Hilfe!! Baby schläft nur an der Brust und ist nur auf mich fixiert

Hallo ihr lieben Mamis,

ich bin etwas verzweifelt und brauch dringend Hilfe bzw. Tipps...

Meine Tochter (8 Monate) schläft fast nur an der Brust ein (tagsüber vielleicht auch mal in der Trage, aber zum Nachtschlaf muss es die Brust sein). Oft dauert es ewig, bis ich mich von ihr lösen und mich entfernen kann, da sie ständig wach wird und natprlich wieder die Brust verlangt.

Die ganze Nacht über geht das dann so. Sie wird wach und sucht nach der Brust. Schnuller und Flasche lehnt sie kategorisch ab, nur die Brust hilft. Kein Schaukeln, kein Tragen, nichts. Dann wird das Geschrei groß und da wir noch ein größeres Knd haben, gebe ich natürlich nach und gebe ihr die Brust, so dass sie weiter schläft.

An guten Nächten passiert das ca. 3mal die Nacht. An schlechten Nächten kann es auch 7 oder 8mal die Nacht sein, dass sie die Brust sucht und dann an mir rumnuckelt, bis sie irgendwann einschläft.

Ich kann das nicht mehr... bzw. ich würde es noch können, wenn ich wüsste, dass sie in 2-3-4 Monaten von alleine damit aufhört. Aber das dachte ich schon vor 4 Monaten und es ändert sich nichts.

Was kann ich tun? Was soll ich tun?
Ist es normal oder sollte ich dem entgegenwirken, aber wie?
Schreien lassen? Wie lange? Irgendwie kann ich das nicht... aus eigener Müdigkeit, aus Sorge, dass die Große wach wird und natürlich weil die Kleine mir dann auch leid tut.
Aber so kann es doch nicht weitergehen?

Ich muss dazu sagen, dass meine kleine Tochter auch sehr extrem auf mich fixiert ist. Gehe ich auch nur kurz aus dem Zimmer, wird geschrien. Eigentlich muss ich immer direkt neben ihr sein. Nichts schaffe ich tagsüber.

Ich versuche ihr so viel Aufmerksamkeit und Liebe zu geben, wie sie braucht... aber es wird auch frustrierend. Sie quengelt ständig und wirkt oft sehr unzufrieden auf mich.

Das musste alles mal raus.

Danke!

1

Huhu
Mein Kind ist zwar noch jünger, wir haben aber das gleiche Problem.
Ich könnte mein Kind niemals schreien lassen! Das ist doch schrecklich fürs Kind und es lernt dadurch nicht alleine einzuschlafen, sondern nur das niemand kommt und ihm hilft.
Ich empfehle dir das Buch "schlafen statt schreien"
Es beschreibt einen sanften Weg, wie man das nuckeln zum einschlafen abgewöhnen kann. Wenn man sich für den Weg ohne schreien entscheidet dauert das zwar ein paar Wochen, ist dafür aber viel sanfter und nachhaltiger fürs Kind. Und dein Kind lernt wirklich ohne Brust einzuschlafen, ohne dass man abstillen muss.
Wir sind gerade erst damit angefangen, mein kleiner ist aber auch erst 4 Monate alt. Ich finde das Buch klärt über die wichtigsten Dinge zum Thema Schlaf auf und wenn es so klappt, wie versprochen, sollte das Kind nachher nur noch wach werden, wenn es wirklich Hunger hat nachts :-)

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Hey,

mir hatte der Artikel damals sehr geholfen. https://www.stillkinder.de/ohne-saugen-einschlafen-lernen/ War zwar nicht so schlimm bei uns, mir war aber wichtig, dass der Kleine auch ohne Brust schläft, weil ich eben irgendwann weder die Kraft, noch die Motivation noch hatte.

Sonst übernimmt vielleicht auch mal der Papa für ein paar Tage das Einschlafritual? Dem Baby zu erklären, dass die Brust nicht verfügbar ist, wenn die da ist, ist schwierig.. ; ) Es braucht sicher paar Tagen, aber das muss man dann eben in Kauf nehmen..

Und zum Thema schreien lassen.. Mir hatte es damals meine Hebamme sehr schön erklärt: Es geht nicht ums Schreien in sich, sondern ums alleine lassen. Kinder können ihre Gefühle nicht anders ausdrücken. Wenn was nicht passt, dann wird geschrien. Schreien lassen ist aber, wenn Mama/Papa die Tür zuziehen und das Kind alleine mit seinen Gefühlen lassen. Man kann aber das Kind auch dabei begleiten, dabei sein, kuscheln, mit dem Kind sprechen, ihm zeigen, dass man seinen Unmut versteht, dass es jetzt aber so sein muss. Und man sagt zwar Kinder kann man nicht verwöhnen, man kann die aber sehr wohl an etwas gewöhnen.

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Hallo, ich kann dir kurz von unseren Erfahrungen berichten. Bei uns war das Thema Schlafen ab Beginn nicht gut. Ab dem 6. Monat wurde es ganz schlimm. Meine Tochter wurde von mir jeden Abend Einschlafbegleitet. Sie rief dann pro Nacht ca. 5 Mal nach mir und ich musste mich wieder neben sie legen. In unserem Bett hat sie noch schlechter geschlafen. Ich habe irgendwann aufgehört nachts zu schlafen. Habe selber durch die Situation eine Schlafstörung entwickelt. Es war eine sehr schlimme Zeit. Nach Rücksprache mit meinem Arzt und dem Kinderarzt habe ich mir das Buch "Jedes Kind kann Schlafen lernen" gekauft. In diesem Buch wird unter anderem die Methode des begleiteten Schreien lassens erläutert. Hierbei legt man sein Kind ins Bett und verlässt den Raum oder setzt sich nur auf einen Stuhl der in kleiner Entfernung zum Bett steht. Im Abstand von 3/5 und 7 Minuten geht man wieder zu seinem Kind und tröstet kurz, nimmt es aber nicht hoch. Das Kind lernt so, dass Mama und Papa da sind und immer wieder zum Trösten kommen, aber dass es eben im Bett bleibt bzw. nicht gestillt wird. Bei uns hat unsere Tochter in den ersten 2 Nächten natürlich geweint, weil sie es ja nicht gewohnt in war, dass es nun ein neues Schlafritual gibt und es hat ca. 25 Minuten gedauert bis sie eingeschlafen ist. Wir saßen am ersten Tag noch am Bett, am zweiten Tag sind wir immer nach wenigen Minuten zu ihr rein. Sie hat mit dieser Methode ab dem ersten Tag durchgeschlafen. Seitdem ist sie eine hingebungsvolle Schläferin. Sie ist jetzt in der Lage sich den Schlaf zu nehmen, den sie wirklich braucht und ist so natürlich tagsüber sehr Happy und ausgeglichen. Ich ärgere mich etwas dass ich das Buch nicht schon vor der Geburt gelesen habe, dann hätte ich nicht so viele toxische Schlafassoziationen geschaffen ( Schaukeln, Flasche, Kinderwagen usw.) und wir hätten diese Schlafprobleme wahrscheinlich nie so begünstigt. Ich werde hier wahrscheinlich gesteinigt, aber ich wollte dir nur sagen, dass es Lösungen gibt für euer Problem. Achso unsere war knapp ein Jahr als wir umgestellt haben.

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Puuuuh, also ganz ehrlich?
Das Buch geht gar nicht ins sogar der autor hat es wohl mittlerweile revidiert, bzw gesagt das diese Methode nur angewendet werden sollte wenn die Eltern total überfordert sind und sonst die Gefahr besteht, dass sie das kind schütteln.
Meiner Meinung nach hat das nichts mit begleiten zu tun, was da in dem Buch erklärt wird. Und dein Kind lernt auch nicht, das Mama und Papa da sind, sondern das es da halt durch muss. Denn ein kurzes reinkommen und reden hat nichts mit liebevoll begleiten zu tun! Ich möchte mal sehen was du in einer Notsituation tust, wenn nur jemand von weitem ruft "alles gut, ich bin hier, du schaffst das". Denn das Kind hat Not, wenn du es einfach alleine lässt. Es kann ja nichts dafür, daß es bisher nur gelernt hat bei Mama oder sonst wem, an der Brust, auf dem Arm,... einzuschlafen. Das kann man auch langsam und liebevoll umgewöhnen und neue Rituale einführen, die die alten ablösen.
Wenn dein Kind trotzdem gerne schläft, habt ihr Glück gehabt. Aber das einfach so weiter zu empfehlen finde ich fahrlässig und gefährlich

Und das was ich schreibe hat nichts mit steinigen zu tun, das sind Tatsachen, die ich sowohl aus Sicht einer Pädagogin als auch als Mutter so vertrete

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Hallo,

Die Methode aus Buch "jedes Kind kann schlafen lernen" ist grausam. Sogar der "Erfinder" selbst meint, es ist nicht für "normale" Kinder gedacht, sondern nur, wenn es extrem gravierende Schlafstörungen gibt.
Ein Kind, welches sich nach Sicherheit vergewissert indem es nach Bezugsperson ruft, ist keine Schlafstörung, sondern vollkommen normal.
Durch das " nicht hochnehmen" und " immer später zum Bett kommen" signalisiert dem Kind nur, dass es mit seinen Bedürfnissen alleine gelassen wird. Dass es einem lästig ist.
Dass das Kind dann alleine schläft, ist eine Schutzreaktion des Körpers auf das Gefühl des verlassen seins.

"Oft dauert es ewig bis ich mich entfernen kann" ist dein Kind nicht müde genug? Oder schon übermüdet? - Einschlafzeit ändern

Kannst du nicht selber weiter schlafen, wenn sie nuckelt? Evtl. Andere Position oder mit Kissen gestützt?

Ich persönlich lasse lieber nuckeln, anstatt vom Geschrei richtig wach zu werden.

Bisher hat sich bei uns alles langsam reguliert.
Zuerst schlief sie nur auf mir,
Inzwischen neben mir und ich kann mich Umdrehen.

Ich lasse sie zum Einschlafen trinken und lege sie dann ab.
Wenn sie aufwacht darf sie Nuckeln, danach dreh ich mich wieder weg.

Momentan"üben" wir, dass sie bis ca. Mitternacht nur mit streicheln, schmusen, kuscheln, Summen, wieder einschläft. Wenn sie jedoch wacher wird, gibt es den Busen. Sonst brauch ich ewig, bis ich sie lösen kann.

Ich denke, tagsüber hat es geholfen, ohne Busen (dafür auf mir) zu schlafen. Wenn sie müde genug ist, klappt das ohne Weinen.

Nachts werde ich noch Stillen, von einer Freundin schläft das Baby auch nicht besser durch als vor dem Abstillen. Nur jetzt muss es rumgetragen oder gestreichelt werden.

Meine ist auch ein Mamahamperle. Aber es wird zunehmend besser.

Lg

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