Alleinerziehend trotz Freund?!

Hallo

Ich hab eine Frage bzw suche nach Tipps. Also mein Freund und ich haben ein 14 Monatige Tochter (Wunschkind). Am Anfang hat er sich super um sie gekümmert nur mitleiweile komm ich mir vor wie eine Alleinerziehende mit 2 Kindern (mein Freund und unsere Tochter). Sein Tages Ablauf er steht iwann nach 11uhr auf um dann 2 Stunden am pc zu sitzen und um 13uhr arbeiten zu gehen dann geht er bis 22uhr arbeiten und wenn er wieder kommt sitzt er bis min 3 Uhr am pc, meistens bis 5/6uhr (die Zeit wo bei unserer Tochter der Tag beginnt) . Auf die Frage warum er sich nicht morgens um sie kümmern kann sodass ich auch mal schlafen kann, kam die Antwort er Bräuche den Schlaf weil er noch arbeiten muss. Aber warum geht er dann nicht um 23uhr ins Bett halt nach der Arbeit?! Und als ich dann vorgeschlagen hab dass er gleich nach der Arbeit ins Bett geht meinte er nur ich soll doch um 20uhr ins Bett gehen und wär ausgeschlafen und müsste ihn nicht mehr anmeckern. Unsere Tochter wacht Nachts noch ziemlich oft auf. Er könnte ja wenigstens, wenn er eh noch was ist sie wieder zum schlafen bringen( was recht schnell geht meistens findet sie nur ihr Kuscheltier nicht, will einen Schnuller oder einfach kurz eine vertraute Stimme hören) wenn sie nachts aufwacht. Aber nein ich muss ausm Bett rauskriechen zu ihr ins Zimmer laufen und sie wieder zum schlafen bringen...
Beim Haushalt ist es ähnlich...

Meinungen? Tipps? Ratschläge? Gleichgesinnte?

Hallo,

es wundert mich, dass bis jetzt noch keiner hier geschrieben hat. Denke das kennen leider sehr viele. Ich kenne es zumindest sehr gut.

Wir haben mittlerweile 3 Kinder (5 Jahre, 2 Jahre und 6 Monate), bei dem ersten Kind (Schreikind, 2 Jahre lang) hat er sich komplett rausgehalten, beim zweiten hat er dann angefangen sich um das erste zu kümmern (eher selten, aber immerhin) und jetzt beim dritten kümmert er sich ab und an um Nr.1 und Nr.2. Das Problem an der ganzen Geschichte ist nur, dass wenn die Kinder es nicht gewöhnt sind, dass der Papa sie beispielsweise ins Bett bringt, dann wollen sie das auch nicht und spielen ihm damit dann auch noch schön in die Karten. Also bekommen, die Männer dafür dann auch noch die Belohnung und können sich super mit " ich wollte ja, aber du siehst, die Kinder wollen nicht" raus reden.

Bei uns ist es nicht der PC, sondern die Garage in der täglich Stunden zugebracht werden müssen. Wenn er sich um die Kinder kümmert, dann ist es wie wenn er MIR damit helfen würde, dabei sind es doch unsere Kinder, versteh das irgendwie auch nicht.

Tipps, habe ich leider auch nicht wirklich, wie du siehst, habe ich noch keine Lösung gefunden.

Ja es gibt bestimmt viele denen es so geht. Dass mit die Kinder wollen nicht is wohl so die typische Ausrede..ich habs schon versucht mit ne Nacht wegbleiben, Internet aus machen, im Haushalt alles stehen und liegen gelassen, ladekabel vom Laptop versteckt, natürlich auch mit reden...usw nichts hilft..hilft deiner denn im Haushalt mit?

Huhuu,

Wollte mal fragen ob du auch arbeitest?
Ich finde wenn man als Frau daheim ist, sollte man dem Haushalt doch auch machen. Klar ist es nervig, vor allem ständig dem Männlein hinter zu räumen. Allerdings haben Männer oft eine andere Definition von Sauberkeit.

Wenn mein Mann wirklich mal etwas macht, ist es nicht so wie ich es machen würde.

Außerdem geht er ja schließlich arbeiten. Habe zwar erwartet, dass er nicht immer alles liegen lässt aber naja Männer :D.
Kinder sind aber definitiv die Aufgabe von beiden und ich habe mich Anfangs auch danach gesehnt, das er mal nachts aufsteht aber er hört noch nicht mal das weinen und naja mal ehrlich, wir als Mutter haben tagsüber auch mal Zeit um une aufs Sofa zu setzen. Ich teile mir die Hausarbeit auch auf und manchmal bleibt auch was liegen, weil ich eben auch nicht ständig alles wegräumen mag. Bei 2 Kids und einem Mann könnte ich nur putzen aber das muss nicht sein.

Achja ich gehe nun auch früher ins Bett so ab 21Uhr, weil meine Tochter mit ihren 2 Jahren immer noch oft wach wird und ich in meiner erneuten ssw sowieso nicht durchschlafen kann. Also stehe ich auch früher auf, wobei mein Mann im Schichtdienst arbeitet und dadurch bin ich diejenige die strukturiert und oft mit den Kids alleine etwas unternimmt.

Einkaufen gehen wir in der Regel zusammen und schaue schon das wir auch gemeinsam als Familie etwas unternehmen, sei es ein Besuch zur Oma oder ein Spaziergang oder oder...
Das dein Mann nicht sofort ins Bett kann, wenn er von der Arbeit kommt verstehe ich. Er muss ja auch erstmal abschalten. Allerdings könnte er etwas kürzer treten, damit ihr wenigstens etwas vom morgen habt.

Wie ist es den am we? Unternimmt ihr als Familie etwas zusammen? Bzw wenn er frei hat?

Ich finde auch, dass die Frau das meiste vom Hauhalt machen sollt. Ab Juli gehe ich wieder arbeiten und da wird es dann auch nicht anders werden. Mir geht es weniger um den Haushalt sondern eher um die Zeit mit der Familie. Die im Moment ja nicht vorhanden ist. Er schichtet auch Wechselschicht..früh/spät. Momentan nimmt er sich nichtmal eine halbe Stunde am Tag für seine Familie. Im Haushalt hat er seine zwei festen Aufgaben die er meistens auch macht. (Mal gleich mal nach nem Monat). Wenn zB die eigene Tochter schreit, kann man finde ich schon mal vom Pc weg gehen und sich kurz um die kümmern. Aber der pc geht ja vor deshalb muss ich nass aus der Dusche springen und sie trösten/füttern/wickeln.

Achso ja und das Einkaufen läuft so ab. Also ich hab kein Auto deshalb fährt er zum Laden parkt da ich geh mit der kleinen Einkaufen, er bleibt im Auto holt sein Laptop raus und wartet bis wir wieder kommen. Wenn wir wieder kommen müssen wir erstmal noch 20-45minuten im Auto warten, weil er sein Match ja nicht unterbrechen kann.

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Hallo yxxc7,

Sie schildern eine typische schwierige Alltagssituation in die Paare mit und ohne Kinder hinein geraten, wenn Anforderungen und Belastungen hinzukommen. Dann wird es notwendig, sich im beiderseitigen Interesse darüber zu verständigen, wie man damit angemessen umgehen möchte, so dass alle 'Seiten' zufrieden werden und 'ihr Recht bekommen'. Leider wird dann oft deutlich, dass die eigenen Wünsche und Bedürfnisse dabei fast immer auf der Strecke zu bleiben scheinen. Gleichzeitig verstärkt sich der Eindruck, dass scheinbar 'objektiv' der Partner und das Kind immer etwas oder gar sehr vielmehr 'bekommen' und man selber immer zurücksteckt. Das macht natürlich unzufrieden und ist sehr frustrierend. Und tatsächlich ist es die Quadratur des Kreises, dass alle rundherum zufrieden werden, denn es sind für alle Einschränkungen notwendig.

Ich bin mir nicht sicher, aber ich habe den Eindruck aus Ihren Schilderungen erhalten, dass sie beide sich sehr schwer damit tun, über die belastete Lage ins Gespräch zu kommen. Es werden eher die eigenen Bereiche markiert und verteidigt und das Interesse an einer gemeinsame Lösung aus dem Blick verloren. Die Lösung scheint nur zu sein, dass entweder Ihr Partner etwas ändert oder aufgibt oder Sie selber. Der Druck auf sie beide wird damit leider nicht geringer, denn noch mehr aufgeben ist ein großes Zugeständnis, wenn man selber sich schon am 'Anschlag' erlebt. Vielleicht können sie beide sich erst einmal darüber auszutauschen versuchen, wie sie die neue Lebenslage erleben, was daran schön, aber was daran auch schwer und möglicherweise auch beängstigend sein könnte, denn wir sind auf so eine Veränderung nicht wirklich vorbereitet.
Es macht natürlich Sinn, dass Ihr Freund seinen 'Zeitplan' ändert, aber er scheint ihn doch sehr für sich zu brauchen und es müsste erst einmal zur Sprache kommen können, wieso er so sehr daran festhalten muss. Vielleicht können sie beide dahin finden, dass nicht ein Entweder/Oder die Rettung ist, sondern es zufriedener macht und wieder Kraft für die Alltagsbewältigung gibt, wenn man anerkennen und erfühlen kann, dass sie beide jetzt schon sehr sehr bemüht sind, alles was möglich ist, zu tun und zu geben. Das teilen sie jetzt schon gemeinsam miteinander und darauf können sie aufbauen.

viele Grüße, Dr. Axel Thomas

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe es nun geschafft ein Gespräch mit Ihm zu führen. Raus gekommen ist:
-ich soll ihn machen lassen was er will

-es lügt mich an und es ist ihm egal wenn ich ihn dabei ertapp
-wenn ich mal Geld brauch gibt er mir keins mit dem Argumment wir haben keins und er bestellt sich Ca jeden 2. Tag in der Arbeit eine Pizza. Kauft sich oft Zigaretten usw. Meine Ernährung besteht zurzeit aus Nudeln, Reis oder Kartoffelbrei mit Soße.
-es ist ihm gleichgültig wenn er mich verletzt
-er löscht Nachrichten bei whatsapp etc
-er schaut Pornos, was ich allerdings nicht schlimm finde, aber als ich gesagt hab wir könnten auch zusammen schauen hat er um reden Preis abgelegt da frag ich mich natürlich wieso.
-zocken steht über allem

-anscheinded liebt er mich
usw..
Also ich hab das Gefühl, dass ich ihm nur noch als Putzfrau diene. Aber dann gibt auch so Tage wo er mir was zu essen kocht und den Tisch deckt und die Kpche aufräumt. Die Tage sind zwar selten aber es gibt sie noch.

Den hätte ich schon längst rausgeschmissen.
Das PC-Spielen sollte bei einem erwachsenen Mann (oder Frau) doch auch irgendwann vorbei sein. Mal ganz davon abgesehen, dass er sich ums Kind kümmern kann, wenn er da ist.

Erstaunlich, dass das hier so viele anders sehen. Mein Mann verdient gut, arbeitet Vollzeit und trotzdem kümmert er sich ums Kind und macht auch Haushalt. Ich habe bis vor kurzem garnicht gearbeitet und arbeite jetzt dreimal die Woche ein paar Stunden.

Ich habe trotzdem auch vorher schon erwartet, dass er sich bemüht.

Ja aber die Beziehung einfach aufgeben? Ich möchte gern dafür kämpfen vielleicht muss auch ich mich ändern damit es wieder besser wird?! Ich weis es nicht.

Das musst du selber wissen. Für mich käme ein solcher Mann garnicht in Frage. Ich kenne aber viele die so leben wie du.

Ich kann leider mit keiner wissenschaftlich fundierten Antwort dienen. Auch psychologisch ziemlich für den Po, denn: Es ist die Männerkrankheit. Das wirst Du auch nicht wegbekommen, nicht mit Gesprächen oder anderen Dingen.

Das Problem liegt viel, viel, viel tiefer. Nämlich zum Einen wahrscheinlich in der Erziehung die er genossen hat (typisches Rollenklischee) zu Haus und seiner Weltansicht, in der er und seine Freizeit wichtiger ist als Deine, da er nämlich arbeitet. Wir leben in einer Gesellschaft wo die Arbeit, die Geld einbringt, immer höhergestellt ist. Egal ob Du nächtelang nicht schläfst, es EUER Wunschkind gewesen ist, etc. Das Argument: Aber ich geh doch arbeiten, wird immer kommen. Glaub mir. Und auch wenn Du irgendwann wieder arbeiten gehst, Du wirst sicherlich verkürzt arbeiten, da Du nämlich für alles verantwortlich bist, was Euer Kind betrifft, wird das Argument auch kommen. Und wenn Du irgendwann wieder Vollzeit arbeitest, dann verdienste halt weniger Geld und entsprechend hast Du weniger Anspruch...
Ich habe die selben Diskussionen mit meinem Mann. Als ich ein paar Monate "nur" 36 Stunden arbeiten war, hat er mir bei einem Gespräch, wo ich auch anmerkte, dass ich gern etwas Freizeit für mich hätte, ein Diagramm aufgemalt. Ein Diagramm!! Er geht schliesslich 8 Stunden arbeiten und ich hätte ja schliesslich eine Stunde mehr Freizeit. Ich könne mich ja zwischendurch einfach ausruhen. Ergo: Er darf machen was er will, während ich auch am Wochenende putze, koche, Kind bespasse.

Kannste also total vergessen. Dein Freund wird sich nicht ändern. Mein Ex-Freund z.b. war Kind einer alleinerziehenden Mutter...was glaubst Du was der alles gemacht hat. Geputzt, gekocht, er hat sich halt einfach um seinen Kram mitgekümmert.

Es gibt da also nur 2 Möglichkeiten. Bleiben und dich damit arrangieren oder abhauen.

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