Unterschied 2 Protokolle

Hallo,

ich nehme im Vorzyklus momentan Cyclo-Progynova damit die Eizellen irgenwie auf "Null" gesetzt werden.

Jetzt schlägt die eine Kiwu-Klinik vor, dass ich im kommenden ICSI-Zyklus ab dem 1. ZT Decapeptyl nehmen soll um den Eisprung zu unterdrücken. Warum soll der eigentlich schon so früh unterdrückt werden und nicht erst kurz vor dem Eisprung?
Ausserdem soll ich ab dem 3. ZT Gonal 225 Einheiten + 2 Menogon nehmen.

Die andere Kiwu-Klinik meinte, dass Decapeptyl in meinem Fall (AMH 0,3, fast in den WSJ, nur 2-3 Antralfollikel im US zu sehen, nur noch 1 Eierstock) vermutlich nicht so günstig wäre. Sie empfehlen erst mal eine Stimu ab dem 2. ZT mit Gonal 200 Einheiiten.

Kann mir jemand sagen ob diese beiden Protokolle viel anders sind?

Sorry, ich habe vor ein paar Tagen schon mal was ähnliches gepostet, habe aber unterschiedliche Antworten bekommen. Daher probiere ich es nochmal. Bitte das zu entschuldigen.

Viele Grüße

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http://www.wunschkinder.net/theorie/behandlungen-methoden/hormone/protokolle-stimulation-hormongaben/kurzes-protokoll/

http://www.wunschkinder.net/theorie/behandlungen-methoden/hormone/protokolle-stimulation-hormongaben/antagonisten-protokoll/

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Hallo isseku,

vielen Dank für die Links.

Also Dein Beitrag war kürzlich ja der einzige, der aussagte, dass die beiden Protokolle fast gleich gut oder schlecht sind....
Alle anderen meinten ja, es wäre schon ein Unterschied, daher meine nochmalige Frage.

Was ich nur nicht verstehe:

"Die "low responder" werden der bremsenden Funktion der Downregulation sehr spät ausgesetzt und die limitierten Eierstocksreserven werden nicht weiter beeinträchtigt und können voll genutzt werden." - Auszug aus Antagonistenprotokoll

"Am Beginn des Zyklus kommt es hier zu einem sogenannten “Flare-up”-Effekt: Da die GnRH-Agonisten, welche bei der Downregulation zu Einsatz kommen, erst eine Ausschüttung der Hormone der Hirnanhangsdrüse bewirken, bevor sie die Funktion derselben “lahmlegen”, tritt am Beginn des Zyklus ein zusätzlicher Stimulationseffekt ein, der gerade bei Frauen, die schlecht auf eine hormonelle Stimulation reagieren (“low responder“) die Chance auf eine ausreichende Reaktion steigern." - Auszug aus kurzem Protokoll.

Ich verstehe das so. beim Antagonistenprotokoll (kein Decapeptyl) ist es gut, dass die Downregulation (ich nehme an das wären dann die Spritzen ab dem ca. 9. ZT) möglichst spät startet.
Beim kurzen Protokoll ist es aber gut, dass die Downregulation (also das Decapeptyl) ab dem 1. ZT gegeben wird.

Kann das dann wirklich beides so ähnlich sein?

Und warum meinte die eine Ärztin, dass sie Deca. lieber eher zu Einnistung geben würde und nicht ab dem 1. ZT, die andere aber, dass sie Deca ab dem 1. ZT empfiehlt.

Na ja, vermutlich kann beides ja gut oder schlecht sein....

Bei der IVF waren es damals ja 7 Eizellen die ich hatte, bei der ICSI dann nur 4 - davon 2 Blastos. Beides mit Antagonistenprotokoll. Gezählt hat ja nur die ICSI und dann die Kryo von der anderes Blastozyste. Heisst das denn, dass das Protokoll damals gut gewählt war oder meinst Du durch das Deca könnten es mehr Follis werden?
Wobei Qualität geht ja vor Quantität. Manche werden ja schwanger wenn es nur 2 Eizellen waren, andere werden mit 10 Eizellen nicht schwanger, oder natürlich auch umgekehrt....

Sorry, vielleich stehe ich auch auf dem Schlauch?!

Liebe Grüße

Aus: » kurzes Protokoll | Die Kinderwunsch-Seite von www.wunschkinder.net

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Es ist schwer zu beantworten, welches Protokoll für Dich das beste wäre.Ebenso welches mehr Follikel bringen würde.

Ein Antagonist (Cetrotide,Orgalutran) blockiert die Hypophyse sofort. Deshalb kann man sie im Verlauf der Stimulation geben und erst die eigene Hormonproduktion mitnutzen.
Nach dem TF kann man in diesem Protokoll Decapeptyl als "Einnistungsunterstützung" spritzen. Das geht aber nur in diesem Protokoll.

Ein Agonist (z.b.Decapeptyl) bewirkt an der Hypophyse erst eine Hormonausschüttung bevor sie diese lahm legt. Deshalb muss das im kurzen Protokoll halt auch direkt gegeben werden.

Es werden also bei beiden Protokollen sozusagen eigene Hormone genutzt.

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