Ausschabung

Hallo ihr lieben.
Am Freitag hab ich Termin zur Ausschabung. Habe doch angst davor. Kann mir bitte jemand genau erklären was alles auf mich zu kommt.
Danke jetzt schon jedem der mir darauf eine Antwort geben kann. Hab meinen Krümel jetzt in der 7. Ssw verloren.
Wir werden es erst wieder im August versuchen. Der FAhat gesagt man sollte ein viertel Jahr warten nach der As.

Ganz liebe Grüße an alle.
knuddlmaus131174 mit#stern (7.Woche)

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Hallo Knuddlmaus


Erstmal mein herzlichstes Beileid für dich !!!!
Ich habe meinen Krümel in der 11 Woche verloren.
Vor der Ausschabung mußt du keine Angst haben, du bekommst eine Vollnarkose und bekommst davon nichts mit. Danach hast du auch keine Schmerzen, also ich hatte zumindest keine.

Ich wollte auch drei Monate warten weil mein Fa uns das auch gesagt hat, hier habe ich dann aber gelesen das diese Meinung veraltet ist und man gar nicht warten muß, weil der Körper eh erst wieder schwanger wird wenn er soweit ist. Nun überlegen wir doch früher los zu legen.


Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke das alles seelisch gut zu überstehen!


Liebe Grüße

die lightside

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Hallöchen,

also ich hatte auch eine Ausschabung im April. Musste leider meinen Kleinen in der 18. SSW hergeben. Die Ausschabung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Das ging recht fix und danach hatte ich auch keinerlei Probleme.

Unser Arzt hat auch gesagt, das man ja eigentlich schon so etwa 3 Mon. warten solle, wegen der Psyche schon alleine. Jedoch sagte er auch, dass man schon eher anfangen könne, wenn man einfach nicht mehr warten kann. Denn meistens braucht man ja auch ein wenig Übungszeit wieder und wenn es nach 3 Mon. klappt, dann hat man diese Zeit ja reinbekommen. Logisch, wartet man nicht und fängt erst in 3 Mon. an und man übt und übt... *krise* .....
Von daher: Wir sind wieder kräftig dabei ;-)

LG Mella

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Hallo Knuddelmaus,

lass dich mal #liebdrueck

tut mir sehr leid, dass es dich auch erwischt hat. Ich hatte eine MA mit AS in der 10. ssw im Februar.

Von der AS an sich bekommt man wirklich nicht viel mit und ich hatte auch keine Schmerzen und auch nur wenig Blutungen die Tage danach. Ich musste zuerst ein paar Formulare ausfüllen und unterschreiben, wurde über die Risiken aufgeklärt und musste nochmal Urin abgeben und Blutdruck messen. Dann hat der Arzt im KH nochmal einen US gemacht, um sicher zu gehen.
Dann bekam ich OP Klamotten, die ich anziehen sollte und eine Tablette, die den Muntermund aufweichen sollte, da er bei mir so fest verschlossen war. Diese Tablette muss 3 Stunden wirken. Also falls du sowas auch bekommst, nimm dir irgendwas zur Beschäftigung mit, sonst wird die Zeit lang. Kurz bevor die OP dann losging, habe ich nochmal eine Art Beruhigungstablette bekommen und wurde dann mit dem Bett in den OP gefahren. Dort muss man sich dann auf die OP Liege legen und bekommt eine Kanüle für das Narkosemittel. Im OP hat sich der Arzt kurz vorgestellt und dann war ich auch schon weg...Anschließend wacht man im Aufwachraum. Ich wurde dann mit dem Bett zurück in ein Zimmer geschoben und musste nochmal eine Weile warten. Man ist dann auch noch etwas dunsig im Kopf eine Zeit lang. Dann kam der Arzt nochmal, um nachzuschauen, ob alles okay aussieht und man nicht zu stark blutet, dann darf man, in Begleitung, nach Hause.

Das schlimmste für mich war die Zeit, die man immer wieder warten musste. Ich hatte gehofft, dass ich gleich die Narkose bekomme und nach dem Aufwachen auch gleich wieder gehen kann. Man denkt halt sonst so viel nach. Aber stell dich mal drauf ein, dass es evtl. nicht super schnell über die Bühne geht. Kann auch anders laufen, aber besser man rechnet damit. Wegen Schmerzen und Übelkeit brauchst du dir keine Gedanken machen. Da der Eingriff nur relativ kurz ist, bekommt man nur eine schwache Narkose, die relativ verträglich ist.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft am Freitag und dass du alles gut überstehst und schnell wiedr nach Hause kannst.

Viele liebe Grüße,
Melanie

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Hallo,
tut mir sehr leid für Dich !
Ich hatte meine FG auch in Woche 7.
Wie oben schon geschrieben hatte ich danach keine Ausschabung aber ich hatte mal eine ein Jahr vorher weil ich irgendwie ne Dauerblutung hatte. Die hatte mein Arzt in seiner Praxis mit lokale Betäubung vorgenommen. Gut angenehm ist was anderes aber es war wirklich sehr gut zu ertragen. Ich war auch sehr aufgeregt. Aber das musst Du nicht sein.
Ich wünsche Dir alles Gute !!!
Britta

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Hi Knuddlmaus!

Das tut mir echt total leid für dich!

Habe m Feb mein Baby in der 9. SSW verloren und musste auch ausgeschabt werden.

Also, ich erzähl dir mal wie es bei mir war, dann kannst du dir so ungefähr vorstellen was auf dich zukommt.

Ich wurde direkt nachden festgestellt wurde, dass das Baby keine Herzfunktion mehr hat, im KKH einbehalten. Durfte dann den ganzen Abend, Nacht und morgen nix essen (wegen Nüchternheit) und trinken sollte ich möglichst auch nix (was aber Quatsch is, lass dir das bloß net einreden, denn du darfst bis 2 Stunden vor OP Wasser trinken). Ich bin bald verdurstet.

Dann haben sie am nächsten Morgen nochmal Ultaschall gemacht um ganz sicher zu sein, dass das Baby auch echt nimmer lebt (weil Muttermund und alles war geschlossen usw. nur eben keine Herzreaktion).

Dann wurde ich von der Ärztin über alles aufgeklärt, was genau passiert, Narkose etc.

Die Ausschabung selbst ist ein kurzer Eingriff, der nach ca. 10-15 min schon vorbei ist und ich hoffe ja mal, du bekommst Vollnarkose (mein Arzt meinte man kann das zwar verneinen, aber man sollte das lassen weil der seelische Stress dann noch größer wird).

Ich persönlich hatte tierische Panik vor der Narkose, weil ich das noch nie hatte und dazu noch die Vorstellung, dass die jetzt mein Baby holen....naja, jedenfalls waren die Ärzte total nett und haben Scherze gemacht und kaum haben die mir die Narkose gegeben war ich WEG....bin dann nach ner halben Stunde oder so aufgewacht und alles war vorbei. Ich hatte keine Schmerzen und du hast halt Blutungen für ein paar Tage und fühlst dich ziemlich leer (was aber rein seelisch ist).
Was ich dir rate: Lies dir keine Einzelheiten durch wie der Eingriff durchgenommen wird und was GENAU dabei passiert, denn das macht dich ehrlich gesagt nur noch wahnsinniger und trauriger. Dir passiert dabei nix, normlerweise keine Schmerzen danach oder so und geh es einfach danach langsam an mit ALLEM! Gönne dir ein paar Tage, wenn möglich Wochen Ruhe und rede ganz ganz viel mit guten Freunden und deinem Partner. Hol dir soviel Unterstützung wie nur möglich!

Ich hab noch am selben Tag das KKH wieder verlassen. Die wollten mich zwar lieber noch ne Nacht drinne behalten, aber ich wollte nur nach Hause und von meinem Mann im Arm gehalten werden, ohne Zimmernachbarn und ohne Krankenschwester! Ist aber ne persönliche Sache, die bestimmt jeder anders empfindet!

Ich wünsche dir alles Gute und bitte versuch positiv zu denken (ich weiß das fällt verdammt schwer), aber das ist wichtig es zumindest zu versuchen und sich nicht zu verstecken!

Lg
Hope

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Hallo Knuddlmaus,

fuehl Dich erst mal ganz liebevoll umaermelt - ich denke, die anderen haben bereits sehr gut beschrieben, was auf Dich zukommt. Ich hatte meine Ausschabung am 13. Mai, nach einer Fehlgeburt in der 14. Woche. Da wir in Vietnam leben und arbeiten, riet der Arzt in Hanoi mir, nach Deutschland zurueckzufliegen, weil eine Ausschabung hier zu gefaehrlich sei. Da wir praktisch "mitten im Busch" leben (etwa 7 Autostunden von der Hauptstadt entfernt), verlor ich unser Kruemelchen praktisch auf dem Weg zum Flugzeug. Obwohl eine Fehlgeburt immer sehr traurig ist, hatte ich noch "Glueck im Unglueck": die Schmerzen hielten sich in Grenzen und irgendwie fand ich es auch beruhigend und faszinierend, wie der Koerper sich selbst hilft - und das auch sehr gut kann. Ich musste dann in Muenchen trotzdem noch zur Ausschabung (zur Sicherheit) und hatte auch Bammel, ebenso wie Du. Vor allem vor der Narkose. Ich hatte noch nie im Leben eine Narkose gehabt, aber wie alle anderen schon schrieben: wenn Du mal auf dem Weg in den OP bist geht alles so fix, dass Du gar nicht gross dazu kommst, Angst zu haben. Die Narkose ist auch sehr, sehr schnell wieder vorbei. Ich hatte danach auch keinerlei Nebenwirkungen und durfte am Nachmittag nach Hause. Ich habe mich koerperlich nach der Ausschabung sehr schnell wieder fit gefuehlt - und denke, es wird Dir auch so gehen. Wirklich - die OP war ein Klacks.

Uebrigens finde ich es wahnsinnig beruhigend von einigen von Euch zu lesen, dass ihr's schon frueher wieder probieren wollt mit dem Schwanger-werden als die vorgeschlagenen 3 Monate. Was ist denn eigentlich der Grund fuer diese 3-Monats-Frist? Eine meiner Freundinnen, die Hebamme ist, meinte, nach einer Ausschabung sei die Gebaermutter einfach wieder so wie nach einer normalen Periode. Wieso also nicht ganz normal "ueben"? Ihr habt mir Mut gemacht!

Und Dir, Knuddlmaus, wuensche ich alles alles Liebe - wirst sehen, die Ausschabung ist rasch vorbei. Tut bei aller Trauer immer wieder gut zu lesen, dass frau mit ihrem Schicksal nicht alleine ist. Und das naechste Mal klappt's dann.

Froehlich mit Joschka (4) fest an der Hand und #stern

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Die meisten Ärzte raten zu einer 3monatigen Pause, damit die Seele heilen kann. Finde ich persönlich absolut dämlich. Im Moment kann meiner Seele nur die Rückkehr meines Frosches helfen.

Meine Ärztin hat gesagt, es spricht nichts dagegen es gleich wieder zu versuchen.

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Vielen Dank fuer die Rueckmeldung! Die Nachsorgeaerztin im Krankenhaus meinte urspruenglich ja sogar, man solle ein HALBES JAHR warten, fuegte dann aber hinzu, ich koenne angesichts meines Alters (41) schon frueher wieder loslegen, etwa nach 2 Zyklen. Da dachte ich damals schon bei mir: komisch, was ist DAS denn fuer 'ne Argumentation? Eigentlich ein halbes Jahr, aber weil bei mir sozusagen die biologische Uhr kraeftig tickt, dann doch eher? Macht doch keinen Sinn. Wenn's gesundheitliche Gruende gaebe (zum Beispiel, dass frau die Gebaermutter nach einer AS nicht so schnell wieder belasten soll), waere ja ein hoeheres Alter erst recht ein Grund, zu warten, oder? Also, ich denke, ihr habt alle recht: eine Schwangerschaft bahnt sich eh erst wieder dann an, wenn der Koerper dazu bereit ist. Ist eben bei der einen Frau frueher und bei der anderen spaeter.

LG nochmal und toi toi toi fuer morgen, Knuddlmaus!

F.

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