Keine Blumen mehr

Jung und from bekam ein Weib,
Ein Blümchen in den Unterleib.
Gepflanzt in fruchtbaren Boden,
Entsprang es aus dem Hoden.
So winzig klein die Frucht,
Man es mit den Augen sucht.

Bald nun kamen Leute,
Wollten auch das Blümchen sehn.
Piekten nun mit Stöckern
In des Mutter Boden
Und dann ist es geschehn.

Das Blümchen, es war eingegangen.
Da haben die Leute angefangen
Sich zu üben des Entwurzeln,
das der Regen nur so stürzte.
Bäche flossen Tag und Nacht
Niemand hätte das gedacht,
dass beim entfernen Löcher reißen,
dass die scharfen Instrumente beißen.

Nun war die Aufregung groß.
Was machen denn die Leute bloß?
der Boden Ist nun lang vergiftet und
Kein Blümchen mehr dort haftet.

Lange Zeit ist nun vergangen
Voll Angst und auch voll bangen.
Doch Endlich stellte sich ein neues Blümchen ein
Die Sorge war zwar da, doch klein.

Auch hier wollten Leute wieder schauen und haben ihren Stock hinein gehauen.
Auch dieses Blümchen ist vergangen
Und größer wurde das Verlangen
Am Ende eines Tages
Eine Blume Irgendwann zu haben.

Wieder mit scharfen Instrument
Wird die Mutter von der Saat getrennt
Tief in der Erde nun der Boden weint
Wird mit Gewalt gezwungen, bis er schreit

Vernarbt und immer unbrauchbarer
Unerträglich des Leute Gelaber.
Denn es ist nicht deren Leid
Machen nicht vor allen die Beine breit
Um gestochert und gekratzt zu werden,
Bis am Ende alle Blumen sterben.

Wieder ist viel Zeit vergangen
Verflog es nicht, das verlangen
Eine Blume endlich zu haben
Wo die andren vor ihrer Zeit schon Starben.

Darum war die Freude groß
Als wieder wuchs ein kleiner Spross
Im angeblich gesunden Schoß
Doch auch dieser Keim,
wollte nicht lange bei der Mutter sein
Sie fragt sich, was hat sie getan
Warum tut man ihr das an?
Sie liebt ihre Blumen doch so sehr
Und es fällt ihr so unendlich schwer
Die Blumen raus zu reißen,
Mit den Dingern, die sie beißen.

Die Leute waren interessiert
Und wollten das, was immer passiert
Mit Stock und Kratzer, es entfernen
Möglichst viele Leute, sollten lernen.
Dient die Mutter nicht als Mutter
Aber zeigt sich als Studentenfutter,
Ihr einziger Zweck ist es wohl, das andere lernen.
Nur wird die Hoffnung langsam sterben.

Alle Blumen auf dem Kompost,
Liegen sie nun und vergehn,
Alle Erwartungen sind gestorben,
Alle Blumen, Ich ließ sie gehn

1

Was für ein Gedicht, es geht mir unter die Haut mit Gänsehaut inklusive.
Es tut mir sehr leid, dass du solche Erfahrungen durchmachen musst. Es ist wirklich schwierig immer wieder Hoffnung zu haben, wenn man das erlebt.. Fühl dich gedrückt!

2

Ach Gott...da bekommt man ja Tränen in die Augen....tut mir soooo unendlich leid für deine Verluste....ich drücke dir von ganzem Herzen die Daumen das bald ein Blümlein wächst ganz groß und kräftig das jeden Sturm und jeden Regen überlebt❤❤🍀🍀

3

Vielen lieben Dank!
Für dich auch alles liebe, habe hier von deinem Verlust auch gelesen!
Ich drück dir auch fest die Daumen!!🍀🍀

In zwei Wochen gehts in die Kiwuklinik 😢

4

Wow, toll geschrieben, auch wenn der Inhalt sehr traurig ist.
Tut mir sehr leid. Ich habe das ganze auch 5x durch. Nach 2 FGs war ich das erste Mal in der KiWu. Empfehlen kann ich KiWu-Zentren mit eigener Abortsprechstunde. Ich war zuletzt in Heidelberg. Dort wurde nun evtl. der Grund gefunden. Außerdem würde ich das Immunsystem unter die Lupe nehmen lassen. Ich drücke dir fest die Daumen, dass es beim nächsten Mal klappt.
Liebe Grüße
Mary

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