austragen eines todkranken kindes oder schwangerschaftsabbruch?

seit ein paar tagen steht fest, dass mein kind nach der geburt nicht leben kann. es hat keine nieren und keine harnblase.
die ärzte haben mir zum abbruch der schwangerschaft geraten und mir und meinem mann auch schon erklärt, dass es unter diesen umständen keine probleme vor der ethikkomission geben wird. da ich schon in der 26. woche bin müßten wir halt das volle formelle programm durchlaufen. ethikkomission, beurteilung meiner psychischen gesundheit und und und.
ich habe im internet jetzt schon einige erfahrungsberichte von frauen gelesen, die ihr kind mit dem gleichen krankheitsbild wie bei mir ausgetragen haben und es dann sterben lassen haben.
um mich endgültig zu entscheiden würde ich aber auch gern wissen ob es vielleicht jemanden gibt, der sich für den abbruch entschieden hat und mir erzählen könnte wie es war.
da mein kindchen rechtlich gesehen als lebensfähig gilt, dürfte es bei einem abbruch nicht lebend geboren werden und würde mit einer kaliumsalzspritze ins herz getötet werden bevor die geburt eingeleitet wird.
ich habe sehr große angst vor dieser spritze. der arzt muss ja nicht nur durch die bauchdecke, sondern auch durch die gebärmutter und durch mein kind durchstechen.
ich merke allerdings auch, dass ich die letzten drei monate bis zur "normalen" entbindung körperlich wahrscheinlich nicht durchstehen werde.
mein kind wird sterben. aber ich muss entscheiden wann und wie.
wenn es jemanden gibt, der ähnliche erfahrungen gemacht hat und sich für den abbruch der schwangerschaft entschieden hat: bitte schreib(t) mir wie es war.

1

Wie auch immer deine Entscheidung ausfällt, wünsche ich dir alles Gute und viel Kraft für die schwierigen Stunden.. Ich kann dir keine Erfahrung berichten, dennoch fühle ich mit dir.
Alles Liebe Droschel#liebdrueck

2

Hallo,
es tut mir so unendlich leid. Ich kann dir leider nicht weiterhelfen.
Wünsche dir alles Glück #klee#kleeder Welt und ganz viel Kraft.

:-(
Manu mit Laura und meinem#sternchen ganz fest im#herzlich

3

Hallo,

ich kann Dir keinen Erfahrungsbericht geben. Aber ich habe das Bedürfnis, Dich einfach nur mal in den Arm zu nehmen, Dich #liebdrueck und Dir viel Kraft für die Zukunft zu wünschen. Ganz egal, wie Deine Entscheidung ausfällt.

Traurige Grüße

Susanne #klee

4

Hallo,

ich habe das hinter mir und ich selber hatte mich damals (2003) dazu entschlossen meinem Kind das zu ersparen!
Es war natürlich eine schwere Entscheidung und ich habe sehr darunter gelitten , aber die Wahrscheinlichkeit das es das nicht schafft bis zum ET ist auch gegeben und Fruchtwasser müsstest Du dann ja auch nur minimal haben oder?
Also leidet das Würmchen doch im Moment!
Die Spritze ist nicht schlimm, es ist wie eine Fruchtwasseruntersuchung , denke an das Würmchen und erlöse es bitte , auch wenn du noch so große Angst vor der Spritze hast.

Ich hatte damals das gefühl das richtige getan zu haben , ich war für meine kleine Johanna da und habe ihr geholfen so gut ich konnte.

Was sagt den Dein Partner dazu?

Ganz liebe Grüße

10

hallo lena,
vielen dank für deine antwort und auch allen anderen ganz vielen dank für die guten wünsche.
ich habe keinen einzigen tropfen fruchtwasser mehr. mein kleines liegt komplett auf dem trocknen.
es zappelt zwar ziemlich wild, aber ich merke, dass es immer wie ein klumpen zusammengeballt ganz unten in meinem bauch liegt.
für meinen mann ist die entscheidung klar. er möchte es so schnell wie möglich beenden. natürlich will er nicht, dass ich noch drei monate wie ein zombie durch die gegend schleiche um dann auch noch zu sehen wie unser kind langsam stirbt.
die ärzte haben mir gesagt, dass es ohne nieren theoretisch ein paar tage überleben könnte, aber durch den fruchtwassermangel ist mit sehr großer wahrscheinlichkeit die lunge nicht ausgereift und es würde auch mit künstlicher beatmung ersticken.
wie lange hat bei dir die eingeleitete geburt denn gedauert? man hat mir gesagt, dass es bis zu drei tage dauern kann. und wurdest du danach ausgeschabt?
ich habe auch angst, dass der späte abbruch einfluss darauf haben könnte, ob ich überhaupt nochmal ein kind bekommen kann.
rat- und ruhelose grüße von der kullermumie

18

Hallo,

bei mir hat es ca 3 Tage gedauert , leider.
Nachts wurden wir in Ruhe gelassen und es gab keine Wehenmittel.
Ich wurde dann noch anschließend ausgeschabt , aber bitte glaube mir , das ist das geringste , das ist nicht schlimm!
In der Zeit waren die Schwestern und die Ärztin sehr sehr liebevoll , ebenso der Pastor , das alles hat mir sehr viel Kraft gegeben.
Ich habe danach noch 2 Kinder bekommen , 2004 und 2006 und erwarte nun noch eines ............bitte habe keine Angst, man wird dich in den zukünftigen SS ten sehr intensiv kontrollieren mit Organsono und dergleichen.

Habe Mut Deinem Schatz das ganze zu erleichtern und nimm Dir das Recht zu trauern , das ist wichtig!


Ganz liebe Grüße und viel viel Kraft

5

Es tut mir unendlich Leid.:-(

Hier hat eine ein ähnliches Schicksal. Vielleicht möchtest du dich mal mit ihr in Verbindung setzen? http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=55&pid=6110202

Ich wünsche dir alles Liebe und ganz viel Kraft!!

6

Hallo!

Es tut mir unendlich leid, dass ihr so eine schwere Entscheidung treffen müsst. Kann dir da leider nicht weiterhelfen.
Wünsche euch ganz viel Kraft in dieses schweren Zeit.#herzlich

L.G. klan82

7

Hallo

Ach herrje, das ist ja schrecklich! #schock#heul
Es tut mir so Leid für dich. Das ist eine ganz schwierige Entscheidung.#kratz

Aber weiter oben hat jemand geschrieben, dass sie das Kleine mit der Spritze vor weiterem Leiden erlöst hat. Ich denke, dieser Gedanke hat was. Könnte mir vorstellen, auch zu dieser Entscheidung zu gelangen.#gruebel

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut!#herzlich

Pass gut auf dich auf!#blume

Herzlich Zitteraal

8

Ich entschied mich gegen das Kind.

Allerdings war ich erst in der 7.SSW.

Tut mir unendlich leid für euch.Ich wünsche euch ganz viel Kraft.

Simone

9

Unser Kind bildete keine Nieren aus.

Ich habe es nicht abgetrieben, ich habe ihm selbst (dem Schicksal, Gott - wie immer du es nennen willst) die Entscheidung gelassen wann wir uns voneinander verabschieden.

Es war als der tag kam ein schöner, sanfter und trostvoller Abschied, für mich, meinen Mann und die Kinder die richtige Entscheidung. Und - um ehrlich zu sein- hätte ich auch keinen Grund gewusst weshalb ich das Kind hätte vorher töten und abtreiben lassen sollen. In unsrem Fall konnte man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass er keine Schmerzen hatte, also fiel auch dies weg.

Ich wünsche dir - egal wann und wie ihr euch voneinander verabschiedet alles Gute und jeded erdenkliche Kraft die ihr aufbringen könnt.

Top Diskussionen anzeigen