lehrerin eigentlich nicht nachvollziehbar, weil sie durch eine private Einladung zu einer einzelnen Familie den Kontakt quasi intensiviert bzw. informeller macht als zu den anderen. Ich denke nicht, dass die Mutter dadurch einen tatsächlichen "Vorteil" für ihr Kind erzielt, aber für die anderen KInder ist das doch doof (es sind Schulanfänger) oder seh ich das zu eng? Wäre ich Lehrerin, hätte ich der Einladung keine Folge geleistet. Interessiert mich, was ihr davon haltet.

P.S. Es ist kein wirkliches Problem...

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hallo

also die lehrerin behandelt das kind sicher nicht anders,wenn sie bei der mutter kaffee trinken war.
ich würde die lehrerin nicht einladen wieso auch.wenn ich was mit der zu besprechen hab mach ich das telefonisch oder beim elternsprechtag. alles andere ist doch schleimerei. sorry meine meinung lg sylvi

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Als Lehrerin kann ich nur sagen, dass ich so einer Einladung wahrscheinlich nicht zusagen würde. Wenn andere Eötern das erfahren, wird eben viel geredet. Das würde ich vermeiden wollen, auch wenn man bestimmt differenzieren kann und das Kind nicht bevorzugt.
Ich bin bisher nur einmal einer Einladung gefolgt und dass war zur Abschlussfeier. Ich hatte mit dem Schüler also nichts mehr zu tun.

LG Ivonne

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Das Problem ist: sie erzielt einen Vorteil.

Gruß

Manavgat

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Blödsinn!

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Warum ist das Blödsinn?

Es ist allgemein bekannt, dass gerade in der Grundschule immer wieder "Mamies" die Lehrerinnen korrumpieren. Selten eine Lehrerin, die hier eine klare Ansage dagegen macht!

Blümchen, Liedchen, Kuchen und immer vorneweg, wenn der (Klassen-)lehrerin Honig ums Maul geschmiert wird. Warum? Weil auch der Blödeste unter den Blöden irgendwann kapiert, dass die! für die Empfehlung auf die weiterführende Schule zuständig ist.

Schule hat folgende Aufgaben: Qualifikation (im Sinne der Wirtschaft), Selektion (und das haben die Deutschen perfektioniert, siehe OECD-Studien), Sozialisation (es lebe der ordentliche Untertan!) und natürlich Legitimation (die Bedingungen sind für alle gleich, wer es nicht schafft ist selbst schuld). Wer glaubt, Schule sei ein demokratisches System, das als Aufgabe hat, Kinder bestmöglich zu fördern, der hat hier schlicht noch die rosarote Brille auf.

Gruß

Manavgat

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Hallo,

ich vermeide private Kontakte zu den Eltern solange ich Lehrerin ihrer Kinder bin.
Allerdings war ich auch schon auf "Hausbesuch", wenn es beispielsweise den Eltern aus nachvollziehbaren Gründen nicht möglich war, in die Schule zu kommen, oder aber ich mir im Einvernehmen mit den Eltern ein Bild von der häuslichen Situation machen wollte.

Tatsächlich gibt es Kinder, die ihre Lehrerin am liebsten ständig einladen möchten. Einzusehen, dass dies nicht geht, ist in meinen Augen ein Lernprozess.

Ich ermuntere dann immer zum Briefeschreiben #freu

Gruß,
jelly

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man soll privates und berufliches nicht vermischen würde ich sagen... auf der anderen seite ist es aber wirklich keine katastrophe...

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Hallo,

wo ist das Problem ?

Ich bin mit zwei Lehrern ( weiterführende Schule) per "du" Ehemalige und jetzige Klassenlehrerin meines Sohnes.
Ging voll von den Lehrern aus - ich wollte das erst mal gar nicht. Fand ich auch nicht so pralle - aber die waren hartnäckig...
Mir wurde es angeboten und eingeladen habe ich auch schon mal eine Lehrerin, weil es wegen schulischer Belange halt mal notwendig war, sich zu treffen. Ich bin in der Elternvertretung und die andere Elternvertretung war auch dabei.
Das die Elternpflegschaft mehr Infos bekommt, dürfte übrigends gängige Praxis sein. Bei Bedarf geb ich sie auch gerne weiter - nur besteht bei vielen Eltern nach
einer gewissen Zeit gar kein Bedarf nach Informationen.
Wenn die Chemie stimmt, weiß ich nicht warum aus Eltern und Lehrer keine Freunde werden sollten.
Meine Kids nutzen dies nicht aus und würden von mir auch was zu hören bekommen, wenn sie es täten und diese werden nicht mehr oder weniger bervorzugt als vorher auch.
Da sehr viele Schüler ( damit meine ich Ältere) mit ihren Problemen zu mir kommen, bin ich sozusagen Vertrauensmutti - wenn sie nicht zum Vertrauenslehrer gehen wollen sondern lieber zu mir, kann ich sie wohl kaum weg schicken. Somit ergibt sich auch in der Hinsicht öfters Gesprächsbedarf. Darüber informiere ich die anderen Eltern auch nicht unbedingt und ehrlich gesagt ist es mir auch egal welche Kungelei sie dahinter vermuten. Oft sind es gerade die Kinder deren Eltern, die Mauschelei oder sprechen wir es doch mal deutlicher aus, nämlich A****kriecherei vermuten, denen die Probleme ihrer Kinder am Selbigen vorbeigehen und
wo engagierte Mütter aushelfen müssen.


Man muß nicht immer vermuten, das sich jemand Vorteile verschaffen möchte.
Eventuell gabs ja doch ein Problem welches vertraulich im privateren Rahmen erörtert werden mußte.
Das man damit nicht unbedingt in der Allgemeinheit hausieren geht, ist doch klar.
Nicht immer das Schlimmste vermuten.

Grüße

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Bei uns an der Schule machen einige Klassenlehrerinnen Hausbesuche (dann möglichst bei allen Kindern) um die Situation zu Hause zu sehen. Warum auch nicht? Es kostet zwar wirklich viel Zeit, aber der Kontakt zu den Eltern aufzubauen ist es einigen eben wert. Außerdem hat das Kind nur bei einer unprofessionellen Lehrerin einen Vorteil. Würde mir da nicht all zu große Gedanken drüber machen.
Meine Mutter ist auch Lehrerin und da sie an der Schule in unserem Stadtteil arbeitete würde ich im Kindergarten und Grundschulalter auch von den Kindern aus ihrer Klasse eingeladen. Kannte die meist schon länger oder aus der Kirchengemeinde. Ich denke, dass das in kleinen Gemeinden zum Beispiel auch ganz normal ist. Man kennst sich halt.
Du kannst dir auch nicht sicher sein, dass es keine Probleme gibt. Eventuell sind diese sehr privat.

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Hallo,
mein Vater war Schulleiter an meiner Schule, meine Mutter Lehrerin. Dadurch sind ständig irgendwelche von meinen Lehrern, die auch mit meinen Eltern privat befreundet waren, bei uns gewesen. Vorteile hatte ich dadurch ganz sicher nicht. Ich wurde behandelt wie jedes andere kind auch. Einige Lehrer meinten sogar, besonders streng sein zu müssen zu mir, um zu beweisen, dass ich keine Extra-Wurst bekomme. Im Fall meiner Mathelehrerin: der reinste Horror!

Ich verstehe schon, dass Dich die Mutter nervt, weil sie versucht, so Vorteile für ihr Kind zu erwirken. Aber ich glaube nicht, dass ihr Sohn dadurch bessere Noten bekommt: etwas Unparteilichkeit solltest Du der Lehrerin schon zutrauen. Ganz abgesehen davon: vielleicht versteht sich die Mutter einfach nur gut mit der Frau?
Paule

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Oh nein noch so eine Radfahrmutti mit Schleimspur...Oh wie ich das hasse, wenn sich davon Vorteile erhofft werden.

Wir hatten in der Grundschule auch solche Mütter und ich fands nur abartig...

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