Genetische Untersuchung JA oder NEIN bei ICSI - eure Meinungen

Ihr Lieben,

ich überlege hin und her und her und hin- lassen wir eine genetische Untersuchung machen ja oder nein?

Wir stehen vor unserer 1. ICSI ...

Familiäre Vor-Erkrankungen sind nicht bekannt, da teilweise kein Kontakt zur direkten Familie besteht.

Wie habt Ihr für Euch entschieden?

Freu mich mal wieder sehr auf Eure Erfahrungen und Gedanken,

Liebe Grüße
Liobalee

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Hey, das Thema kam die Tage schon.

Die Frage ist immer was hätte es für Konsequenzen?

Würdet ihr dann euren Kinderwunsch verabschieden?

Würdet ihr vielleicht sogar abtreiben?

Wenn keine Vorerkrankungen bekannt sind, braucht man diesen Test nicht zwingend.
Hab letzten Monat viel dazu gelesen.

Wir haben ihn nicht machen lassen, da es in der Familie keine lebensbedrohlichen Krankheiten gibt.

Der Test sagt auch nichts darüber aus, ob das Kind auch wirklich etwas vererbt bekommen würde und ist auch sehr aufwendig.

Stammbaum der Familie, Krankheiten etc.
Alles muss man wissen und mitbringen.

Liebe Grüße
Sandra

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Eine Konsequenz ist sicher die Möglichkeit, Krankheiten im Vorfeld auszuschließen. Soweit ich weiß, kann man in Deutschland zumindest an mütterlichen Zellen was machen, im Ausland darf man wohl auch am Embryo untersuchen. Ich kenne ein Paar, wo das Problem bei ihm lag, sie hatte bis dahin nur FGs. Sie hatten schließlich eine erfolgreiche ICSI im Ausland.

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Hm finde ich sehr einseitig betrachtet. Man kann sich z.b. Für Spendersamen entscheiden, wenn der Mann etwas vererbt, was eine Schwangerschaft absolut unwahrscheinlich macht oder eine extreme Behinderung zur Folge hätte.
Auch ist eine PKD oder Präimplantationsdiagnostik möglich, damit es eben nicht zu einem Fruchttod oder Abbruch kommen muss....weil das Kind vererbte Fehlbildungen, mit denen es nicht lebensfähig ist.

Ich kenne hier schon die eine oder andere, bei der trotz fehlender Auffälligkeiten in der Familie Dinge gefunden wurden, da sie nicht im engeren Sinne seit Generationen vererbt wurden ( wie z.b. Eine schiefe Nase oder Hämophilie ) sondern nur bei Ihnen auftreten ohne dass sie selbst Symptome haben (z.b. Translokationen ). In letzterem Fall sind 75% der Embryonen unbrauchbar. Eine bekannte von mir hatte 7o.8 FG deshalb, da das Chromosom mit der Translokation erst in der 8. Woche benötigt wurde und dann aber fehlerhaft war,was zum Abort führte.. Also macht es schon Sinn, das zu wissen, damit man die entsprechende Diagnostik machen kann, um sich einen unnötigen TF zu ersparen.

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Hallo lilobalee,

ich würde die Untersuchung als Chance sehen, und auch ohne Vorverdacht machen lassen, wenn sie bezahlt wird.

Bei einem von uns gibt es in der entfernten Verwandtschaft eine Unklarheit, wir lassen uns aber gleich beide komplett untersuchen. Wir stehen auch vor unserer ersten ICSI.

Liebe Grüße
everhappy

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Es werden immer beide untersucht, sonst macht es ja keinen Sinn sagte mein Arzt.

Die Frage ist dennoch: was ist die Konsequenz, wenn ihr wisst, dass eventuell, vielleicht etwas weiter vererbt werden könnte?

Brecht ihr die Versuche dann ab? Möchtet ihr dann keine Kinder mehr?

Das meinte ich mit Konsequenz ;-)

Liebe Grüße #blume

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Ok, du meinst, wenn man nichts dagegen tun kann, das ist natürlich was anderes.

Ich meinte, dass man durch die Untersuchung vielleicht die Möglichkeit hat, durch vorrausgehende Untersuchung an Eizellen\Embryo-Material nur gesunde Embryos zu transferrieren.

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Wir haben die humangenetische Untersuchung nach 4erfolglosem TFs machen lassen. Es macht ja keinen Sinn, alle von der. KK bezuschussten Versuche zu "verballern", wenn aus genetischen Gründen diese fast unmöglich ist. Auch ohne vorerkrankungen in der Familie kann es Auffälligkeiten geben (z.b. Translokationen oder falsche Anzahl der Geschlechtschromosomen z.B.).

Je nach Befund sind verschiedene Maßnahmen möglich, die wir auch in Anspruch genommen hätten (brauchten wir aber gsd nicht): Polkörperdiagnostik, falls bei dir die Anomalie besteht oder Präimplantationsdiagnostik wenn dein Partner Auffälligkeiten hat. Des Weiteren wäre für uns, sofern dennoch kein Erfolg eingetreten wäre, eine Eizellspende oder Samenspende und wenn wir damit nicht schwanger geworden wären ab Ende 30 auch eine Leihmutterschaft in Frage gekommen.

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