Samenraub in Dortmunder Kinderwunschzentrum

Hallo ihr Lieben!

Im Internet bin ich heute nach einem Bericht im TV auf folgenden Artikel in "Der Westen" gestoßen:

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/mysterioeser-samenraub-in-dortmunder-praxis-id6027175.html

Es wird berichtet, dass eine Frau ohne die Zustimmung ihres Ex-Mannes/-Freundes eine künstliche Befruchtung hat vornehmen lassen - zwei Mal. Das zweite Mal sogar nach der Trennung des Paares. Jetzt soll der Mann Unterhalt bezahlen.

Habt ihr davon schon gehört/gelesen? Was sagt ihr dazu? Glaubt ihr, dass das tatsächlich möglich war, so wie der Mann es erzählt?

LG und euch alles Gute! #klee

P.S.: Da mich hier vielleicht nicht alle kennen: ich komme auch aus dem U-KiWu-Forum und stecke nach einer negativen ICSI gerade in einer Behandlungspause.

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Hallo,

ich hab hier http://www.wunschkinder.net/aktuell/gesellschaft/recht/samenraub-vor-gericht-4808/ zuerst davon gelesen.

Gruß Lucccy

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Hallo!

Ich habe es gestern in den Nachrichten gesehen. Ich denke schon das es relativ einfach ist! Die Ex-Freundin hat wohl die Unterschrift gefälscht und dann wurde die Behandlung begonnen.

Eigentlich ist eine Kiwu drauf bedacht vor oder während der Behandlung das Paar zu Gesicht zu bekommen, was ja aber auch ganz oft gar nicht umsetzbar ist. Viele sind Pendler oder sogar nur Wochenende zu Hause - da muss eben auch eine Unterschrift reichen. ... und wenn die dann halbwegs an die 1. Unterschrift heranreicht zum Abgleich steht der Behandlung nichts mehr im Weg!

Ich verstehe aber auch die Ex nicht, wenn sie weitere Kinder haben will und sich den Plan zurechtlegt und sogar damit durchkommt, wie kann sie dann so dumm sein und den Kindsvater angeben - ist doch klar das er dann unterhaltspflichtig ist und sich, zu Recht, dagegen wehrt!

Ich bin kein Richter, könnte mir aber vorstellen, dass die Frau kein Unterhalt mehr bekommt und auch die Kiwu aus der Schuld genommen wird. Klar hat die Kiwu eine gewisse Sorgfaltspflicht, aber die Ex hat ja sogar ein Telefonat inzeniert - warum sollte der Kiwu Arzt dann mißtrauisch werden?

Es ist ein ziemlich heikles Thema!

Ich habe damals bei Vertragsunterzeichnung auch gedacht, oh Gott was passiert bloß wenn einem von uns was zustößt mit unseren 4 Frosties - lt. Vertrag würden diese dann vernichtet werden ABER zum Glück gibt es da ja mittlerweile ein Urteil, auf das man aufbauen könnte!

Denn ganz ehrlich, würde mein Mann versterben würde ich das in der Kiwu nicht bekanntgeben und hoffen das ich damit durchkomme! Auch wenn ich meinen Mann dann nicht mehr an meiner Seite hätte, so hätte ich zumindest einen Teil bei mir, wenn es denn mit einer SS klappt!

Nachdenkliche Grüße
netty

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Na das nenn ich mal Volltreffer - schlimm, dass Ärzte nun solche Dinge auch noch berücksichtigen müssen!
Ganz ehrlich: ja, das ist möglich - allerdings kommt mir der "Beginn" seiner Geschichte ein wenig merkwürdig vor: wer in eine Kiwu geht, der gibt nicht nur "vorsorglich Material ab"....
Was aber die folgenden Geschehnisse betrifft: das ist wirklich gut vorstellbar. Mein Mann ist auch oft unterwegs - ganz am Anfang hat er Formulare mit der Einverständniserklärung unterzeichnet.. .wenn er sich von mir getrennt hätte, hätte ich das theoretisch ebenfalls weiter durchziehen können.
Aber Himmel - wer macht denn sowas.....

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In den Nachrichten wurde gestern gesagt, das er Sperma einfrieren ließ, wegen einem Krankheitsverlauf und niemand wusste ob er danach noch zeugungsfähig sei!

Mir fallen da spontan Krebspatienten ein, bei denen das vorsorglich gemacht wird, aber ob es wirklich Krebs war, wurde nicht gesagt! Zumindest erklärt es das vorsorgliche einfrieren.

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In unser KIWU ist dies nicht möglich. Wir müssen immer am Tag der Punktion gemeinsam unterschreiben, dass wir einverstanden sind mit der Befruchtung.
Was ich auch okay finde. Ich würde nie auf die Idee kommen sowas alleine durch zu stehen! Was bringt es meinen Kind, wenn der Papa es nicht haben möchte... uns nicht haben möchte? Ich glaub man tut sich damit auch kein Gefallen.#zitter
Bei unserem Kryo mussten wir ebenfall gemeinsam unterschreiben, dass wir mit dem TF einverstanden sind.

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Danke für eure Antworten und Meinungen.

Bin da auch etwas skeptisch dem Mann gegenüber. Es hieß ja, dass die Frau schon während der Partnerschaft eine künstliche Befruchtung hat durchführen lassen, durch die sie einen Sohn bekommen hat. Hätte der Mann nichtda schon reagieren und der Klinik etwas sagen müssen, dass es nicht in Ordnung war und sein restliches "Material" verworfen werden soll?!

Dass es einfach fies von der Frau war, das steht für mich außer Frage. Allein auf die Idee zu kommen #kratz

LG, eure f.anni

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