Wie lange Krankenstand nach "Stiller Geburt" in der 15 SSW?

Hallo ihr Lieben,
hab eine Frage bezüglich Krankschreibung und Fehlgeburt/siller Geburt. Wir haben am Mo 09.02 bei der Pränataldiagnostik erfahren, dass unser Baby nicht lebenfähig ist, Diagnose Anenzephalie und uns schweren Herzens für eine eingeleitet Geburt bzw.medizinisch indizierten SS Abbruch entschieden. Die erste Woche bin ich von einem Diagnostiker zum anderen gerannt und war deshalb im Krankenstand, in der 2 Woche war ich 4 Tage im Spital mit Wehenmittel usw., Woche 3 hab ich versucht mich halbwegs zu erholen, wollte dann schnell wieder in der Arbeit zurück, weil ich dachte 3 Wochen Krankenstand sollte reichen, aber ich hab es einfach unterschätzt. Arbeite im Sozialbereich mit schwierigen Jugendlichen und bin heute in der Supervison in Tränen ausgebrochen und gemerkt, es war einfach zu früh war zurückzukommen. Werde mich noch eine Woche krankschreiben lassen. Bin dann ingesamt ein Monat ausgefallen. Jetzt kommt zu meiner Trauer auch das Gefühl der kompletten Unfähigkeit dazu, dass ich auch am Arbeitsplatz nichts hinbekomme...Was sagt ihr dazu? Wie lange wart ihr krank geschrieben? Will mir jetzt einfach deshalb nicht auch noch Sorgen machen...#heul

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Dein Verlust tut mir wirklich sehr Leid.
Ich wünsche dir und deiner Familie die Kraft, diesen Verlust zu verarbeiten.
Du darfst dir die Zeit nehmen, die du brauchst.
Ich finde, da gibts es kein zu kurz oder lange. Effektiv hattest du jetzt erst eine Woche Zeit um zu trauern und dich körperlich zu erholen. Das ist nicht viel. Du darfst dir ruhig noch Zeit nehmen.
Ich bin zwar in noch in Elternzeit von meinem Sohn(16mon. ) aber arbeite sonst selbst in der Jugendhilfe und kann dich echt verstehen. Der Job verlangt eine gewisse emotionale Stabilität. Natürlich ist man ein Mensch, mit eigenen Erlebnissen und Schicksalen, die kann man, sofern man möchte, auch bedingt in die Arbeit mitnehmen und offen seinem Klientel kommunizieren. Aber dennoch braucht es ja immer auch eine gewisse Professionalität.
Achte einfach auf dich und höre auf dein Gefühl. Du musst nichts überstürzen, einfach nur das tun, was dir gut tut.

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Danke für deine Worte, ja unser Job braucht wirklich eine gewisse Professionalität und Stabilität...bin jetzt noch einmal eine Woche krank geschrieben, hoffe das hilft! Lieben Gruß!

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Meine Liebe,
Deine Situation verlangt einfach ein bisschen Ruhe. Ich hatte ja tatsächlich Mutterschutz und war sehr froh darüber. Ich persönlich hätte wohl mindestens 4 Wochen gebraucht. Das schüttelt man nicht einfach so ab und mein Beruf braucht die volle Konzentration.
Wie geht es Dir sonst?

#liebdrueck

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Liebe strahleface :) danke für deine Antwort, stimmt es braucht Zeit! Es geht, ehrlich gesagt geht es mir nicht so gut, Jobeinstieg war ganz schwierig, deshalb jetzt wieder Krankenstand, meine Beziehung kriselt und eine Trennung steht im Raum und dann noch die Trauer um meinen Lorin, manchmal kommt wirklich alles zusammen!

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Ja, genau vor diesen Problemen hatte ich auch Angst. Angst, dass die Beziehung durch die Erlebnisse zerbricht. Wir haben viel geredet, gemeinsam getrauert und uns bewusst gemacht, was wir gemeinsam haben. Vielleicht hilft Euch ja eine professionelle Hilfe. Scheut Euch nicht diesen Weg zu gehen. Kämpft für Euch.

#liebdrueck

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Hallo liebes,
dein Verlust tut mir sehr leid.
Ich habe am 18.12. 2020 meinen Sohn bei 28+0 still zur Welt gebracht.
Da mir auch keiner sagen konnte wielange ich zu Hause bleiben kann hab ich einfach bei der Krankenkasse angerufen und die haben mir dann alles erklärt ich darf noch bis 23.4 zu Hause bleiben. Das was wir erlebt haben braucht seine Zeit. Und selbst nach der Zeit wird es immer einen Arzt geben der dir einen weiteren Krankenschein ausstellt. Ich wünsche dir viel Kraft.
Alles Liebe Maya mit lotti an der Hand, Lenny und die 8Sternchen für immer fest im Herzen

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Danke für deine Nachricht! Ja, man muss sich die Zeit nehmen, die man braucht, denk mir manchmal es war "eh erst" in der 15 Woche. Trotzdem war es meine erste Geburt und dann noch unter so traurigen Umständen. 28 Woche ist wirklich weit, ich drücke dich und denk an deine Sternchen, Lenny und deine Familie!

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Liebes es ist egal wie weit man ist es tut so oder so weh. Ein Mutterherz schlägt bereits wenn der Test positiv ist ab da haben wir schon Gefühle für unser kleines Wunder. Und ich hoffe für jede Betroffene das sie irgendwann ein Regenbogen Baby im Arm halten darf. Es wird jedoch nie ein Ersatz sein für das was man verloren hat. Und natürlich wird man sein Sternchen nie vergessen. Traurig sind vor allem die Tage der Geburt oder der Errechnete Termin. Du wirst dich immer mal fragen wie groß wäre es jetzt... Kita Anfang .... Einschulung... Die erste Liebe.... All das wurde uns genommen.... Und es bringt nichts nach dem warum zu fragen oder hätte man was anders machen können... Das zerfleischt einen nur noch mehr es ist wichtig sich damit auseinander zu setzen das wir nichts an der Vergangenheit ändern können sondern nur ein Stück in unserem Herzen für die Sternchen haben.. Denn liebe geht über den Tod hinaus.... Fühl dich gedrückt... Irgendwann scheint auch für uns wieder die Sonne

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Ich war 6 Wochen daheim. Hätte ich es mir leisten können, wäre ich auch länger geblieben. Der Rückfall kam nämlich ganz schnell.
Kann Therapie da sehr empfehlen

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Hallo Liebes,
Ich musste letzte Woche ebenfalls unseren kleinen Jungen bei 16+5 still zur Welt bringen. Es war meine erste Schwangerschaft, die durch Icsi entstanden ist.
Ich bin erstmal bis Mitte März krank geschrieben, werde mich anschließend aber noch bis mindestens Anfang April krank schreiben lassen. Ich arbeite in einer Drogerie und sehe dort sehr viele Mamas und schwangere Frauen die einkaufen kommen, das schaffe ich erstmal nicht.

Wir Sternenmamas nehmen uns die Zeit die wir brauchen, da braucht niemand ein schlechtes Gewissen zu haben.

Ich wünsche dir alles Liebe.
Nadine

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Danke, du hast Recht, wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen, immerhin hatten wir auch eine Geburt! Auch dir alles alles Gute für die nächste Zeit🌷

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Hallo.
Ich habe mein Baby in der 18. SSW verloren und war insgesamt 9 Wochen zu Hause. Ich glaube 6 Wochen hätten mir ausgereicht, die schlimmste Phase zu überstehen, aber dann stand Weihnachten vor der Tür. Das hat mich wieder emotional ziemlich runter gezogen. Daher bin ich erst wieder in neuen Jahr (also dann nach 9 Wochen arbeiten gegangen) und es war immernoch sehr schwer für mich. Jetzt naht langsam der Geburtstermin und ich merke wies mir wieder schwerer fällt, aber bald hab ich dann Urlaub.

Bleib solange zu Hause, wie du es brauchst! Es kann niemand mitfühlen, der es nicht erlebt hat. Es ist oft eine Achterbahn der Gefühle und es gibt immerwieder gute und schlechte Tage.

Wünsche dir weiterhin viel Kraft 🙏🌟

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