wann vorzeitig einschulen - kriterien?

meine tochter wird im november fünf. lt. kindergarten wäre sie vom intellekt her in der lage, nächstes jahr in die schule zu gehen. ich finde eigentlich auch, dass sie schon recht weit ist. allerdings ist sie "emotional" meines erachtens noch nicht so weit, sie ist schüchtern, unter fremden leuten noch mehr (zuhause natürlich nicht) und ich kann mir kaum vorstellen, dass sie in der großen pause "überlebt". meine frage ist eigentlich, man sie dann lieber noch ein jahr im kindergarten lässt oder doch in der schule anmeldet? ich finde diese entscheidung total schwierig. und dann gibt es ja auch dieses schulspiel, bei dem die kinder drei tage "probe" zur schule gehen, was haltet ihr davon? #kratz#kratz#kratz

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hallo,


melde sie doch einfach an. du hast doch noch das ganze schuljahr um zu entscheiden ob sie gehen soll oder nicht!
meine tochter wird im september nächsten jahres 6 und kommt warscheinlich auch in die schule. naja erstmal anmelden dann weiter sehen.
ich finde dieses schulspiel super. da können die kinder sich schon ein bissi darauf einstellen was da kommt!


lg marcela

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hallo,
unsere maus ist letztes jahr im juni 6 geworden und wurde dann im september eingeschult. vom intellekt her wäre sie sicher auch so weit gewesen das sie eher zur schule gehen könnte. sie konnte mit 5 jahren einzelne wörter lesen, kannte das gesamt abc, konnte zahlen addieren bis 10, etc.
für mich stellte sich trotz allem nie die frage ob ich sie her einschulen lasse.
ja mittlerweile ist sie in der 2. klasse und ist abends echt fertig. als sie letztes jahr eingeschult wurde, war sie nach der schule so müde, das sie die ersten wochen noch nicht ,al mehr spielen wollte. dann kamen die hausaufgaben hinzu, das schwimmtraining, freunde einladen, geburtstage, etc.
wir waren über jede ferien froh, weil sie endlich ausschlafen konnte und mal nichts tun musste.

lass deinen schatz doch noch etwas kind sein, ich denke der alltag holt sie noch früh genug ein. weiterhin kam bei uns dazu das ständig etwas war: im kindergarten wurde ich nicht einmal angerufen, in der 1. klasse gleich 5x und jetzt in der 2. klasse 1x. gestürzt, zusammengestossen, im sport verletzt, man kennt uns mittlerweile in der notaufnahme#augen
es ist in der schule nunmal auch ein anderer ton und es geht wilder zu.

ich denke du hast eine schwierige entscheidung vor dir.
hoffe konnte dir vll. ein bissl helfen.

lg
nadin:-)

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Hi,

ich bin von Ende Oktober und mit 5 eingeschult und es war die absolute Katastrophe - die gesamte Grundschulzeit lang.

In der ersten Klasse meiner Tochter war ein Junge der erst im Dezember 6 wurde und auch der hatte enorme soziale Schwierigkeiten.

Ich bin tendenziell eher gegen zu fruehes Einschulen, obwohl hier im Forum auch einige sind bei denen es gut geklappt hat. Mein Sohn ist von Mitte Oktober und ich haette ihn nicht mit 5 eingeschult (dann sind wir umgezogen und er ist mit 4 in die Schule wie hier ueblich #kratz )

LG

Catherina

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Hallo,

mein Sohn wurde mit 5 eingeschult, weil der Stichtag so blöd liegt.

Er war "zu schlau" um ihn zurück stellen zu lassen. Irgendwie hatte ich kein Mitspracherecht.#kratz Schulpflicht ist Schulpflicht.

Er war aber noch gar nicht so weit.#heul

Wenn du dir nicht vorstellen kannst, dass sie die große Pause "Überlebt", dann lasse sie im KiGa!

Ein Jahr mehr Kindergarten gibt ihr Zeit zu reifen. Dümmer wird sie deswegen nicht. ;-)

Probetage zeigen den Kindern nicht den wahren Schulalltag. Das ist, als würdest du zu Hause mit ihr Schule spielen.

LG Marion

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Darf ich fragen wo du wohnst,und wie der Stichtag bei euch liegt?

Andrea

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in Potsdam und der Stichtag ist (glaub ich) der 30. September.

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Hallo,

ich finde die Idee mit der frühzeitigen Einschulung total hirnrissig. Ich habe eine Tochter, die vor Schulbeginn sehr, sehr weit war, sie konnte sogar schon lesen. Sie wurde mit 6 1/2 Jahren eingeschult und ich habe niemals an frühzeitige Einschulung gedacht. Meine Tochter kommt supi klar in der Schule, schreibt überwiegend 2 en in Arbeiten Hausaufgaben von Anfang an kein Problem. Mein Sohn wurde aufgrund der Gesetzesänderung dieses Jahr mit 6 Jahren und einen Monat eingeschult, bis zum schluß habe ich dafür gekämpft dass er nicht eingeschult wird, ohne Erfolg. Er hat Sprachprobleme und befindet sich seid 3 Jahren in Logopädischer Behandlung, hätte der Gesetzgeber den Stichtag nicht geändert wäre er ganz normal nächstes Jahr zur Schule gekommen und ich hätte keine Probleme. Ich kann nur von mir aus sagen, dieses Jahr fehlt ihm, ihm wurde 1 Jahr Kindheit geraubt. Er kommt aus der Schule und will nur spielen, Hausaufgaben totale Katastrophe obwohl er nicht viel auf hat. Ich kenne auch ganz viele Eltern die unbedingt wollten dass ihr Kind vorzeitig eingeschult wird und die haben die gleichen Probleme mit den Hausaufgaben, kein Wunder. Ich würde nach Möglichkeit abwarten. Und die ganze Leier mein Kind ist im Kindergarten unterfordert oder die Freunde gehen alle schon zur Schule sind ganz dumme Argomente. In der Schule knüpfen die Kids neue Freundschaften und außerdem dürfen sie im Unterricht sowieso nicht spielen. Punkto Unterforderung gibt es genügend Möglichkeiten dass man die Kids weiter fördert.
Liebe grüße

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Ich weiß nicht, wie ich es weniger krass ausdrücken soll, aber doch! Kinder können verdummen und sozial verzogen werden, wenn sie zulange in den KiGa gehen anstatt die Schule zu besuchen! Die Kinder, die sozial auffallen bei uns in der Schule, das sind die, die spät eingeschult wurden; sie haben Probleme, ihre Freiheiten aus dem KiGa nun in der Schule nicht mehr zu haben und auch das Lernen sind sie ja gar nicht gewöhnt und haben weniger Interesse daran. Erst recht die Kinder, die wirklich schon lesen können...

Meine Maus ist auch früher eingeschult worden, geht seit fünf Wochen zur Schule und ist noch fünf. Alle Pädagogen waren dagegen, weil sie auch angeblich zu schüchtern ist. Aber bei uns war es genau richtig, ihr tut die Schule gut, der Lerndrang wird befriedigt und auch sozial hat sie viel dazugelernt. Sie hat sich gut eingegliedert und die Lehrerin kann sich gar nicht erklären, warum die Erzieher aus dem KiGa und Sonderpädagogin was dagegen hatten. Ich habe mich ausschließlich von meinem Bauchgefühl leiten lassen. Das solltet ihr auch tun! Melde sie einfach an, innerhalb eines Jahres kann sie noch viel Schüchternheit etc. ablegen, wenn sie erstmal weiß, dass es in die Schule geht! Wenn erstmal die ersten Untersuchungen vorüber sind, fällt euch die Entscheidung leichter.

Zusätzlich zur Schule geht sie auch seitdem dreimal wöchentlich zum Schwimmen und tobt draußen bis 19 Uhr. Sie schläft zwar mehr als früher (21-6 Uhr), aber sie hat keine Tiefs tagsüber. Dass sie selbst das hinbekommt, hätte ich auch nicht gedacht.

Die Kriterien, ob ein Kind reif ist, kannst Du nachgooglen, aber sie sagen über den Alltag des Kindes doch wenig aus. Schleifen können bspweise viele nicht, oder fahrradfahren... Was wirklich wichtig ist, ist selbständiges An- und Ausziehen, auf Toilette gehen, Regeln übernehmen und akzeptieren zB. Aber auch da gibt es viele Ältere, die das auch nicht können oder wollen...

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Hallo
Wie ich hier gelesen haben, gehen die Meinungen ja ziemlich auseinander.
Ich muß sagen, dass ich eigentlich auch immer gegen eine vorzeitige Einschulung unserer Tochter war, aber meine Meinung hat sich dann doch geändert.
Meine Tochter hat im Oktober Geburtstag, deshalb hatte ich nie über eine vorzeitige Einschulung nachgedacht. Mir war eigentlich immer klar das sie mit fast 7 Jahren in die Schule gehen wird.
Doch dann kam der Punkt, wo ich nicht mehr weiter wußte. Mit 5 1/2 konnte sie lesen, schreiben und rechnen. Sie brachte sich alles mögliche selber bei, bzw. sie guckte sich vieles von ihrem großen Bruder ab.
Ich suchte im Mai Rat in unserer Grundschule. Meine Tochter wollte plötzlich nicht mehr in den Kindergarten
sie wollte unbedingt zur Schule. Ich fragte nach, ob es irgendeine Möglichkeit gibt (außer Schule) sie anders zu fördern. Ich dachte an Vorschule oder so was. Aber das kam nicht in Frage.
Die Lehrerin sagte mir stattdessen, ich solle mein Kind in Ruhe lassen und ihr keine Bücher mehr anbieten.
Aber was sollte ich denn machen, ich war es ja schließlich nicht die mit dem Kind gelernt hat! Meine Tochter holte sich die Sachen doch selbst herbei.
Dann kamen die Sommerferien. Als diese vorbei waren konnte sie flüssig lesen und fing an das 1 x 1 zu üben.
Ich wußte nicht mehr weiter und ging Ende September noch mal zur Schule.
Genervt sagte die Lehrerin schließlich, dass sie sich meine Tochter mal ansehen wollte. Sie wurde zu einem Tag Probeunterricht eingeladen. Am Mittag holte ich meine freudestrahlende Tochter ab und die Lehrerin sagte mir ganz fassungslos, dass sie ja mehr könnte wie die eingeschulten Kinder.
Sie sollte nach Möglichkeit sofort zur Schule.
Ja, und dann ging es ganz schnell. Das Schulamt wurde kontaktiert und am 10.10.05 bekam ich einen Anruf, dass meine Tochter in die Schule gehen darf.
Meine Tochter war total begeistert. Denn der Anruf kam auf ihrem 6. Geburtstag.
Es ist zwar alles etwas dumm gelaufen, da sie nicht normal eingeschult wurde und ich hatte auch lange damit zu kämpfen ob die Entscheidung richtig war. Aber das wichtigste war, meine Tochter wollte gerne in die Schule und ihr macht es bis heute viel Spaß. Sie weiß allerdings auch was sie will und sie kann sich durchsetzen. Wäre das damals nicht so gewesen hätte ich auch nichts weiter unternommen.
Also, du hast ja noch eine Weile Zeit. Schau dir erst mal an wie sich deine Tochter emotional noch entwickelt und ob sie überhaupt in die Schule will. Erst dann würde ich entscheiden.
LG Tanja :-)

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Hallo,
meine Tochter ist auch ein Novemberkind (wird 6) und dieses Jahr eingeschult worden- es war gar keine Frage. Alle (also auch Kiga und Kooperationslehrerin) haben es befürwortet, und uns gesagt, wir sollen sie auf keinen Fall im Kindi lassen.
Es lief bei ihr schon früh in diese Richtung, sie war schon ein Jahr früher bei den Midis und dementsprechend auch bei den Maxis im Kindergarten. Sie war immer sehr fit und interessiert für ihr Alter UND (das ist mindestens genauso wichtig) war auch emotional/ sozial entsprechend weit.
Wann ist denn bei Euch Schulanmeldung? Bei uns erst im April, da hätte man also noch Zeit.
Vertraut aber auf jeden Fall auf Euer Gefühl,
lg Nicole

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Hallo!

Ich finde diese Entscheidung auch ziemlich schwierig.
Haben die Erzieherinnen denn gesagt, dass sie generell fit für die Schule ist? Ich würde gerade jetzt die Erzieherin zu Rate ziehen und das Entwicklungsgespräch mit ihnen machen. In einem längeren Gespräch erfährst du dann mehr!

Anmelden kannst du deine Tochter (zumindest hier in NRW) bis zum 31.12.2007 (keine Schule hat solange auf, aber egal)!
Dann folgt eventuell ein Gespräch mit der Direktorin und deiner Tochter (und nur die Direktorin entscheidet, ob sie angenommen wird oder nicht) und im Frühjahr folgt die Schulfähigkeitsuntersuchung.
Wenn alle sagen sie sei schulfähig, du aber deine Bedenken hast wird sie halt nicht eingeschult.

Das Problem sehe ich nur im Kindergarten, wo sie dann bei dem Vorschulprogramm mitmachen wird und es dann später heißt: April, April, du gehst doch noch nicht in die Schule!
Rede mit den Erzieherinnen und danach wirst du klarer sehen!

Das hat mir auch unheimlich geholfen. Wir hatten heute das Gespräch und sind nochmals bestärkt worden unseren Sohn doch einzuschulen.
Unser Sohn wird auch im November 5 JAhre alt.


Schönen Abend noch!
Verena

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