SG-Profis gefragt :)

Hallo zusammen!

Wir sind seit Ende September in einer Kiwu-Klinik und hatten Ende Oktober unsere Befundbesprechung.
Bei mir konnte nichts festgestellt werden was einer SS im Wege stehen könnte, das Spermiogramm meines Mannes ist eingeschränkt.
3 Parameter lagen unter dem Grenzwert:
Ejakulatvolumen: 1ml (soll: 1,5ml)
Spermienkonzentration: 10 Mio/ml (soll: 15 Mio/ml)
Vorwärtsbewegliche Spermien: 25% (soll: 32%)
Alle anderen Parameter waren in Ordnung.
In ein paar Wochen wird ein zweites Spermiogramm erstellt.
Unser Arzt erklärte mir am Telefon, dass wir (nach jetzigem Kenntnisstand) mit der Variante der Insemination starten werden und bei jeder IUI schauen wie das Spermiogramm aussieht.

Nun wollte ich mal fragen, wie stark eingeschränkt der Befund ist. Vielleicht habt ihr Erfahrungswerte / Vergleichswerte?
Besteht eine realistische Chance per IUI?
Und gibt es Spermiogramm-Grenzwerte anhand derer die Indikation für IVF und ICSI erfolgt? Also quasi: ab Wert x macht eine IUI keinen Sinn mehr, deshalb IVF/ICSI, oder kann man das so pauschal nicht sagen?

Ich werde unseren Arzt nach dem zweiten Spermiogramm natürlich auch nochmal Löchern, würde mich aber trotzdem über eure Meinung / Erfahrung freuen 🙃

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Hier liegt es vor allem an der Menge, also Volumen von 1ml. Hätte er 2ml, würde es schon besser aussehen. Kann sein dass was bei ihm daneben ging, oder er nervös war. Sollte es schlechter werden würde ich auf icsi springen. Aber iui ist ok, er soll Männer Tabletten nehmen, und vielleicht schaut es dann besser aus. 25prozent a Spermien ist schon gut. Nur 25 Prozent von insgesamt 10mio ist wenig. Hätte er daher 2 mio, würde das schon anders aussehen.

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Sorry 20 mio.
Da man für icsi aber eh 2 SG braucht, ist es gar nicht so verkehrt erstmal ne iui zu machen. Entweder es verbessert sich, oder nicht, dann wird es wohl ne icsi werden. Auch ist ne iui gut, um in das Thema reinzukommen.
Sollte es sich verschlechtern, würde ich über Krankenkassenwechsel zur Bahn bkk nachdenken, die übernehmen 100 Prozent für 3 versuche.

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Super, vielen Dank dir!

Soweit ich weiß ist nichts daneben gegangen, nervös war er auch nicht. Ich befürchte, das war tatsächlich seine Ausbeute.

Vitamine nimmt er seitdem der Befund vorliegt. Lässt sich dadurch denn auch das Volumen verbessern?

Mein Gefühl sagt mir IUI wird nicht unser Weg zum Ziel. Wäre aber auch ok, wir haben uns schon eine Weile mit dem Gedanken angefreundet

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Hey!

Ich würde bei der kk anfragen, was genau sie bezahlen. Bezahlen sie insgesamt 3 Versuche, egal ob 3 IUI oder 3 ICSI? Dann sind die IUI Verschwendung.

Auf das Kleingedruckte kommt es an.


Wunschkinder.net hat Studien ausgewertet, ab wann sich eine Insemination lohnt:
Ab 10mio Spermien/ml (was ist bei nur einem ml?), 1/3 vorwärtsbeweglichen Spermien bzw wenn nach der Aufbereitung des Ejakulats 5 Mio vorwärtsbewegliche Spermien vorhanden sind.
Dann müsstest du mal nachrechnen, ob das bei euch hinkommt.

Laut Doc kommt es auch auf das Alter der Frau an: unter 35.



https://www.wunschkinder.net/aktuell/wissenschaft/bei-welchen-voraussetzungen-lohnt-sich-eine-insemination-4623/


Letztlich bin ich in jedem Fall gegen eine IUI, wenn die Krankenkasse nur 3 Behandlungen ICSI ODER IUI übernimmt.

Persönlich habe ich mich gegen eine iui und sofort für eine ICSI entschieden, als wir ein deutlich eingeschränktes SG zwei Mal in Folge hatten. Mir war die Chance zu gering.

Liebe Grüße
Schoko

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Guter Hinweis, da rufe ich heute direkt mal an. Auf der Homepage ist es wie folgt formuliert:

„Die AOK Bremen/Bremerhaven übernimmt neben dem gesetzlichen Teil auch den Versichertenanteil der Kosten für eine künstliche Befruchtung. Die 100-prozentige Kostenübernahme gilt für jeden Versuch der mit dem Behandlungsplan genehmigten Kosten. Hierfür müssen beide Ehepartner bei der AOK versichert sein.
An der Insemination nach hormoneller Stimulation, der In-vitro-Fertilisation (IVF) und der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) beteiligt sich die AOK bis zu dreimal, an der Insemination im Spontanzyklus ohne Hormonbehandlung bis zu achtmal. Das gilt auch für Medikamente, die in diesem Zusammenhang verordnet werden.“

Wie würdest du das verstehen? Entweder oder? Oder sowohl als auch?

Unter 35 Jahren ist in meinem Fall gegeben (32).

Nach der Erläuterung auf Wunschkinder.net sieht es für uns ja nicht so erfolgversprechend aus. Da müssen wir wirklich genau schauen wie das zweite Spermiogramm ausfällt.
Gedanklich bin ich aber auch schon eher bei einer künstlichen Befruchtung. Auch weil wir nach 2,5 Jahren allmählich keine Zeit mehr verplempern möchten.

War es denn bei dir so, dass dir die Optionen geboten wurden und dich dann gleich für die künstliche Befruchtung entschieden hast, oder war es so, dass dein Arzt zur IUI geraten hat und du ihm gesagt hast, dass du lieber direkt eine KB möchtest?

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Ich würde wirklich dort anrufen und fragen, wie die Modalitäten sind. Sicher kann ich das nicht deuten.

Wir wurden aufgeklärt und über die Chancen informiert. Die Ärzte sagten, man könne erst mit iui beginnen und dann auf ICSI wechseln.
Ich habe dann gesagt, dass ich mit ICSI starten möchte, weil:

- ich schon 10 erfolglose Zyklen GvnP mit Stimulation (wg pcos) hatte. Ich fand es zerreibend und hatte auch schon ein paar Kilo durch die Medikamente zugenommen. Ich wollte "für taube Nüsse" nicht weiter meine Gesundheit riskieren.

- die Alternative ICSI ist. Eine IUI soll erfolgreich sein können, aber man traut den Spermien nicht zu, in der Petrischale die Eizelle zu befruchten?

- ich war zu Beginn des Kinderwunsches 32 und wurde 4 Monate vor der ICSI 33. Mit der Geburt war ich 34. Wir wollen noch ein 2. Kind mit Abstand von 2 Jahren. Das bedeutet, dass ich schon über 35 sein werde und damit risikoschwanger. Je länger wir warten, desto älter werde ich. Das Alter wollte ich gering halten.

- die Chancen der iui laut Ärzten bei 7 Prozent lagen und damit nur halb so hoch die bei gesunden im natürlichen Versuch. Eine ICSI sollte bei 30% etwa sein.


Liebe Grüße
Schoko

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