Erfolgsgeschichten - nachts von allein irgendwann abgestillt

Liebe Mamis,
ich suche einige mutmachende Erfahrungen. Dazu würde ich gern unsere Situation schildern. Meine Tochter ist korrigiert 16 Monate, wurde sehr lange voll gestillt und erst seit einigen Wochen nur noch zum Einschlafen und nachts. Durchgeschlafen hat sie in den ersten Monaten ab und zu mal und auch mal längere Schlafphasen gehabt. Wie es so häufig vorkommt, war damit Schluss als sie mehr wahrgenommen hat und immer mehr lernte. Das zieht sich durch bis heute. Sie nimmt keinen Schnuller und die Flasche seit 3 Monaten tagsüber für kurze Snacks, mehr nicht (100 ml sind schon toll). Sie isst jetzt erst volle Mahlzeiten, das hat alles sehr lange gedauert und bis vor kurzem hat sie tagsüber auch noch 3 mal geschlafen. Jetzt hat sie auf einen Mitagsschlaf umgestellt und mir ist klar, dass das unglaubliche Schitte für sie sind. Motorisch ist sie sehr gut entwickelt und hat früh laufen gelernt und fordert uns tagsüber sehr, sie ist wirklich sehr aufgeweckt und bei ausreichend Abwechslung auch ein ausgeglichenes Kind. Nachts scheint sie ihre Schlafphasen noch nicht allein verbinden zu können, ich habe mich nun lange damit beschäftigt und denke, dass sie auch zu den Kindern gehört, die nachts vieles verarbeiten. Sie schläft im Familienbett und wir genießen es auch. Trotzdem schleicht sich immer mal wieder die Frage ein, wie sie sich das nächtliche Stillen abgewöhnen kann. Mir ist klar, dass wir eingreifen können (nachts abstillen, Stillpausen,...) aber momentan möchte ich das nicht und habe auch nicht so viel Kraft dafür. Wenn ich unsere Routinen einhalte und etwas von ihrem Mittagsschlaf mitnehme, komme ich schlafmäßig erstaunlich gut hin. Auch wenn sie, wie seit einiger Zeit, oft alle 1,5 h wach wird und nur durchs Stillen beruhigt werden kann. Ich schlafe meist gut wieder ein und erinnere mich morgens nur grob an die Abstände. Da ich mich viel damit beschäftigt habe, wie es weitergehen könnte, möchte ich hier um eure Erfahrungen bitten: Wer hatte eine ähnliche Situation und das KInd hat es mit der Zeit selbst gelernt, in den Schlaf zu finden bzw. einfach genug Vertrauen und Nähe getankt? Das ist nämlich meine Hoffnung, dass wir es ohne Eingriff schaffen. Die Modelle und Methoden habe ich mir alle angesehen und auch einen sanften Weg des nächtlichen Abstillens entdeckt, der zu uns passen könnte. Aber ich habe Respekt davor und warte noch auf den richtigen Moment, es stört mich noch nicht genug und man muss ja wirklich überzeugt sein. Bin ich noch nicht.... aber ich mache mir immer wieder Gedanken und würde mich freuen, wenn hier ein paar Mamis ähnliche Berichte hätten, wo sich diese lange Stillbeziehung einfach von allein löste oder die Kinder plötzlich einfach reif genug waren. Denn ich bin überzeugt, dass Durchschlafen etwas mit Reife zu tun hat. Auch wenn sicherlich nun Gewöhnung dazukommt. Freue mich sehr über eure "Erfolgsgeschichten" :-)

Hallo, welche Modelle und Methoden sind das, bzw wo kann ich diese nachschlagen?
Ich Stille meinen Sohn noch voll und das darf auch noch lange so bleiben. Er ist jetzt 6 Monate und ich genieße es in vollen Zügen. Dennoch würde ich mich gerne mal belesen. 😃

Ich habe eine interessante Erfolgsgeschichte für dich, da meine Situation damals deiner sehr ähnlich war.
Meine Tochter wurde bis 13 Monate zum Einschlafen und nachts gestillt.
Und sie gehört der Sorte konsequenter Schnuller- und Flaschenverweigerer an.

Ich hatte mich schon Monate vorher mit dem Thema Abstillen beschäftigt, hatte jedoch große Angst davor. Warum? Weil das Stillen ein Einschlafgarant war und ich keinen Plan B hatte. Und meine Kleine ein echter Busenjunkie war.
Nach der Recherche zum Thema blieb ich trotzdem ratlos zurück.

Als ich zu arbeiten begann, wurde das Stillen zur Zerreißprobe. Ich war extrem genervt, die Kleine dadurch unruhig und brauchte ewig zum Einschlafen. Dann wurde sie auch noch alle 1.5h wach... Es musste also schleunigst aufhören!

Meine Entscheidung zum Abstillen stand also eindeutig fest, ich suchte mir einen passenden Tag (keine Termine etc am Folgetag) und machte mich auf stundenlanges Geschrei und einige Horrornächte gefasst.
Den Tag über hab ich die Maus schon immer wieder wissen lassen, dass es abends keine Brust geben würde.
Als es dann zum Schlafen war, sagte ich es ihr nochmal und sie verstand.
Dann war erstmal Geheule, dann Geschrei, dann Gebrüll. Ich blieb die ganze Zeit über bei ihr, sagte ich wäre da und alles sei gut. Ich streichelte ihrem Kopf, den Bauch, die Beinchen.
Und nach 35 Minuten schlief sie! Einfach so! Dachte erst es wäre ein Scherz. Aber sie schlief tief und fest.
Auch nachts schlief sie nach kurzem Weinen schnell wieder ein. Neben ihr ihre Trinkflasche mit Wasser, wenn sie Durst hatte.
Das Einschlafen funktionierte von Tag zu Tag immer besser - viel schneller als beim Stillen! Und nach einer Woche schlief sie durch.

Meine Meinung:
Dein Kind muss wissen, dass es dir Ernst ist mit dem Abstillen und dass Weinen etc. dadurch keinen Sinn hat.

Und: Körperkontakt ist ganz ganz wichtig! Meine Kleine wollte sehr viel kuscheln und wurde zu einer echten Kuschelmaus - was sie vorher nicht war.


Ich wünsch dir alles alles Gute für dein Vorhaben! Halte durch, dann ist es geschafft! Ich habe mich damals aufs Schlimmste gefasst gemacht und wurde so positiv überrascht. Vielleicht du ja auch?

Top Diskussionen anzeigen