An alle Frauen mit biochemischen Schwangerschaften und Fehlgeburten: Wie schafft ihr es weiterzumachen?

Liebe Kinderwunsch-Frauen,

mir brennt eine Frage auf der Seele.

Ich erlebe gerade meine 5. Fehlgeburt und frage mich, wie oft ich dieses Hoffen und Bangen noch aushalten kann. Der Wunsch nach einem 2. Kind ist so groß, aber die Trauer über die wiederholte Fehlgeburt ebenso.

Wie schafft ihr es weiterzumachen? Woran haltet ihr fest? Was gibt euch Kraft? Und wann ist für euch Schluss?

Mein tiefes Mitgefühl an alle Frauen da draußen, die nicht schwanger werden oder nicht bleiben...

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Hallo

Bin gerade in derselben Situation.
Bei 4+4 hatte ich einen guten hcg abstieg und seit 4 Tagen keine Symptome mehr
Bin mir sicher, dass es wieder ein Abgang ist
Hatte 2018 einen und da war es genauso.

Habe vorhin mit meinem Mann darüber gesprochen. Er meinte weitermachen. Er meinte, dass es doch häufig vorkommt und man nicht zuviel drüber nachdenken soll
An manchen Tagen gelingt es mir und dann wieder zerbreche ich innerlich.
Frühe Abgänge sind in der Tat häufig und bleiben oft unbemerkt. Meistens klappt es danach schneller
Wieviel Abgänge hattest du schon?
Hoffnung geben mir meine Kinder und mein Job und mein Glauben

Wie ist es bei dir?

Was schwer fällt ist schwangere und Babys zu sehen. Das setzt mir zu. Bin froh, dass ich morgen 12h arbeite.

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Mein Mann und ich verhüten seit nun mehr 14 Jahren nicht mehr. Ich bin noch nie natürlich schwanger geworden. Um überhaupt schwanger zu werden, sind wir auf ICSI/künstliche Befruchtung angewiesen. Bis zu unserer Tochter brauchte es 5 Versuche. Der 1. Versuch damals glückte gleich, doch blieb das Herz unseres Sternchens in der 9. Woche stehen. Selbst im 5. Versuch unserer Tochter gab es theoretisch noch einen Abgang. Da war nämlich noch eine 2. Fruchthöhle, die jedoch leer blieb.

Für ein Geschwisterchen haben wir nun 6 Versuche hinter uns, darunter eben 3 biochemische Schwangerschaften und diese bald eintretende Fehlgeburt. Es sah leider von Beginn an nicht rosig aus, guter Anstieg aber sehr niedriger Wert.

Der Weg um überhaupt schwanger zu werden, ist schon mühselig. Wir sind mittlerweile in der 3. Kinderwunschklinik, 4 Stunden entfernt von uns. Wenn ich dann schwanger bin, sind da die Erfahrungen der frühen Enden, was nicht gerade dazu beiträgt, dass alles einfacher ist. Ich gebe mein Bestes. Hangele mich von Tag zu Tag. Himmelhochjauchzend und zu Tode getrübt.

Fragen kommen auf, ob ich vielleicht keine gute Mutter für zwei Kinder wäre oder was ich falsch mache. Warum ich kein zweites Kind haben darf, aber meine leibliche Mutter 3 Kinder hatte, wovon sie eins sogar weggab. Was ich hierbei lernen soll. Loslassen? Vertrauen? Nicht aufgeben? Ich verstehe es einfach nicht.

Ich habe halt leider ein paar Autoimmungeschichten und eine Blutgerinnungsstörung. Mein Mann hat zu wenig Spermien. Die Voraussetzungen sind halt auch echt schwierig...

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Eure Reise hört sich emotional anstrengend an. Ihr habt einiges durchgemacht
Ich fühle mit dir....
Diese Gedanken kenne ich ebenso. Diese Selbstzweifel und negative Betrachtung der eigenen Mutterschaft.
Unsere Geschichte ähnelt sich an dem Punkt der leiblichen Mutter. Meine Mutter gab meine Schwester , einen Bruder und mich weg. Sie Wurde ständig schnell schwanger.

Gerinnungsstörg hab ich auch. Zusätzlich sind mein Mann und ich schon älter.

Mir tut es gut mich an alltäglichen Dingen zu freuen und mir und meinen Kindern etwas Gutes zu tun. Ausflüge oder Spiele. Kochen, backen mit den Kindern. Einfach schöne Erlebnisse....wichtig ist, dass was man schon hat und geschafft hat wertzuschätzen.

Du hast ein Kind geboren und vor allem hast du hart dafür gekämpft. Damit hast du deine Mutterqualität bereits bewiesen!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das du schwanger wirst ist schon mal ein gutes Zeichen, evtl ist einfach noch nicht EURES dabei gewesen.

Sorry für den langen Text

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