Lohnt sich ein Klinikwechsel? Erfahrungen gesucht

Hallo zusammen,

mein Mann und ich überlegen die Klinik zu wechseln, weil meine Klinik scheinbar langsam nicht mehr so richtig weiter weiß und schon langsam zur IVF/ ICSI tendiert, damit ich höher stimuliert werden kann, weil ich momentan auf nichts mehr anspringe und Sie mein Testosteron und LH nicht runter bekommen. Künstliche Befruchtung ist für uns der Notfallplan und wollen wir erst wagen wenn es gar nicht mehr geht.
Deshalb überlegen wir die Klinik zu wechseln. Auf der anderen Seite haben die all unsere Werte, wissen an was es liegt, wissen wie ich auf was reagiere usw. Und wir fühlen uns gut aufgehoben. Mit dem Kommunikation und den Terminen funktioniert immer alles super. Vielleicht ist es auch nur ein Gefühl, weil es nicht so voran geht, wie man sich gewünscht hat und ich langsam die Hoffnung aufgebe noch jemals schwanger zu werden.

Aber lohnt sich ein Klinikwechsel? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? War die andere Klinik dann doch nicht so gut und ihr seid wieder zurück? Hat eine andere Klinik dort weiter gemacht, wo die erste Klinik aufgehört hat.

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Ich habe gerade die Klinik gewechselt, allerdings in einer etwas anderen Situation.

Ich hatte 2 negative IVF (mit 4 TF, davon 1 Abgang, 3 negativ) und vorher etliche erfolglose GVNP-Zyklen und IUI.

Die neue Kiwu-Klinik hat bei mir auch keine wirklich neuen Ideen. Diagnostik wurde bereits ausführlich gemacht, da bleibt nichts mehr übrig (bzw. das, was man theoretisch noch machen könnte halten beide Praxen nicht für sinnvoll).

Das einzige, woran etwas geändert wird, ist eventuell die Medikation, das Protokoll und ich bekomme ein paar Zusatzleistungen, die ich noch nicht ausprobiert habe.

Mir ist bewusst, dass mich auch die neue Kiwu-Klinik nicht schwanger zaubern kann. Aber vielleicht hilft schon ein leicht veränderter Ansatz, ein anderes Labor, usw.

LG Luthien mit ⭐⭐

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Genau das denke ich nämlich auch. Bis auf ggf. andere Medikamente wird mir die neue Klinik nichts bringen. Dabei haben die mir schon wirklich viel verschrieben und möglich alle Stellschrauben zu richten.

Aber man weiß ja nie, wenn man es nicht probiert hat. Es kann schlimmer oder schlechter werden.

Wie viele GvnP hast du hinter dir? Wir sind seit Juli in der Kiwu-Klinik und erst im dritten, aber bin jetzt auch schon ZT43. Der zweite Zyklus war auch schon 31 Tage.

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Ich hatte 7 GVNP-Zyklen (davon war einer eigentlich als IVF geplant, wurde wegen nur 3 Follis abgebrochen) und 5 stimulierte IUI.

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Ich habe auch überlegt innerhalb meiner Stadt die Klinik zu wechseln, aber irgendwie lasen sich die Bewertungen der anderen Kliniken oft gar nicht gut. Und es gibt ja auch Patienten, die durchaus konstruktiv und reflektiert ihre Erfahrungen beschreiben. Ich hatte Angst, vom Regen in die Traufe zu kommen. Bei meiner Ärztin störte mich ihre etwas huschige Art, ich hätte mir mehr Perfektionismus gewünscht. Sie hat immer sehr daran geglaubt, dass es klappt und mir fehlte da Problembewusstsein. Für mich war halt klar, dass ich mir höchstens drei icsis leisten kann. Naja, jetzt habe ich nach Tschechien gewechselt, weil es dort auch die Möglichkeit der eizell-bzw. EmbryoSpende gibt. Die Betreuung dort ist wirklich 1000 Mal freundlicher, persönlicher und zielgerichteter. Man wird wie ein Kunde behandelt. In Deutschland mangelt es ja oft am professionellen Umgang mit Patienten. Natürlich ist Tschechien irgendwie weit weg. Aber die Nähe hatte mir hier ja auch nicht viel gebracht.

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Ob es sich letztendlich lohnt, kann ich nicht sagen, weil unser Wechsel noch ganz frisch ist. Bin daher auch gespannt auf die Antworten.
Ich kann im Moment nur was zu den Beweggründen sagen: In der alten Klinik lief es ganz gut, 2. ICSI erfolgreich, aber FG in der 10. SSW. Wir waren traurig, aber auch zuversichtlich... hat ja schonmal geklappt. 3. und 4. ICSI waren aber negativ, Endo war zurück, inkl. Zyste. Empfehlung von der alten Klinik zunächst: keine Endo OP, da Eierstöcke operieren auch Nachteile hat (soweit richtig). Allerdings wurde jetzt nach dem letzten gescheiterten Versuch wurde mein Wunsch, die Endo zunächst zu sanieren, nicht weiter unterstützt. Es aber andere (teure) Vorschläge.
Daher kam der Wunsch nach einer Zweitmeinung. In der neuen Klinik haben wir einen guten ersten Eindruck und bleiben da.

Ich hab auch erst gedacht, was soll in einer anderen Klinik schon anders laufen? Aber in meiner konkreten Situation fühle ich mich in der anderen Klinik besser aufgehoben.

Eine zweite Meinung schadet ja nie; vielleicht kann man ein Erstgespräch mal ausprobieren. Dann merkt man ja oft schon, ob es passt. Oder nehmt an einem Infoabend teil, die sind ja jetzt auch oft online.

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Das geht einfach? Wir könnten ohne wenn und aber in eine andere Klinik gehen zum Erstgespräch?

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Wir sind privat versichert und brauchen keine Überweisung, daher ging das einfach. Wie das ist, wenn man eine Überweisung braucht, weiß ich gar nicht... aber müsste ja eigtl. egal sein, zu welcher Kiwu man dann geht, oder?

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Wir haben für unser erstes Kind nach 2 neg ICSIs die Klinik gewechselt.
Haben uns zu dem Zeitpunkt aber auch sehr schlecht behandelt gefühlt in der alten Klinik. Wir haben dann im Internet eine sehr gute Klinik ausfindig gemacht und sind dort beim Klinikleiter gelandet. Mussten 2 Std Fahrt je Weg auf uns nehmen, aberbei der zweiten ICSI dort wurden wir für die Entscheidung mit unserer Tochter belohnt.

Nun fürs zweite Kind sind wir wieder dorthin. Nach 3 neg ICSIs haben wir uns wieder eine Zweitmeinung geholt. Die lautete im o Ton, dass wir extrem gut aufgehoben wären und ein Wechsel nur aus dem Gesichtspunkt Sinn machen könnte, als dass dann nochmal jemand ganz frisch drauf gucken würde. Unser Bauchgefühl hat uns dann geraten zu bleiben und wir wurden in der 4ten ICSI mit einem positiven Scheangerschaftstest belohnt...

Was heißt das nun: Mal macht es Sinn, mal nicht. Das Bauchgefühl muss stimmen.

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Wenn ihr euch gut aufgehoben fühlt und auch organistatorisch alles gut funktioniert, wüsste ich nicht was für einen Klinikwechsel spricht.

Handwerklich machen die ja alle das gleiche und verstehen das sicher auch gleich gut.

Es gibt hier und da natürlich Spezialisten, wenn man ein absoluter Härtefall ist.

Wir haben gewechselt, weil in der alten Klinik ein paar Dinge echt unprofessionell gelaufen sind.

In der neuen Klinik sind wir jetzt auf IVF gewechselt (zuvor immer IUI) und ich bin auf Anhieb schwanger geworden.

Wieso wollt ihr denn keine IVF? Anders scheint es ja bisher nicht zu funktionieren. Ihr müsst es euch ja nicht schwerer als nötig machen.

Alles Gute
Nessi mit Lausbub an der Hand #stern#stern#stern im Herzen und Hoffnung im Bauch.

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Verurteile uns jetzt bitte nicht falsch, aber wir wollen das Kind gerne zuhause machen.
Des Weiteren haben wir ja nur 3 Versuche, mehr können wir uns wahrscheinlich nicht leisten. Was ist wenn die 3 Versuche nicht klappen? Dann haben wir gar keine Möglichkeit mehr und müssen uns entgültig von unserem Traum verabschieden. Deshalb wollen wir es so lange wie möglich mit GvnP versuchen und erst wenn es gar nicht mehr geht mit IVF/ICSI. Das ist unser Notfallplan.
Das ist unsere persönliche Meinung.
Die Klinik hatte das neulich nur angesprochen, weil ich trotz eines sehr hohen AMH und hoher Stimulierung immer nur einen Follikel habe, wenn überhaupt. Und so könnten wir dann viel höher stimulieren.

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