Missed Abortion - Ausschabung nötig?

Hallo! :-)

Mir ist letzte Woche, in der 10. SSW, eröffnet worden, dass ich eine MA habe.

Die Ärztin riet mir dazu, eine Ausschabung machen zu lassen, einfach weil man es dann "hinter sich hat". Ich war von der Idee nicht sooo begeistert, schon allein wegen der Narkose. Daraufhin meinte sie, man könne auch warten, bis es von selbst blutet. Sie schätzt, das müsste innerhalb der nächsten 14 Tage passieren. Aber 100%ig sicher ist sie natürlich auch nicht.

Ich möchte wie gesagt gerne um eine OP rumkommen, dachte bisher aber, die MUSS gemacht werden. Und in den meisten Berichten zu dem Thema wird auch dazu geraten.

Hat denn hier jemand Erfahrungen gemacht? Kann es gefährlich sein, einfach abzuwarten? Und wie lange muss man schlimmstenfalls warten?

Bisher zeichnet sich nichts ab bei mir, dass es "losgeht", keine Blutung, keine Bauchschmerzen. Ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll.

Danke für Tipps! #blume

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Hallo,

erstmal tut es mir sehr leid für Dich das Du auch eine FG hast.

Mein Missed Abortion war am 16.7 und am 18.7 habe ich die AS machen lassen.

Mein FA hat mir dazu geraten weil wenn es von selber abgeht oft die Gefahr bleibt das reste in der Gebärmutter bleiben. Das kann zu entzündungen führen, die Eileiter können verkleben, und man kann im schlimmsten Fall keine Kinder mehr bekommen. Sorry, ich will Dir keine Angst machen, aber so hat es mir mein FA gesagt, weil ich auch erst keine AS machen lassen wollte.

ICh rate Dir lieber nochmal zu Deiner Ärztin zu gehen und es nochmals mit Ihr zu besprechen.

Die AS war nicht schlimm, mein Körper hat es gut verkraftet. Die Seele ist etwas anderes. (ICh habe über Dir einen Beitrag geschrieben).

Also, geh lieber nochmals hin und lasse Dich beraten.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft in der nächsten Zeit.
Alles liebe und eine#kerze für alle #stern

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Hallo,

es tut mir Leid, dass du das auch erleben musst#schmoll

Bei mir wurde im Juni auch eine MA in der 10. SSW festgestellt. Habe noch am selben Tag die Ausschabung machen lassen.
Zu den Gefahren kann dir sicherlich nur ein Arzt kompetent Auskunft geben.
Mein FA riet mir auch zu der OP. Er sagte, dass manche Frauen auf die natürliche Fehlgeburt warten wollen, aber dass in 95 % der Fälle hinterher trotzdem noch eine AS nötig ist, weil noch Reste in der Gebärmutter bleiben.
Außerdem sei das sehr viel unangenehmer für die Frau und die Gefahr einer Infektion sei größer.

Ich bin froh, dass ich es so gemacht habe. Die Angst vor der OP kann ich dir aus meiner Sicht nehmen. Das war im Vergleich zu den seelischen Qualen ein "Witz".
Du bekommst vorher eine Tablette, damit sich dein Muttermund etwas öffnet. Kann sein, dass du leichte Kontraktionen spürst, ich habe nichts davon gemerkt. Dann die Narkose: Ich war sofort weg und wachte nach höchstens 30 Minuten wieder auf, ohne Nebenwirkungen. Als hätte ich ein Nickerchen gemacht.
Hinterher hatte ich fast gar keine Schmerzen (ganz leichtes Ziehen ab und zu), lediglich 2 Wochen unregelmäßige Blutungen.

Gut einen Monat später habe ich ganz normal meine Tage wieder bekommen. Nun warte ich sie noch ein zweites Mal ab und dann wollen wir einen neuen Versuch starten.

Ich würde mir an deiner Stelle im Krankenhaus eine zweite Meinung anhören, wenn du unsicher bist. Wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsche dir alles Liebe!

Jana + Lena (2) + #stern

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Ich hatte meine FA noch gefragt, ob was Schlimmes passieren kann, wenn man einfach abwartet, ob sich was infizieren kann oder so, da meinte sie aber nö. Ehrlich gesagt wundert mich auch, warum dann in den meisten Fällen eine AS gemacht wird, wenn's anders doch so unproblematisch wäre. Vielleicht aber auch, weil's bei mir noch so klein ist? Es war beim ersten US schon unterdurchschnittlich groß - wie ich jetzt weiß - und ist seitdem kaum mehr gewachsen. War also ungefähr noch auf dem Stand der 6. SSW, ca. 4 mm groß.

Ich hatte halt gedacht/gehofft, dass sich jetzt 10 Frauen melden, die sagen, dass sie keine AS hatten und trotzdem alles gutging. Na vielleicht melden die sich ja noch... ;-)

Ich hab jedenfalls hier die FA am Ort (war bisher bei 'ner anderen, weil ich frisch umgezogen bin) eben angerufen und einen Termin für Donnerstag bekommen. Vielleicht tut sich bis dahin ja noch was.

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Ein paar melden sich bestimmt noch ;-).

Ich glaube einfach, dass die meisten Ärzte die Ausschabung für wesentlich unkomplizierter und sicherer halten, weil es kontrollierter ist.

Für mich war es auch aus psychischer Sicht besser so. Ich hatte sofort den ganz starken Drang, so schnell wie möglich wieder schwanger zu werden. Hätte ich auf den natürlichen Abgang gewartet, hätte sich alles noch verzögert.

Auch körperlich ist eine Ausschabung offenbar viel weniger belastend, weil du so gut wie keine Schmerzen hast. Bei einem natürlichen Abgang kann es wohl zu sehr heftigen Krämpfen kommen und du weißt nie, wann es losgeht.

Ich kann aber total verstehen, wenn Frauen trotzdem lieber den natürlichen Weg gehen wollen.

Wie gesagt, ich würde die medizinische Sicht auf jeden Fall nochmal absichern und eine zweite, oder sogar dritte Meinung einholen. Dann fällt dir die Entscheidung sicherlich leichter.

Habe gerade bei netdoktor.de dieses gefunden:

"...Bei einer Fehlgeburt (Abort) wird der Arzt beurteilen, ob das restliche Gewebe der Leibesfrucht in der Gebärmutter ausgeschabt werden muss. Dieser Eingriff findet aus zwei Gründen statt. Erstens, um eine starke Blutung zu verhindern, und zweitens, um eine mögliche Entzündung zu verhindern, wodurch die Frau steril werden könnte."

Über diese Gefahren würde ich mich an deiner Stelle auf jeden Fall noch informieren!

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Lass Dich mal drücken. Man kann abwarten bis es von alleine abgeht.
http://de.geocities.com/fruehe_verluste/Aufklaerung17-2.htm
hier findest Du wissenswertes darüber. Viel Kraft

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Hi,

tu mir so leid dass du dein #stern verlohren hast, ich weis wie du dich fühlst.

Ich habe meines in der 7ssw verlohren und ich hatte eine MA ohne AS.
Vermutlich ist es seit der 5ssw (laut US) nicht mehr gewachsen... was ich aber nicht wusste weil ich ja erst in der 8ssw zum US hätte gehen müssen.

Somit hat es bei mir 2 Wochen gedauert bis ich zu bluten angefangen hab. Ich hatte dann 1 Woche lang einen starke Mens mit Krämpfen die erste 2 Tage. (was ich aber immer habe, bei jeder Mens)

Ich musste am 4 Tag seit Beginn der Blutungen wieder zur ärztin und sie sah dass schon fast alle abgegangen war.

In 2 Wochen muss ich wieder hin um den HCG im Blut zu messen, denn der sollte bis dahin wieder auf 0 sein. Dieser ist nur dann auf 0 wenn wirklich alle Reste raus sind.

Natürlich ist beim natürlichen Abgang ein Risiko mit dabei, aber ich persönlich denke nicht dass das höher ist als das Risiko einer Vollnarkose.

Ich bin Schweizerin und hier sind die Ärzte (zumindest die, die ich kenne) nicht so radikal mit den AS.
Ich bin froh dass mein Sternchen natürlich gegangen ist, irgendwie hat mir dass in meiner Trauer sehr geholfen.

Ach ja, mein FÄ hat gesagt, dass man nach einer FG ohne AS direkt wieder los legen kann, also keine Schonfrist einhalten muss wie nach einer AS.... sofern man denn direkt wieder loslegen will.

So.... ist ein bisschen lang geworden aber ich hoffe das hilft dir. Wenn du noch mehr Fragen hast, geb ich gerne Auskunft.

LG und dir alles Gute
DiLy

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HAllo,

ich fühle mit dir.

Im April hatte ich eine MA in der 9.SSw.
Da ich noch Heparin spritzen mußte, dauerten die Blutungen bei mir vielleicht länger als bei anderen.

Einige Tage mußte ich nur warten bis der Embryo von selbst ging.
Ich bekam natürlich Wehen, etwa 12h, die schmerzhaft, aber absolut aushaltbar waren.
Die Blutungen waren sehr stark, aber meine mich betreuende Hebamme klärte mich darüber auf. Sie sprach von etwa 250ml Blutverlust (was damit übrigens die Hälfte einer Blutspende wäre).
Ich ging regelmäßig zur Ärztin und per US wurde die Gebärmutter kontrolliert.
Über mehrere Tage gingen Gewebe-Plazenta-Embryo? Teile ab.
Und dann war es plötzlich vorbei.
Zum Thema Heparin (was mich persönlich betrifft): hätte ich auch während des AS Tages und danach weiter spritzen müssen.

Für mich war dieser Weg der kleinen Geburt der bestgewählte. Als ich meinen kleinen Embryo verlor, war ich mit vollem Bewußtsein dabei. Der seelische Schmerz war mit dem körperlichen Schmerz vereint.

Meine allererste SS endete auch in einer FG und damals hatte ich eine AS.
Ich fands furchtbar, ich fühlte mich um etwas betrogen und leer.
Diesmal war es fassbarer.

Sollten Reste in der Gebärmutter bleiben, können diese auch noch nach der kleinen Geburt ausgeschabt werden.
Ich find es gut, daß dein FA dir beide Möglichkeiten vorschlägt und erklärt.

LG von belala

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Hi,

ich hatte am 10.06. die Mitteilung von meiner Frauenärztin bekommen, dass die Fruchthöhle leer ist (Windei, verhaltene Fehlgeburt), so dass ich am 12.06. eine Ausschabung hatte. Meine Frauenärztin hat mir dazu geraden, denn ohne OP kann es sehr schmerzhaft werden und eine anschl. Ausschabung ist auszuschliesesen. Die OP ist gut verlaufen (obwohl ich wirklich totale Angst hatte und meine Körper auf dem OP-Tisch nur so gezittert hat..... schrecklich), körperlich war alles in kürzester Zeit wieder ok. Seelisch naja, da hab ich heute noch zu kämpfen und wird sicherlich nicht von heut auf morgen besser werden.

Würd es allerdings wieder so machen, vor allem weil es eben kontrolliert gemacht wird....

Wünsch Dir jedenfalls viel Kraft !!!!

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Naja, wenn es nicht "freiwillig" rauskommt, muß es geholt werden. Ich hatte eine AS in der 7. und 11. SSW. Bei der 11. SSW war es ein MUß, weil ich zwar geblutet habe wie verrückt, aber die Fruchtblase einfach nicht wegging. Bei der 7. SSW habe ich das freiwillig machen lassen - ehrlich gesagt wollte ich das nicht wirklich irgendwann in der Vorlage oder in der Toilette schwimmen sehen, was eventuell mein Baby geworden wäre. Als Erinnerung das Foto vom US reicht völlig.

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