Einschwemmen - Wie geht´s nun weiter?

Hi liebe Leser,
wer hätte es gedacht das ich nun doch in Behandlung bei einer Kiwu Klinik bin.
Ich habe bei meiner Frauenärztin bereits 3-malige Clomifen Behandlung hinter mir, wo sich auch ein tolles Ei gebildet hat. Ohne Erfolg!

Dann die Überweisung zur KiWu Klinik.
Dort wurde direkt eine Bauchdecken- und Gebärmutterspiegelung veranlasst und bereits durchgeführt - nichts auffälliges gefunden. Eileiter sind durchgängig, Gebärmutter einwandfrei.

Tja nun wurde mein Mann nochmal untersucht und ein 24 Stunden Spermiogramm erstellt.
Minimale Einschrenkungen, nach 24 Stunden leben statt 40% nur noch 30%.
Aber auch das scheint nicht ausschlaggebend zu sein.

Nun haben wir am Freitag ein Telefonat mit der Kiwu Klinik, empfohlen wurde uns vorher schon, wenn das Spermiogramm gut ist, das wir keine künstliche Befruchtung via Reagenzglas machen müssen, sondern es mit Einschwemmen versuchen wollen. Also per Katheter werden mir die Spermien in die Gebärmutter geschwämmt.

Nun meine Bedenken!
Was bringt uns das Einschwemmen, wenn wir es seit 4 Jahren auch so versuchen und scheinbar alles körperlich in Ordnung ist?
Dann hätte es doch sicherlich schon so geklappt!

Was wird beim Einschwemmen genau gemacht?
Werde ich vorher nochmal auf den Hormonhaushalt untersucht?

Am Freitag haben wir eigentlich ein telefonat, aber meine Zweifel sind dennoch da und ich würd gerne mal erfahren wie ihr das Ganze durchlebt habt und was genau auf einem zukommen wird und ob andere Untersuchungen vorher noch sinnvoll wären?

Danke für das Lesen meines langen Berichtes.

Lg

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Googel mal nach "Insemination" - auch IUI, dann weißt du, was mit "Einschwemmen" gemeint ist :)

Ich finde es sehr gut, dass die Klinik erst eine Bauch- und Gebärmutterspiegelung für sinnvoll erachtet hat!! Das spricht für die Klinik :)
Eine IUI macht bei einem leicht eingeschränkten Spermiogramm durchaus Sinn, weil die Spermien dann aufbereitet und nur die besten per Katheter über die Scheide zurückgeführt werden. Das ist schmerzlos und sorgt dafür, dass die Spermien sich nicht durch den Zervixschleim kämpfen müssen und ihr Weg etwas verkürzt ist. Wenn das Spermiogramm gut ist, hat die IUI laut IVF-Register keinen signifikanten Vorteil gegenüber Geschlechtsverkehr nach Plan- was ihr ja scheinbar schon gemacht habt.

Alle anderen Maßnahmen sind übrigens auch keine "künstlichen Befruchtungen via Reagenzglas". Drückt deine Klinik sich so aus? Ich finde, das vermittelt ein völlig falsches Bild... eigentlich legen die Kliniken wert darauf, dass es assistierte Befruchtung heißt :) Es werden im Idealfall deine Eizellen, mit den Spermien deines Mannes befruchtet und daran ist nichts künstliches. (Bei manchen muss das leider mit Eizell- oder Spermaspende erfolgen) Bei der Erklärung deiner Klinik klingt das ja, als würden Klone in Reagenzgläsern gezeugt und dann der Frau eingesetzt. :)

LG und alles Gute

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Reagenzglas-Bezeichnung habe ich gewählt und nicht die KiWu Klinik ;)

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Vielen Dank für deinen langen Text.
Nicht die Klinik drückt sich so aus, um Gottes Willen, sondern ich ;) . Es sollte jetzt nicht abwertend klingen aber mir fehlen die bestimmten Begriffe für die jeweiligen Varianten der künstlichen Befruchtung .

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Hm, ich bin wahrlich kein Experte und lasse mich hier gern eines Besseren belehren von älteren Hasen. Aber wäre da bei euch nicht ein Postkoitaltest angebracht? Soweit ich weiß, hat man da ganz normal Sex und geht einige Zeit später zum Abstrich machen. Manchmal kann es sein, dass der Zervixschleim der Frau die Spermien des Mannes quasi abtötet, sodass sie gar keine Chance haben, weiter zu kommen. Das wäre dann ein sehr plausibler Grund für eine IUI.

Wenn aber eigentlich alles tutti ist, dann verstehe ich das auch nicht so ganz. #gruebel Wenn ihr es schon so lange probiert, könntet ihr ja noch mal auf andere Dinge testen lassen. Manchmal kann man ja auch gar nicht so blöd denken, wie es sein kann. Letztens schrieb doch hier erst jemand, dass bei einer IVF festgestellt wurde, dass die Eihülle so dick sei, dass die Spermien gar nicht durchkommen. Das kann man natürlich vorher nicht testen...

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Zu GVnP raten die meisten Ärzte nur zu max. drei Versuchen und wenn es dann nicht geklappt hat, gehen sie gerne den nächstmöglichen Schritt.
Somit hätte der Postkoitaltest jetzt sowieso keinen Mehrwert, es sei denn, man will auf keinen Fall einen Schritt weiter bei den Maßnahmen gehen und es weiter mit GVnP probieren. Für die IUI ist das Ergebnis des Postkoitaltest uninteressant
Viele Ärzte halten auch nichts vom Postkoitaltest. Vielleicht kommt alles zusammen. :)

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Ich meinte ja auch nur, dass ein schlechter Postkoitaltest eine IUI rechtfertigen würde. Denn das könnte ja dann die Erklärung sein, warum es bisher trotz eigentlich guten Voraussetzungen nicht klappen will. Wenn der Test gut ausfallen würde, erschließt sich mir hier nicht, warum die IUI besser funktionieren sollte als GVnP.

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Wir waren auch beide gesund und sind bei der ersten IUI schwanger geworden. Vorher haben wir auch 2,5 Jahre geübt. Meine Eizellen wurden mit Puregon stimuliert und mit Brevactid ausgelöst. Mir hat es geholfen das wir so aktiv was machen könnten. Nur ist eine Insermination kein Garant um schwanger zu werden. Entweder es klappt oder nicht.

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Vielen Dank für deine Worte.
Es macht mich halt so verrückt, das bei uns Beiden absolut nichts gefunden wurde ausser eben minimale Dinge, die aber eigentlich nicht ausschlaggebend dafür sind, das es nicht klappt.

Daher verstehe ich den Sinn einer Einschwemmung nicht ganz, wenn doch eigentlich alles in Ordnung ist! :)

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Dann würde ich mich auf jeden Fall an deinen Arzt wenden. Der soll dir das noch mal genau erläutern. Wenn dir das nicht schlüssig erscheint, würde ich mich nicht unbedingt dazu überreden lassen.

Zählt die IUI eigentlich als Versuch? Die KK übernimmt ja nur drei... Wäre ja blöd, wenn man dann einen unnötig "raushaut", obwohl das gar nicht wirklich viel versprechend erscheint...

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Versteh deine Bedenken. Aber die meisten IUI 's werden ja stimuliert vollzogen. Durch die Stimulation hast du auf jeden Fall Eizellen, mit dem Auslösen hast du sicher einen Eisprung und durch die Insemination landen die schwimmer ohne Umwege direkt in die Gebärmutter. Auch wird das Sperma meist spzielle aufbereitet, so dass nur die schnellen da sind unf die langsamen/deformirten aussortiert werden und das Medium worin sie schwimmen ist auch ein "Nährmedium" was optimal ist..
All diese Sachen sind ja in einem natürlichen Zyklus nicht garantiert.
Denke 3 Versuche schaden nicht. Im Gegenteil, man sieht dann wie du auf die Hormone/Spritzen reagierst. Man tastet sich ja ran. Falls alles nicht klappt und eine IVF gemacht werden muss, kann man da schon mal gezielter an die Sache rangehen.

Drücke die Daumen.

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Huhu
Bei mir wird nicht stimuliert. Sie hält Dies für nicht notwendig.
Wir bekommen nun ein Behandlungsschreiben was wir bei den jeweiligen KK abstempeln lassen sollen.
Dann kann es, wenn die KK´s direkt den Stempel drunter setzen los gehen.

Eventuell geht es schon jetzt im nächsten Zyklus los.
Soll mich melden wenn ich meine Tage bekomme!

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